Tourismusinformationen Sudan

Klima

Klima

Sehr heiß, nur von November bis März, v. a. im Norden, geringfügig kühler. Häufige Sandstürme in der Sahara von April bis September. Im äußersten Norden kaum Niederschläge, im mittleren Landesteil geringfügige Niederschläge im Juli und August, im Süden Regen von Mai bis Oktober .

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Sudan Airways (SD) fliegt rund 20 Flughäfen an, einschließlich Dongola, Juba, Port Sudan und El Obeid. Die zuverlässigste Verbindung ist die Route von Port Sudan nach Khartoum. Zweimal wöchentlich Flugtaxiverbindung von Khartoum nach Nyala.

Flughafengebühren: 600 sD.

Schiff

Alle Städte am Nil werden durch Flussdampfer miteinander verbunden, die jedoch zum größten Teil für Touristen nicht zu empfehlen sind. Der Fahrplan hängt vom Wasserstand ab. Es empfiehlt sich, Lebensmittel und Wasser mitzunehmen. Dongola, Karima, Kosti und Juba gehören zu den Anlaufhäfen.

m Süden des Landes wird gegenwärtig ein 320 km langer befahrbarer Kanal (Jonglei) gebaut.

Bahn

Das Bahnnetz ist umfassend (ca. 5.500 km), die Züge sind jedoch sehr langsam und nur einfach ausgestattet. Es gibt drei Klassen und außerdem eine Luxusklasse (Mumtaza). Die 2. und 3. Klasse ist oft überfüllt. Auf den Hauptstrecken von Khartoum nach Wau/Nyala, Khartoum nach Kassala/Wadi Halfa, Bur Sudan nach Atbara, Khartoum nach El Obeid und von Port Sudan nach Khartoum gibt es Schlafwagen. Einige Wagen sind klimatisiert, hierfür wird ein Zuschlag verlangt.

Bus/Pkw

Das Straßennetz umfasst ca. 50.000 km. Asphaltiert sind nur die Straßen zwischen Khartoum und Port Sudan, Atbara, Dongola und Gedarif. Landstraßen sind in schlechtem Zustand, im Norden sind diese während der Regenzeit (Juli - September) oft nicht befahrbar. Für längere Fahrten sollte man ausreichend Ersatzteile mitnehmen und nur absolut fahrtüchtige Fahrzeuge benutzen. Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land ist wegen der schlechten Straßen, fehlender Markierungen und der landesüblichen Fahrweise groß. Nachtfahrten sollten daher ganz vermieden werden. Der Süden des Sudan kann derzeit wegen des Bürgerkrieges nicht bereist werden.

Fernbus:
Zwischen Khartoum, Kassala, Port Sudan und Gedarif verkehren Busse, die von den Marktplätzen abfahren. Nur wenige Busse sind komfortabel und klimatisiert. Lastwagen sind preiswertere, wenn auch unbequeme Transportmittel.

Taxis
haben keine Taxameter, daher sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Mietwagen
sind in größeren Städten sowie in Hotels erhältlich. Die Gebühren sind hoch.

Unterlagen:
Carnet de Passage, Geldmittelnachweis und Bescheinigung der sudanesischen Botschaft, dass das Fahrzeug verkehrstauglich ist. Internationaler Führerschein empfohlen. Bei Vorlage des eigenen Führerscheins kann von den örtlichen Behörden eine befristete Fahrerlaubnis ausgestellt werden. Frauen dürfen im Sudan Auto fahren. Wohnwagen und Fahrzeugen unter 1500 cc wird die Einreise verweigert.

Stadtverkehr

Die öffentlichen Busse in Khartoum sind unzuverlässig und verkehren unregelmäßig. Deshalb gibt es immer mehr private Bakassi-Minibusse, die Boks genannt werden. Sie haben keine festgesetzten Haltestellen. Diese Unternehmen bewegen sich an der Grenze der Legalität und sollten mit Vorsicht benutzt werden.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Sudans nationale Fluggesellschaft heißt Sudan Airways (SD) (Internet: www.sudanair.com).

Verbindungen von Zürich und Wien über Frankfurt/M. oder London mit Sudan Airways oder Lufthansa (LH).  Außerdem wird Sudan auch von Egypt Air (MS) über Kairo und Turkish Airlines (TK) über Istanbul angeflogen.

Airpässe

Mit dem Middle East Airpass der Star Alliance können Reisende auf bis zu zehn Flügen die Länder Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und die Vereinigten Arabische Emirate erkunden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der Star Alliance, www.staralliance.com, erhältlich.

Flughafengebühren

20 US$, Transitreisende sind davon ausgenommen (Aufenthalt bis 24 Std.).

Internationale Flughäfen

Khartoum Civil (KRT) liegt 4 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Duty-free-Shops, Restaurant (24-Std.). Taxis fahren zur Stadt.

Schiff

Die einzigen Häfen des Landes sind Port Sudan und Suakin am Roten Meer.

Eine Autofähre verkehrt zwischen Assuan (Ägypten) und Wadi Halfa.

Vor den Küsten des Sudan besteht die Gefahr der Piraterie.

Bus/Pkw

Reisen auf dem Landweg nach Ägypten sind wieder möglich, jedoch ausschließlich über einen einzigen Grenzübergang bei Wadi Halfa auf dem Wasserweg über den Assuan-Stausee.

Die Grenze zwischen Sudan und Tschad ist derzeit geöffnet. Die Grenze zwischen Äthiopien und Sudan sowie Eritrea und Sudan sowie Libyen und Sudan sind jedoch geschlossen. Änderungen sind jederzeit möglich. Die Anreisewege aus der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, Uganda und der Zentralafrikanischen Republik sind zur Zeit aus Sicherheitsgründen nicht passierbar.

Aktuelle Informationen zu der Sicherheitslage an den Grenzübergängen sind von den Auswärtigen Ämtern erhältlich.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Selbstwählferndienst. Die nationale Telefongesellschaft heißt Sudan Telecommunications Co (Sudatel) (Internet: www.sudatel.net/english/index.htm). Es gibt öffentliche Kartentelefone. Telefonkarten sind bei Niederlassungen von Sudatel erhältlich. Auslandsgespräche können problemlos von größeren Städten und von Telefonzentren geführt werden.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 Mobilfunknetz betrieben durch MobiTel (Internet: www.msi-cellular.com oder www.sdn-mobitel.com) und Bashair Telecom Co. Ltd. Roaming-Verträge bestehen mit Mobilfunkgesellschaften u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Empfangs-/Sendebereich in den größeren Städten.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: SudanNet.

Telegramme

Das Haupttelegrafenamt in Khartoum (Gamma Avenue) hat täglich 24 Std. geöffnet (auch feiertags).

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.30-13.00 und 17.30-18.30 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Khartoum

Die Hauptstadt liegt am Zusammenfluss des Blauen und Weißen Nils. Mit der ehemaligen Hauptstadt Omdurman und Nord-Khartoum bildet sie eine Einheit, die die »Drei-Städte-Hauptstadt« genannt wird. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Kamelmarkt in Omdurman und der arabische Souk (Markt). In den Empfangshallen der größeren Hotels und in mehreren Geschäften im Stadtzentrum gibt es sudanesischer Souvenirs.
Von besonderem historischem und künstlerischem Interesse ist das Nationalmuseum, das archäologische Ausgrabungsstücke ausstellt. Ein Besuch des Museums im Khalifenhaus ist für Reisende interessant, die an der Geschichte des Sudan interessiert sind.

Ausflüge

Ein Besuch der Gezira-Modellfarm oder ein Ausflug am Nil entlang zum Jebel-Aulia-Damm bieten sich an.

Der Norden und Osten

Die archäologisch interessantesten Stätten befinden sich nördlich von Khartoum am Nil; dazu gehören Bajrawiya, Naga, Musawarat, El Kurru, Nuri und Meroe.
Der Dinder-Nationalpark erstreckt sich über 6475 qkm und liegt an der äthiopischen Grenze, südöstlich von Khartoum. Er ist einer der größten Parks der Welt und beheimatet viele wilde Tierarten. In der Hauptsaison (Dezember - April) gibt es von Khartoum aus organisierte dreitägige Ausflüge.
Eine der Hauptattraktionen des Sudan, das Rote Meer, zeichnet sich durch klares Wasser sowie zauberhafte Unterwasserparks und Korallenriffe aus. Das geschäftige Port Sudan, Suakin, das während der osmanischen Zeit eine große Rolle spielte, und das Arous-Urlaubsdorf (50 km nördlich von Port Sudan) sind nur drei der vielen sehenswerten Orte. Erkowit, 1200 m ü. d. M. gelegen, ist ein Urlaubsort, der für seine immergrüne Vegetation bekannt ist.

Der Westen

Der Djebel Marra (3088 m) ist der höchste Berg in der Darfur-Region im westlichen Sudan. Diese landschaftlich reizvolle Gegend mit Wasserfällen, vulkanischen Seen und einem angenehmen Klima ist ein beliebtes Urlaubsgebiet.

Der Süden

In diesem Landesteil herrscht gegenwärtig Bürgerkrieg; Reisen in den Süden sind daher zurzeit nicht möglich. Die Urlaubsanlage Gemmeiza im Herzen von Ost-Äquatoria ist wegen ihres Tierreichtums besonders interessant.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 88,08 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2.200 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 6,5 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 18,7 % (2002)

Inflationsrate: ca. 16 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 40 % (2004)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 31 % (2008)
Industrie: ca. 34,7 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 34,3 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Baumwolle, Weizen, Hirse, Erdnüsse, Sesam, Sorghum und Zuckerrohr)

Außenhandel
Importe: ca. 9,339 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 12,5 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
China (VR), Saudi-Arabien, Japan, Indonesien, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Indien

Dem Sudan machen seit Jahren wiederholt Dürren und riesige Auslandsschulden schwer zu schaffen. Auch der inzwischen beendete Bürgerkrieg hat heute noch sehr schlechte Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Ein Großteil der Erwerbstätigen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Gleichzeitig verfügt der flächenmäßig größte Staat Afrikas über reiche Bodenschätze, darunter Öl, Erze, Edelmetalle und insbesondere Gold. Dennoch gehört der Sudan zu den ärmsten und dabei hochverschuldeten Ländern der Welt (LLDC). Der Sudan ist infrastrukturell, insbesondere in den Bereichen Energieversorgung, Wasser/Abwasser, Telekommunikation und Verkehr völlig unzureichend erschlossen. Es besteht großer Entwicklungsbedarf in allen Bereichen.

Umgangsformen

Leichter Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Die islamischen Bräuche sollten in den entsprechenden Regionen beachtet werden. In Geschäftskreisen wird viel Englisch gesprochen, über ein paar Worte Arabisch freut sich jedoch jeder sudanesische Geschäftspartner. Geduld und Höflichkeit werden geschätzt. Visitenkarten sollten eine arabische Übersetzung auf der Rückseite vorweisen.

Geschäftszeiten:
Sa-Do 08.00-14.30 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft von Sudan
Kurfürstendamm 151, D-10709 Berlin
Tel: (030) 890 69 80.

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Sudan Chamber of Commerce (Handelskammer)
PO Box 81, Khartoum. Tel: (011) 77 23 46.

Sudan Development Corporation (SDC)
PO Box 710, 21 al-Amarat, Khartoum
Tel: (011) 47 21 51.

Land & Leute

Essen & Trinken

Die Grundnahrungsmittel sind Ful, eine Bohnenart, und Dura, gekochter Mais (oder Hirse), der mit diversen Gemüsen gegessen wird. Da islamisches Recht (Sharia) herrscht, ist Alkohol verboten.

Nachtleben

Unterhaltung findet man vor allem in Khartoum und Omdurman. Es gibt das Nationaltheater, Konzerthallen und Kinos sowie Aufführungen auf öffentlichen Plätzen und in Hotels.

Einkaufstipps

Im Souk werden Lebensmittel, einheimisches Kunsthandwerk, Gewürze, Schmuck und Silbergegenstände verkauft. Zu empfehlen ist der Kauf von Korbwaren, Ebenholz-, Gold- und Silberartikeln und diversen Kunsthandwerksartikeln. Gepardenfelle (Cheetah) sollten nicht gekauft werden, da Geparden vom Aussterben bedroht sind und unter das Artenschutzabkommen des World Wildlife Fund fallen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.00-13.30 und 17.30-20.00 Uhr.

Sport

Am Roten Meer gibt es viele Wassersportmöglichkeiten, einschließlich Schwimmen, Tauchen in den Korallenriffen und Hochseefischen nach Barrakuda, Haien und Kabeljau.

Sitten & Gebräuche

Im Norden des Landes wird das Leben durch die arabische Kultur geprägt, während die Einwohner des fruchtbareren Südens vielen unterschiedlichen Stämmen angehören, die alle ihren eigenen Lebensstil und Glauben haben. Da der Sudan ein überwiegend islamisches Land ist, sollten Frauen freizügige Kleidungsstücke vermeiden. Bei offiziellen und gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird formelle Kleidung erwartet. Sudanesen sind für ihre Gastfreundschaft bekannt. Trinkgeld wird nicht erwartet. Fotografieren: Militärische und polizeiliche Einrichtungen, Flughäfen und Brücken, Ministerien, Eisenbahneinrichtungen, Militär- und Polizeiangehörigen und Frauen ohne deren ausdrückliche Einwilligung dürfen nicht fotografiert werden. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Strafen.

Unterkunft

Hotels

Außerhalb von Khartoum und Port Sudan findet man nur wenige Unterkünfte. In Khartoum gibt es 11 mittelgroße Hotels, einschl. einiger mit internationalem Standard, in Port Sudan drei. In den anderen größeren Städten bieten einige kleinere Hotels und Herbergen Unterkunftsmöglichkeiten.

Jugendherbergen

Informationen erteilt die Youth Hostel Association, PO Box 1705, House no. 66, Street no. 47, Khartoum. Tel: (011) 72 20 87.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2012
1 Jan Unabhängigkeitstag
7 Jan Koptisches Weihnachten
4 Feb Al-Mowlid Al Nabawi (Geburtstag des Propheten)
15 Apr Koptisches Ostern
30 Jun Revolution Day
19 Aug Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
26 Oct Eid al-Adha (Opferfest)
15 Nov Islamisches Neujahr
25 Dec Weihnachten
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei in den Sudan eingeführt werden (Personen ab 20 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 450 g Tabak;
Parfüm oder Eau de Toilette für den persönlichen Bedarf;
andere Waren für den persönlichen Bedarf.

Einfuhrverbot

Die Einfuhr von israelischen oder südafrikanischen Waren ist verboten. Der Sudan richtet sich nach den Einfuhrbestimmungen der Arabischen Liga, die u. a. die Einfuhr von alkoholischen Getränken untersagen.

Einfuhrbestimmungen

Für die Einfuhr von Schusswaffen wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt.

Geld

Währung

1 (neues) Sudanesisches Pfund = 100 Piaster. Währungskürzel: SDG (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5, 2 und 1 SDG. Münzen sind im Wert von 50, 20, 10, 2 und 1 Piaster in Umlauf.

Das (neue) sudanesische Pfund ersetzte den sudanesischen Dinar.

Geldwechsel

Die Strafen für Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt sind hoch. Geld sollte nur bei offiziellen Wechselstuben oder in Banken eingetauscht und Quittungen aufbewahrt werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in bar (außerhalb der Hauptstadt nur US-Dollar). US-Dollar-Banknoten müssen nach 2003 gedruckt worden sein, sonst werden sie nicht angenommen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

Werden derzeit praktisch nicht angenommen.

Reiseschecks

Werden nur beschränkt angenommen.

Devisenbestimmungen

Keine Einfuhrbeschränkungen für Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr in Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 2.66 SDG
1.00 CHF = 2.21 SDG
1.00 USD = 2.01 SDG
1.00 EUR = 266 SDD
1.00 CHF = 221.55 SDD
1.00 USD = 201.02 SDD
Wechselkurse vom 30 April 2012

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Türkei Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja

Hinweis

Für den Besuch mancher Regionen des Sudan ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die beim Passport and Immigration Office erhältlich ist. Anschrift: Ministry of Interior, Khartoum. Die Ausstellung dauert gewöhnlich fünf Tage.

Visa für private Kfz-Reisen sind derzeit nicht erhältlich.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass (mind. 3 freie Seiten) oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 6 Std. mit dem nächsten Flugzeug weiterreisen, gültige Weiter- bzw. Rückreisedokumente besitzen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten

Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.

Visagebühren

Deutschland, ÖstereichTouristenvisum: 40 € (max. 1 Monat Aufenthalt).
Transitvisum: 40 €.
Geschäftsvisum: 45 € (einmalige Einreise, max. 1 Monat Aufenthalt).SchweizTouristen-/Geschäfts-/Transitvisum: 100 CHF (einmalige Einreise, max. 1 Monat Aufenthalt).

Gültigkeitsdauer

Einreise muss innerhalb eines Monats ab dem Tag der Visumausstellung erfolgen. Aufenthalt bis zu 1 Monat (Aufenthaltsdauer liegt im Ermessen der Einwanderungsbehörde). Verlängerung vor Ort möglich.

Transitvisum:
72 Std. Aufenthalt. Weitere Auskünfte von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

Persönlich oder per Post beim Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (bei Antragstellung in bar oder per Verrechnungsscheck).
(f) Kopie der Hotelbuchung oder Bestätigung der Gastgeber.
(g) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Entsendungsschreiben mit genauen Angaben zur Reise und Einladungsschreiben einer sudanesischen Firma.Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die zuständige konsularische Vertretung.

Bearbeitungszeit

Derzeit mindestens 3 Wochen. Eine Expressbearbeitung ist nicht möglich.

Einreisebeschränkungen

Die sudanesische Regierung verweigert Staatsbürgern von Israel sowie Inhabern von Reisepässen mit israelischen Sichtvermerken (gültig oder abgelaufen) die Ein- und Durchreise.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Wer länger als 3 Tage bleibt, muss sich beim Alien Registration Office Khartum registrieren lassen (Aliens Registration Office, c/o Ministry of Interior, P.O. Box 288, Tel: 83 78 10 84. Größere Hotels (z.B. Khartum Hilton) übernehmen die Registrierung auf Anfrage ihrer Gäste gegen Gebühr.

Allgemeines

Lage

Nordostafrika.

Fläche

2.505.810 qkm.

Bevölkerungszahl

40.218.456 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

16 pro qkm.

Hauptstadt

Khartoum. Einwohner: 2.316.348 (Schätzung 2009).

Staatsform

Islamische Republik seit 1986. Die neue Verfassung von 1998 wurde teilweise 1999 von Präsident Bashir außer Kraft gesetzt. Neue Verfassung seit 1998. Das Islamische Recht ist in Kraft. Von 1983 bis 2004 herrschte Bürgerkrieg. Allerdings ist die Sicherheit in Darfur auch nach dem zwischen Rebellen und sudanesischer Regierung unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen vom 08.04.2004 nicht gewährleistet. Der Waffenstillstand wird nicht eingehalten. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges britisch-ägyptisches Kondominium).

Geographie

Der Sudan grenzt im Norden an Ägypten, im Nordosten an das Rote Meer, im Osten an Eritrea und Äthiopien, im Süden an Kenia, Uganda und die Dem. Rep. Kongo, im Westen an die Zentralafrikanische Republik und den Tschad und im Nordwesten an Libyen. Im Norden reichen die Ausläufer der Libyschen und der Nubischen Wüste bis nach Khartoum; außer an den Nilufern und in einigen Oasen ist die Region karg und öde. Sie geht in Trockensavanne über, die mit kurzem, hartem Gras und Büschen bewachsen ist und das Land zwischen den Breitengraden 15°N und 10°N bedeckt. Im Süden schließt sich offene Savanne an, die im Osten überwiegend flach ist, sich aber im Westen zu zwei hohen Plateaus erhebt. Landwirtschaft wird hauptsächlich in den fruchtbaren Tälern zwischen dem Blauen und Weißen Nil betrieben, die bei Khartoum zusammenfließen. Südlich dieser Trockensavanne befindet sich ein großes flaches Becken, das vom Weißen Nil und seinen Nebenflüssen durchquert wird. In der Mitte liegt das Sudd, ein 120.000 qkm großes Sumpfgebiet, das im Süden in äquatorialen Wald übergeht und an der Grenze zu Uganda zu dschungelbewachsenen Bergen ansteigt. Die höchste Erhebung ist der Kinyeti (3480 m).

Sprache

Amtssprache ist Sudanesisches Arabisch, daneben afrikanische Sprachen und Englisch als Bildungssprache.

Religion

70 % Muslime (Sunniten), 25 % Animisten, Minderheiten von Kopten und 5 % Christen.

Ortszeit

MEZ + 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Sudan.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +1 Std. und im Sommer 0 Std.

Netzspannung

240 V, 50 Hz.

Regierungschef

Generalleutnant Omar Hassan Ahmad al-Bashir, seit 1993.

Staatsoberhaupt

Generalleutnant Omar Hassan Ahmad al-Bashir, seit 1993.

Kontaktadressen

Sudan.net

Internet: www.sudan.net

Botschaft der Republik Sudan

Kurfürstendamm 151, D-10709 Berlin
Tel: (030) 890 69 80.
Internet: http://www.sudan-embassy.de/pages/30alhome.html
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.
Honorarkonsule in Bremen und Idstein.

Reisnerstraße 29/5, A-1030 Wien
Tel: (01) 710 23 43/44/45.
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Mi 10.00-12.00 Uhr.

47 Avenue Blanc, CH-1202 Genève
Postanschrift: CP 335, CH-1202 Genève
Tel: (022) 731 26 63/66.
Internet: http://www3.itu.int/MISSIONS/Sudan/Index.html
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 09.30-12.00 Uhr (nur Visa).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sudan
 Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 18.04.2012Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und AnschlägenIn den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
Aktuelle HinweiseVon Reisen in die Regionen Südkordofan (inkl. Abyei -zwischen Sudan und Südsudan umstrittenes Gebiet-), Unity State und Blauer Nil wird wegen aktueller umfangreicher militärischer Kampfhandlungen dringend abgeraten.Von Reisen nach Darfur wird aufgrund militärischer Auseinandersetzungen, Banditenunwesen und akuter Entführungsgefahr dringend abgeraten.Von nicht notwendigen Reisen in die Grenzgebiete zu Ägypten, Libyen, Tschad wird abgeraten.Die Flugverbindungen zwischen Khartum und Dschuba wurden eingestellt.
Landesspezifische SicherheitshinweiseSüdsudan hat zum 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit von Sudan erklärt. In Sudan kann es auch weiterhin zu Spannungen und ggf. Störungen der öffentlichen Ordnung kommen. Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen.In Sudan, v.a. der Hauptstadt Khartum, kam es in der vergangenen Zeit zu Demonstrationen gegen die von der Regierung beschlossenen Preiserhöhungen und für mehr Freiheit. Die Demonstrationen wurden von den Sicherheitsdiensten in der Regel gewaltsam aufgelöst. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden, Kontakt zur Deutschen Botschaft zu halten und deren Rat zu befolgen.Die Kriminalität in Khartum nimmt – auf für afrikanische Verhältnisse niedrigem Niveau - zu (insb. Einbrüche in KFZ).Reisende sollten vor Einreise die aktuellen politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen verfolgen. Es wird empfohlen, die Reiseplanung eng mit den deutschen oder sudanesischen Reiseveranstaltern und Geschäftspartnern abzustimmen und die Deutsche Botschaft zu informieren.Ausländer benötigen für Reisen außerhalb Khartums in der Regel eine Reisegenehmigung der sudanesischen Regierung (travel permit).TerrorismusEs besteht eine erhöhte Terrorismusgefahr in Sudan. Terroristische Gruppieren haben zum „Dschihad“ in Sudan aufgerufen und speziell westliche Einrichtungen als Ziele genannt.Sudanesische Behörden verhafteten im August 2007 und Januar 2008 Mitglieder einer Gruppe, die mit Planungen für Anschläge auf die Botschaften Großbritanniens und der USA in Khartum befasst gewesen sein soll.In der Neujahrsnacht 2007/2008 wurden in Khartum ein Diplomat der US-Botschaft und sein Fahrer in ihrem Fahrzeug aus terroristischen Motiven erschossen.Reisen über LandDie Infrastruktur in Sudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Khartum wegen mangelnder Infrastruktur und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen oft nur eingeschränkt möglich.Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen, fehlender Markierungen und der nicht selten unorthodoxen Fahrweise der Sudanesen nicht unterschätzt werden. Nachtfahrten sollten daher ganz vermieden werden. Medizinische Hilfe bei Unfällen steht in der Regel nicht zur Verfügung.Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss gerechnet werden.Aufgrund der Nachwirkungen des Bürgerkriegs in Südsudan, der Stammeskonflikte und der nach wie vor angespannten Situation an manchen Teilen der südlichen und östlichen Grenzen sowie v. a. aufgrund des Darfur-Konflikts ist eine Durchquerung des Landes weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.Nördlicher SudanIm September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.Reisen auf dem Landweg nach Ägypten sind wieder möglich, jedoch ausschließlich über einen einzigen Grenzübergang bei Wadi Halfa auf dem Wasserweg über den Assuan-Stausee. Die Sicherheitslage ist dort wegen der umfangreichen Militär- und Polizeipräsenz Ägyptens und des Sudan gegenwärtig unter Kontrolle. Ausländer benötigen Reisegenehmigungen mit Angabe von Reiseziel und Reisedauer, die in Khartum erhältlich sind. In den Provinzstädten werden Reisegenehmigungen bei den Büros der Polizei/Sicherheitsbehörden ausgestellt, wenn man über den Landweg einreist. Vor dem Versuch des illegalen Grenzübertritts (auch in die anderen angrenzenden Länder) wird wegen des Risikos nicht oder unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ausdrücklich abgeraten. Außerdem setzt man sich der Gefahr einer längerfristigen Inhaftierung aus.Region DarfurIn der Region Darfur im Westen von Sudan droht wegen militärischer Auseinandersetzungen und Banditenunwesen Lebensgefahr. Es besteht ein sehr hohes Entführungsrisiko. Von Reisen nach Darfur wird daher dringend abgeraten.In den Darfurprovinzen kommt es weiter zu Überfällen auf Transporte von Hilfsorganisationen und der Friedensmission UNAMID, auch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen sowie Brandschatzungen von Milizen unter der Bevölkerung halten an.Seit 2009 häufen sich Entführungen von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen sowie der Friedensmission UNAMID. Im Juni 2010 wurden zwei Deutsche entführt und nach fünf Wochen freigelassen.Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeitern in Darfur tätiger Hilfsorganisationen wird dringend geraten, engste Abstimmung mit den Hilfskoordinatoren der VN (OCHA, Office for the Co-ordination of Humanitarian Affairs) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) zu suchen und die Deutsche Botschaft Khartum über den Aufenthalt im Land zu informieren. Bei Dienst- oder journalistischen Reisen nach Darfur ist engste Koordinierung mit der Deutschen Botschaft in Khartum und der Friedensmission UNAMID und dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS (United Nations Department for Safety and Security) angeraten.Südkordofan (inkl. Abyei), Unity State und Blauer NilVon Reisen in die Regionen Südkordofan (inkl. Abyei -zwischen Sudan und Südsudan umstrittenes Gebiet-), Unity State und Blauer Nilwird wegen aktueller umfangreicher militärischer Kampfhandlungen dringend abgeraten.In der Stadt Abyei der gleichnamigen Grenzregion zwischen Nord- und Südsudan brachen am 14. Mai 2008 Kämpfe zwischen Armee-Einheiten aus Nord- und Südsudan aus. Die sudanesischen Streitkräfte haben die Kontrolle über Abyei übernommen. Obwohl die Konfliktparteien den Schiedsspruch des Internationalen Schiedsgerichtshof über die Grenzen der umstrittenen Region offiziell anerkennen, bleibt das Konfliktpotential hoch. Immer wieder werden bewaffnete Kämpfe zwischen den das Gebiet durchziehenden Nomaden und der ansässigen Bevölkerung gemeldet. Das für 9. Januar 2011 vorgesehene Referendum über den Status der Abyei-Region wurde nicht durchgeführt. Demnach bleibt die Zugehörigkeit der Region weiter ungelöst.OstsudanAuch nach dem Friedensschluss zwischen der ostsudanesischen „Eastern Front“ und der Regierung in Khartum sind in der Region viele Sicherheitskräfte präsent. Reisen sollten vorher sorgfältig geplant und mit den lokalen Behörden abgestimmt werden.

 

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