Es gibt drei Jahreszeiten, die je nach Breitengrad variieren. Die Regenzeit ist von Juni bis Oktober, im Norden ist sie weniger ausgeprägt. Der kühleren Jahreszeit (Oktober - Februar) folgt bis Juni sehr heißes und trockenes Wetter.
Mali Tombouctou Air Service bietet Inlandflüge an. Leichtflugzeuge können von Société des Transports Aériens (STA) gechartert werden.
Flughafengebühr: 2.500 CFA Fr.
Von Juli bis Dezember gibt es wöchentliche
Fährverbindungen der
Compagnie Malienne de Navigation (COMANAV) (Internet:
www.comanav.co.ma) auf dem Niger zwischen Bamako über Timbuktu nach Gao. Wegen der Dürre in der Sahelzone sollte man mit Unterbrechungen und Verzögerungen rechnen. Die 1300 km lange Fahrt nimmt 5-7 Tage in Anspruch, auf den Fähren kann man Lebensmittel kaufen. Eingeschränkter Fährverkehr von Dezember bis März, die Fähren verkehren dann nur zwischen Mopti und Gao. Für Fahrten von Timbuktu und Mopti kann man auch
Pirogues und
Pinasses (
Flussboote) mit und ohne Motor mieten.
Es gibt zweimal pro Woche eine Verbindung zwischen Bamako nach Kayes auf der Strecke nach Dakar (Senegal) (Fahrzeit Bamako-Kayes: ca. 10 Std., Bamako-Dakar: 30-35 Std.). Die auf dieser Strecke eingesetzten senegalesischen Züge sind den malischen Zügen an Komfort (Klimaanlage, Speisewagen) deutlich überlegen.
Auf der knapp 60 km langen Strecke von Bamako nach Koulikoro verkehrt täglich ein Zug (Fahrzeit: ca. 2 Std.).
Die wichtigsten Straßenverbindungen sind
Bamako-Sikasso-Ouagadougou-Niamey (1426 km, davon 1144 km asphaltiert),
Bamako-Sikasso-Bouaké-Abidjan (1184 km davon 1050 km asphaltiert),
Bamako-Ségou-Koutiala-Bobo-Dioulasso (610 km asphaltiert),
Bamako-Mopti-Gao-Niamey (1624 km davon 1302 km asphaltiert).
Die Straßenqualität reicht von mittelmäßig bis fast unbefahrbar. Die Hauptverkehrsstraße verbindet Sikasso im Süden mit Bamako, Mopti und Gao. Während der Regenzeit (Mitte Juni-Mitte September), wenn der Niger und sein Nebenfluss Bani über die Ufer treten, ist die Straße zwischen Mopti und Gao unpassierbar.
Fernbus: Busse verbinden die größeren Städte untereinander.
Unterlagen: Internationaler Führerschein wird empfohlen. Reisende mit eigenem Fahrzeug benötigen ein so genanntes "Carnet de passage". Nähere Einzelheiten können bei den Automobilclubs erfragt werden.
Man sollte nur auf den Hauptstraßen und möglichst im Konvoi fahren und ausreichend Ersatzteile mitnehmen. Überlandfahrten bei Nacht sollten wegen Unfall- und Überfallgefahr vermieden werden.
Taxi: Sammeltaxis in den Städten sind preiswert, es gelten Einheitstarife. Trinkgeld ist unüblich.
Malis nationale Fluggesellschaft heißt
Air Mali (L9) (Internet:
www.camaero.com).
Air France (AF) fliegt Bamako von Paris aus an.
Afriqiyah Airways (Internet:
http://www.afriqiyah99.eu/) fliegt von Brüssel, Paris, Genf und London via Tripoli nach Bamako.
Air Algérie (AH), Tunisair (TU), Air Senegal (V7) und
Royal Air Maroc (AT) fliegen ebenfalls nach Bamako. Es bestehen mehrmals wöchentlich Flugverbindungen zwischen Mali und Niger. Keine Direktflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
10.000 CFA Fr für Destinationen außerhalb von Afrika, 8.000 CFA Fr für Destinationen innerhalb von Afrika. Kinder unter 2 Jahren sind hiervon ausgenommen.
Bamako (BKO) liegt 15 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafenbusse fahren zur Stadt. Taxis.
Zweimal wöchentlich fährt ein klimatisierter Zug mit Schlaf- und Speisewagen von Bamako nach Dakar (Senegal) (Fahrzeit: 30-35 Std.). Eine Verlängerung der Strecke nach Guinea ist geplant.
Die besten Straßen führen nach Côte d’Ivoire und Burkina Faso, weitere Verbindungen gibt es nach Senegal, Guinea, Niger und Mauretanien. Das Befahren der Trans-Sahara-Strecke nach Algerien wird momentan als gefährlich eingestuft. Eine Allwetterstraße folgt dem Niger bis nach Niaméy (Niger).
Fernbusse verkehren zwischen Kankan (Guinea) und Bamako; Bobo Dioulasso (Burkina Faso) und Segou oder Mopti sowie Niaméy (Niger) und Gao. Von Côte d’Ivoire gibt es eine Busverbindung nach Mali (Fahrzeit: mind. 36 Std.). Von Niger fährt die staatliche Buslinie SNTN dreimal wöchentlich nach Mali.
Internationale Direktdurchwahl nur begrenzt möglich. Das Telefonnetz ist nicht sehr weit ausgebaut, aber die bestehenden Verbindungen sind stabil. Die Mehrheit der Bevölkerung muss im Postamt telefonieren. In einigen Großstädten gibt es öffentliche Kartentelefone. Telefonkarten sind von
SOTELMA (Internet:
www.sotelma.ml), der Gesellschaft für das Fernmeldewesen in Mali.
GSM 900. Netzbetreiber sind
Malitel-SA (Internet:
www.malitel.com),
Ikatel und
SOTELMA.
Es besteht die Möglichkeit, zu faxen.
Hauptinternetanbieter sind die staatliche Telekommunikationsgesellschaft
Société des Télécommunication du Mali (
SOTELMA) und die vier privaten Gesellschaften
MaliNet,
Cefib (Internet:
www.cefib.com),
Datatech und
Spider (Internet:
www.spider.toolnet.org). In Bamako gibt es ein Internetcafé.
Telegramme können gesendet werden.
Auslandssendungen werden nur von den größeren Städten und Hauptpostämtern befördert. Luftpost nach Europa ist ca. zwei Wochen unterwegs.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der
Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet:
www.dw-world.de) anzufordern.
In der modernen Landeshauptstadt Bamako sind der Botanische Garten, der Zoo, das Maison des Artisans (Kunstgewerbezentrum), das Musée National und die Märkte einen Besuch wert.
Djenne ist eine der ältesten Handelsstädte an derTrans-Sahara-Karawanenstraße. Die Stadt wurde 1250 gegründet und hateine schöne Moschee. Das ursprüngliche Djenne wurde um 250 v. Chr.gegründet und liegt ca. 5 km von der heutigen Stadt entfernt.
Mopti liegt am Zusammenfluss von Bani und Niger. Die Stadt stehtauf drei Inseln, die durch Dämme miteinander verbunden sind. DieMoschee der Stadt und der Marché des Souvenirs sind sehenswert.
Südöstlich von Mopti, auf dem Bandiagara-Plateau, liegen dieDörfer des Stammes der Dogon, deren alte Sitten und Gebräuche vom Islamweitgehend unberührt geblieben sind. Diese überaus malerischenSiedlungen sollte man nur auf organisierten Touren oder mit Führerbesuchen, um die noch sehr traditionelle Lebensweise der Bewohner nichtzu sehr zu stören. Die Klippen von Bandiagara wurden von derUNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Man nimmt an, dass die Dogon dieUreinwohner des Nigertales waren und über tausende von Jahren Dörferbewohnten, die entlang einer 200-km langen Felsklippe in den Felsengehauen wurden. Obwohl sich die meisten Stämme nun in den Ebenenangesiedelt haben, bleiben diese alten Klippen immer noch bestehen.
Timbuktu war im 15. Jahrhundert Mittelpunkt des lukrativen Gold-und Salzhandels und ein Zentrum für islamische Studien. Ein großer Teilder alten Stadt ist dem Verfall preisgegeben, aber einige schöneMoscheen (z. B. Djingerebur, Sankore und Sidi Yahaya) sowie Grabmale aus dem 14. Jahrhundert zeugen noch von vergangener Pracht.
In der alten Stadt Gao kann man die Kankan-Moussa-Moschee und die Grabmäler der Askia-Dynastie besichtigen. Es gibt auch zwei ausgezeichnete Märkte.
Sowohl San als auch Segou bieten eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten.
Die vielfältige Flora und Fauna der südlichen Sahara kann man imLa-Boucle-du-Baoule-Nationalpark bewundern, der u. a. Giraffen,Leoparden, Löwen, Elefanten, Büffeln und Nilpferden einen Lebensraumbietet.
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 14,59 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 1.200 US$ (2008)
Wachstumsrate: ca. 4,2 % (2008)
Arbeitslosenrate: ca. 30 % (2004)
Inflationsrate: ca. 2,5 % (2007)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 36,1 % (2005)
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: 45 %
Industrie: 17 %
Dienstleistungen: 38 %
Wichtige Wirtschaftszweige:
Baumwollproduktion, Reisanbau, Goldproduktion
Außenhandel
Importe: ca. 2,358 Mrd. US$ (2006)
Exporte: ca. 294 Mio. US$ (2006)
Wichtige Handelsbeziehungen:
China, Frankreich, Pakistan, Senegal, Elfenbeinküste, Thailand, Dänemark, Marokko
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
IWF (Internationaler Währungsfonds; seit1963), Weltbank (seit 1963), AKP (Gruppe der afrikanisch-karibisch-pazifischen Staaten; seit 1963), UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion; seit 1984), WTO (Welthandelsorganisation), OMVS (Zusammenschluss mit Mauretanien und dem Senegal zur wirtschaftlichen Nutzung des Senegalflusses; seit 1972), IFAD (Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung; seit 1977), IFC (Internationale Finanz-Corporation), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation; seit 1963), UNCTAD (UN-Handels- und Entwicklungskonferenz), ECA (UN-Wirtschaftskommissioin für Afrika; seit 1991), CILSS (Sahel-Staatengemeinschaft; seit 1973)
Sommer- oder Tropenanzüge mit Krawatte werden zu besonderen Anlässen empfohlen. Französischkenntnisse sind erforderlich.
Geschäftszeiten: Mo-Do 07.30-12.30 und 13.00-16.00 Uhr, Fr 07.30-12.30 und 14.30-17.30 Uhr.
Chambre de Commerce et d’Industrie du Mali (Industrie- und Handelskammer)
Place de la Liberté, BP 46, ML-Bamako
Tel: 222 50 36, 222 96 45.
Informationen erteilt das Ministry of Foreign Affairs (Protocol Section), Kounoulba, ML-Bamako. Tel: 222 54 89.
Eine besondere Spezialität ist La Capitaine Sangha, eine Art Barsch, der mit scharfer Chilisoße, gebratenen Bananen und Reis serviert wird. Die Auswahl an Restaurants ist begrenzt. Hotelrestaurants sind auch für Nichtgäste geöffnet. Getränke: Spirituosen werden in Bars angeboten; es gibt eine Riesenauswahl an erfrischenden Fruchtsäften. Tamarinden- und Guavensaft sind Spezialitäten. Ein traditionelles Getränk ist Tee aus Mali, der in einem althergebrachten Ritual in drei Aufgüssen serviert wird.
In Bamako findet man Nachtklubs.
Kampfmasken der Bambara-, Dogon- und Malinko-Stämme; Holzschnitzereien, Gold- und Silberschmuck, Webstoffe, Matten, Kupferartikel. Die Region Ségou ist berühmt für ihre Ton- und Steingutwaren, und Timbuktu ist hervorragend für Eisen- und Kupferwaren wie z.B. Schwerter, Dolche und traditionelle Haushaltsartikel.
Der Omni-Sport-Komplex in Bamako hat einen Swimmingpool und viele andere Sportanlagen.
Die Einwohner sind sehr gastfreundlich und stolz auf die Geschichte und Kultur ihres Landes. Man sollte die religiösen Sitten und Gebräuche respektieren; Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Fotografieren: Militärische Anlagen, der Staudamm von Markala, der Flughafen Sénou und Ordnungshüter dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10% in Restaurants und Bars, Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Gepäckträger erhalten 100 CFA Fr pro Gepäckstück.
Nur in Bamako entsprechen die Hotels internationalem Standard. In den anderen Städten gibt es einfache Unterkünfte, von denen einige Klimaanlagen haben. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind begrenzt und die Preise dementsprechend hoch, daher sollte man unbedingt im Voraus buchen. Nähere Informationen vom Office Malien du Tourisme et de l’Hôtellerie (s. Adressen).
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Korité vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Korité auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Tabaski, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
2010
1. Jan. Neujahr.
20. Jan. Tag der Streitkräfte.
26. Febr. Mawloud (Geburtstag des Propheten).
26. März Tag der Demokratie.
5. April Ostermontag.
1. Mai Tag der Arbeit.
25. Mai Afrikatag.
22. Sept. Unabhängigkeitstag.
11. Sept. Korité (Ende des Ramadan).
17. Nov. Tabaski (Opferfest).
25. Dez. Weihnachten.
Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Korité vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch der normale Geschäftsablauf gestört werden kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Korité auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Tabaski, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Folgende Artikel können zollfrei nach Mali eingeführt werden:
1000 Zigaretten oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak;
2 Flaschen alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
Betäubungsmittel, Medikamente, Psychopharmaka, Waffen, Munition.
1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 250, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.
Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Mali. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden. Euro werden häufig als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings nicht für kleinere Einkäufe im Landesinneren.
Fremdwährungen können in den folgenden Banken gewechselt werden: La Banque de Développement du Mali, la BCEAO, la Banque Malienne de Crédit et Dépôts. Man muss mit langen Wartezeiten rechnen und nur in den größeren Städten gibt es Banken.
Visa, Diners Club, MasterCard und Eurocard werden nur in der Hauptstadt und von einigen Hotels im Landesinneren akzeptiert. Barabhebungen ist ausschließlich bei der BMCD in Bamako möglich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden in Banken angenommen und sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.
Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt und ab einem Wert bzw. Gegenwert von 25.000 CFA Fr deklarationspflichtig (Reiseschecks in Fremdwährungen sind hiervon ausgenommen). Ausfuhr der Landeswährung bis 25.000 CFA Fr gestattet. Ausfuhr der Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.
Mo-Do 07.30-12.00 und 13.15-15.00 Uhr, Fr 07.30-12.30 Uhr.
| | CFA Fr |
| | Jan '10 |
1 EUR
| 655,96 |
| 1 CHF | 442,48 |
| 1 US$ | 457,88 |
| Land | Reisepaß | Visum | Rückflugticket |
| Deutschland |
Ja |
Ja |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
Ja |
Ja |
| Türkei |
Ja |
Ja |
Ja |
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Deutscher Kinderausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass (jeweils mit Lichtbild) oder eigener Reisepass.
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.
Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass. Ein eigener Reisepass für Kinder wird empfohlen.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Kinder unter 18 Jahren, die ohne ihre Erziehungsberechtigten reisen, benötigen von diesen eine schriftliche Zustimmung (wenn möglich, in französischer Sprache).
Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder .
Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Touristen- und Geschäftsvisum.
1 Monat (einmalige Einreise) bzw. 1-3 sowie 6, 9 und 12 Monate (mehrmalige Einreise.
Die Aufenthaltsdauer kann im Land verlängert werden (Einwanderungsbehörden in Bamako oder jede Polizeidienststelle).
Persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Adressen).
Anfragen an die Botschaft.
Die Unterlagen sollten möglichst 3 Wochen vor Reiseantritt eingereicht werden.
Eine Expressbearbeitung von ca. 2 Tagen ist derzeit nur bedingt möglich.
Staatsangehörige aller Länder müssen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfbescheinigung vorweisen, ansonsten kann die Einreise verweigert werden. Nähere Informationen im Kapitel Gesundheit.
12.324.029 (Schätzung 2008).
Bamako. Einwohner: 1.728.444 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1992, letzte Änderung 1997. Parlament (Nationalversammlung) mit 147 Mitgliedern. Erste freie Wahlen zur Nationalversammlung fanden 1992 statt. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Mali hat keine Küsten und grenzt im Nordosten an Algerien, im Südosten an Niger und Burkina Faso, im Süden an Côte d’Ivoire, im Südwesten an die Republik Guinea und im Nordwesten an Mauretanien und Senegal. Die endlosen Ebenen werden von den Flüssen Senegal (im äußersten Westen) und Niger durchflossen. Auf seinem Weg nach Norden fließt der Niger mit dem Bani zusammen und bildet ein großes Inlanddelta, die Sümpfe von Macina, die 450 km lang und stellenweise bis zu 200 km breit sind. Die Landesmitte besteht aus der unfruchtbaren Sahelzone. Bei Timbuktu erreicht der Niger die Wüste und fließt zunächst nach Osten und dann bei Bourem nach Südosten zum Atlantik. In der Wüste, nahe der algerischen und nigerischen Grenze im Nordosten des Landes, erhebt sich das bis zu 800 m hohe Adrar-des-Iforas-Massiv. Der Norden des Landes besteht aus Wüste; entlang der alten Trans-Sahara-Karawanenstraßen gibt es einige Oasen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in der Savanne im Süden.
Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind Arabisch, Bambara (80 %), Songhai-Jerma, Manding, Soninké und Ful.
Islam (90 %) sowie Animisten (9 %) und christliche Minderheit (1 %).
MEZ - 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Mali.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.
220 V, 50 Hz (in Bamako). Die anderen größeren Städte haben eigene Generatoren.
Modibo Sidibé, seit September 2007.
Amadou Toumani Toure, seit 2002.
Kurfürstendamm 79, D-10709 Berlin
Tel: (030) 319 98 83.
Internet:
http://www.ambassade-mali-berlin.de/Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
Visaabt.: Di und Do 10.00-12.00 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulate in Erfurt, Frankfurt/M., Kamp-Lintfort und München.
Lenaugasse 19, A-1080 Wien
Tel: (01) 40 26 86 10.
Mo, Fr, Sa 12.30-14.30 Uhr.
Route de Pré-Bois 20, PF 1814, CH-1215 Genève 15 Aéroport
Tel: (022) 710 09 60.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Konsulat mit Visumerteilung in Basel (Tel: (061) 295 38 88. Internet:
www.maliconsulat.ch).
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.01.2010
Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen
In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQiM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Des Weiteren wird vor Reisen in zusätzliche, in den landesspezifischen Sicherheitshinweisen aufgeführten Orten und Gebieten gewarnt.
Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise/ Teilreisewarnung
Vor Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Gebiete Malis wird ausdrücklich gewarnt. Die o.g. Gebiete umfassen die Verwaltungsregionen Timbuktu (einschl. der Stadt Timbuktu), Gao und Kidal.
Von Reisen in das Gebiet Nara-Nampala-Léré nahe der mauretanischen Grenze sowie in das Grenzdreieck zu Senegal und Mauretanien (westlich und nordwestlich von Kayes) wird dringend abgeraten.
Von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche wird abgeraten.
Aktuelle Hinweise bestätigen, dass jederzeit mit weiteren Anschlägen und Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen ist; von AQiM vor Kurzem ins Internet eingestellte Drohvideos richten sich ausdrücklich gegen deutsche Interessen. Dies gilt in besonderem Maße für den Norden Malis, in dem bewaffnete Gruppierungen verstärkt grenzüberschreitend operieren.
Die Gefahr krimineller und terroristischer Übergriffe ist damit besonders groß entlang der Reise-Route nach Timbuktu und den angrenzenden Gebieten in Richtung der Grenze zu Niger, Algerien sowie Mauretanien, da dort die touristischen Hauptziele westlicher Besucher liegen.
Im Januar 2009 wurden vier europäische Touristen in der Grenzregion Mali - Niger überfallen, von Al-Qaida mehrere Monate lang in der nordmalischen Wüste gefangen gehalten und eine der Geiseln Ende Mai ermordet. Ein hoher malischer Offizier wurde im Juni 2009 in seinem Haus am Stadtrand von Timbuktu ermordet.
Vor allem der letzte Vorgang macht deutlich, dass Aktivität und Aktionsradius des terroristischen Netzwerkes zugenommen haben, ohne durch wirksame Gegenmaßnahmen von Polizei oder Militär aufgehalten zu werden.
Dass das Risiko für Europäer weiterhin sehr hoch ist, hat leider eine weitere Entführung im Grenzgebiet zu Niger am 25. November 2009 gezeigt.
Reisen über Land
Aufgrund der Instabilität in der benachbarten Côte d'Ivoire ist bei Reisen in der Region Sikasso - insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit - besondere Vorsicht geboten.
Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem riskanten Verkehrsverhalten vieler Fahrer besteht generell eine höhere Unfallgefahr als in Europa, wobei diese nach Einbruch der Dunkelheit noch ansteigt. Von Überlandautofahrten bei Dunkelheit wird - wegen des sehr hohen Unfallrisikos plus der Gefahr von Überfällen - generell abgeraten.
Im Innenstadtgebiet Bamakos sollte nach Mitternacht ein Auto oder ein Taxi benutzt werden. Unbeleuchtete Straßen sollten gemieden werden.
Die Weiterreise von Mali auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich sein. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.
Erhöhte Anschlagsrisiken bestehen also generell für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren.
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Die obigen Informationen stammen von Highbury Columbus Travel Publishing.