Stärkeres und nachhaltiges Engagement Deutschlands ist notwendig

DTG-Erklärung zur Ebola-Epidemie

In einer gemeinsamen Erklärung vom 21.10.2014 fordern die Deutschen Gesellschaften für Tropenmedizin (DTG), für Epidemiologie (DGEpi) und für Public Health (DGPH) die Bundesregierung auf, deutlich mehr finanzielle und logistische Unterstützung für die aktuell betroffenen Länder bereit zu stellen.
In der Erklärung heißt es: „Aktuell sind beinahe 10.000 Ebola-Erkrankungen und 5.000 Todesfälle gemeldet, die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Neuere Schätzungen der WHO gehen von einem dramatischen Anstieg der Erkrankungen in den nächsten Wochen aus.

Die Gesundheitssysteme vor Ort sind seit längerer Zeit völlig überfordert: Die Epidemie breitet sich weiter aus, gleichzeitig ist die Versorgung anderer Krankheiten kaum noch möglich. Neben den am meisten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea besteht die konkrete Gefahr der Ausbreitung auf Nachbarländer wie die Elfenbeinküste und Ghana.

Kurzfristig benötigt die betroffene Region massive finanzielle, medizinische und logis-tische Unterstützung, um die akute Epidemie einzudämmen und die Versorgung für andere häufige Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose oder HIV aufrecht zu erhalten. Daran anschließend ist eine nachhaltige Unterstützung der Gesundheitssysteme unbedingt notwendig, um Ebola und vergleichbare Epidemien zukünftig besser zu kontrollieren und die grundlegende gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Trotz der wirtschaftlichen und medizinisch-technischen Leistungsfähigkeit hat sich Deutschland bis zur vergangenen Woche nur marginal an der Eindämmung von Ebola beteiligt. Die Fachgesellschaften begrüßen, dass die finanziellen Zusagen in der vergangenen Woche deutlich erhöht wurden – wenn auch nicht in dem Maße, wie es notwendig ist. Aktuell mangelt es in der betroffenen Region besonders an Fachkräften und Infrastruktur ....“.

B·A·D engagiert sich für „Ärzte ohne Grenzen“

Zeitgleich zu dieser Erklärung hat die Geschäftsführung für die B·A·D GmbH  be-schlossen, in diesem Jahr die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Rahmen ihrer Weihnachtsaktion mit einer Geldspende zu unterstützen.

Im Mittelpunkt der Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ steht die Behandlung von akuten Krankheiten und Verletzungen. Ärzte und Helfer aus aller Welt leisten chirurgische Hilfe, bekämpfen Epidemien, impfen gegen Krankheiten, betreiben Ernährungszentren für Mangelernährte, konzentrieren sich auf die Mutter-Kind-Versorgung oder bilden Mitarbeiter vor Ort aus.