Hepatitis B

Erreger

Hepatitis-B-Virus (Hepadnaviridae)

 

Verbreitung

Nicht zu den typisch tropischen Erkrankungen gehörend, besteht für die Hepatitis B trotzdem in diesen Ländern ein erhöhtes Infektionsrisiko, bedingt durch die z.T. vorherrschenden hygienischen Verhältnisse. Generell weltweite Verbreitung.

Übertragung

Die Serumhepatitis wird durch Bluttransfusionen, unzureichend sterilisierte Spritzen, durch Mikroverletzungen der Haut und Schleimhäute, aber auch und im wesentlichen durch Geschlechtsverkehr übertragen. Eine diaplazentare Infektion des Ungeborenen, sowie eine Infektion von Säuglingen über die Muttermilch ist ebenfalls möglich.

Inkubationszeit

Im Mittel 10 Wochen (6 Wochen bis 6 Monate).

Krankheitszeichen

Auch bei der Hepatitis B kommt es zu grippeähnlichen Erscheinungen, Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen und allgemeiner Abgeschlagenheit. In der Folge treten eine mehr oder minder ausgeprägte Gelbfärbung der Haut und der Skleren des Auges, Hellfärbung des Stuhls und brauner Urin auf. Klinisch läßt sich die Hepatitis B zunächst nicht von der Hepatitis A unterscheiden.

 

Behandlung

Die Behandlung ist oft langwierig, körperliche Ruhe begünstigt den Heilungsvorgang. Im Gegensatz zur Hepatitis A kann die Hepatitis B in ein ungünstiges chronisches Stadium übergehen.

 

Vorbeugung

Gegen Hepatitis B ist eine aktive Immunisierung möglich, seit 1997 auch kombiniert mit Hepatitis A Impfstoff erhältlich.

 

Pflichten

Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.

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