Tourismusinformationen Burundi

Klima

Klima

Heißes Äquatorialklima am Tanganjika-See und in der Flussebene des Ruzizi. Am See ist es oft windig, im Hochland mild und angenehm mit Durchschnittstemperaturen um 18°C (1000-2000 m). Kurze Regenzeit von Oktober bis Dezember, lange Regenzeit von Februar bis Mai. Lange Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Es gibt keinen Inlandflugverkehr.

Bus/Pkw

Die meisten Straßen sind befestigt. Von Bujumbura führen größere Straßen Richtung Osten nach Muramvya (ehemalige Königsstadt) und südlich in Richtung Gitega. Die Straßen nach Kayanza, Ngozi und Kirundo können extrem gefährlich sein (Raubüberfälle) und sind oft während Militäreinsätzen geschlossen. Viele Hauptstraßen sind nach 16.00 Uhr geschlossen. Aufgrund der instabilen politischen Lage wird derzeit davon abgeraten, sich außerhalb von Bujumbura aufzuhalten. Während der Regenzeit sind die meisten Straßen kaum befahrbar.

Mietwagen:
in Bujumbura erhältlich, außerdem können an Tankstellen Fahrzeuge gemietet werden.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr

Linienbusse verkehren in und um Bujumbura und in größeren Städten. Minibusse sind oft billiger und weniger überfüllt als Sammeltaxis. Fahrer warten auf eine volle Fuhre, bevor sie abfahren. Öffentliche Verkehrsmittel außerhalb Bujumburas sollten als gefährlich angesehen werden.

Taxi:
Tanus-tanus (Lastwagentaxis) sind in der Regel überfüllt.

Fahrzeiten

von Bujumbura zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Bus/ PKWSchiff
Gitega1.30-
Resha Gumonge0.4513.00
Nyanza Lake-5.00
Kirundo4.00-
Muyinga5.00-
Ngozi3.00-

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Burundis nationale Fluggesellschaft Air Burundi (8Y) ist nicht in Europa vertreten.

Andere Fluggesellschaften, die Burundi anfliegen, sind Air France (AF), KLM (KL). Ethiopian Airlines (ET) und Kenya Airways (KQ).

Im Codeshare mit Brussels Airlines (SN) fliegt Lufthansa (LH) nach Bujumbura.

Internationale Flughäfen

Bujumbura (BJM) liegt 11 km nordwestlich der Stadt. Taxis fahren zur Stadt. Flughafeneinrichtungen umfassen Bank/Wechselstube, Bar/Restaurant, Mietwagenschalter, Postamt und Duty-free-Shops.

Schiff

Fracht- und Passagierschiffverbindungen auf dem Tanganjika-See zwischen Kigoma (Tansania) und Bujumbura, wenn es die politische Lage erlaubt; außerdem von Bujumbura nach Kalemi (Demokratische Republik Kongo) und Mpulungu (Sambia). Es gibt drei verschiedene Deckklassen. Die Abfahrtszeiten werden nicht immer eingehalten.

Bus/Pkw

Akzeptable Straßen führen von der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda nach Burundi. Nach Ruanda sollte man nur als Teil eines UN-Konvoys fahren, da es immer wieder zu Überfällen kommt. Die Straßenverbindung in die Demokratische Republik Kongo kann möglicherweise ohne langfristige Vorankündigung geschlossen werden. Die Straßenverbindung von Tansania ist schlecht. Gebiete in Grenznähe können sehr gefährlich sein.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Gespräche ins Ausland müssen vom Office National des Telecommunications (0NATEL), von Hotels oder von Telefonzentren geführt werden.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber: Telcel Burundi (Internet: www.telecel.com), SAFARISund Spacetel. Die Netzabdeckung beschränkt sich auf den Westen des Landes.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter ist CBI Network (Internet: www.cbinf.com). In Bujumbura gibt es einige Internetcafés.

Telegramme

Bei der Direction des Télécommunications in Bujumbura.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Öffnungszeiten des Hauptpostamts in Bujumbura: Mo-Fr 07.30-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Urlaubsorte & Ausflüge

Die Haupt- und Hafenstadt Bujumbura liegtam Ufer des Tanganjika-Sees. Die Region wurde gegen Ende des 19.Jahrhunderts von Deutschland kolonialisiert und man findet noch heuteGebäude aus dieser Zeit, wie z. B. das Haus des Postmeisters. Außerdem lohnt ein Besuch der Museen, des islamischen Kulturzentrums und des ausgezeichneten Marktes. Das Living Museum,ein rekonstruiertes burundisches Dorf, gewährt Einblick in dienationale Handwerkskultur. Der See bietet eine Vielzahl vonWassersportmöglichkeiten. Andere Sehenswürdigkeiten sind die altenKönigsstädte Muramvya und Gitega (Nationalmuseum) sowie das Denkmal in der Form einer Pyramide in der Nähe von Rutana an der Quelle des Weißen Nils.
Dieweltbekannten »Maîtres Tambours du Burundi« (Meistertrommler vonBurundi) sind ein musikalisches Ereignis, das man nicht verpassensollte.
Burundi hat mehrere Nationalparks und Naturreservate, u. a. den Parc National de la Kibira (Schimpansen und andere Affenarten), den Parc National de la Ruvubu (Büffel) und das Réserve Gérée de la Ruzizi (Antilopen, Nilpferde, Krokodile).

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 3,102 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 400 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 4,5 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: ca. 24,1 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 68 % (2002)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt
Landwirtschaft: ca. 33,4 % (2008)
Industrie: ca. 21 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 45,6 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft

Außenhandel
Importe: ca. 350 Mio. US$ (2008)
Exporte: ca. 79 Mio. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen: Japan, Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda,
Saudi-Arabien, Deutschland, Belgien, Frankreich, Pakistan, Indien
 
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Vereinte Nationen und deren Sonderorganisationen,
Blockfreien-Bewegung und Afrikanische Union (AU),
CEPGL: Wirtschaftsgemeinschaft der Länder der Großen Seen mit Demokratischer Republik Kongo und Ruanda
OBK: Organisation zur Entwicklung des Kagera-Beckens; mit Tansania, Uganda und Ruanda
COMESA: Freihandelszone des östlichen und südlichen Afrika
CEEAC: Wirtschaftsgemeinschaft der Staaten Zentralafrikas
EAC: Ostafrikanische Gemeinschaft

Burundi ist immer noch ein Agrarstaat und gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Aufgrund der instabilen politischen Lage befindet sich das Land kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch.

Umgangsformen

Leichte Anzüge bzw. Kostüme sind angemessen für Geschäftstermine. Für Geschäftsreisen sind die Monate April bis Oktober bzw. Dezember und Januar am günstigsten.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-12.00 und 14.00-17.30 Uhr.

Kontaktadressen

Chambre de Commerce et de l’Industrie du Burundi (Industrie- und Handelskammer)
BP 313, BI-Bujumbura
Tel: 22 22 80.

Konferenzen/Tagungen

Hauptveranstalter für Konferenzen und Tagungen ist:

Intercontact
19 Rue de l’Industrie, BP 982, BI-Bujumbura
Tel: 22 66 18, 22 66 66, 22 66 71.
Internet: www.intercontactservices.com

Land & Leute

Essen & Trinken

Die Auswahl ist begrenzt. Gerichte in den Hotels in Bujumbura sind teuer und recht einfach. Eine Spezialität ist gebratener Ndagara-Fisch aus dem Tanganjika-See. Es gibt gute französische, indische und griechische Restaurants in der Stadt. Außerhalb von Bujumbura und Gitega findet man kaum Restaurants.

Nachtleben

In Bujumbura gibt es Nachtklubs, Restaurants und Bars.

Einkaufstipps

Einheimisches Kunstgewerbe, besonders Korbwaren, sind zu empfehlen. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. Allg. Mo-Fr 08.30-12.00 und 15.00-18.00 Uhr, Sa 08.30-12.30 Uhr.

Sport

Wassersport (Segeln, Wasserski und Angeln) in Bujumbura am Tanganjika-See. Der öffentliche Strand liegt 5 km westlich der Stadt. Im Entente-Sportklub kann man Tennis, Volleyball, Basketball und Golf spielen. Besuchern wird eine befristete Mitgliedschaft angeboten.

Sitten & Gebräuche

Die üblichen gesellschaftlichen Höflichkeitsformen gelten. Einheimische Sitten und Gebräuche sollten unbedingt respektiert werden. Die Kleidung sollte nicht zu zwanglos sein. Trinkgeld wird nicht automatisch berechnet, ca. 10% sind angemessen.

Unterkunft

Hotels

Fast alle Hotels befinden sich in Bujumbura. In den anderen Landesteilen gibt es nur wenige Unterkünfte, mit Ausnahme einiger Hotels in Gitega, Ngozi und Kirundo. Informationen erteilt das Office National du Tourisme (s. Adressen) oder NITRA, PO Box 1402, 7 Place de l’Indépendence. (Tel: 22 23 21)

Camping

Zelten wird ungern gesehen, besonders in Stadtnähe, und ist gefährlich. Eine Erlaubnis der örtlichen Behörden sollte unbedingt eingeholt werden.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2011
1. Jan.
Neujahr.
5. Febr. Unionstag.
1. Mai Tag der Arbeit.
2. Juni Christi Himmelfahrt.
1. Juli Unabhängigkeitstag.
15. Aug. Mariä Himmelfahrt.
13. Okt. Todestag von Prinz Rwagasore.
21. Okt. Todestag von Präsident Ndadaye.
1. Nov. Allerheiligen.
25. Dez. Weihnachten.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Burundi eingeführt werden:

1000 Zigaretten oder 1 kg Tabak;
1 l alkoholische Getränke.

Anmerkung

Für Kameras, Schreibmaschinen, Aufnahmegeräte etc. kann eine Kaution verlangt werden.

Geld

Währung

1 Burundi Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: BuFr, BIF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500, 100, 50, 20 und 10 BuFr im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen von 10, 5 und 1 BuFr.

Geldwechsel

Fremdwährungen können am Flughafen, in den Banken in Bujumbura und in großen Hotels umgetauscht werden.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

Diners Club, American Express und MasterCard werden vereinzelt in größeren Hotels akzeptiert (bei Buchung erfragen). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 2.000 BuFr begrenzt. Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 08.00-11.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 1690.65 BIF
1.00 CHF = 1419.84 BIF
1.00 USD = 1292.5 BIF
Wechselkurse vom 1 Februar 2012

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Länder.

Transit

Transitreisende, die über gültige Papiere für die Weiterreise verfügen und den Flughafen nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

 

Visaarten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.

Visagebühren

Deutschland, Österreich und Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum:
50 € (Aufenthalt von bis zu 1 Monat, einmalige Einreise).
100 € (Aufenthalt von bis zu 3 Monaten, mehrmalige Einreise).

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Touristen: Bestätigung des Reisebüros einer bezahlten Hin- und Rückreise.
(e) Geschäftsreisende: Schreiben der entsendenden Firma an die Botschaft mit Namen des Reisenden, Adresse der einladenden Firma in Burundi, Reisezweck und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.
(e) Gebühr (bei persönlicher Antragstellung in bar, postalisch: Beleg der Überweisung).Bei postalischer Antragstellung ist ein und frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Bearbeitungszeit

Mindestens 3 Tage.

Impfungen

Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr). Weitere Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Allgemeines

Lage

Zentralafrika.

Fläche

27.834 qkm.

Bevölkerungszahl

8.691.005 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

312 pro qkm.

Hauptstadt

Bujumbura. Einwohner: 367.544 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1966. Verfassung von 1992. Militärputsch 1996; seit 1998 ist eine Übergangsverfassung in Kraft. Parlament (Assemblée Nationale) mit 140 Mitgliedern; Wahl alle 5 Jahre. Seit dem Militärputsch von 1996 Übergangsparlament aus Mitgliedern des Parlaments und Vertretern aller politischen und gesellschaftlichen Gruppen. Unabhängig seit 1962 (ehemaliges belgisches Treuhandgebiet).

Geographie

Burundi liegt am Nordzipfel des Tanganjika-Sees, der zusammen mit der schmalen Flussebene des Ruzizi das Land im Westen begrenzt. Das Landesinnere besteht aus Hochland, das im Osten nach Tansania und zum Tal des Malagarasi hin abfällt. Die Landschaft ist hügelig und mit Eukalyptusbäumen, Bananenfeldern, Acker- und Weideland bedeckt. Im Osten geht die fruchtbare Landschaft in Savanne über.

Sprache

Amtssprachen sind Französisch und Kirundi. Kisuaheli und Englisch sind weit verbreitet.

Religion

Überwiegend römisch-katholisch (62 %); protestantische (5 %) und muslimische (10 %) Minderheiten, außerdem Naturreligionen (23 %).

Ortszeit

MEZ + 1. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Burundi.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 1 Std. und im Sommer 0 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz. Eurostecker.

Regierungschef

Pierre Nkurunziza, seit August 2005.

Staatsoberhaupt

Pierre Nkurunziza, seit August 2005.

Kontaktadressen

Office National du Tourisme

2 Avenue des Euphorbes, BP 902, BI-Bujumbura
Tel: 22 20 23 oder 22 93 90.

Botschaft der Republik Burundi

Berliner Straße 36, D-10715 Berlin
Tel: (030) 234 56 70.
Internet: www.burundi-embassy-berlin.com
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-13.00 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulate ohne Visumerteilung in Stuttgart und Wien.

Rue de Lausanne 44, CH-1201 Genève
Tel: (022) 732 77 05.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Burundi
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 17.01.2012
Unverändert gültig seit: 12.01.2012
Landesspezifische SicherheitshinweiseReisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.Burundi unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Infolge dieser Unterstützung gibt es Attentatsdrohungen islamistischer Akteure gegen Uganda und Burundi. Am 11. Juli 2010 kam es in der ugandischen Hauptstadt zu mehreren Selbstmordattentaten mit zahlreichen Tote und Verletzten. Ähnliche Anschläge können in Burundi nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und besondere Vorsicht beim Fotografieren sensibler Punkte anzuwenden. In der Provinz Bujumbura Mairie sollten die Quartiers Kanyosha, Musaga und Kamenge nicht mehr nach 18:00 Uhr, Kinindo nicht mehr nach 20:00 Uhr aufgesucht werden.  Burundi ist ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 haben Richtungswahlen statt gefunden, die der Regierungspartei CNDD-FDD eine überwältigende Mehrheit verschafft haben. Die Opposition hat die Wahlen boykottiert und ist nicht mehr in Parlament und Senat vertreten. Es herrscht großes Misstrauen zwischen Opposition und Regierung. Daher kann erneute Instabilität bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden.Die Zahl an bewaffneten Überfällen und Anschlägen hat sich seit Anfang 2011 stark vermehrtAm 24. Mai 2011 wurde auf der Straße Bujumbura-Cibitoke frühmorgens ein Konvoi angegriffen, wobei 2 Personen getötet worden sind. Am 18.September 2011 wurden bei einem Attentat in Gatumba, ca 15 km außerhalb von Bujumbura, 36 Menschen getötet.Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinz Bujumbura rural, Bubanza und Citiboke sollte deshalb Abstand genommen werden. Im Einzelnen gilt für-Bujumbura rural: Reisen sollten auf das Notwendigste beschränkt werden, von Ausgängen/-fahrten nach 18:00 Uhr wird abgeraten. Die Chaussée d'Uvira westlich der Rusizi Brücke sollte unbedingt gemieden werden.- Bubanza und Citiboke: nicht zwingend erforderliche Reisen sollten auch während des Tages möglichst vermieden werden, von Ausgängen/-fahrten zwischen 17:30 und 07:00 wird gänzlich abgeraten. Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Es sollte grundsätzlich nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.Auch in allen anderen Provinzen sollten Ausgänge und Überlandfahrten nach 18:00 Uhr unterbleiben Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft in Bujumbura dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.KriminalitätAufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Nacht und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

 

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Ihre Ansprechpartnerin

Jessica Krämer

0211 516 16 00

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