Besonderheiten bei Reisen von Schwangeren und besonders mit Kindern

Allgemeines

Eine Schwangerschaft ist im allgemeinen zwar kein Hinderungsgrund für eine Reise, doch gibt es eine Reihe von Risikofaktoren: Im letzten Schwangerschaftsmonat und bis zum 7. Tag nach der Entbindung ist von einer Flugreise dringend abzuraten. Schutzimpfungen mit Totimpfstoff oder inaktivierten Vakzinen, Toxoiden und Polysacchariden sind während der Schwangerschaft im allgemeinen vertretbar. Lebendimpfstoffe sind generell kontraindiziert. In jedem einzelnen Fall sollten aber einerseits die Risiken, andererseits der Nutzen abgewogen werden. Bei gerechtfertigter Indikation darf eine Gelbfieberimpfung nach dem 6. Schwangerschaftsmonat durchgeführt werden. Eine Malariaerkrankung in der Schwangerschaft kann das Leben der Mutter und des ungeborenen Kindes ernsthaft gefährden. Deshalb sollten sich Schwangere nur bei zwingender Notwendigkeit in einem Malariagebiet aufhalten. Dem Schutz gegen Moskitostiche muss dann besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Wird Mefloquin zur Prophylaxe angewendet, so sollte bis zum Ablauf von 3 Monaten nach Absetzen des Medikamentes eine Schwangerschaft verhütet werden.

Das Hepatitis E Virus wird wie das Hepatitis A Virus über verunreinigte Nahrungsmittel übertragen. Es kommt in den Ländern Südostasiens, Indiens, Mittelamerikas und Zentralafrikas vor. Da nur bei Schwangeren schwerwiegende Verläufe (bis 25%) bekannt wurden, sollten diese andere Reiseziele vorziehen. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung, Immunglobuline schützen nur unzuverlässig. Eine Gegenanzeige zu Flugreisen von Schwangeren sind Anämie mit einem Blutfarbstoffgehalt des Blutes < 8,5 mg/dl, Thromboembolien in der Vorgeschichte und eine Risikoschwangerschaft. Bei häufigen Flugreisen in der Schwangerschaft sollte auch bedacht werden, dass bei Flügen in größere Höhe eine erhöhte Strahlenbelastung gegenüber dem Boden besteht. Kritisch ist hier besonders die 8. - 15. Schwangerschaftswoche zu sehen. Bei Reisedurchfall während der Schwangerschaft sollten folgende Präparate nicht angewandt werden: wismuthaltige Präparate, salizylsäurehaltige Präparate, Trimetroprim-Sulfamethoxazol sowie Ciprofloxazin. Bei Notwendigkeit sind zur Behandlung erlaubt: orale Rehydratationslösungen, Ampicillin, Cephalosporine, Loperamid, Kaolin und Pektine. Schwangeren auf Reisen sind von bestimmten körperliche Aktivitäten abzuraten. Hierzu zählt insbesondere Tauchen mit Gerät, aber auch Jogging, wenn dadurch die Körperkerntemperatur über 38°C und der Pulsschlag der Schwangeren 140/min. übersteigt. In diesem Zusammenhang ist auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die meisten Impfstoffe (Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, BCG) können Kindern in den ersten Lebenswochen ohne Risiko verabreicht werden. Allgemein sollten Kinder aber nicht vor Vollendung des 1. Lebensjahres gegen Gelbfieber geimpft werden; es sollte aber besonders auf den Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis geachtet werden.

Die Malaria-Prophylaxe für Kinder ist wichtig. Prophylaktika können bei entsprechender Notwendigkeit auch an Kleinkinder verabreicht werden. Größte Bedeutung hat aber hier die Vorbeugung gegen Moskitostiche. Zur Dosierung der Medikamente muss der Rat eines Arztes eingeholt werden, da diese sich nach dem jeweiligen Körpergewicht richtet.

Tropische Regionen stellen aber kein geeignetes Reiseziel für Schwangere und Kinder in den ersten Lebensjahren dar.

Die Reise mit Kindern

Die Reisevorbereitungen unter Erwachsenen sind oft schon mit erheblichen Strapazen verbunden, kommen Kinder hinzu wird es mitunter noch schwieriger den Überblick zu behalten. Auch ergibt sich zusätzliches Gepäck und zusätzliches Gewicht, was von den Erwachsenen zu übernehmen ist. Deshalb bedarf es schon vor der Reise einer besonderen Vorbereitung. Bei der Anreise selber wollen die Kinder beschäftigt werden, Zeit zum entspannen bleibt für die Erwachsenen nur wenig. Dies alles führt dazu, dass die Erwachsenen erschöpft am Reiseziel ankommen, während die Kinder dann unternehmungslustig werden.

Die häufigsten Krankheiten von Kindern

Die Erkrankungen die Kinder bei Reisen in südliche Länder erleiden, werden vielfach bestimmt durch das Alter der Kinder, denn während wir einem Kleinkind nur schwerlich begreifbar machen können, dass es die Finger nicht in den Mund zu stecken hat, gelingt es bei größeren wesentlich besser. Trotz allem bleiben Kinder aber Kinder.

Häufige Erkrankungen sind demnach:

Durchfall-Erkrankungen

fieberhafte Infekte jeder Art

Verletzungen

Insektenstiche

Sonnenbrand 

Schwerwiegende Erkrankungen wie Hepatitis, Malaria, Typhus usw. können in entsprechenden Risikogebieten wie beim Erwachsenen hinzukommen. Vor Antritt einer entsprechenden Reise mit Kindern ist eine reisemedizinische Beratung ratsam und für Eltern und Kinder notwendig. Die im Heimatland üblichen Kinderimpfungen müssen auf dem aktuellen Stand sein, andere können je nach Reiseziel hinzukommen. Das Risiko zu erkranken lässt sich durch gesundheitsbewusstes Handeln vor, während und nach der Reise deutlich verringern. Tropische Regionen stellen jedoch kein geeignetes Reiseziel für Kinder in den ersten Lebensjahren dar.

Beachtet werden muss die Mindestaltersgrenze für Reiseimpfungen von Kindern. Auch sind Kinder fast in jeder Hinsicht durch Krankheitserreger anfälliger als Erwachsene. Eine strenge Selbstdisziplin im Hinblick auf Vorsichtsmaßnahmen wie das Beachten von Hygienevorschriften bezüglich Händewaschen, Berühren von Lebensmitteln unsicherer Herkunft, Schlafen unter Moskitonetzen usw. ist für Kinder häufig nicht möglich. Beim Schlafen unter Moskitonetzen sollten kleinere Kinder einen Schlafanzug tragen, da sie sich meist in eine Ecke des Netzes zurückziehen und beim Aufliegen des Netzes auf der nackten Haut leicht durch das Netz hindurchgestochen werden kann. Es ist wichtig, den Kindern zu verbieten jedwiges Tier anzufassen, denn in vielen tropischen Ländern herrscht ein hohes Tollwutrisiko, die Erkrankung selber endet immer tödlich.

Kinder und Schwimmen und Baden

In verunreinigten Gewässern können sich Kinder wie Erwachsene Augen-, Ohren- und Darminfektionen zuziehen. Flüsse, Kanäle, Seen und andere Binnengewässer in tropischen Ländern kann mit Larven verseucht sein, die die Haut durchdringen und z.B. die Bilharziose verursachen. Kinder müssen deshalb in diesen Ländern vom Baden, Waschen, Schwimmen und Spielen in Binnengewässern unbedingt ferngehalten werden. Schwimmbecken mit gechlortem Wasser können in dieser Hinsicht als sicherer Platz angesehen werden. Beim Baden im Meer dürfen Kinder nicht allein gelassen werden, da je nach Region mit starken Strömungen zu rechnen ist. Auch sind unbedingt Badeschuhe anzuziehen, um Verletzungen durch Korallen, usw. vorzubeugen. Geachtet werden muss auch auf konsequenten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor bei den Kindern, zusätzlich sind insbesondere in den ersten Tagen T-Shirts empfehlenswert. Kleine Kinder sollten auch nur für ca. 15 Minuten im Wasser bleiben, soweit das Wasser 28 – 30 °C erreicht sollte nach maximal 45 Minuten erst einmal Schluss sein, denn Kinder unterkühlen trotz sommerlicher Temperaturen schneller, ohne dies zu bemerken. Kinder sollten dazu angehalten werden, im Meer und im Pool kein Wasser zu schlucken.

Kinder und Hitze und Feuchtigkeit

Hitze und Feuchtigkeit in Verbindung mit der Anstrengung des Spielens können in Form von Wasser- und Salzverlust zu einem Hitzekollaps oder einem gefährlichen Hitzschlag führen. Tee und mineralhaltige Getränke empfehlen sich im Falle eines Hitzestaus. Kinder leiden häufiger als Erwachsene unter Hitzeausschlag und Pilzerkrankungen. Tägliches Duschen, leichte Baumwollkleidung sowie ggf. einpudern empfindlicher Hautflächen können die Beschwerden mindern. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie klimatisierte Räume erhöhen unter Umständen die Anfälligkeit für Erkältungen, dem dann durch entsprechende Kleidung vorgebeugt werden muss.

Kinder und Sonne

Heute gilt: Jeder Sonnenbrand stellt einen Schritt hin zum Hautkrebs dar. Unsere Kinder vor einem Sonnenbrand zu schützen ist Aufgabe der Erwachsenen. So sollten Kleinkinder und Säuglinge nur dosiert die Sonne genießen. Kinder sollten in südlichen Ländern sich vom Mittag bis zum frühen Nachmittag im Schatten aufhalten. Kinder dürfen niemals ohne Kopfschutz in die Sonne. Hut oder Schirmmützen schützen die sonnengefährdeten Stellen an Hals und Nacken. Erwachsene müssen dabei hinsichtlich des Sonnenschutzes ihren Kinder ein Vorbild sein. Für Kinder werden Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (>30) erforderlich. Ggf. brauchen Nasen, Ohren und Schultern sogar einen Sun-Blocker. Insbesondere an den ersten Tagen sollten Kinder am Strand zusätzlich mit einem T-Shirt bekleidet sein. Selbst wasserfeste Sonnenpräparate müssen nach dem Baden und Abtrocknen erneuert werden. Da Kinder viel spielen und toben muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass sie genügend Mineralwasser oder kühle Tees trinken. Dies beugt dem Austrocknen vor. Nehmen Kinder Medikamente ein, so muss vor dem Gang in die Sonne abgeklärt werden, ob diese nicht möglicherweise die Lichtempfindlichkeit erhöhen und unerwünschte Hautreaktionen hervorrufen können. Ähnliche Reaktionen kann der Kontakt von Kinderhaut mit bestimmten Pflanzen hervorrufen, hier ist insbesondere reiner Limonensaft zu nennen. Limonen werden häufig in südlichen Ländern am Tisch zum Erfrischen der Hände oder für Salate gereicht.

 

Kinder, Insekten und Tiere

In vielen subtropischen und tropischen Ländern ist es sinnvoll, für Kinder ein Kombinationspräparat Sonnen- und Insektenschutz zu verwenden, um gleichzeitig mit der Sonne auch Insekten abzuwehren. Der Biss bzw. Stich zahlreicher Insekten kann unangenehme Reaktionen hervorrufen und generell für die Kinder gefährlich (z.B. Malaria) oder bei einer erneuten Infektion lebensbedrohlich (z.B. Dengue-Fieber) sein. Leichte helle und langärmlige Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt schützt gegen Mückenstiche. Zusätzlich sind insektenabwehrende Mittel auf die unbedeckte Hautstellen aufzutragen. Für Kinder gut verträgliche Substanzen auf Naturbasis bieten jedoch oft keinen 100% Schutz. Auch muss für Malaria-Risikogebiete für Kinder dringend eine Malaria-Prophylaxe erwogen werden. Grundsätzlich gilt hier für Kinder nichts anderes als für Erwachsene.
Es muss Kindern grundsätzlich verboten werden, jedweges Tier anzufassen. Gerade in tropischen Ländern herrscht ein erhöhtes Tollwutrisiko. Aber mitreisende Kinder müssen auch wissen, dass sie über jegliche Bissverletzungen sofort zu berichten haben. Kinder auf Reisen sollten zum weiteren Schutz vor Tieren, Pilzen, etc. grundsätzlich Schuhwerk tragen.

Kinder und Nahrungsmittel und Getränke

Vorsicht beim Essen ist der generelle Rat für Fernreisende, da in mancher Region 50 - 80% aller Reisenden an Durchfall erkranken. Durchfall kann recht unangenehme Begleitsymptome haben und u.U. sogar einen Abbruch der Reise nach sich ziehen. Vorsicht beim Essen ist besonders wichtig für Reisen mit Kindern. Der kindliche Körper muss sich nicht nur an das fremde Klima im Reiseland anpassen, sondern Kinder kommen auch mit einer Vielzahl ungewohnter Speisen in Berührung. Durch verunreinigte Nahrungsmittel und Getränke können Magen- und Darmerkrankungen übertragen werden. Verunreinigte Speisen und Getränke erkennt man in der Regel nicht am Aussehen. Vielmehr bedeutet Vorsicht beim Essen auf Reisen, dass man nicht immer dort essen, dann essen, das essen kann, wo man, wann man und was man essen möchte. Risikoreich ist Wasser aus dem Wasserhahn, Eiswürfel, Softeis oder loses Speiseeis, Salate, nicht geschältes Obst und warmgehaltene Speisen. Industriell abgefüllte Getränke und Getränke wie Tee, der aus sprudelnd gekochtem Wasser zubereitet wurde, sind in der Regel unbedenklich. Auch ungewohnte Gewürze machen dem kindlichen Organismus oft zu schaffen.

Keine Salate, kein rohes Obst und Gemüse essen, es sei denn, man kann es schälen. Am sichersten sind heiße und gründlich frisch gegarte Speisen. Wasser abkochen oder desinfizieren bzw. kohlensäurehaltiges Mineralwasser auch zum Zähneputzen benutzen. Unpasteurisierte Milch vor dem Trinken abkochen. Eiswürfel und Speiseeis meiden. Heißer Kaffee, kohlesäurehaltige Getränke und Fruchtsäfte (in Flaschen oder abgepackt) kann man ohne Risiko trinken.
Krankheiten die über die Nahrung übertragen werden können, sind neben Durchfall Typhus und Paratyphus, Kinderlähmung, Virushepatitis A und B und verschiedene Parasiten-Erkrankungen. Gegen Typhus und Hepatitis A steht zusätzlich zur Nahrungsmittelhygiene eine Impfung zur Verfügung. Gegen Durchfall, als der bei weitem häufigsten Ursache von Gesundheitsstörungen auf Reisen, gibt es keinen wirksamen Impfstoff. Um das Risiko einer Infektion zu mindern muss deshalb auf konsequente Nahrungsmittelhygiene beim Essen und Trinken geachtet werden. Bei Durchfall ist es insbesondere für Kinder wichtig viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vorzugsweise eine spezielle salz- und glucosehaltige Lösung, wie sie in Apotheken erhältlich ist. Leider sind diese Lösungen nicht sehr schmackhaft und werden von vielen Kindern nicht gut toleriert. Sollte dies passieren, kann folgende Zusammensetzung zur Selbstzubereitung probiert werden:

1l Orangensaft, 1 Teelöffel Kochsalz, 2 Esslöffel Zucker

 

oder

1l schwarzer Tee, 1 Teelöffel Kochsalz, 2 Esslöffel Zucker, Saft von 2 Orangen. 

 

Hiervon wird in kleinen Schlucken viel getrunken.

Erste-Hilfe bei Reisen mit Kindern

Grundsätzlich empfiehlt sich daheim bei einer der verschiedenen Hilfsorganisationen wie z.B. Malteser Hilfsdienst, Arbeiter Samariter Bund, DRK, etc. einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs für die Hilfe am Kind zu besuchen. Auch Kinder sind wie Erwachsene nicht vor kleineren oder größeren Unfällen auf der Reise gefeit. Die Krankheiten die Kinder auf Reisen sich zuziehen sind oft ohne ärztliche Hilfe selbst behandelbar. Im Zweifelsfall empfiehlt sich jedoch grundsätzlich einen Arzt zu konsultieren. Erkundigen Sie sich dazu bei Ihrer Reiseleitung nach der Adresse eines ansprechbaren Arztes. Für Kinder, die an chron. Erkrankungen leiden, sind ausreichende Medikamente bereits von zu Hause mitzunehmen. Die meisten Krankheitserscheinungen auf Reisen mit Kindern sind auf die Veränderung von Klima, Ernährung und Umgebung zurückzuführen. In den Ländern wo jedoch z.B. die Malaria vorkommt, ist es sinnvoll bei Fieber lieber einmal zuviel als einmal zuwenig einen Arzt zu konsultieren.

Fieber:

Viel Flüssigkeit, fiebersenkende Mittel wie Paracetamol

Durchfall:

Wichtig ist hier die konsequente Flüssigkeitszufuhr. Medikamente aus der Reiseapotheke (Loperamid) sind für Kinder in der Regel nicht geeignet. Dagegen empfiehlt sich die Mitnahme z.B. eines Pektinpräparates oder auch anderer Präparate je nach Rat des Kinderarztes.

Verstopfung:

Viel Trinken

Reisekrankheit:

Die Mittel aus der Reiseapotheke gegen Reisekrankheit für Erwachsene gibt es auch in Dosierungen für Kinder. Dies kann sehr hilfreich sein. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit diese Präparate als Kaugummis zu erhalten.

Sonnenbrand:

Sonnenschutz zum Schutz vor dem Sonnenbrand ist der wichtigste Punkt. Sollte es doch einmal passiert sein, kühlende Gels und Hautcreme. Der nächste Tag sollte ein Tag ohne Sonne sein.

Sonnenstich:

Auch hier ist die Vorbeugung das wichtigste. Ausreichend trinken, nie ohne Kopfbedeckung. Beim Sonnenstich hat das Kind einen hochroten Kopf, ist benommen, klagt über Schwindel, Kopfschmerzen und entwickelt Fieber. Der Kreislauf zentralisiert und die Beine und Arme sind eher kühl. Erste-Hilfe ist hier, Kind aus Sonne, kühle Getränke, Kopf kühlen.

Hautschürfungen:

Desinfektionsmittel, Wundheilsalbe. Es sind Desinfektionsmittel im Handel, die bei Kindern nicht so brennen.

Verletzungen im Wasser:

Verletzungen erfolgen meistens durch Seeigel oder Quallen. Seeigelstachel direkt mit der Pinzette entfernen und die betroffene Stelle desinfizieren. Kontaktstellen mit Quallen mit juckreizstillenden Gels einreiben. Entwickelt sich Fieber ist ein Arzt zu konsultieren. Grundsätzlich sollten Kinder wie Erwachsene im Meer Badeschuhe tragen.

Insektenstiche:

Vorbeugen durch Einreiben mit Mückenschutzmittel, sollte es doch passiert sein, kühlen und juckreizstillende Gels auftragen.

Verbrennungen und Verbrühungen:

Vorbeugend ist hier der Kontakt zu Feuer und sonstigen heißen Gegenständen zu verbieten. Erste Maßnahme im Fall der Fälle ist sofort unter kaltem Wasser kühlen und dies für zumindest 10 – 20 Minuten. Größere Verbrennungen sollten unbedingt einem Arzt vorgestellt werden.

Bissverletzungen:

Vorbeugend ist der Kontakt zu Tieren, die beißen können, dringend zu vermeiden. Jede Bissverletzung muss unverzüglich einem Arzt vorgestellt werden.

Bindehautreizung des Auges:

Die Reizung kann unterschiedliche Gründe haben, wie Allergien, Wind, Wasser, Bakterien oder Viren. Das Kind reibt sich vermehrt die Augen, weil es das Gefühl hat, dass sich etwas im Auge befindet. Kühlen Sie das Auge oder geben Sie ein wenig von den Augentropfen aus Ihrer Reiseapotheke in den Bindehautsack. Verklebt das Auge, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Ohrenschmerzen:

Ohrenschmerzen, die bei der Landung des Flugzeugs auftreten, haben meist einen unzureichenden Druckausgleich im Mittelohr zur Grundlage. Hier hilft kauen, schlucken , gähnen und vorab abschwellende Nasentrophfen. Klagt das Kind über Ohrenschmerzen auf der Reise so ist ein Arzt zu konsultieren, soweit sich die Erscheinungen nicht innerhalb kürzester Zeit mit abschwellenden Nasentropfen wieder geben.

Nach der Reise:

Ist Ihr Kind nach der Reise nicht völlig beschwerdefrei, dann sollten Sie auf jeden Fall eine Nachuntersuchung beim Kinderarzt durchführen lassen. Ist das Kind während der Reise ärztlich behandelt worden, sollte immer eine Nachuntersuchung am Heimatort erfolgen.


Die Reiseapotheke bei Reisen mit Kindern

Zu den Medikamenten, die auch dringend für die Reiseapotheke bei Reisen von Erwachsenen empfohlen werden müssen, kommen für Kinder insbesondere Medikamente in kindergerechter Dosierung hinzu. Dies betrifft Fieber, Durchfälle, Husten, Schnupfen, Bindehautreizung der Augen, Reisekrankheit; Malariamittel, Mückenschutzmittel, Sonnenschutzmittel, Desinfektionsmittel. Der beratende Arzt oder die Apotheke werden hier entsprechende Mittel empfehlen können.

Reisekrankenversicherungen und Reiserücktrittsversicherungen sollten grundsätzlich die ganze Familie beinhalten. Zusätzlich gehören in die Reiseapotheke alle Medikamente, die auch zuhause vom Kind eingenommen werden müssen.

Reisemedizinische Beratung

Ihre Ansprechpartnerin

Jessica Krämer

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