Tourismusinformationen Äthiopien

Klima

Klima

Sehr heiß und schwül in den Ebenen, warm in den Gebirgsausläufern und vergleichsweise kühl im Hochland. Häufige Niederschläge zwischen Juni und September.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Ethiopian Airlines (ET) fliegt über 40 Städte an. Die nationalen Verbindungen sind allerdings oft unregelmäßig. Inlandsflughäfen werden zunehmend modernisiert, um den Tourismus anzukurbeln. Ethiopian Airlines bietet außerdem einen Historic Route Service für Touristen an, auf dem die wichtigsten historischen Stätten angeflogen werden.

Anmerkung (Flugzeug)

Flughafengebühren: 10 Br.

Bahn

Die einzige Eisenbahnstrecke führt von Addis Abeba über Dire Dawa und Harar nach Djibouti. Es kommt oft zu Verspätungen.

Bus/Pkw

Gute Allwetterstraßen führen in die meisten Geschäftszentren und Urlaubsgebiete; die übrigen, unbefestigten Straßen sollten nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahren werden. Aufgrund von Treibstoffknappheit können Fahrten außerhalb von Addis Abeba mit Schwierigkeiten verbunden sein. Nach Einbruch der Dunkelheit ist das Autofahren außerhalb der Hauptstadt mit Risiken verbunden. Rechtsverkehr.

Bus:
Staatliche und private Busse verkehren im ganzen Land. Fahrpläne und Fahrkarten sind an Busbahnhöfen erhältlich, Touristen benutzen die Busse jedoch selten. Die Abfahrt ist manchmal verspätet, da Busse in bestimmte Gegenden nur im Konvoy fahren.

Taxis
in Addis Abeba sind blauweiß, oft teilt man sich ein Taxi mit anderen Fahrgästen. Preise sollten vor Fahrtantritt vereinbart werden. In Addis Abeba unterhält die National Tour Operation (NTO) (Internet: www.nto.com.et)  Luxustaxis, die am Flughafen und vor Hotels stehen. Am Flughafen gibt es auch gelbe Taxis.

Mietwagen
sind in Addis Abeba erhältlich, können aber auch bei der National Tour Operation gemietet werden.

Unterlagen:
Äthiopischer Führerschein, bei der Ankunft erhältlich. Der nationale oder internationale Führerschein des Heimatlandes muss vor Ort zugelassen werden.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft ist Ethiopian Airlines (ET) (Internet: www.flyethiopian.com), die von Frankfurt nonstop, von Wien und Zürich aus in Kooperation u.a. mit Lufthansa (LH), Austrian Airlines (OS) und Swiss (LX) fliegen.

Flughafengebühren

20 US$, ausgenommen Transitpassagiere, die den Flughafen nicht verlassen.

Internationale Flughäfen

Addis Abeba (ADD) (Bole International) liegt 8 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Busverbindung zur Stadt alle 30 Minunten, Taxistand. Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shops, Tourist-Information mit Mietwagenschalter, Wechselstube, Post, Hotelreservierungsschalter, Gepäckaufbewahrung, Erste-Hilfe-Einrichtungen, Bars und Restaurant.

Schiff

Seit der Unabhängigkeit Eritreas ist Äthiopien ein Binnenland. Es gibt jedoch regelmäßige Verbindungen zwischen europäischen Häfen und Massawa und Assab in Eritrea.

Bahn

Die 785 km lange Bahnstrecke zwischen Addis Abeba und Djibouti wird von den Regierungen beider Länder betrieben. Die Züge sind langsam, überfüllt und meist verspätet.

Bus/Pkw

Die Hauptstrecke führt über Kenia. Es gibt eine Allwetterstraße von Moyale an der Grenze über Yabelo, Dila und Yirga nach Addis Abeba.

Die folgenden Grenzübergänge sind geöffnet:
Moyale (Kenia),
Dewale/Galafi (von Djibouti) und
Humera/Metema (vom Sudan).
Das Grenzgebiet zu Eritrea ist derzeit militärisches Sperrgebiet und nicht passierbar. Über die Passierbarkeit der anderen Grenzübergänge sollten sich Reisende vorab bei der Botschaft erkundigen (s. Adressen).

Die Strecke von Addis Abeba nach Nairobi ist Teil des Trans-East African Highway.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist die Ethiopian Telecoms Authority (ETA), begrenzter Empfangs-/Sendebereich.

Fax

Faxanschlüsse gibt es in größeren Hotels.

Internet/E-Mail

Es gibt Internetcafés in Addis Abeba. Der Hauptinternetanbieter ist ETC, es ist jedoch oft schwierig, eine Verbindung zu bekommen.

Telegramme

Internationale Anschlüsse in Büros und Hotels in Addis Abeba.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Die Äthiopische Post (Ethiopian Postal Service) und private Kuriere übernehmen nationale und internationale allgemeine Postdienste einschließlich Luftbeförderung. Briefe nach Europa sind ca. zwei Wochen unterwegs.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Urlaubsorte & Ausflüge

Aksum, die alte Königsstadt des erstenäthiopischen Königreiches, liegt im äußersten Norden des Landes.Berühmt sind die reich verzierten Granitobeliske, die zum Teil über2000 Jahre alt sind.
Gondar war zwischen 1632 und 1855 dieHauptstadt Äthiopiens. Die zahlreichen Schlossruinen und Sakralbautenbezeugen die einstige Bedeutung der Stadt.
Von Baher Dar sind die imposanten Tiss-Issat-Wasserfälle gut zu erreichen. Die Kleinstadt liegt am Tanasee, auf dessen zahlreichen Inseln sich mittelalterliche Sakralbauten befinden.
In Lalibelaerhält man einen Eindruck von der Gläubigkeit der christlichenÄthiopier. Der Anblick der elf Felskirchen, die im 11. und 12.Jahrhundert aus dem Berg gemeißelt wurden, ist unvergesslich. Harar, in der Nähe von Agaden, hingegen ist mit zahlreichen Moscheen islamisch geprägt.

Addis Abeba

Die Landeshauptstadt Addis Abeba liegt 2440 m ü. d. M. im zentralen Hochland. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die St. Georgskirche (19. Jh.), die Dreifaltigkeitskirche, das Menelik-Mausoleum und der Alte Ghibbi-Palast. Unbedingt sehenswert ist auch das Völkerkundemuseum, das wie die Universität in der ehemaligen Residenz Haile Selassies untergebracht ist. Der Samstagsmarkt, einer der größten Afrikas, lädt zum Stöbern ein.

Nationalparks

Äthiopien hat neun Nationalparks, den Simien-Nationalpark (im gleichnamigen Bergmassiv im Norden, in dem der Ras Dashen, mit 4620 m höchster Berg Äthiopiens, liegt), den Awash-Nationalpark (östlich von Addis Abeba; artenreiche Tierwelt, imposante Wasserfälle), den Omo-Nationalpark und den Mago-Nationalpark (beide südwestlich der Hauptstadt), den Gambala-Nationalpark, den Shala-Abijata-Nationalpark (südlich der Hauptstadt), den im südlichen Hochland gelegenen Bale-Nationalpark (artenreiche Vogelwelt), den Nechi Sar-Nationalpark und den Yanguli-Rassa-Nationalpark.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt
ca. 68,77 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 800 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 11,6 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: ca. 44,4 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 38,7 % (FJ 2006/2007)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt
Landwirtschaft: ca. 44,9 % (2008)
Industrie: ca. 12,8 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 42,3 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft, Viehzucht, Erdölprodukte

Außenhandel
Importe: ca. 6,901 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 1,55 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Saudi-Arabien, USA, Dschibuti, Deutschland, Japan, China (VR)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: VN (Gründungsmitglied 1945) u. Sonderorganisationen; die ECA (VN-Wirtschaftskommission für Afrika) hat ihren Sitz in Addis Abeba Afrikanische Union (bis 2002 Organisation der Afrikanischen Einheit, deren Gründungsmitglied das Land 1963 war; Sitz Addis Abeba); Weltbankgruppe, IWF; Regionalorganisationen IGAD (Inter-Governmental Authority for Development), COMESA (Gemeinsamer Markt süd- und ostafrikanischer Staaten), EU/AKP (Partnerschaftsabkommen der Europäischen Union mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Ländern)

Äthiopien ist ein Agrarland. Kaffee ist das wichtigste Exportgut, Viehzucht- und Erdölprodukte werden ebenfalls ausgeführt. Aufgrund des unwirtlichen heißen Klimas ist Äthiopien eines der am wenigsten entwickelten und eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze. Die Wirtschaft krankt vor allem an fehlender Infrastruktur und einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Die strukturellen Probleme (Dürreperioden, rasches Bevölkerungswachstum und die daraus resultierenden Folgen für Umwelt und Ressourcen) sind ungelöst. Die Folgen des Krieges mit Eritrea 1998-2000 haben das Land in seinem Entwicklungsprozess zurückgeworfen. Das Land bleibt weiterhin von den Spenden internationaler Geber, besonders der Weltbank und der EU, abhängig.

Umgangsformen

Geschäftsleute sprechen häufig Englisch. Italienisch- oder Französischkenntnisse können ebenfalls nützlich sein. Ein paar Brocken Amharisch sind gern gesehen: Tena Yistillign heißt »Guten Tag«; Ow – »Ja«; Aydellen – »Nein« und Sintinew – »Was kostet das?«. Visitenkarten sind nicht überall üblich. Die Monate Oktober bis Mai sind für Geschäftsreisen am günstigsten.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr.

Kontaktadressen

Ethiopian Chamber of Commerce (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 517, Mexico Square, ET-Addis Ababa
Tel: (011) 51 40 05.

Commercial Bank of Ethiopia
PO Box 255, Unity Square Road, ET-Addis Ababa
Tel: (011) 51 50 04.
Internet: www.combanketh.com

Addis Ababa Chamber of Commerce
PO Box 2458, Mexico Square, ET-Addis Ababa.
Tel: (011) 551 50 55.
Internet: www.addischamber.com

Konferenzen/Tagungen

Informationen erteilt das United Nations Conference Centre, PO Box 3001, Addis Ababa. Tel: (011) 51 48 74, 51 49 45. (Internet: www.un.org).

Land & Leute

Essen & Trinken

Das äthiopische Nationalgericht ist We’t (Fleisch, Huhn oder Gemüseeintopf in scharfer Soße), das mit Injera (weichem Fladenbrot) serviert wird. Zu den typischen Spezialitäten zählen ferner Shivro und Misir (Kichererbsen- und Linsengerichte) sowie Tibs (knusprig gebratenes Steak). Traditionelle Restaurants in den größeren Städten servieren ihre Gerichte auf einem farbigen Korbtisch, dem Masob. Vor der Mahlzeit werden Seife, Wasser und ein Handtuch gereicht, da man mit dem Injera in der rechten Hand das We’t aufnimmt. Der Gebrauch von Besteck ist unüblich. Getränke: Äthiopischer Kaffee kommt aus der Provinz Kaffa, der beigefügte Roggen gibt ihm ein ganz besonderes Aroma. Talla (äthiopisches Bier) hat einen unverwechselbaren Geschmack; auch Kaitaka (reiner Kornalkohol) und Tej (alkoholisches Getränk aus fermentiertem Honig) gibt es nur in Äthiopien.

Einkaufstipps

Schöne Mitbringsel sind Gold- und Silberschmuck (wird nach Gewicht verkauft), Holzschnitzereien, Lederwaren, Speere, Trommeln, Teppiche und Korbwaren. Auf den Märkten kann man handeln, in den Geschäften sind die Preise zumeist festgesetzt. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-12.30 und 15.30-19.30 Uhr, Sa 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr (regionale Unterschiede).

Sport

Einige Reiseveranstalter bieten Safaris in die Nationalparks an. Einzelheiten von der Botschaft oder dem Fremdenverkehrsamt. Bademöglichkeiten bieten die Seen des Rift Valley, vor allem der Langano-See (Vorsicht jedoch vor Bilharziose – am besten vor Ort erkundigen). Wildwasserfahrten auf dem Fluss Omo sind ein unvergessliches Erlebnis. Trekking, Bergsteigen und Angeln sind ebenfalls möglich.

Veranstaltungskalender

Die Hauptveranstaltungen sind religiöse Feierlichkeiten (s. Gesetzliche Feiertage).

Jan.
Äthiopische Weihnachten. Timket (Gedenken an die Taufe Christi im Jordan, Prozessionen), versch. Orte. April/Mai Äthiopische Ostern, versch. Orte. 23. Jul. Geburtstag von Haile Selassie, landesweit. 27. Sept. Meskal (Gedenken an den Fund des Christuskreuzes durch die Kaiserin Helena). 2. Nov. Jahrestag der Krönung von Haile Selassie, landesweit.

Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Konservative Kleidung wird bevorzugt, Freizeitkleidung ist jedoch i. Allg. angemessen. Zwanglose private Einladungen werden gern ausgesprochen. Zu den meisten religiösen Stätten wird Frauen der Zutritt nicht gestattet. Manchmal wird für das Fotografieren und Filmen von Touristenattraktionen eine kleine Gebühr verlangt. Auf Flughäfen und in der Nähe von öffentlichen Gebäuden sowie militärischen Anlagen herrscht striktes Fotografierverbot. Wer Personen fotografieren möchte, sollte immer um Erlaubnis fragen. Trinkgeld: Die meisten Hotels und Restaurants setzen 10 % Bedienungsgeld auf die Rechnung. Trinkgeld ist i. Allg. üblich, die Beträge sind allerdings gering.

Unterkunft

Hotels

Gute Hotels gibt es in Addis Abeba und anderen Großstädten, in einigen stehen auch Tagungs- und Ausstellungsräume zur Verfügung. Hotels im Norden des Landes weisen generell einen höheren Standard auf als Hotels im Süden. Auf alle Übernachtungspreise werden 5-10 % Bedienungsgeld aufgeschlagen. Weitere Informationen von der Ethiopian Commission for Tourism (s. Adressen).

Gesetzliche Feiertage

Anmerkung

[*] (a) In Äthiopien gilt der Julianische Kalender, der 12 Monate mit je 30 Tagen und am Jahresende einen Monat mit 5 oder 6 Tagen hat. Der äthiopische Kalender liegt 7 Jahre und 8 Monate hinter unserer Zeitrechnung.
(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht tagsüber, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Diese Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Feiertage

2010
7 Jan.*
 Weihnachten.
19. Jan.* Timket (Dreikönigsfest).
26. Febr. Mawlid al-Nabi (Geburtstag des Propheten). 
2. März Tag der Schlacht von Adowa.
April/Mai* Äthiopischer Karfreitag.
April/Mai* Äthiopisches Ostern. 
1. Mai Tag der Arbeit.
5. Mai Tag des Sieges.
28. Mai Nationalfeiertag. 
11. Sept.* Neujahr (Entutatash).
11. Sept. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
27. Sept.* Maskaltag.
17. Nov. Eid-al Adha (Arafat).

[*] (a) In Äthiopien gilt der Julianische Kalender, der 12 Monate mit je 30 Tagen und am Jahresende einen Monat mit 5 oder 6 Tagen hat. Der äthiopische Kalender liegt 7 Jahre und 8 Monate hinter unserer Zeitrechnung.
(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht tagsüber, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Diese Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

zollfrei einkaufen

zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Äthiopien eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (von Personen über 18 J.);
1 l alkoholische Getränke (von Personen über 18 J.);
500 ml Parfüm;
Geschenke bis zu einem Wert von 10 Br.

Ausfuhrbestimmungen

Waren können zollfrei bis zu einem Gesamtwert von bis zu 500 Br. ausgeführt werden. Für Häute, Leder, Felle, Antiquitäten und Gegenstände von kunsthistorischem Wert (Gegenstände über 50 J., aber auch neuere Holzarbeiten) ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich.

Geld

Währung

1 Äthiopischer Birr = 100 Santim. Währungskürzel: Br, ETB (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 10, 5 und 1 Birr; Münzen in den Nennbeträgen 50, 25, 10, 5 und 1 Santim.

Geldwechsel

US-Dollar sind am einfachsten zu tauschen.

Kreditkarten

Werden in größeren Hotels und Restaurants der Hauptstadt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden in US-Dollar in großen Hotels und in der Hauptstadt akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Einfuhr der Landeswährung auf 100 Br beschränkt. Ausfuhr der Landeswährung auf 100 Br beschränkt, aber nur mit "re-entry permit" erlaubt.
Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen nur in Höhe des deklarierten Betrages (Deklarationsformular aufbewahren).

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Do 08.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr, Fr 08.30-11.30 und 13.00-17.00 Uhr.

Wechselkurse

 
 Br
 Jan '10
1 EUR

18,34
1 CHF12,34
1 US$12,70

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland Ja Ja/1 Ja
Österreich Ja Ja/1 Ja
Schweiz Ja Ja/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1 Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild, der sich allerdings nur für eine Reisedauer von max. 1 Monat eignet (1 Einreisestempel)), oder maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Nationalitäten.

Visum bei der Einreise
Falls das Visum nicht rechtzeitig vor der Reise beantragt werden kann, ist eine Ausstellung von Transit- und Touristenvisa auf den internationalen Flughäfen Bole (= Addis Abeba) und Dire Dawa für u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder möglich:
[1] Bundesrepublik Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland (Rep.), Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Slowakische Republik, Spanien, Schweden und Tschechische Republik.

Die Gebühr beträgt ca. 20 US$. Geschäftsvisa müssen jedoch vor der Einreise beantragt werden

Anmerkung: Die Kapazitäten am Flughafen sind allerdings nicht vorhanden, um eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten ist deshalb zu rechnen. Gebühren sind in Landeswährung zu entrichten; Umtauschmöglichkeiten bestehen.
Unterlagen bei der Einreise: Reisepass, zwei (möglichst aktuelle) Passbilder, Rückflugticket und Nachweis über ausreichende Barmittel. Ein Transkriptionsstempel im Reisepass ist nicht nötig.
Hinweis: Für Einreisen auf dem Landweg ist es grundsätzlich erforderlich, das Einreisevisum vorab einzuholen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 12 Stunden weiterreisen, den Flughafen nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Visum.

Visaarten

Touristen-, Geschäfts- und Studentenvisum.

Gültigkeitsdauer

Deutschland und Österreich: 2 Monate ab Ausstellungsdatum für 30 Tage Aufenthalt (kann bis zu 90 Tage verlängert werden).
Schweiz: 1 Monat ab Ausstellungsdatum.
Die Einreise hat innerhalb von 14 Tagen nach Visumausstellung zu erfolgen.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Adressen). Der korrekte Zeitpunkt zum Einreichen der Antragsunterlagen variiert. Genauere Angaben von den zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Bearbeitungszeit

Ca. 10 Tage. Expressbearbeitung (2 Tage) nur in Ausnahmefällen. 

Ausreichende Geldmittel

Reisende müssen über Geldmittel in Höhe von 50 US$ pro Aufenthaltstag verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Verlängerung des Aufenthalts

Eine einmalige Visumverlängerung ist unter persönlicher Vorsprache bei der Hauptstelle der Einwanderungsbehörde in Addis Abeba (Main Department for Immigration and Nationality Affairs, MDINA, Churchill Road, gegenüber dem Hauptpostamt, Tel: (011) 155 38 99) gegen Zahlung von 20 US$ (nicht in Landeswährung zahlbar) möglich.

Allgemeines

Lage

Nordostafrika.

Fläche

1.133.380 qkm.

Bevölkerungszahl

82.544.840 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

73 pro qkm.

Hauptstadt

Addis Abeba. Einwohner: 3.230.771 (Schätzung 2009).

Staatsform

Bundesrepublik seit 1994. Neue Verfassung von 1995. Parlament (Shengo) mit 548 Mitgliedern, Legislaturperiode: 5 Jahre.

Geographie

Äthiopien grenzt im Osten an Djibouti und Somalia, im Süden an Kenia, im Westen an den Sudan und im Norden an Eritrea. Die Landesfläche wird überwiegend von einem riesigen Hochland aus Vulkangestein eingenommen, in dem gemäßigtes Klima herrscht. Das Plateau ist von heißer, unwirtlicher Wüste umgeben. Im Norden ist das Land zerklüftet, im Süden flacher und eher für die Landwirtschaft geeignet.

Sprache

Amtssprache ist Amharisch; semitische Sprachen (ca. 50 %) und kuschitische Sprachen (ca. 45 %); daneben Englisch (Fremdsprache, die in Schulen unterrichtet wird) und Italienisch; Französisch und Arabisch dienen als Bildungs- und Handelssprachen.

Religion

Im Norden äthiopisch-orthodoxe Kirche (35-40 %), im Osten und Süden hauptsächlich Islam (45-50 %); außerdem Animisten (12 %) und andere (3-8 %) wie äthiopisch-evangelische Kirche, Katholiken, Minderheiten von Hindus und Sikhs.

Ortszeit

MEZ + 2. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Äthiopien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 2 Std. und im Sommer + 1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Meles Zenawi, seit 1995.

Staatsoberhaupt

Girma Wolde-Giyorgis, seit 2001.

Kontaktadressen

Ethiopian Tourism Commission

Postanschrift: PO Box 2183, ET-Addis Abeba
Tel: (1) 51 74 70.
Internet: www.tourismethiopia.org

Äthiopische Botschaft

Boothstraße 20 a, D-12207 Berlin
Tel: (030) 77 20 60.
Internet: www.aethiopien-botschaft.de
Mo-Fr 09.00-17.00. Konsularabt: Mo, Di, Do 09.00-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr.
Generalkonsulat in Frankfurt/a.M. Honorarkonsulat in Düsseldorf.

Wagramer Straße 14/1/2, A-1220 Wien
Tel: (01) 710 21 68. 
Internet: www.ethiopianembassy.at
Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.30 Uhr.

Ständige Vertretung von Äthiopien

56 Rue de Moillebeau, PO Box 338, CH-1211 Genève 19
Tel: (022) 919 70 10. Konsularabt.: Tel: (022) 919 70 10/16.
Internet: www.ethiopianmission.ch

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.12.2009

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage


Die innenpolitische Lage ist in weiten Landesteilen derzeit relativ ruhig. Trotzdem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit und Beachtung der aktuellen Nachrichten geraten. Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden.

Vor allem in den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Unruhen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten, führt die äthiopische Armee derzeit bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land).

Die Situation an der Grenze zu Eritrea bleibt angespannt.

Terrorismus

Wie in anderen ostafrikanischen Ländern können Aktivitäten terroristischer Gruppen auch in Äthiopien nicht ausgeschlossen werden.

In den letzten Jahren, zuletzt im Februar 2009, gab es vereinzelte Bombenanschläge in Addis Abeba. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich derartige Anschläge in Zukunft wiederholen werden.

Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel geachtet werden. Da die bisherigen Anschläge jeweils in den frühen Abendstunden stattfanden, sollten während dieser Tageszeit öffentliche Plätze wie z.B. Tankstellen und auch Bars / Kaffeehäuser gemieden werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten.

Reisen über Land / Entführungen / Straßenverkehr

Vor Reisen im Lande sollten genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage eingeholt werden.

Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden. Am späten Nachmittag, bei Dämmerung und bei Dunkelheit sollte aus Sicherheitsgründen auf Überlandfahrten verzichtet werden.

Touristisch organisierte Besuche nach Addis Abeba und zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes verlaufen im Allgemeinen problemlos.

Von nicht unbedingt erforderlichen Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar wird nachdrücklich abgeraten. Neben Überfällen durch Banditen und Entführungen muss dort mit Landminen gerechnet werden.

Im März 2007 ereignete sich eine Entführung in der Danakilsenke in Nord-Afar, im Februar 2008 wurde die Entführung einer Touristengruppe nach Angaben der äthiopischen Regierung nur knapp verhindert. Im Dezember 2008 gab es einen weiteren bewaffneten Überfall auf eine internationale Reisegruppe.

Unbestätigten Informationen zufolge wurden im April 2008 mehrere Personen durch eine Landmine getötet, im April 2009 starben zwei Äthiopier bei der Explosion einer Landmine, ein Tourist wurde schwer verletzt. Im Oktober 2009 kam es in der Afarregion zu weiteren Minenanschlägen durch neu verlegte Landminen.

Es muss mit weiteren Zwischenfällen und Entführungsversuchen durch örtliche Untergrundorganisationen gerechnet werden.

Insbesondere im Grenzgebiet zu Somalia besteht die Gefahr von Entführungen. Wegen des bewaffneten Konflikts zwischen äthiopischen Streitkräften und der ONLF wird von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Jijiga abgeraten.

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird wegen anhaltender Zwischenfälle und Übergriffe abgeraten.

Bei Reisen in andere Teile der Afar- und Somali-Region, in die Grenzgebiete zu Kenia (Moyale) und zum Sudan, in die Region Gambella sowie in den Westteil der Oromo-Region (Wellega) wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Botschaft über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen.

Vereinzelte Überfälle auf durchfahrende Fahrzeuge am frühen Morgen sowie am Spätnachmittag und Abend führen zu der Empfehlung, folgende Routen nicht vor 8:00 Uhr und nicht nach 15:00 Uhr zu befahren: Strecke Metahara-Awash-Arba-Mieso und Asbe Teferi, Strecke Babile-Jijiga, Strecke Welkite-Jimma (bes. am Omo/Gibe-Fluss), Strecke Sodo-Arba Minch-Jinka, Strecke Bahir Dar-Gondar. Auch im und um den Awash-Nationalpark (bes. nördlicher Teil) kann es zu bedrohlichen Situationen und Überfällen kommen. Bewaffnete Überfälle sind zudem wiederholt aus dem Netchisar Nationalpark in Arba Minch, insbesondere in der Gegend um die Quellen, gemeldet worden.

Minengefahr besteht in der Somali Region (Ogaden), in Afar (Danakil-Senke) sowie in den Grenzregionen zu Somalia, Sudan (nördlich von Gambella), Eritrea und zu Kenia (Borana-Region). Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Es wird abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren.

Reisen über Land/ Zugverkehr

Auf der Bahnstrecke Addis Abeba - Dire Dawa verkehren keine Passagierzüge. Der in unregelmäßigen Abständen (max. 3 x pro Woche) zwischen Dire Dawa und Dschibuti verkehrende Zugverkehr (von Ausländern allerdings kaum benutzt) stellt wegen des schlechten Streckenzustands ein generelles Sicherheitsrisiko dar und war bereits mehrfach das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.

 

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