Trocken und heiß, kaum Regen. Im Süden des Landes gibt es eine Regenzeit (Juli - Okt.). Die Temperaturen an der Küste werden durch Meeresbrisen gemildert; davon ausgenommen ist die Umgebung von Nouakchott, wo es sehr heiß ist und die Regenzeit ca. einen Monat später beginnt. In der Wüste ist es in den Monaten März und April kühl und windig.
Die nationale Fluggesellschaft Air Mauritanie (MR) stellte 2007 den Flugverkehr (u.a. mit Inlandflügen zwischen Nouakchott und anderen größeren Städten) ein. Informationen über möglicherweise stattfindende Inlandflüge vor Ort.
Die Strecke der
SNIM (Internet:
www.snim.com) zwischen Nouâdhibou und Zouérate wurde für die Eisenerzbergwerke gebaut. Personen und Autos werden von Nouâdhibou nach Atar befördert. Die Fahrt ist lang und anstrengend, Vorausbuchung notwendig.
Straßen verbinden Nouakchott mit Rosso im Süden (gepflasterte Straße), Néma im Südosten sowie mit Akjoujt im Norden des Landes. Die gepflastere La Route de l’Espoir führt von Nouakchott in den Osten des Landes, bis nach Mali. Alle anderen Straßen, z. B. die Verbindung von Atar im Westen mit Ain Ben Tilli im Norden, sind Sandpisten, die nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar sind. In einigen Regionen sind die Straßen während der Regenzeit unpassierbar. In der Trockenzeit verdeckt Treibsand manchmal die Sandpisten; ohne ortskundigen Fahrer sollte man sich nicht in diese unwirtliche Gegend wagen.
Die rund 500 km lange Strecke von Nouadhibou durch den Nationalpark Banc d’Arguin nach Nouakchott weist keinerlei Versorgungspunkte auf und sollte nur mit einem ortskundigen Führer, geländegängigen Fahrzeugen sowie im Konvoi befahren werden. Vorräte an Wasser, Nahrung und Treibstoff sollten für mehrere Tage ausreichen. Im Büro des Nationalparks Banc d´Arguin in Nouadhibou (Antenne Banc d´Anguin) ist eine Gebühr von 1.200 UM pro Person und Tag für die Durchreise zu entrichten. Auch können dort zuverlässige Führer vermittelt werden.
Mietwagen sind in Nouakchott, Nouâdhibou und Atar erhältlich. Fahrzeuge mit Allradantrieb und Fahrer sind sehr teuer. Es ist empfehlenswert, Mietwagen mit Chauffeur zu mieten.
Anmerkung: Wüstenfahrten auf eigene Faust sollten nie ohne Ersatzteile und umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen unternommen werden.
Unterlagen: Internationaler Führerschein wird empfohlen.
Taxis in Nouakchott und Nouâdhibou sind sehr teuer. Einheitspreise. Ein kleines Trinkgeld wird erwartet. Taxis können auch für einen ganzen Tag gemietet werden.
Busse sind günstig, aber in schlechtem technischen Zustand.
Mauretanien hat derzeit keine nationale Fluggesellschaft.
Air France (AF) (Internet:
www.airfrance.com/de) fliegt mehrmals pro Woche direkt von Paris nach Nouakchott. Mauretanien wird außerdem von den Fluglinien
Air Algerie (AH), Royal Air Maroc (AT) und
Tunis Air (TU) angeflogen.
Nouakchott (NKC) liegt 5 km östlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Geschäfte, Restaurants und Taxis vorhanden.
Nouâdhibou (NDB) liegt 4 km außerhalb der Stadt. Taxis vorhanden.
Der wichtigste Hafen ist Nouâdhibou, Nouakchott hat einen kleinen Hafen. Auch der Hafen von St. Louis im Senegal ist für Mauretanien zuständig.
Die Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Die geteerte Straße von Dakar (Senegal) nach Nouakchott ist 575 km lang (Fahrzeit: ca. 8 Std.). Der Fluss Senegal muss bei Rosso mit einer Fähre überquert werden (Fährverbindungen von 07.30-12.00 und 15.00-18.00 Uhr). Auch von Mali gibt es eine geteerte Straße nach Mauretanien.
Wer vom Norden (Westsahara) nach Mauretanien fahren möchte, sollte sich bei der mauretanischen Botschaft über die aktuelle politische Lage in der Westsahara informieren. Außerdem sollte die Einreise auschließlich über die gekennzeichneten Straßen erfolgen. Wegen nicht gekennzeichneter Minenfelder ist jedes Verlassen der Straßen lebensgefährlich. Die Route du Mauritanie durch Algerien ist nicht mehr befahrbar. Von einer Einreise über Algerien und den Norden von Mali wird aus Sicherheitsgründen dringend gewarnt.
Selbstwählferndienst in Nouakchott und Nouadhibou. Keine Ortsnetzkennzahlen. Alle Auslandsgespräche werden über die internationale Vermittlung geführt.
GSM 900. Empfangs-/Sendebereich nur in größeren Städten. Netzbetreiber sind
Mauritel (Internet:
www.mauritel.mr oder
www.mauritelmobiles.mr) und
Mattel. Hauptsächlich werden Pre-Paid Karten angeboten, die bei kleinen Händlern und Läden überall erworben werden können.
Hauptanbieter:
Mauritel (Internet:
www.mauritel.mr). Es gibt ein Internetcafé in Nouakchott.
Internationaler Postdienst nur in größeren Städten. Luftpostsendungen nach Europa sind bis zu zwei Wochen unterwegs.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der
Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet:
www.dw-world.de) anzufordern.
Der Großteil des Landes ist trocken und unwirtlich. Aus militärischen und politischen Gründen bestehen Einschränkungen für Reisen in die von Marokko besetzte westliche Sahara.
Die Hauptstadt Mauretaniens Nouakchott wurde erst 1960 im traditionellen Berberstil gebaut. Sie liegt in einer Ebene nahe eines Sees und ruht auf den Fundamenten von Ksar, einer alten maurischen Ortschaft. Sehenswert sind der Plage du Wharf und die Moschee. Die Ksar (Altstadt) mit ihrem Markt, der afrikanische Markt und der Kamelmarkt laden zum Stöbern ein. Es lohnt sich, das Kunsthandwerkszentrum, die Maison de la Culture und die Teppichfabrik zu besuchen. Von Nouakchott aus kann man auch zu Angelfahrten aufbrechen.
Der Hafen Nouâdhibou ist das Zentrum der Fischindustrie. Nouâdhibou liegt auf einer Halbinsel am nördlichen Ende der Bucht von Levrier.
Der Parc National du Banc d’Arguin ist Mauretaniens wohl größte Attraktion. Dieser Nationalpark, der sich an dem Küstenstreifen der Wüste zwischen Nouakchott und Nouâdhibou befindet, besteht aus zahlreichen Inseln und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Er ist eines der weltgrößten Vogelschutzgebiete und beheimatet über 2 Millionen Wandervögel aus Nordeuropa. Außerdem findet man auf den Inseln einige archäologische Ausgrabungsstätten.
Mauretaniens Küste ist ein 8000 km langer Sandstrand ohne jegliche Vegetation, aber mit einer erstaunlichen Anzahl von Vogelarten. Die Küstengewässer sind sehr fischreich, und einige Küstenstriche sind trotz des Süßwassermangels bewohnt.
Bevor man sich in die Adrar-Region aufmacht, sollte man unbedingt Informationen über etwaige Reisebeschränkungen einholen, da manchmal eine Erlaubnis der Regierung für Reisen in dieses Gebiet erforderlich ist. Das Adrar-Massiv besteht aus rosafarbenen und braunen Plateaus, die durch Dünen vergoldet und von Tälern aufgelockert werden. Diese Region im nördlichen Landesteil beginnt ca. 320 km nordöstlich von Nouakchott.
Die Provinzhauptstadt Atar ist eine Oase an der Salzkarawanenstraße und Marktzentrum für die Nomaden im nördlichen Mauretanien. Die schöne Altstadt, die Ksar, besteht aus Häusern mit flachen Dächern sowie einem Palmenhain. Die Oase Azoughui war im 11. und 12. Jahrhundert Hauptstadt der Almoraviden, und es gibt auch heute noch befestigte Gebäude aus dieser Zeit. Ein Tagesausflug von Atar führt über den atemberaubenden Bergpass von Homogjar nach Chinguetti, einer heiligen islamischen Stadt (im 13. Jh. gegründet). Die mittelalterliche Moschee und die Bibliothek sind besonders sehenswert. Ein Großteil der Altstadt liegt unter Treibsand begraben.
Ein Ausflug in die Regionen Affole und Assaba, südlich bzw. südöstlich von Tagant, lohnt sich. Von Kiffa, Tamchakett und Ayoun el Atrouzum bietet sich eine Fahrt zum Plateau von El Agher an. Die archäologischen Ausgrabungsstätten bei Koumbi Saleh (70 km von Timbedra) sind über eine gute Sandpiste erreichbar. In der Nähe von Tamchakett liegt Tagdawst, das frühere Aoudaghost, die alte Hauptstadt des Berber-Reiches. Oualata (100 km von Néma entfernt) liegt am Ende einer Wüstenpiste. Die befestigte mittelalterliche Stadt mit ihrer guten Bibliothek wurde terrassenförmig auf einem felsigen Berghang angelegt und war jahrhundertelang ein Zufluchtsort für Gelehrte. Ganz in der Nähe liegt der muslimische Friedhof von Tirzet.
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 6,308 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2.100 US$ (2008)
Wachstumsrate: ca. 3,5 % (2008)
Arbeitslosenrate: ca. 30 % (2008)
Inflationsrate: ca. 7,3 % (2007)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 40 % (2004)
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: 12,5 %
Industrie: 46,7 %
Dienstleistungen: 40,7 % (2008)
Wichtige Wirtschaftszweige:
Fischerei, Bergbau
Außenhandel
Importe: ca. 1,475 Mrd. US$ (2006)
Exporte: ca. 1,395 Mrd. US$ (2006)
Wichtige Handelsbeziehungen:
Frankreich, China, Spanien, Italien, Niederlande, Belgien, Elfenbeinküste, USA, Brasilien
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
UN (Vereinte Nationen) und Sonderorganisationen (außer IAEA – Internat. Atomenergiebehörde), AU (Afrikanische Union; Mitgliedschaft wurde in Folge des Militärputsches am 03.08.2005 von der AU ausgesetzt), Arabische Liga, UMA (Union des arabischen Maghreb), CILSS (Zwischenstaatliches Komitee zur Kontrolle der Dürre in der Sahelzone), OMVS (Organisation für die Nutzung des Senegalflusses), ANAD (Verteidigungspakt), AKP-EU (Abkommen von Cotonou, mit der Europäischen Union assoziiert), ADB (Afrikanische Entwicklungsbank), FADES (Arabischer Entwicklungsfonds), OIC (Islamische Konferenz), IDB (Islamische Entwicklungsbank)
Im Jahr 2001 wurden vor der mauretanischen Küste bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen entdeckt mit deren Förderung im Februar 2006 begonnen wurde. Es wird in der Folge erwartet, dass die wirtschaftliche Situation durch den zukünftigen Ölexport positiv beeinflusst wird.
Gute Französischkenntnisse sind notwendig.
Geschäftszeiten: Sa-Mi 08.00-15.00 Uhr; Do 08.00-13.00 Uhr.
Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet:
www.aacc.atChambre de Commerce, d’Agriculture, d’Elevage, d’Industrie et des Mines de Mauritanie
BP 215, MR-Nouakchott
Tel: 25 22 14/15.
In der Hauptstadt gibt es marokkanische, libanesische, chinesische und französische Restaurants, vorwiegend in Hotels. Die meisten Restaurants servieren jedoch traditionelle Gerichte. Besondere Leckerbissen sind Mechoui (ganzes gebratenes Lamm), Datteln, gewürzter Fisch mit Gemüse, Fischbällchen, getrockneter Fisch, getrocknetes Fleisch und Kuskus. Getränke: Nur in einigen Hotelbars werden alkoholische Getränke angeboten. Zrig (Kamelmilch) und süßer Pfefferminztee sind äußerst beliebt.
Handgefertigte Waren wie gefärbte Lederkissen, gravierte Silbergegenstände, Teppiche und Holzschnitzereien sind auf den offenen Märkten erhältlich. Eine gute Auswahl an Silberschmuck, Säbeln, Holz- und Silberkästchen, Teppichen und verzierten Nomadenzelten kann im Handwerkszentrum in Nouakchott erworben werden. Die Tagant-Region ist für neolithische Pfeilspitzen, Ahlen und Tonwaren bekannt, und in Boutilimit im Süden des Landes befindet sich ein Marabout-Zentrum (Institute of High Islamic Studies), in dem Teppiche aus Ziegen- und Kamelhaar gefertigt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-12.00 und 14.00-19.00 Uhr.
Von Nouakchott kann man zum Hochseeangeln aufbrechen. In La Guera, auf der anderen Seite der Kap-Blanc-Halbinsel, vermieten die Fischer ihre Segelboote für Ausflugsfahrten. Der Fluss Senegal bietet ebenfalls gute Angelmöglichkeiten.
Seit dem 7. Jahrhundert wird das Land vom Islam beeinflusst, und Besucher sollten die religiösen Gesetze und Bräuche respektieren. Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Fast alle Bewohner Mauretaniens stammen von Nomaden-Stämmen ab. Klassen- und Stammesrivalitäten sind keine Seltenheit. Trinkgeld: 12-15% sind üblich.
Das Hotelangebot ist nicht sehr groß, und man sollte im Voraus buchen. Die wenigen Hotels in Nouakchott sind sehr komfortabel (Klimaanlagen), aber recht teuer. Rechnungen beinhalten normalerweise Bedienungsgeld und Steuern. Weitere Informationen vom Ministère du Commerce, de l’Artisanat et du Tourisme (s. Adressen).
2012
1 Jan Neujahr
4 Feb Mouloud (Geburtstag des Propheten)
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrikatag (Jahrestag der Gründung der OAU
10 Jul Tag der Streitkräfte
19 Aug Korité (Ende des Ramadan)
26 Oct Tabaski (Opferfest)
15 Nov Islamisches Neujahr
28 Nov Unabhängigkeitstag
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Korité vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.Einige Unterbrechungen können auch während des Korité auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Opferfest Tabaski, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Folgende Artikel können zollfrei nach Mauretanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 454 g Tabak;
2 l Wein und 0,5 l Alkohol über 22 % (nur Ausländer; muss deklariert werden);
50 g Parfüm und 250 ml Eau de Cologne.
1 Fotoapparat und 1 Schmalfilmkamera und 1 Radioapparat;
1 Projektor (nur Touristen).
1 Mauretanischer Ouguiya = 5 Khoums. Währungskürzel: UM, MRO (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2.000, 1.000, 500, 200 und 100 UM; Münzen sind in den Nennbeträgen 20, 10, 5 und 1 UM erhältlich sowie im Wert von 1 Khoum im Umlauf.
Devisen können am Flughafen und in den größeren Banken in Nouakchott umgetauscht werden. Die staatliche Banque Centrale de Mauritanie (BCM) bietet meist den besten Wechselkurs.´Umtauschbelege müssen aufbewahrt werden. Es ist illegal, auf dem Schwarzmarkt Geld zu wechseln. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Kreditkarten werden nur in wenigen Hotels in Nouakchott und Nouadhibou akzeptiert (Vorsicht vor Kreditkartenbetrug).
Reiseschecks sollten in Euro ausgestellt sein und können in Banken, Wechselstuben und dazu berechtigten Geschäften umgetauscht werden. Die Akzeptanz ist jedoch begrenzt.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht. Ausfuhr nur in Höhe des deklarierten Betrags, abzüglich umgetauschter Beträge. Die Ausfuhr von höheren Beträgen in Fremdwährungen ist nur mit Genehmigung der mauretanischen Zentralbank möglich.
Bei der Einreise werden Formulare für die Deklaration von Währung ausgegeben, die bis zur Ausreise behalten werden müssen.
So-Mi 07.00-15.00 Uhr, Do 08.00-12.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 387.05 MRO |
| 1.00 CHF = 322.39 MRO |
| 1.00 USD = 292.5 MRO |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
| Land | Reisepaß | Visum | Rückflugticket |
| Türkei |
Ja |
Ja |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
Ja |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja |
Ja |
| Deutschland |
Ja |
Ja |
Ja |
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Reisen Kinder unter 18 Jahren allein, benötigen sie eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern.
Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.
Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Touristen- und Geschäftsvisum.
Touristen- und Geschäftsvisum:
93,75 € (Aufenthalt bis zu 3 Monaten) bzw.
125 € (Aufenthalt von 3-12 Monaten, einfache oder mehrfache Einreise).Transitvisum: 46,88 € (einfache Durchreise).
Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).
(a) 1 Antragsformular (auf Französisch auszufüllen)
(b) 1 aktuelles Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch sechs Monate gültig ist.
(d) Individualreisen: genaue Reiseroute und Reisedaten (zu besuchende Orte, Grenzübergänge, Flughäfen etc.).
(e) Bescheinigung des Reisebüros über bezahlte Rück- oder Weiterreisetickets oder Bankbescheinigung über ausreichende Geldmittel für die Reise.
(f) Gebühr (bei Antragstellung in bar, per Verrechnungsscheck oder per Postanweisung) - Beleg ist bei der Einreise vorzulegen!.Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer, Beruf des Reisenden und Bestätigung der KostenübernahmeDer postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg über die Visumgebühren beigefügt werden.
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Der Beleg über die bezahlten Visumgebühren ist dem Grenzbeamten vorzulegen.
3.364.940 (Schätzung 2008).
Nouakchott. Einwohner: 798.725 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik seit 1960. Die Verfassung von 1991 basiert auf dem islamischen Recht (Scharia). Verfassungsreform in Juni 2006. Zweikammerparlament: Nationalversammlung mit 81, Senat mit 56 Mitgliedern. Oberst Maaouiya Ould Sid'Ahmed Taya (Staatsoberhaupt seit 1984) wurde im August 2005 in einem Putsch gestürzt. Seitdem untersteht das Land einer Militärregierung. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Mauretanien grenzt an Algerien, Mali, West-Sahara (Demokratische Arabische Republik Sahara) und den Senegal. Im Westen liegt der Atlantische Ozean. Der Staat besteht überwiegend aus den Wüstenebenen der Sahara mit Sanddünen und stellenweise felsigen Plateaus mit tiefen Schluchten und einsamen Gipfeln. Das 500 m hohe Adrar-Plateau liegt in der Landesmitte, das Tagant-Plateau im Süden steigt auf 600 m an. In dieser Region liegen mehrere Städte, kleine Dörfer und Oasen. Das Nordufer des Flusses Senegal, die Südgrenze des Landes, ist als einzige Region des Landes ganzjährig mit Vegetation bedeckt – auch die Tierwelt ist hier vielfältig.
Amtssprachen sind Arabisch und Wolof; Französisch ist Handels- und Bildungssprache. Die Mauretanier arabischer oder berberischer Abstammung sprechen den arabischen Hassaniya-Dialekt. Daneben auch andere Sprachen, u. a. Solinke und Pulaar.
Islam ist Staatsreligion (99,6 % malakitische Sunniten); christliche Minderheiten.
MEZ - 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Mauretanien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.
127/220 V, 50 Hz. Runde Zweipolstecker.
Premierminister Yahya Ould Ahmed El Waghf, seit Mai 2008.
Mohamed Ould Abdel Aziz, seit Juli 2009.
BP 182, Ksar, Avenue Bourjuiba, MR-Nouakchott
Tel: 525 30 86.
Kommandantenstraße 80, D-10117 Berlin
Tel: (030) 206 58 63.
Mo-Do 09.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr.
Opernring 21/9, A-1010 Wien
Tel: (01) 587 58 71.
(Vorrübergehend geschlossen)
Rue de l'Ancien-Port 14, CH-1201 Genève
Tel: (022) 906 18 40.
Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
(auch für Österreich zuständig)
Bahnhofstrasse 52, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 214 62 92.
Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr (tel. Anmeldung erforderlich).
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2011Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und AnschlägenIn den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mauretanien wird abgeraten.Vor Reisen in das Grenzgebiet zu Algerien und Mali wird ausdrücklich gewarnt.Mit weiteren terroristischen Anschlägen - auch gegen Ausländer - muss in Nouakchott und im ganzen Land gerechnet werden. Es besteht ein hohes Entführungsrisiko, insbesondere bei Reisen in der Nacht. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Deutschen zum Zwecke der Entführung.EntführungsrisikenAQM operiert zunehmend grenzübergreifend, wie jüngste Entführungen europäischer Staatsbürger in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien zeigen. Geiseln, die u.a. in Mauretanien und Niger entführt wurden, sind in den Norden Malis verschleppt worden. Bei einer Operation mauretanischer Streitkräfte im Norden Malis im Juli 2010 soll nach Presseberichten eine logistische Unterstützung durch französische Kräfte stattgefunden haben. Vergeltungsmaßnahmen seitens AQM, die sich auch gegen westliche und insbesondere französische Interessen richten können, sind in der gesamten Region zu befürchten.TerrorismusBei Reisen nach Mauretanien bestehen erhebliche Anschlags- und Entführungsrisiken.Insbesondere die 2007 aus der algerischen GSPC (Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat) hervorgegangene AQM (Al-Qaida im Maghreb) zeichnet für mehrere Attentate auf mauretanischem Staatsgebiet, bei denen auch zahlreiche Tote zu beklagen waren, verantwortlich.Reisen über Land / StraßenverkehrDie Sicherheitslage wird - neben den Aktivitäten der AQM - auch durch grenzüberschreitend operierende Banden erheblich gefährdet. Zwischen diesen Banden und Sicherheitskräften kann es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen.Die Einreise und Ausreise auf dem Landweg durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Wegen nicht kenntlicher Minenfelder ist das Verlassen der Strassen bzw. ausgefahrener Pisten lebensgefährlich, insbesondere bei der Durchquerung des ca. 4 km breiten verminten Streifen Niemandslandes in Grenznähe (Anfang Februar 2007 tödlicher Unfall französischer Touristen).Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen, die von waghalsigen Überholmanövern, unbeleuchteten Fahrzeugen, Sandverwehungen sowie Strassen und Pisten überquerenden Kamelen, Eseln und Ziegen ausgehen. Auf Nachtfahrten sollte unbedingt verzichtet werden. Auch tagsüber nicht ungefährlich ist die sog. „Route de l'Espoir" (Nouakchott - Néma), die insbesondere auf der Strecke Nouakchott - Boutilimit zahlreiche Sanddünen überquert. Problematisch sind hier vor allem Überholmanöver auf der Gegenfahrbahn, die man aufgrund von Erhebungen häufig erst im letzten Augenblick einsehen kann. Es kommt immer wieder zu tödlichen Unfällen.KriminalitätDie bisher nicht besonders ausgeprägte Kriminalität hat zugenommen. Auch in Nouakchott ist es vereinzelt zu Überfällen auf Autos und Häuser gekommen. Insbesondere hat es mehrere Fälle von Gewaltkriminalität am Strand von Nouakchott gegeben (vor allem nördlich des Hotels „Sabah"). Mit einfachen Waffen (Messern, Stangen) bewaffnete Jugendliche haben mehrfach westliche Staatsangehörige - teilweise unter Gewaltanwendung - zur Herausgabe ihrer Geldbörsen und Mobiltelefone gezwungen.
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Die obigen Informationen stammen von Highbury Columbus Travel Publishing.