Cholera

Erreger

Vibrio cholerae

 

Verbreitung

Die Cholera kommt überwiegend in Südostasien, aber auch in Zentralasien, Mittelamerika und Afrika vor. Es werden jährlich ca. 600.000 Choleraerkrankungen gemeldet, davon schätzungsweise 70 Prozent in Süd- und Mittelamerika. Der "Normaltourist" hat nur ein relativ geringes Risiko, an Cholera zu erkranken. Generell besteht ein erhöhtes Risiko in Gegenden in denen Trink- und Abwassersysteme nicht getrennt sind und Trinkwasser dadurch kontaminiert wird.

 

Übertragung

Fäkalienverunreinigtes Trinkwasser, manchmal kontaminierte Lebensmittel (z.B. Fisch). Selten sind Mensch zu Mensch Übertragungen.
 

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit beträgt 1 - 3 Tage.

 

Krankheitszeichen

Cholera ist eine Erkrankung, die vorwiegend den Dünndarm befällt; meist akut einsetzende, reiswasserartige Durchfälle mit Erbrechen führen schnell zur Austrocknung des Körpers. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tode.

 

Behandlung

Ausreichender Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten oral und zusätzlich durch Infusionen. Antibiotika verkürzen die Dauer der Erregerausscheidung und vermindern so das Ausmaß weiterer Infektionen (z.B. Tetracyclin).

 

Vorbeugung

Die Cholera ist zwar weit verbreitet, tritt aber unter guten hygienischen Verhältnissen selten auf. Eine Vorbeugung durch Nahrungsmittelhygiene ist möglich, sinnvoll und effektiv. Es steht sowohl eine Schluckimpfung als auch ein Impfstoff zur Injektion zur Verfügung, letzterer bietet aber lediglich für ca. 3 - 6 Monate einen 50 bis 60 prozentigen Schutz. Generell wird die Choleraimpfung z.Zt. nur unter strenger Indikationsstellung empfohlen. Einige Länder verlangen bei Einreise aus Endemiegebieten die Impfung (siehe einzelne Länder).

 

Pflichten

Bei Krankheitsverdacht oder Erkrankung besteht Tätigkeits- und Aufenthaltsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen bis nach ärztlichem Urteil und/oder mit Zustimmung des Gesundheitsamtes eine mögliche Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist.

 

Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.

Reisemedizinische Beratung

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Julia Leier

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