Tourismusinformationen Niger

Klima

Klima

Die Sommer sind sehr heiß. Trockenzeit ist von Oktober bis Mai. Viel Regen und schwül im Juli und August. Beste Reisezeit: Anfang November bis Anfang März.

Reiseverkehr - National

Achtung

Besucher müssen sich in jeder Stadt, in der sie übernachten, bei der Polizei melden.

Einleitung

Hinweis

Besucher müssen sich in jeder Stadt, in der sie übernachten, bei der Polizei melden.

Flugzeug

Charterflüge werden von privaten Fluggesellschaften organisiert.

Bahn

Zurzeit fahren keine Züge in Niger.

Bus/Pkw

Es gibt über 10.000 km Allwetterstraßen, davon sind 800 km befestigt. Die Hauptverkehrsstraßen des Landes führen von Niamey nach Zinder, Tahoua, Arlit und Gaya. Viele Nebenstraßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Die beste Zeit für Überlandfahrten ist von Dezember bis März. Tankstellen sind recht selten, und Reparaturen sind außerordentlich teuer. Man darf nur auf der Route reisen, die am Ausgangsort polizeilich im Reisepass vermerkt wurde.

Bus:
Zwischen den größeren Ortschaften gibt es relativ gute Busverbindungen. Von Niamey verkehren Busse nach Zinder, Agadez, N’guemi und Tera. In anderen Landesteilen fährt man normalerweise als Passagier in Lastwagen; falls man in der Fahrerkabine sitzen möchte, muss man einen Zuschlag bezahlen. Buschtaxis verkehren im ganzen Land.

Mietwagen
kann man mit und ohne Fahrer mieten, außerhalb der Hauptstadt nur mit Fahrer.

Anmerkung:
In den meisten Landesteilen benötigt man ein Fahrzeug mit Allradantrieb, einen Führer und eine vollständige Ausrüstung.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein, Carnet de Passage und zwei Passfotos. Mindestalter: 23 Jahre.

Fahrzeiten

von Niamey zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
 Bus/Pkw
Zinder12.00
Maradi9.00
Tahoua7.00
Dosso1.00
Tillabéri0.45
Agadez17.00

Reiseverkehr - International

Achtung

Seit dem Militärputsch am 18. Februar 2010 sind die Landesgrenzen geschlossen. Es wird empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen.

Flugzeug

Die meisten internationalen Flüge werden von Air France (AF) angeboten. Afriqiyah Airways (8U) (Internet: www.afriqiyah.aero) fliegt von London, Brüssel, Genf und Paris via Tripoli nach Niamey. Weitere Fluglinien, die Niger anfliegen, sind Air Algérie (AH) und  Royal Air Maroc (AT).

Flughafengebühren

Keine.

Internationale Flughäfen

Niamey (NIM) liegt 12 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 25 Min.). Post, Wechselstube, Mietwagenschalter, Bars, Geschäfte. Taxistand. Kostenloser Bustransfer für die Gäste vieler Hotels vom Flughafen.

Ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Agadez (AJY).

Schiff

Von Mitte Dezember bis März ist der Wasserstand des Flusses Niger hoch genug für die Flussschifffahrt zwischen Nigeria und Niamey.

Bus/Pkw

Eine der Hauptverbindungsstraßen führt von Kano (Nigeria) nach Zinder, Fernstraßen gibt es auch nach Benin, Burkina Faso und Mali. Die wichtigste Transsahara-Wüstenpiste führt von Algier nach Asamakka und Arlit, mit einer asphaltierten Straße nach Agadez. Das Fahren in der Wüste kann schwierig sein, da Straßenmarkierungen nicht immer sichtbar sind und Benzin knapp ist.

Busverbindungen von Burkina Faso, Benin und Mali.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Selbstwählferndienst. Internationale Telefonate können in einigen größeren Hotels, im Hauptpostamt und in Telefonzentren geführt werden.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Celtel Niger (Internet: www.msi-cellular.com) und Telecel Niger.

Fax

Stehen in einigen größeren Hotels, im Hauptpostamt und in Telefonzentren zur Verfügung.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: Sonitel. Zugang zum Internet in größeren städtischen Gebieten.

Telegramme

Im Haupttelegraphenamt in Niamey, einigen Hotels und allen anderen Telegrafenämtern. Es gibt drei Gebührenklassen.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist bis zu zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: 08.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr. Das Hauptpostamt ist in der Rue de Kabekoira in Niamey. Postlagernde Sendungen sind möglich. Eine DHL-Niederlassung befindet sich im Hôtel Gaweye Sofitel in Niamey.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Urlaubsorte & Ausflüge

Niamey, am Nordufer des Niger, ist eine weitläufige Stadt mit moderner Innenstadt und Elendsquartieren in den Vororten. Der Kleine und der Große Markt sind einen Besuch wert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Große Moschee, das Nationalmuseum (großer Park mit Botanischem Garten, Zoo und Kunstgewerbeausstellung), das französisch-nigerische Kulturzentrum und das Hippodrom. Stadtrundfahrten werden angeboten.
Südlich von Niamey liegt der bekannte Parc National du W, in dem Büffel, Elefanten, Löwen, Hyänen, Schakale, Paviane und viele verschiedene Vogelarten leben. Der Niger-Fluss fließt hier durch die Mékron-Schlucht.

Agadez, die malerische Hauptstadt der Tuareg, ist noch immer ein Karawanenknotenpunkt, hier wird rege Handel getrieben. In den Nebenstraßen kann man schöne Silber- und Lederwaren kaufen. Das Minarett der Moschee ist aus getrocknetem Lehm gebaut worden und fast 500 Jahre alt. Man kann Ausflüge in die Berge zu den Quellen in Igouloulef und Tafadek machen oder zur prähistorischen Stätte bei Iférouane. Das nördlich von Agadez gelegene Aïr-Gebirge hat etwas mehr Niederschlag als die Halbwüste, von der es umgeben ist. Als Folge der Dürre, die sich bis hierher ausgewirkt hat, nimmt der Tierbestand rapide ab. Für Reisen in dieses Gebiet ist u. U. eine Sondergenehmigung erforderlich. Weiter im Norden finden sich die berühmten Sanddünen von Temet. Abenteuerlustige können die Wüste Ténéré durchqueren und die Djado-Berge besuchen.
Zinder war bis 1927 die Hauptstadt Nigers. In der Nähe der Stadtmitte befinden sich der Sultanspalast und die Moschee, von deren Minarett man einen Rundblick hat. Der Stadtteil Zengou war früher ein Lager- und Rastplatz für Karawanen. Donnerstags findet ein Markt statt, auf dem man Lederwaren kaufen kann.
Auf der Strecke nach Zinder liegt Dosso, das im 13. Jahrhundert nach dem Fall der Gao von den Zarma gegründet wurde. Der Palast und der belebte Dorfplatz, auf dem viele Festivals und offizielle Feierlichkeiten stattfinden, sind sehenswert.
Nigers wirtschaftliches Zentrum ist Maradi. Der Palast des Sultans und die Moschee sind einen Besuch wert.

Ayorou an der Grenze zu Mali ist ein alter Handelsposten; sonntags findet hier ein Kamel-Markt statt. Wer ein bisschen Glück hat, kann in der Gegend um Tillabéri Giraffen sehen. In Niamey kann man Zweitagestouren buchen.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 10,04 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 700 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 9,5 % (2008)

Arbeitslosenrate: k.A.

Inflationsrate: ca. 0,1 % (2007)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: k.A.

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 39 %
Industrie: ca. 17 %
Dienstleistungen: ca. 44 % (2001)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Erdnüsse und Baumwolle), Bergbau (Uran, Gips, Kohle und Zinn)

Außenhandel
Importe: ca. 800 Mio. US$ (2006)
Exporte: ca. 428 Mio. US$ (2006)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Frankreich, Japan, Nigeria, China, Franz. Polynesien, Côte d'Ivoire

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Niger ist Mitglied der Westafrikanischen Handelsgemeinschaft ECOWAS (derzeit ausgesetzt) sowie verschiedener anderer regionaler Körperschaften, die sich mit wirtschaftlicher Zusammenarbeit befassen. U.a. auch WTO und IWF.

Umgangsformen

Leichtes Sakko und Krawatte bzw. Sommerkleid/leichtes Kostüm genügen. Französischkenntnisse sind unbedingt erforderlich, da kaum Dolmetscher- und Übersetzerdienste zur Verfügung stehen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-12.30 und 15.00-18.00 Uhr, Sa 07.30-12.30 Uhr.

Kontaktadressen

Chambre de Commerce, d’Agriculture, d’Industrie et d’Artisanat du Niger (Industrie- und Handelskammer)
Place de la Concertation, BP 209, NE-Niamey
Tel: 73 22 10.
Internet: www.ccaian.org

Land & Leute

Essen & Trinken

Einheimischer Fisch, Fleisch und Gemüse werden zur Zubereitung europäischer, asiatischer und afrikanischer Gerichte verwendet. Die Auswahl an importierten Getränken ist gut. Aufgrund der Dürre können jedoch Versorgungsengpässe bei einheimischen Lebensmitteln auftreten. In größeren Städten findet man einige gute Restaurants und Hotelrestaurants. Alkoholische Getränke sind nicht überall erhältlich.

Nachtleben

In Niamey gibt es mehrere Nachtklubs mit Musik und Tanz sowie drei Freiluftkinos.

Einkaufstipps

Decken, Lederartikel, verzierte Kalebassen, Silberschmuck, Schwerter und Messer. Im Centre des Métiers d’Art de Niger in der Nähe des Nationalmuseums findet man eine gute Auswahl an einheimischen Artikeln. Höfliches Handeln ist üblich. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Sport

Mit Kanus und Motorbooten kann man auf dem Niger zum Parc National du W an der Grenze nach Burkina Faso und Benin fahren. In Niamey und Agadez gibt es mehrere Schwimmbäder, in Flüssen und Seen sollte man nicht baden. In der Hauptstadt befinden sich außerdem zwei Reitschulen. Angeln ist ganzjährig möglich, die Hauptsaison ist von April bis September. Jagen nach Großwild ist verboten.

Veranstaltungskalender

Zu den wichtigen Festlichkeiten zählen Guerewol, ein Volksfest zum Ende der Regenzeit, sowie das Cure salée, wenn die Nomaden sich zum Viehauftrieb versammeln. Alljährlich finden traditionelle Wettkämpfe und eine Landwirtschaftsmesse statt, auf der auch Kunstgewerbeartikel ausgestellt werden. Alle zwei Jahre wird ein Festival für die Jugend veranstaltet.

Genaue Informationen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Zwanglose Kleidung wird überall akzeptiert. Frauen sollten keine kurzen Röcke tragen. Traditionelle Glaubenssätze und islamische Sitten sollten respektiert werden. Fotografieren: Filmen ist nur mit Genehmigung der Polizei erlaubt; Reiseveranstalter und Fremdenverkehrsämter sind gern beim Einholen der Genehmigung behilflich. Filme sind teuer, vom Entwickeln im Land wird abgeraten. Personen sollte man nicht fotografieren, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Das Fotografieren von Militäranlagen, Flugplätzen und Verwaltungsgebäuden (einschl. des Präsidentenpalastes) ist verboten. Trinkgeld: 10% werden fast immer erwartet. Die meisten Hotels berechnen 10-15% Bedienungsgeld.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2011
1. Jan.
Neujahr.
15. Febr. Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed).
25. April Ostermontag.
1. Mai Tag der Arbeit.
3. Aug. Unabhängigkeitstag.
31. Aug. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
6./7. Nov. Tabaski (Opferfest).
18. Dez. Tag der Republik.
25. Dez. Weihnachten.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Niger eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke;
250 ml Parfüm und 500 ml Eau de Toilette;
100 g Kaffee, 40 g Tee.

Einfuhrverbot

Vom Innenministerium verbotene Materialien (Filme, Druckerzeugnisse), pornografisches Material, Alkohol (über die Freimenge hinaus), Drogen.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l’Afrique de l’Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Niger. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Geldwechsel

Die Mitnahme von Euro, die auf dem Flughafen sowie in größeren Banken und Hotels gewechselt werden können ist empfohlen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard und Diners Club werden in sehr begrenztem Umfang akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Sollten in Euro ausgestellt sein, um hohe Umtauschgebühren zu vermeiden.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung, deren Ausfuhr auf 25.000 CFA Fr begrenzt. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, keine Deklarationspflicht.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 07.30-11.30 und 15.30-17.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 CHF = 0.83 EUR
1.00 USD = 0.76 EUR
1.00 EUR = 655.95 XOF
1.00 CHF = 544.83 XOF
1.00 USD = 501.34 XOF
Wechselkurse vom 1 Februar 2012

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja 1/2 Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Hinweis

(a) Wüstensafaris sind nur mit Führer erlaubt. Weitere Auskünfte von den Reisebüros vor Ort.
(b) In jedem Ort, in dem übernachtet wird, muss der Polizei der Pass vorgelegt werden.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten:

[1]
Dänemark.
 

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, gültige Dokumente für die Weiterreise vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

[2]
Diese Transiterleichterung gilt u.a. nicht für Staatsangehörige von Bulgarien, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Der visumfreie Transit ist in diesem Fall nur dann möglich, wenn die Weiterreise mit dem gleichen Flugzeug erfolgt.

Visagebühren

Deutschland, ÖsterreichTouristen-, Geschäfts- und Transitvisum: 61 € (einmalige Einreise), 100 € (mehrmalige Einreise).SchweizTouristen-, Geschäfts- und Transitvisum: 100 CHF (einmalige Einreise), 160 € (mehrmalige Einreise). 

Gültigkeitsdauer

Maximal 3 Monate ab Ausstellungsdatum.

Antragstellung

Mindestens 3 Wochen vor der Abreise, persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 2-3 Antragsformulare (je nach Konsulat).
(b) 2-3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(e) Gebühr (bei Antragstellung in bar, per Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg)
(f) Nachweis der Rück- oder Weiterreisetickets (Kfz-Reisen: „Autorisation de Passage“).Geschäftsreisen zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Aufenthaltsgenehmigung

Muss vor Ablauf des Einreisevisums vor Ort beim Innenministerium in Niamey beantragt werden.

Bearbeitungszeit

2-3 Wochen.Schweiz: 5 Tage.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterflugtickets
(b) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.Es empfiehlt sich außerdem die Mitnahme mehrerer Passfotos.

Allgemeines

Lage

Zentralafrika.

Fläche

1.267.000 qkm.

Bevölkerungszahl

13.272.679 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

10 pro qkm.

Hauptstadt

Niamey. Einwohner: 943.055 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1999. Parlament mit 83 Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Niger grenzt im Norden an Libyen und Algerien, im Osten an den Tschad, im Süden an Nigeria und Benin und im Westen an Mali und Burkina Faso. Die Hauptstadt Niamey am nördlichen Ufer des Niger ist schon seit langem ein bedeutendes Handelszentrum an diesem stark befahrenen Wasserweg. Der Fluss schlängelt sich 500 km durch den westlichen Teil des Landes. Im Süden entlang der nigerianischen Grenze befindet sich ein Landstrich mit Trockensavanne, der jedes Jahr durch Überweidung 20 km schmaler wird. Die Ténéré-Wüste nimmt bereits heute über 50% der Fläche Nigers ein. Sie wird von einer flachen Bergkette durchzogen, der Aïr ou Azbine. In den südlichen Ausläufern liegt die Provinzhauptstadt Agadez, mitten in der Halbwüste, umgeben von grünen Tälern und heißen Quellen. Die östlich der Bergkette gelegene Geröllwüste verwandelt sich in der Regenzeit in Weideland. Der Norden und Westen bestehen überwiegend aus großen Sandflächen. Am Tschad-See im Südosten wird Ackerbau betrieben.

Sprache

Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind u. a. Haussa (65 % der Bevölkerung) und Tamaschagh, ein Tuaregdialekt, sowie Songhai-Dscherma und Fulbe.

Religion

80 % Islam, 20 % Animisten und christliche Minderheiten.

Ortszeit

MEZ.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Niger.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter 0 Std. und im Sommer -1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Brigi Rafini, seit April 2011.

Staatsoberhaupt

Mahamadou Issoufou, seit April 2011.

Kontaktadressen

Office National du Tourisme

Avenue du Président H. Luebke, BP 612, NE-Niamey
Tel: 73 24 47.

Ministère du Tourisme et d'Artisanat

BP 480, NE-Niamey
Tel: 73 65 22.
Internet: http://www.niger-tourisme.com/

Botschaft der Republik Niger

Machnower Straße 24, D-14164 Berlin 
Tel: (030) 80 58 96 60.
Mo-Do 09.00-12.30 und 13.30-15.30 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr.

2ème étage, Avenue du Lignon 36, CH-1219 Le Lignon/Geneve
Tel: (022) 979 24 50.
(auch für Österreich zuständig).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 18.01.2012Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und AnschlägenIn den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, ist die Teilnahme/der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.Landesspezifische Sicherheitshinweise/ Teilreisewarnung für NigerVon Reisen nach Niger wird dringend abgeraten.In der nigrischen Sahara (gesamte „Region Agadez“, einschließlich des nördlich von Agadez gelegenen Aïr-Gebirges, das weitläufige Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien-Libyen sowie zum Tschad, die Provinz Tahoua, einschließlich der Stadt Tahoua, und die östlich dieser Provinz gelegenen Gebiete) bestehen für Bürger westlicher Staaten sehr hohe Entführungs- und Erpressungsrisiken. Al-Quaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Deutschen zum Zwecke der Entführung. Vor Reisen in diese Gebiete wird ausdrücklich gewarnt.Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Risiko, Opfer einer Entführung zu werden, auch im Rest des Landes hoch ist.Seit 2009 sind von AQM zahlreiche Entführungen in der Region Algerien-Niger-Mali-Mauretanien ausgeführt worden, betroffen waren u.a. Touristen, Geschäftsleute, Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Geiseln wurden in die nordmalische Wüste verschleppt und dort zum Teil über Monate festgehalten. Einige Geiseln wurden freigelassen, andere von ihren Entführern getötet.Mehrere Zusammenstöße zwischen nigrischer Armee und AQM bzw. deren Zulieferern im Norden des Landes haben zu zahlreichen Toten auf beiden Seiten geführt.In der nordnigrischen Stadt Arlit wurden am 17. September 2010 sieben Personen - fünf von ihnen französische Staatsangehörige, ein Togoer und ein Madagasse - entführt und in den Norden Malis verschleppt. Vier französische Staatsangehörige der Gruppe befinden sich nach wie vor in Geiselhaft.Das hohe Entführungsrisiko wird auch durch ein Ereignis verdeutlicht, das sich am 7. Januar 2011 in der Hauptstadt Niamey ereignete. Dort wurden zwei französische Staatsangehörige aus einem Restaurant verschleppt und kurze Zeit später bei einem Feuergefecht zwischen den Entführern und Sicherheitskräften in der Grenzregion zu Mali getötet.Zunehmend Sorge bereitet auch die Entwicklung in Nigeria. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in Nigeria aktive islamistische Terrororganisation Boko Haram auch im Süden des Nigers aktiv wird. Besonders gefährdet scheint die Region um Diffa im Südosten des Nigers.Innenpolitische SituationAm 18. Februar 2010 gab es in Niger eine gewaltsame Machtübernahme durch das Militär. Die versprochene umgehende Rückkehr zur Demokratie wurde mit freien und demokratischen Wahlen im Frühjahr 2011 umgesetzt. Mit der Vereidigung von Präsident Issoufou am 07. April 2011 ist auch in der Politik wieder Ruhe eingekehrt. Großen Anlass zur Sorge bereitet jedoch die Lage in Libyen und die damit verbundenen Konsequenzen für Niger.Nach der Revolution in Libyen sind zahlreiche Waffen in Nachbarländer geschmuggelt worden. Die Grenzen Libyens zu den Nachbarländern sind nur schwer zu überwachen. Es ist daher zu befürchten, dass sich auch AQM mit Waffen und Sprengstoffen aus Libyen versorgt hat und, verbunden mit einer großen Zahl von arbeitslosen Rückkehrern, ein Gefahrenpotential darstellt.MinengefahrBesondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht.Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – beispielsweise zwecks weitläufiger Umfahrung des Aïr-Gebirges - nicht geeignet.Kriminalität und EntführungenGenerell ist ein Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen, die man regional nicht eingrenzen kann. Besonders in der Region Agadez, hier vor allem im Air-Gebirge, ist nach der Abgabe der Waffen durch die drei Tuareg-Bewegungen aufgrund sozialökonomischer Probleme eine besonders erhöhte Kriminalität festzustellen. Opfer sind in erster Linie Ausländer, die von kriminellen bewaffneten Banden entführt und Terrororganisationen wie AQM (al-Qaida im Islamischen Maghreb) zum Zwecke der Erpressung übergeben werden, wie die Entführungsfälle von zwei UN-Vertretern (kanadische Staatsangehörige) im Dezember 2008 ca. 40 km nördlich von Niamey sowie von vier europäischen Touristen, darunter einer deutschen Staatsangehörigen, im Januar 2009 im nordwestlichen Grenzgebiet Niger-Mali zeigten. Ende April 2010 wurden nördlich von Agadez in Richtung algerische Grenze ein französischer Tourist und sein Fahrer entführt.Reisen über LandDie Straßen in Niger sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.Bei Besuchen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.Ebenso ist beim Besuch des Giraffengebiets Kouré (ca. 90 km südlich von Niamey) die Begleitung durch Führer obligatorisch.

 

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