Hepatitis A Virus
Der Erreger kommt häufig in den Tropen und Subtropen, d.h. beispielsweise im zentralen und südlichen Asien, Zentralafrika, Nahen und mittleren Osten, aber auch in Teilen Süd- und Mittelamerikas und in verschiedenen Mittelmeerländern vor. Ebenso besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko in den Ländern der ehemaligen UdSSR. Etwa die Hälfte aller im letzten Jahr in Deutschland gemeldeten Hepatitis A-Erkrankungen wurden im Ausland erworben.
Die Übertragung erfolgt durch verunreinigte Nahrung oder verschmutztes Trinkwasser, aber auch Eßbestecke und Handtücher.
2 - 6 Woche, im Mittel 4 Wochen. Beginn der Infektiosität 1 - 2 Wochen vor Ausbruch der Erkankung.
Klinisch kommt es bei Infektion zu grippeähnlichen Erscheinungen, Übelkeit und Völlegefühl, Erbrechen und allgemeiner Abgeschlagenheit. In der Folge treten eine mehr oder minder ausgeprägte Gelbfärbung der Haut und der Skleren des Auges, Hellfärbung des Stuhls und brauner Urin auf.
Die Behandlung besteht in Bettruhe und Diät; sie ist evtl. langwierig. Im Erwachsenenalter verlaufen 5 –15% der Hepatitis A-Erkrankungen protrahiert, mit einer bis zu 1 Jahr verlängerten Krankheitsdauer.
Durch ausschließliche Verwendung gut abgekochter Speisen oder einwandfreien Trinkwassers kann die Infektionsgefahr erheblich gemindert werden.Seit Ende 1992 steht ein risikoarmer Einzelimpfstoff zur Verfügung, der nach 2maliger Impfung einen zuverlässigen Schutz für 10 Jahre gewährleistet. Zusätzlich ist seit 1997 ein empfehlenswerter Kombinationsimpfstoff Hepatitis A/Hepatitis B auf dem Markt.
Bei Krankheitsverdacht oder Erkrankung besteht Tätigkeits- und Aufenthaltsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen bis nach ärztlichem Urteil und/oder mit Zustimmung des Gesundheitsamtes eine mögliche Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist.Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.