Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine ausgeprägte Herzschwäche resultiert in immer in einer Reise- und Tropenuntauglichkeit. Dies gilt solange, bis eine entsprechende Therapie erfolgt ist. Es sollte jedoch beachtet werden, daß ein geschädigtes Herz nicht nur durch Hitze, sondern auch durch Durchfälle und andere Infektionskrankheiten im Ausland gefährdet ist. Bei Herzfehlern, koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen sollte grundsätzlich vor Antritt einer Reise eine entsprechende Beratung durch den behandelnden Arzt eingeholt werden. Es muss auch beachtet werden, dass selbst ein kurzer Aufenthalt nicht günstiger zu beurteilen ist, da die Herzbelastungen in den ersten Wochen, wenn noch keine genügende Hitzeakklimatisation erreicht ist, am Größten ist. Auch muss bedacht werden, dass sich der Reisende während des Fluges in einem 2000 -2400m über NN entsprechendem Kabinendruck befindet. Dies kann eine zusätzliche Belastung für das Organ darstellen.

Ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des Reiseziels ist die Qualität und Verfügbarkeit ärztlicher Versorgung.

Bluthochdruck ist keine Kontraindikation für Tropenaufenthalte, wenn er gut eingestellt ist und ohne Herz- und EKG-Veränderungen einhergeht. Patienten mit sekundärem Bluthochdruck sind dagegen nicht als tropentauglich anzusehen.

Kreislauflabile Personen mit Neigung zu hypotonen Regulationsstörungen neigen in der Anfangszeit zum Hitzekollaps und fühlen sich insbesondere in feucht-warmem Klima nicht wohl und sind nicht voll leistungsfähig. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass nicht übermäßige Schonung, sondern ausreichende körperliche Aktivität hilfreich ist, um den Kreislauf zu stabilisieren.

Reisemedizinische Beratung

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Leier

0211 516 160 119