Chagas-Krankheit

Erreger

Trypanosoma cruzi
 

Verbreitung

Entsprechend dem Vorkommen der übertragenden Raubwanzen ist die Chagas-Krankheit in Mittel- und Südamerika bis nach Argentinien und Chile verbreitet.

 

Übertragung

Der Mensch infiziert sich fast ausschließlich über den Kontakt mit infiziertem Kot von Raubwanzen. Dabei wird der infektiöse Kot von den Wanzen auf der Haut abgelegt und von dort durch den Menschen als Schmierinfektion in der Regel an die Bindehaut  weitergetragen oder in die frische Stichwunde eingerieben. Eine diaplazentare Infektion und eine Infektion über die Muttermilch ist möglich.
Infektionsrisiko vornehmlich bei Aufenthalten in Lehmhütten in den oben erwähnten Regionen.

 

Inkubationszeit

10 - 30 Tage.

 

Krankheitszeichen

Erst Fieber, Lymphknotenschwellung, später - mitunter nach Jahren - Herz-, Lungen- und Darmbeteiligung möglich. Unbehandelt ist die Erkrankung in bis zu 10 Prozent der Fälle tödlich.

 

Behandlung

Eine Behandlung ist möglich, jedoch problembehaftet, da viele Medikamente Nebenwirkungen haben und als mutagen gelten. Die Therapie ist langwierig und mit zunehmender Behandlungsdauer steigt häufig auch das Risiko auf Nebenwirkungen.

 

Vorbeugung

Eine Vorbeugung der Infektion mit Impfstoffen oder Chemoprophylaktika ist nicht möglich. In Regionen wo die Krankheit vorkommt sollte das Übernachten unter freiem Himmel ohne Moskitonetz oder in  Lehmhütten vermieden werden.

 

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