Tollwut (Rabies, Lyssa)

Erreger

Tollwutvirus.

 

Verbreitung

Von der Tollwut können alle Säugetiere betroffen sein, z.B. Hunde, Katzen, Füchse, Skunks, Waschbären, Mungos, Affen, aber auch Fledermäuse. An Tollwut versterben nach Schätzungen jährlich eine Vielzahl Menschen, dies vor allem auf dem indischen Subkontinent.

 

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch infektiöse Tiersekrete, wie z.B. Speichel beim Biß, aber auch durch Kratzen und Lecken. Eine Ansteckung des Menschen ist auch vor Erkrankungsausbruch beim Tier möglich.

 

Inkubationszeit

15 - 60 Tage (5 Tage bis 12 Monate und länger).

 

Krankheitszeichen

Rötung der Bißstelle, allgemeine und unspezifische Beschwerden treten auf. Es folgen Krämpfe bis zur Herzlähmung. Jede ausgebrochene Erkrankung ist tödlich.

 

Behandlung

Eine spezifische Behandlung der Tollwut ist nicht möglich. Jegliche Therapie wird den tödlichen Ausgang der Infektion nicht verhindern.

 

Vorbeugung

Als Vorbeugung sollte jeder direkte Tierkontakt vermieden werden, insbesondere mit Tieren, die sich auffällig verhalten, oder mit Tierkadavern.Bei Verdacht auf Tollwut ist auch nach einem Biß eine Impfung möglich und notwendig. Vor allem bei Personen mit einem hohen Risiko wie Tierärzten, Jägern, Laborpersonal, aber auch Abenteuerreisende ist jedoch eine vorbeugende Impfung sinnvoll.

 

Pflichten

Meldepflichtig sind Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod.

 

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