Yersinia pestis
Weltweit sind einzelne Pestherde bekannt. 1994 trat die Pest in Indien als Beulen- und Lungenpest auf. Betroffen waren insbesondere die Stadt Surat, Delhi, Bombay, Benares, Bhopal, Kalkutta und Nagpur. Im Jahre 2002 erneuter Ausbruch in Nordindien.
Die Übertragung der Beulenpest erfolgt durch Flohstich von der Ratte auf den Menschen. Die Flohstichstellen können sich in der Leistenbeuge, der Achselhöhle oder am Hals befinden. Die Lungenpest wird über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, sie entwickelt sich häufig auch als Folge der Beulenpest.
2 - 8 Tagen selten länger
Verschiedene Verlaufsformen verursacht durch den gleichen Erreger (Bubonenpest (Beulenpest), Lungenpest, Hautpest). Ohne frühzeitige Antibiotikabehandlung hohe Letalität.
Mit modernen Antibiotika ist die Pest gut zu behandeln. Eine Impfung bietet nur einen geringen Schutz, ist schlecht verträglich und wird somit nur Personen mit einem besonderen Gefährdungsgrad empfohlen.
Bei anzunehmender Exposition kann neben dem Gebrauch von Repellentien und dem Tragen von langen Hosen (Vermeidung von Flohbissen) eine Chemoprophylaxe mit Tetracyclinen für die zeit der Exposition und 10 Tage danach durchgeführt werden.
Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.
Bei Krankheitsverdacht oder Erkrankung besteht Tätigkeits- und Aufenthaltsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen bis nach ärztlichem Urteil und/oder mit Zustimmung des Gesundheitsamtes eine mögliche Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist.