Tourismusinformationen Somalia

Klima

Klima

Vier Jahreszeiten. Der heiße und sehr trockene Jilal beginnt etwa im Januar. Die erste Regenzeit Gu hält von März bis Juni an. Hagaa im August bringt heißen, trockenen Monsunwind und Staubwolken. Die zweite Regenzeit, Dayr, dauert von September bis Dezember.

Reiseverkehr - National

Schiff

Somalia besteht überwiegend aus einem breiten, wüstenartigen Küstenstreifen. Die Küstenschifffahrt ist im Güter- und Personenverkehr besonders wichtig. In den Gewässern vor der Küste Somalias besteht die Gefahr der Piraterie.

Bus/Pkw

Die Straßenbenutzung außerhalb Mogadischus kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Straßen führen von der Hauptstadt nach Burao und Baidoa. Die befestigten Straßen zwischen Mogadischu und Kismayo sowie zwischen Mogadischu und Hargeisa befinden sich in schlechtem Zustand. Passagiere werden fast ausschließlich auf Lastwagen befördert,

Autos und Busse sind weniger zahlreich. Busverbindungen existieren zwischen wichtigen Städten im Süden.

Taxis
gibt es in den größeren Städten.

Mietwagen kann man in Mogadischu ausleihen. Sie sind oft älteren Baujahrs und in schlechtem technischen Zustand. Anfallende Reparaturen muss oft der Kunde selbst bezahlen.

Unterlagen: Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr

In Mogadischu verkehren Minibusse und Sammeltaxis (Sa-Do 07.00-14.00 Uhr).

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Jubba Airlines (3O) (Internet: www.jubba-airways.com) und Daallo Airways (D3) fliegen von Dubai, Paris und London nach Mogadischu. Mogadischu (MGQ) ist auch von Djibouti, Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) sowie Jeddah (Saudi-Arabien) aus erreichbar.

Flughafengebühren

20 US$ bzw. Gegenwert. Transitreisende und Kinder unter 2 Jahren sind davon ausgenommen.

Internationale Flughäfen

Mogadischu (MGQ) liegt 6 km westlich der Stadt. Taxis sind vorhanden.

Schiff

Die Haupthäfen sind Mogadischu, Kismayo, Berbera und Marka.

Bus/Pkw

Verbindungsstraßen nach Djibouti und Kenia. Die Grenzübergänge nach Äthiopien sind gegenwärtig geschlossen. Die Straßen sind schlecht, und ein wüstentaugliches Fahrzeug mit Allradantrieb wird dringend empfohlen.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Telefonische Verbindungen von Somalia in das Ausland sind nur über die Telefonzentrale möglich (keine Direktdurchwahl).

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Hormuud Telecom Somalia Inc., Nationlink, TELESOM und Telsom Mobile.

Internet/E-Mail

North East Telecom Company (NETCO) und SomaliNet (Internet: www.somalinet.com) sind die beiden Hauptinternetanbieter.

Telegramme

Können in begrenztem Umfang in der Hauptstadt aufgegeben werden, u. a. im Hauptpostamt in Mogadischu, gegenüber vom Hotel Juba.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

Im Südwesten Somalias liegt der Kismayo-Nationalpark, Heimat zahlreicher Tierarten. In Hargeisa im Norden des Landes sind vorwiegend seltenere Tiere zu Hause. Ein dritter Park liegt außerhalb von Mogadischu. Es gibt 10 Wildparks landesweit.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 5,524 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 600 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 2,6 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: k.A.

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: k.A.

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 65 % (2005)
Industrie: ca. 10 % (2005)
Dienstleistungen: ca. 25 % (2005)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Bananen, Baumwolle, Mais, Sorghum und Getreide), Viehzucht

Außenhandel
Importe: ca. 798 Mio. US$ (2006)
Exporte: ca. 300 Mio. US$ (2006)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Dschibuti, Jemen, Kenia, Indien, USA

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Seit 2001 ist Somalia Mitgliedstaat der Vereinten Nationen. Des Weiteren ist Somalia Mitglied in der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga sowie dem ostafrikanischen Zusammenschluss IGAD.

Aufgrund der jahrelangen Unruhen, der Dürrekatastrophen und des Bürgerkrieges ist die somalische Wirtschaft fast völlig zusammengebrochen. Somalia gehört heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigen die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung, jeglicher Fortschritt oder Produktionssteigerungen wurden jedoch bislang durch primitive Methoden, widrige Boden- und Klimaverhältnisse und den chronischen Mangel an Fachkräften behindert.

Umgangsformen

Leichter Anzug ohne Krawatte bzw. Kostüm genügt. Oktober bis Mai ist die beste Zeit für Geschäftsreisen.

Geschäftszeiten:
Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.

Kontaktadressen

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Industrie- und Handelskammer von Somalia
PO Box 27, Mogadischu
(derzeit nicht besetzt).

Land & Leute

Essen & Trinken

Einheimische Spezialitäten sind Hummer, Krabben, Tintenfisch, frischer Tunfisch, somalische Bananen, Mangos und Papayas. Ein traditionelles somalisches Gericht ist gegrillte junge Ziege mit gewürztem Reis. Otka ist Trockenfleisch (bevorzugt vom Kamel), das mit Butter und Gewürzen gebraten wird. Injera ist ein großer, lockerer Eierkuchen. Schwarzer und brauner Tee aus China sowie Chai werden gern getrunken.

Nachtleben

Rituelle Tänze, Musik und Volkslieder sind feste Bestandteile der zahlreichen Feste.

Einkaufstipps

Gold- und Silberschmuck, Webstoffe, Korbwaren, Meerschaum- und Holzschnitzereien. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-12.30 und 16.30-19.00 Uhr.

Sport

Die Sandstrände werden durch ein Korallenriff geschützt und ermöglichen sicheres Baden. Einige Hotels haben eigene Swimmingpools. Die Fischgründe der Nordküste sollen zu den besten der Welt gehören.

Anmerkung

Die meisten Somalier sind Moslems; fast alle somalischen Speisen sind nach islamischem Gesetz erlaubt. Beliebt sind Kamelfleisch und -milch, von denen die somalische Bevölkerung glaubt, dass sie nahrhafter als Kuh- oder Ziegenmilch sei. Das islamische Gesetz verbietet Alkohol.

Sitten & Gebräuche

Kulturelle Traditionen, Tanz, Gesang und Kunsthandwerk bleiben trotz der zunehmenden Modernisierung erhalten. Zwanglose Kleidung wird akzeptiert. Man sollte regionale Umgangsformen respektieren. Trinkgeld: 10-15% in Hotels und Restaurants.

Unterkunft

Hotels

Mogadischu und Hargeisa bieten Hotels mit internationalem Standard. Weitere Hotels befinden sich in Afgoi, Berbera, Borama, Burao, Kismayo und Marka.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2011
1. Jan. Neujahr.
1. Mai Tag der Arbeit.
26. Juni Unabhängigkeitstag.
1. Juli Jahrestag der Gründung der Republik.
30. Aug. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
6. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
5. Dez. Ashoura.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Somalia eingeführt werden:
400 Zigaretten oder 40 Zigarren oder 400 g Tabak;
1 Flasche Wein oder Spirituosen;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.

Geld

Währung

1 Somali-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: SOS (ISO-Code). Banknoten zirkulieren hauptsächlich im Wert von 1000 und 500 SOS.
Hinweis: Zahlungsmittel in Somalia sind neben dem Somali-Shilling auch der US-Dollar, Euro und Dirham, in den Grenzregionen auch Birr, Dschibuti-Franc und Kenia-Schilling. In Somaliland hat sich regional der Somaliland-Schilling durchgesetzt.

Geldwechsel

US-Dollar lassen sich am leichtesten eintauschen. Seit Jahren gibt es jedoch für den Somalia Shilling keinen offiziellen Wechselkurs (der Falschgeldanteil wird auf 80 % geschätzt). Am besten und sichersten wechselt man Geld in Hotels. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar und Euro in bar.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

Kreditkarten werden fast nirgends akzeptiert (Möglicherweise wird Diners Club teilweise akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.).

Reiseschecks

Von Reiseschecks wird abgeraten.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 200 SOS beschränkt. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt, muss aber deklariert werden. Der Betrag muss innerhalb von fünf Tagen bei der offiziellen Bank umgetauscht werden. Quittungen sollten unbedingt aufbewahrt werden. Die Ausfuhr ist auf den deklarierten Betrag begrenzt.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Do 08.00-11.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 2133.14 SOS
1.00 CHF = 1771.86 SOS
1.00 USD = 1631 SOS
Wechselkurse vom 1 Februar 2012

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Hinweis

Für Somalia besteht eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt.

Die folgenden Angaben entsprechen der Lage vor dem Bürgerkrieg. Da die diplomatischen Vertretungen Somalias derzeit nicht besetzt sind, ist eine eventuelle Visa-Besorgung nur über Kontakte vor Ort möglich.

Reisepass

Allgemein erforderlich.

Visum

Allgemein erforderlich.

Transit

Transitreisende, die gültige Dokumente für die Weiterreise vorweisen können, am selben Tag mit demselben Flugzeug weiterreisen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Da durch die momentane Lage weder Flugverbindungen noch Einreisebestimmungen zuverlässig sind, sollte man sich nicht auf diese Transiterleichterung verlassen.

Visaarten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Visagebühren

Von der Nationalität abhängig.

Gültigkeitsdauer

Unterschiedlich, Auskünfte erteilt die Botschaft.

Antragstellung

Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Aufenthaltsgenehmigung

Anträge an die Botschaft.

Allgemeines

Lage

Ostafrika.

Fläche

637.657 qkm.

Bevölkerungszahl

9.558.666 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

15 pro qkm.

Hauptstadt

Mogadischu. Einwohner: 1.663.223 (Schätzung 2009).

Staatsform

Republik seit 1979. Verfassung von 1979, letzte Änderung 1990, seit Ausbruch des Bürgerkriegs 1991 außer Kraft. Seit 2000 wird eine neue Verfassung ausgearbeitet. Seit 2000 Übergangsparlament mit 275 ernannten Mitgliedern. Unabhängig und vereint seit 1960 (ehemals Britisch- und Italienisch-Somaliland). Ausrufung der international nicht anerkannten unabhängigen Republik Somaliland 1991.

Geographie

Somalia grenzt im Norden an den Golf von Aden, im Süden und Westen an Kenia, im Westen an Äthiopien und im Nordwesten an Djibouti. Im Osten liegt der Indische Ozean. Somalia ist karg und trocken mit halbwüstenartigen Ebenen im Landesinneren, einer subtropischen südlichen Region und einer schmalen Küstenebene. Der Norden ist überwiegend gebirgig. Der Großteil des Landes besteht aus einem fast wasserlosen Plateau. Die Strände werden durch ein Korallenriff geschützt, das sich von Mogadischu bis zur kenianischen Grenze erstreckt und zu den längsten der Welt gehört.

Sprache

Amtssprache ist Somali. Arabisch wird ebenfalls gesprochen. Swahili wird besonders im Süden gesprochen, teilweise auch Englisch, Französisch und Italienisch.

Religion

100 % sunnitische Moslems.

Ortszeit

MEZ + 2.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Somalia.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +2 Std. und im Sommer +1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz; nur in Hotels.

Regierungschef

Mohamed Abdullahi Mohamed, seit 2010.

Staatsoberhaupt

Präsident Scheich Scharif Achmed, seit 2009.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Somalia

Postfach 100375, D-10563 Berlin
Tel: (0163) 702 18 80, (0176) 87 59 87 56.
(für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

Vertretung Somalia

Permanent Mission of the Democratic Republic of Somalia
Rue de Valais 9-11, CH-1202 Genève
Tel: (022) 731 54 50.
(auch für Österreich zuständig).

United Nations Development Programme for Somalia (UNDP)

00200 Springette off lower Kabete Road, Spring Valley, KE-Nairobi
Postanschrift: PO Box 28832, KE-Nairobi
Tel: (+254) (02) 04 18 36 40/42.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt:04.01.2011Reisewarnung
Vor Reisen nach Somalia und in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt.
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen. In ganz Somalia besteht für westliche Staatsangehörige ein sehr hohes Entführungsrisiko.Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA umfasst ein Operationsgebiet von bis zu 500 Seemeilen vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias. ATALANTA gilt primär dem Schutz der Nahrungsmittelhilfsschiffe des WFP für Somalia und von zivilen Schiffen.Langsame Schiffe mit niedriger Bordwand sind für Piratenangriffe generell stärker gefährdet als schnelle Schiffe mit hoher Bordwand. Die EU-Mission ATALANTA bietet zivilen Schiffen eine Registrierung und einen durch Kriegsschiffe begleiteten ‚Gruppentransit’ durch gefährdete Gewässer an, siehe www.mschoa.org
Seit Beginn der Mission ATALANTA hat es keine Angriffe auf Schiffe im begleiteten Transit gegeben. Allerdings bietet auch die Anwesenheit von Kriegsschiffen keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.Aktuelle Informationen zur Piraterielage gewährt das IMB Piracy Reporting Centre www.icc-ccs.org.Reisende nach Somalia gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.Die Deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen, die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia, Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129, Mail: info@nairobi.diplo.deDie Sicherheitslage in Somalia ist sehr schlecht. Ausländische Staatsangehörige werden immer wieder Opfer von Entführungen und Mordanschlägen.Die Zahl der Selbstmordattentate nimmt zu. Hiervon ist nicht mehr nur der Süden (einschließlich Großraum Mogadischu) betroffen: Ende Oktober 2008 sind bei koordinierten Bombenanschlägen in Hargeisa (Somaliland) und Bossasso (Puntland) zahlreiche Menschen zu Tode gekommen. Erneute Anschläge nach ähnlichem Muster können keinesfalls ausgeschlossen werden.Besonders kritisch ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich der Hauptstadt Mogadischu. Neben der Gefahr gezielter Mordanschläge auf Ausländer und Entführungen ist dort stets mit Anschlägen (ferngesteuerte Sprengsätze, Granatbeschuss u.ä.) und bewaffneten Auseinandersetzungen zu rechnen. Diese ziehen auch Unbeteiligte in großer Zahl in Mitleidenschaft.Auch in Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und Somaliland (im Nordwesten Somalias) muss mit extremer Unsicherheit gerechnet werden. Zudem ist es in bzw. von Puntland aus mehrfach zu Entführungen westlicher Staatsangehöriger, zudem zu zahlreichen Schiffskaperungen gekommen. Im Sommer 2008 wurden zwei deutsche Staatsangehörige im Golf von Aden von Piraten entführt und für sieben Wochen in das zwischen Somaliland und Puntland umstrittene Gebiet verschleppt. Kurz darauf kam es zu einer weiteren Entführung deutscher Staatsangehöriger. In den letzten Monaten kam es zudem mehrfach zu gezielten Anschlägen auf puntländische Amtsträger.Reisen nach Somaliland sind ebenfalls gefährlich. Dies wurde Anfang 2008 durch die Entführung eines deutschen Staatsangehörigen in der zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Sanaag-Region und durch die Bombenanschläge vom 30.10.2008 erneut unterstrichen.Die Sicherheitslage in ganz Somalia (dies gilt eingeschränkt auch für Somaliland!) ist zudem durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet. Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, hiergegen nachhaltig vorzugehen.

 

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Jessica Krämer

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