Tourismusinformationen Kuba

Klima

Klima

Heißes, subtropisches Klima das ganze Jahr über. Der meiste Niederschlag fällt von Mai bis Oktober. Im Herbst (August - November) können Wirbelstürme vorkommen. Die kühleren Monate Januar und April haben die geringste Niederschlagsmenge.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Cubana (CU) (Internet: www.cubana.cu und AeroCaribbean (Internet: www.aero-caribbean.com) bieten Linienflüge zwischen den meisten größeren Städten an, u.a. zwischen Havanna und Santiago de Cuba, Holguin, Cayo Coco sowie Cayo Largo.
Aerogaviota (KG) (Internet: www.aerogaviota.com) bedient weitere Inlandrouten und Charterflüge an. Die veralteten Doppeldeckerflugzeuge der Aerotaxi sollte man aus Sicherheitsgründen vermeiden.

Inland-Flughäfen

Nationale Flüge starten von Havana (Aeropuerto Wajay), Baracoa, Guantanamo und Santa Lucia.

Bahn

Es gibt regelmäßige Verbindungen zwischen Havanna und Santiago de Cuba. Auf dieser Strecke halten die Züge u.a. in Santa Clara und Camagüey. Außerdem gibt es eine Verbindung zwischen Havanna und Pinar del Rio. Einige Züge sind klimatisiert.

Verantwortlich für den Zugverkehr in Kuba ist Ferrocarriles de Cuba, auch Ferrocuba genannt (Tel: (7) 862 48 88 oder (7) 861 42 59 für Fahrplaninformationen in Havanna, oder (22) 62 28 36 für Fahrplaninformationen in Santiago de Cuba).

Das Schienennetz in Kuba wurde durch Naturkatastrophen schwer beschädigt und ist nicht mehr vollständig befahrbar. Die Züge fahren verhältnismäßig langsam und sind oft unpünktlich.

Bus/Pkw

Das Straßennetz ist ca. 50.000 km lang. Davon sind 14.000 km Autobahnen und asphaltierte Straßen. Der Straßenzustand ist oft schlecht und Straßenschilder häufig nicht vorhanden.

Man findet über das ganze Land verteilt genügend Tankstellen an denen Benzin ausreichend zur Verfügung steht. Man kann sich auf Kuba überall frei bewegen.

Fernbus:
Das Netz der öffentlichen Überlandbuslinien der Astro (Asociaciones de Transportes por Omnibus) ist relativ klein und für Touristen kaum nutzbar. Die beste und zuverlässigste Möglichkeit, individuell und kostengünstig in die verschiedenen Städte und Regionen zu reisen, ist neben dem Mietwagen die Buslinie Viazul (Internet: www.viazul.cu). Im Linienverkehr fahren diese modernen und komfortablen Reisebusse quer durch ganz Kuba. Die Busfahrt Havanna-Varadero zum Beispiel dauert im klimatisierten und bequemen Reisebus ca. 2,5 Stunden. Es werden auch die Verbindungen Viñalestal, Trinidad, Playa Giron und Santiago de Cuba angeboten. Die meisten Überlandfahrten finden in klimatisierten Langstreckenbussen statt. Fahrscheine für diese Luxusbusse müssen in ausländischer Währung bezahlt werden.

Taxis:
Für Touristen gibt es Tourist-Taxis, die vor den großen Hotels warten. Die Preise entsprechen etwa den nordwesteuropäischen. Die Taxis haben meistens Taxameter; bei den anderen sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren. Es ist aber auch möglich, vorbeifahrende Taxis durch Handzeichen anzuhalten.

Fahrräder
können gemietet werden.

Mietwagen:
In allen touristischen Zentren befinden sich Vertretungen von Mietwagenfirmen, meist sogar direkt in den Hotels. Bei Anmietung muss eine relativ hohe Kaution in bar hinterlegt werden, diese entfällt bei Zahlung mit Kreditkarte. Wagen können auch schon aus dem Ausland gemietet werden.

Unterlagen:
Nationaler oder internationaler Führerschein, Fahrer müssen über 21 Jahre alt sein.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerorts: 50 Km/h (in der Nähe von Schulen 40 Km/h);
auf Landstraßen: 60 Km/h;
auf Schnellstraßen: 90 Km/h;
auf Autobahnen: 100 Km/h.

Stadtverkehr

In Havanna fahren Busse, Minibusse und viele Sammeltaxis preiswert zum Einheitsfahrpreis. Busse verkehren häufig. Das Busterminal befindet sich in Havanna in der Avenida 26 y Zoologico.

Fahrzeiten

von Havanna zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
FlugzeugPkw/Bus
Varadero0.152.00
Trinidad0.205.00
Santiago de Cuba1.1517.00
Playas del Este-0.30
Pinar del Rio0.152.00

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Kubas nationale Fluggesellschaft Cubana (CU) (Internet: www.cubana.cu) bietet internationale Flüge nach Nord- und Südamerika, in die Karibik sowie nach Europa und Afrika.

Condor
fliegt von Köln, Frankfurt/M. und Düsseldorf. Iberia (IB) fliegt Havanna von Düsseldorf, Genf und Zürich an. Weitere Fluglinien, die Kuba anfliegen, sind u.a. Aeroflot (SU), Air France (AF), British Airways (BA), Martinair (MP), LTU (LT) sowie mit Spanair (JK) als Codeshare-Flüge mit anderen Fluggesellschaften.

Flughafengebühren

25 US$ bei der Ausreise. Bei einigen Pauschalreisen ist diese Ausreisesteuer bereits im Reisepreis enthalten. Kinder unter 2 Jahren sowie Transitreisende zahlen keine Flughafengebühren.

Internationale Flughäfen

Havanna (HAV) (José Martí International) (Internet: http://www.airportcuba.com/) liegt 15 km südlich der Stadt. Wechselstube (24 Std.), Tourist-Information, Hotelreservierungsschalter, Mietwagenschalter, Duty-free-Shops, Bar/Restaurant. Taxistand ist vorhanden (Fahrzeit: 20-30 Min.), Busse fahren in die Stadt (Fahrzeit:  ca. 1 Std.).

Weitere internationale Flughäfen sind Varadero (VRA), Cayo Largo (CYO), Ciego de Avila (AVI), Cienfuegos (CFG), Holguin (HOG), Camagüey (CMW), Manzanillo (MZO), Santiago de Cuba (SCU) und Cayo Coco (CCO).

Schiff

Aufgrund der US-Blockade gibt es keine offiziellen Passagierfähren, und nur wenige Kreuzfahrtschiffe legen in Kuba an.

Es ist möglich, mit einer Privatjacht anzulegen, allerdings sollte man vorher die offiziellen Behörden benachrichtigen (Marina Hemingway in Havanna, Tel: (7) 24 11 49).

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

Mobiltelefone können von Cubacel (Internet: www.cubacel.cu) gemietet werden. Das GSM 900-Netz von C_Com (Internet: www.ccom.cu) funktioniert nur in den Ballungsräumen Havanna und Varadero.

Internet/E-Mail

Zugang zu Internet und E-Mail gibt es in Hotels und Internetcafés. Hauptanbieter ist Cubaweb (Internet: www.cubaweb.cu).

Telegramme

Können in allen Postämtern in Havanna und einigen Hotels in größeren Städten aufgegeben werden.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Briefe nach Europa sind oft mehrere Wochen unterwegs; Luftpost wird empfohlen.

Der internationale Code für Anrufe ins Ausland ist 119 plus die Landesvorwahl. Telefonkarten für interne und externe Anrufe können in zahlreichen Geschäften gekauft werden. Einige Anrufe müssen über eine internationale Vermittlung geführt werden, oft kommt es zu Verzögerungen.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Havanna

Mit einer Bevölkerung von 2 Millionen ist die kubanische Hauptstadt Havanna (La Habana) eine der größten und lebhaftesten Städte im Karibikraum. Havannas Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der umliegende Bezirk, der hauptsächlich aus dicht aneinanderstehenden, vom Verfall bedrohten Häusern aus dem 19. Jahrhundert und engen Gässchen besteht, hat seinen ganz eigenen Charakter, ebenso wie das von Hochhäusern geprägte Stadtzentrum (Vedado), das in den 1940-er und 1950-er Jahren entstand, als der amerikanische Einfluss am größten war. Das bekannteste Hotel hier ist das Nacional, das immer noch bei den Hollywoodstars sehr beliebt ist. Aus der selben Zeit stammt Miramar, das grüne Botschaftsviertel, das an Miami erinnert. Der als Malecón bekannte Schutzwall am Meer erstreckt sich über 5 km und ist besonders abends ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen. Havannas beste Strände, die Playas del Este, sind etwa 20 km vom Stadtzentrum entfernt.
Havanna wird oft mit dem amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway in Verbindung gebracht, der sich gern in der nur einen Katzensprung von der prachtvollen Kathedrale entfernten Bar La Bodeguita Del Medio aufhielt. An der nahe gelegenen Plaza de Armas befindet sich das Museo de la Ciudad und das Palacio del Segundo Cabo, der einstige Wohnsitz des “Capitan General”, von dem aus man eine herrliche Sicht hat. Die Räume des Museo de Arte Colonial sind ebenfalls einen Besuch wert, und auch das Castello de la Real Fuerza, die älteste der drei Festungen Havannas. Das prunkvoll eingerichtete Capitolio, das nach dem Vorbild des Kapitols in Washington DC erbaut wurde, war einst der Sitz der kubanischen Regierung. Im einstigen Präsidentenpalast befindet sich nun das Museo de la Revolución, und davor kann man unter einer Glaskuppel die Granma bewundern, die Jacht, auf der Castro und die Rebellen 1956 nach Kuba zurückkehrten. Geführte Touren durch die Tabakfabrik werden ebenfalls angeboten.

Pinar del Río und der Westen

Pinar del Río ist unbestritten Kubas schönste Provinz. Die Landschaft ist äußerst vielfältig, die wohl größte Attraktion sind die mogotes (merkwürdig runde, von üppiger Vegetation bewachsene Berge aus Kalkgestein). Die Höhlen in dieser Region, vor allem die Cueva de las Indio, sind definitiv einen Besuch wert. Die Stadt Pinar del Río sollte eigens besichtigt werden. Hier gibt es mehrere Zigarrenfabriken, die für Touristen zugänglich sind. Die Tabakplantagen bei Vuelta Abajo, eine kurze Fahrt südwestlich von Pinar del Río entfernt, sind von Dezember bis April für Besucher zugänglich. Die Straße von Viñales bis zur Küste führt durch äußerst reizvolle Landschaft.
Die Isla de la Juventud (Insel der Jugend) ist die größte der 350 Inseln des Canarreos Archipels und war einst als ’Papageieninsel’ bekannt, auf der sich Piraten wie z.B. der berüchtigte Engländer Captain Henry Morgan versteckten. Diese Insel soll auch die Inspiration für Robert Louis Stevensons Die Schatzinsel gewesen sein. Im selben Archipel liegt auch Cayo Largo, eines der bekanntesten Touristenzentren Kubas, das einige der besten Strände der Karibik zu bieten hat.
Varadero, der größte Urlaubsort Kubas, liegt auf einer geschützten Halbinsel 130 km nordöstlich von Havanna. Am Strand, der ganzjähriges Baden ermöglicht, stehen Villen und Hotels in weitläufigen Parkanlagen. Auch an der Südküste kann man nach Herzenslust baden. Zu nennen ist hier vor allem das Feriengebiet Parque Baconaco (Provinz Oriente). Das wieder aufgebaute Indianerdorf Guama liegt an einer weiten Lagune, 179 km südöstlich von Havanna in der Provinz Matanzas. Hier entstand ein Urlaubsort mit Hütten aus Palmenholz, die durch Brücken über die Lagune miteinander verbunden sind.

Trinidad und das Landesinnere

Das wohlhabende und moderne Cienfuegos, 325 km südöstlich von Havanna, liegt am Fuße der Escambray Berge und hat einen malerischen Hafen. Das Stadtzentrum wurde im 19. Jh. mit der Hilfe französischer Siedler aus Louisiana erbaut, weshalb viele der schönsten Gebäude Ähnlichkeit mit New Orleans aufweisen. Der historische Stadtkern gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hauptsehenswürdigkeiten um den Parque José Martí sind die Kathedrale und das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Teatro Tomás Terry, das vor allem für sein prunkvolles Interieur bekannt ist. Näher am Hafen liegen die Burg, Castillo de Jagua und das Palacio de Valle, das mehrere architektonische Stile und maurische Einflüsse aufweist. Hier befindet sich heute ein Restaurant mit Dachterrasse, von der man eine herrliche Sicht auf die Bucht und die Umgebung hat.
Das historische Trinidad (444 km östlich von Havanna) hat sich trotz der steigenden Zahl von Touristen die Atmosphäre einer alten Kolonialstadt bewahrt. Gegründet im Jahr 1514 war Trinidad eine der ersten sieben Städte Kubas, und die zahlreichen Prachtbauten aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert sicherten der Stadt ihren Platz unter den von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Orten der Erde. Außer den kopfsteingepflasterten Straßen und pastellfarbenen Häusern sind die Hauptattraktionen der elegante Parque Martí und mehrere Museen in den Kolonialbauten, von denen das beste, das Museo Romántico, herrlich im Stil der damaligen Zeit renoviert wurde. Das Taller Alfarero, eine Keramikwerkstatt, in der immer noch die traditionellen Methoden angewandt werden, ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele Touristen wohnen nicht in Trinidad selbst, sondern im nahe gelegenen Strandresort Playa Ancón. Außerdem sollte der 50 m hohe Torre de Manaca Iznaga erwähnt werden, ein Aussichtsturm mit herrlicher Sicht auf das Valle de los Ingenios (Tal der Zuckermühlen) und die Escambray Berge.
Die geschäftige Stadt Santa Clara (288 km östlich von Havanna) liegt im Herzen einer Agrarregion. Santa Clara wird oft mit dem Revolutionshelden Ernesto ’Che’ Guevara in Verbindung gebracht, der die Stadt für die kubanische Revolution unterwarf, bevor der Diktator General Batista abdankte. Neben der Förderung dieser lebhaften Stadt bemüht sich die Regierung auch, das Potential der restlichen Attraktionen dieser Region auszuschöpfen, darunter Remedios und die Strände um Cayo Las Brujas.
Die Steinbrücke über den Fluss Yayabo bei Sancti Spíritus ist die älteste der Insel. Bei einem Spaziergang durch die verschlafenen Sträßchen dieser ruhigen Stadt kann man gut die koloniale Architektur bewundern. Das beste Beispiel für diesen Baustil ist das Colonial Art Museum.

Santiago de Cuba und der Osten

Das 563 km östlich von Havanna gelegene Camagüey bietet eine Reihe von sehenswerten Kirchen und Museen. Die Stadt befindet sich im Zentrum einer fruchtbaren Ebene, in der Zucker hergestellt wird. Das fast unberührte Camagüey Archipel ist auch als Jardines del Rey bekannt. Innerhalb des Naturparks befinden sich etwa 20 km herrliche weiße Sandstrände, die bekanntesten sind Cayo Coco und Cayo Guillermo. Letzterer war ein beliebter Aufenthaltsort von Ernest Hemingway, der hier zum Angeln herkam.
Bayamo ist der Geburtsort von Manuel de Cépedes, dem Revolutionär aus dem 19. Jahrhundert, der hier Kubas Freiheitskampf von 1868 bis 1869 begann. Das heutige Bayamo ist ein hübsches kleines Städtchen mit einer der wenigen Fußgängerzonen der Insel. Von hier kann man die natürlichen Wanderwege des Parque Nacional del Granma um das Fischerdorf Cabo Cruz erkunden.
Holguín ist den meisten Touristen aufgrund seiner Flugzeuglandebahn bekannt, doch die alte Kolonialstadt mit ihren hübschen Plätzen und Straßen ist durchaus sehenswert. Außerdem findet man in dieser Region die Strandresorte Guarda la Váca und Esmeralda.
Die erste Hauptstadt Kubas, Santiago de Cuba (780 km von Havanna entfernt) besitzt einen eindrucksvollen Tiefseehafen, und die majestätische Bergkette Sierra Maestra bildet einen dramatischen Hintergrund. Obwohl Santiago seine Vormachtsstellung sehr bald aufgeben musste, wurde es nie von Havanna in den Schatten gestellt, was hauptsächlich den französischen Plantagenbesitzern und ihren Sklaven zu verdanken war, die sich im 18. Jahrhundert hier niederließen und die Region für die Kaffee- und Zuckerproduktion nutzte. Santiago bekam daraufhin ein kosmopolites Flair, was für die kulturelle und vor allem musikalische Bedeutung der Stadt verantwortlich war – der Son hat hier seinen Ursprung. Im Juli findet hier einer der spektakulärsten Karnevals des Landes statt, dem zu Ehren sogar ein eigenes Museum gegründet wurde. Die Hauptsehenswürdigkeiten der Altstadt Santiagos (um den Parque Céspedes herum) sind die Kathedrale, die Casa de Diego Velázquez, eine der ältesten Kolonialbauten Kubas und das Museo Emilio Bacardí, in dem sich die Antiquitäten- und Kunstsammlung des gleichnamigen Rumkönigs befindet. Neben dem Platz liegt das Casa Granda Hotel, ein Lieblingsort des britischen Autors Graham Greene.
Die Moncada Barracken, wo Fidel Castro und seine Revolutionäre 1953 einen Aufstand begannen, sind die am häufigsten besuchte Attraktion außerhalb des Stadtzentrums. Besucher sollten auch unbedingt die Umgebung Santiagos erkunden. Ausflugsziele sind z.B. das Castillo del Morro, einst eine bedeutende Festung und heute ein Piratenmuseum mit herrlicher Sicht auf die umliegende Landschaft. Der Schrein der Jungfrau von Cobre befindet sich in einer prunkvollen Basilika. Auch Papst Johannes Paul II. kam bei seinem Kubabesuch 1998 zu diesem wichtigen Pilgerort.
Die zauberhafte Stadt Baracoa befindet sich zwischen zwei Buchten an Kubas östlichstem Punkt. Man sagt, dass Christoph Kolumbus hier ein hölzernes Kreuz errichtete, als er 1492 an Land ging. Später wurde dieses Kreuz an die Kirche von Nuestra Señora de la Asumpción übergeben, wo man es heute besichtigen kann. Bis zu den 1960-er Jahren, als eine Verbindungsstraße zum Festland gebaut wurde, konnte man Kubas älteste europäische Siedlung nur mit dem Boot erreichen. Die Rolle der Stadt als ehemaliger spanischer Stützpunkt wird anhand der drei Festungen deutlich, der Fuerte Matachín (wo sich heute das Stadtmuseum befindet), dem Castillo de Seboruco (nun ein Hotel) und der Fuerte de la Punta (heute ein Restaurant).

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Kuba war überwiegend ein Agrarland und hat lange an der Planwirtschaft festgehalten. Aufgrund der schweren Wirtschaftskrise ab 1989 wurden jedoch umfassende Wirtschaftsreformen umgesetzt. Das Land war der größte Zuckerexporteur der Welt. Nach der Restrukturierung der Zuckerindustrie und dem Abbau der Anbaugebiete um 60 % ist der Anteil des Zuckers - auch 2007 mit einer geschätzten Ernte von 1,6 Mio. Tonnen - weit weniger wichtig geworden. Wegen der konstant niedrigen Weltmarktpreise für Zucker und des anhaltenden Embargos der USA förderte die Regierung verstärkt den Anbau anderer Agrarprodukte (v. a. Tabak, Kaffee und Zitrusfrüchte) für den Export. Der frühere Hauptdevisenbringer Zucker ist gegenüber dem Tourismus stark zurückgefallen.Seitdem die Zuckerpreise weltweit wieder in Anstieg begriffen sind, zeichnet sich auf Kuba aber eine Trendwende ab. 
Kuba setzte große Hoffnungen auf den Fremdenverkehr und investierte in den Ausbau der Infrastruktur. Ab den 90er Jahren wurde der Tourismus Motor und Hauptdevisenbringer der kubanischen Wirtschaft. 2007 brachten rund 2 Mio Touristen Bruttoeinnahmen von ca. 2 Mrd. US$ ein. 1998 waren es noch 1,5 Mrd. US$. 
2008  betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur 4,4 % (2005: 5,5%), des Dienstleistungssektors 72,8 % (2005: 68,4 %) und der verarbeitenden Industrie 22,8 % (2005: 26,1 %). Erdölraffinerien, sowie die Zement-, Tabak- und Textilindustrie sind von Bedeutung. Daneben werden Dünger, Fertigbauteile, landwirtschaftliche Maschinen und Verbrauchsgüter für den Binnenmarkt hergestellt. Eisen, Kupfer, Nickel, Kobald, Mangan- und Chromerze werden in steigendem Maße abgebaut. Außerdem werden Öl und Erdgas gefördert.

Wirtschaftslage
Seit 1994 wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kubas wieder. Die Wachstumsrate des BIP lag 2004 bei ca. 3 % und 2005 bei schätzungsweise 5 %. Das beste der letzten Jahre war 2006 mit 12,1 %, danach war das Wachstum wieder rückläufig (2007: 7,3 %, 2008: 4,3 %).
Im Jahre 2007 betrug Kubas Warenausfuhr 3,78 Mrd. US$, die Wareneinfuhr aber 14,5 Mrd. US$ und das Handelsbilanzdefizit 6,17 Mrd. US$. Das Leistungsbilanzdefizit wird hingegen auf lediglich 1,3% des BIP geschätzt, was zum einen den Auswanderer-Überweisungen zu verdanken ist (Tendenz steigend seit Beginn der Obama-Regierung), vor allem aber dem hohem Devisenzufluss im Dienstleistungsbereich.  

Wirtschaftspolitik
Die seit 1993 durchgeführten, vorsichtigen Liberalisierungsschritte im Wirtschaftsbereich - wie die Freigabe des Dollarbesitzes für Kubaner, die Ermöglichung ausländischer Investitionen, die Förderung des Tourismus, die Wiedereröffnung von Agrarmärkten und die begrenzte Zulassung von Kleinstunternehmern in bestimmten Bereichen - sollen das zentral gelenkte Wirtschaftssystem effizienter gestalten, ohne dass aber ein Systemwandel beabsichtigt wäre. Diese Maßnahmen haben die Situation der Bevölkerung z.T. verbessert, aber auch soziale Unterschiede vergrößert. Inzwischen lässt die kubanische Wirtschaft aber wieder steigende Zentralisierungstendenzen erkennen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Tendenz ist die Abschaffung des US-Dollars als Zahlungsmittel am 8.11.2004 und seine Ersetzung durch den konvertiblen Peso (CUC) im Verhältnis 1:1. Der Besitz von US-Dollar ist seitdem nicht illegal, sein Umtausch in CUC wird allerdings mit einer Gebühr von 10 % belegt.
Das veraltete Verkehrsnetz und der Transport der Bevölkerung ist einer der Hauptengpässe der kubanischen Wirtschaft und wurde 2007 zu einem der Hauptinvestitionsschwerpunkte erklärt. Seither haben der Kauf chinesischer Lokomotiven und Überland-Reisebusse zu einer spürbaren Entspannung geführt.
Die Regierung Raúl Castros ziehlt in den nächsten Jahren vor allem auf eine Ankurbelung der internen Nahrungsmittelproduktion ab.

Handelspartner
Haupthandelspartner Kubas waren 2008 Venezuela,  China (VR), Spanien, Kanada, Niederlande, Italien, USA, Mexiko und Russland.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen weltweit: Vereinte Nationen (seit 1945) sowie den meisten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen; Blockfreienbewegung (Gründungsmitglied); regional: ACS (Association of Caribbean States), ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración), SELA (Sistema Económico Latinoamericano), seit 1999 Beobachterstatus bei Teilveranstaltungen von CARICOM (Caribbean Community); Kuba ist Mitglied der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), die Mitgliedschaft ruht jedoch seit 1962 (Politik des leeren Stuhles von Seiten Kubas und Entzug des Wahlrechtes in OAS-Gremien durch die OAS).

Umgangsformen

Geschäftsreisen legt man am besten in den Zeitraum November bis April (wenig Niederschlag).
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.30 Uhr.

Kontaktadressen

Handels- und Wirtschaftsabteilung der Kubanischen Botschaft
Stavanger Straße 20, D-10439 Berlin
Tel: (030) 91 61 18 11.
Internet: www.botschaft-kuba.de

Handelsabteilung der Kubanischen Botschaft
Himmelhofgasse 40 a-c, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 81 98.
Internet: www.ecuaustria.at

Cámara de Comercio de la República de Cuba (Handelskammer)
Calle 21, No. 661, esq. a A, Vedado Ciudad de La Habana
Tel: 55 14 52.
Internet: www.camaracuba.cu

Konferenzen/Tagungen

Moderne Einrichtungen sind im La Habana International Conference Center, Pabexpo und Expo Cuba zu finden. Weitere Informationen vom Kubanischen Fremdenverkehrsbüro (s. Adressen) oder vom
Buró de Convenciones de Cuba, COCAL
Hotel Neptuno, Calle 3ra e/70 y 74, 3er. piso, Miramar, La Habana
Tel: (07) 204 82 73.
Internet: www.cubameeting.travel

Land & Leute

Essen & Trinken

Meeresfrüchte sind besonders beliebt, ebenso wie Omelette (oft mit Käse gefüllt), Schweinefleisch, Spanferkel, Huhn und Reis sowie gebratene grüne Kochbananen. Eine dicke Suppe aus Huhn oder schwarzen Bohnen wird ebenfalls häufig serviert. Als Dessert oder einfach zwischendurch bietet sich kubanisches Speiseeis an, das genauso gut schmecken soll wie italienisches Gelati. Gerichte in den Hotels sind nicht unbedingt ausgefallen, dazu gehören z. B. Huhn, Fisch, Käse und Schinken, frische Papayas, Melonen, Ananas, Mangos und Bananen. Zum Angebot der wohl schmeckenden Nachspeisen zählen Gebäck, Obsttorten, Karamelpudding und Guaven-Creme.

Getränke:
Bars haben grundsätzlich Tisch- und Tresenbedienung. Kubanischer Kaffee ist weltberühmt und ausgezeichnet; kubanisches Bier ist nicht sehr stark, aber schmackhaft. Spirituosen sind teuer, mit Ausnahme von Rum, der in vielen Cocktails wie Daiquiris und Mojitos (ausgesprochen »Mo-chi-tos«) verwendet wird.

Das Nachtleben konzentriert sich auf Havanna, Varadero, Santiago de Cuba und Guanabo östlich von Havanna. Unterhaltungsprogramme werden oft vom Reiseveranstalter geplant und in Gruppen besucht. Es gibt verschiedene Shows, Nachtklubs und Theater. Im schon legendären Tropicana-Nachtklub werden ausgezeichnete Freilichtshows zu mitreißenden Salsarhythmen geboten. Theater, Oper und Ballett in Havanna haben das ganze Jahr über Spielzeit, und Karten sind nicht teuer, müssen jedoch im Voraus gebucht werden. Kinos zeigen Filme in Spanisch, einige haben jedoch Untertitel.

Einkaufstipps

Zu den besonders beliebten Mitbringseln zählen Zigarren, Rum, Kassetten mit kubanischer Musik und einheimisches Kunstgewerbe. Spezielle Devisenläden bieten auch Waren an, die sonst nicht erhältlich sind. In allen internationalen Flughäfen und einigen Hotels in Kuba gibt es Duty-free-Shops.

Öffnungszeiten
: Mo-Sa 09.00-18.00 und So 09.00-12.00 Uhr.

Sport

Alle Sportveranstaltungen im Land sind kostenlos. Baseball ist Nationalsport, aber Fußball und andere Ballspiele sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen. Es gibt zahlreiche Stadien, die Kubaner lieben Sportveranstaltungen – sei es als Zuschauer oder als aktive Teilnehmer. Wassersport: Tauchen, Wasserski, Rudern und Surfen bieten sich an. Besonders gute Tauchgründe findet man in den Gewässern vor der Isla de la Juventud. Die Strände sind im Sommer oft überfüllt, abgelegenere Strände bieten gute Tauch- und Angelmöglichkeiten, sind aber ohne eigenes Fahrzeug schwer erreichbar. In einigen Feriengebieten wird Reiten angeboten. Tennisplätze gibt es in größeren Orten. Golf kann man nur in Havanna und Varadero spielen (9-Loch-Plätze).

Veranstaltungskalender

März/April Karfreitagsprozession, Trinidad. Jun. Internationaler Hemingway Angelwettbewerb, Havanna. Jul. Fiesta del Fuego, Santiago de Cuba. 26. Jul. Feierlichkeiten des 26. Juli, versch. Orte. Jul.-Aug. Karneval, Havanna. Nov.-Dez. Internationales Jazzfestival, Havanna.

Weitere Informationen erteilt das Kubanische Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die Kubaner grüßen sich mit Compañero, Besucher sollten Señor oder Señora benutzen. Alle Kubaner haben zwei Nachnamen, bei der Anrede benutzt man allerdings nur den ersten.

Kleidung: Seit der Revolution ist die Kleidung wesentlich legerer. Kubanische Männer tragen Guayabera (ein leicht faltiges Hemd, das über der Hose getragen wird). Elegante Kleidung ist selten nötig. Männer sollten nur in Strandnähe Shorts tragen. Frauen tragen tagsüber Baumwollkleider oder Hosen und Cocktailkleider zu besonderen Anlässen.

Trinkgeld:
Ein kleines Trinkgeld ist angemessen.

Rauchen:
In Kuba ist in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln sowie in Kinos, Theatern, Geschäften, Restaurants, Bars und Kneipen Rauchen verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.

Unterkunft

Hotels

Die besten Hotels findet man in Havanna, Varadero, Holguin, Caye Coco und Santiago de Cuba, wo es Unterkünfte aller Kategorien gibt. Da die meisten Urlaubsaufenthalte in Kuba Pauschalreisen sind, werden die Hotels vom Veranstalter ausgesucht. Die meisten größeren Hotels haben ein Touristenbüro. Weitere Auskünfte erteilt das Kubanische Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2010
1. Jan.
Tag der Befreiung.
2. Jan. Sieg der Armee.
1. Mai Tag der Arbeit.
20. Mai Unabhängigkeitstag.
25.-27. Juli Tage des Aufstandes.
10. Okt. Jahrestag des Unabhängigkeitskrieges von 1868.
25. Dez. Weihnachten.

zollfrei einkaufen

zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Kuba eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
3 Flaschen alkoholische Getränke;
10 kg Medikamente (nur mit ärztlicher Bescheinigung);
Geschenke bis zu einem Wert von 50 US$.

Einfuhrverbot

Obst, Gemüse, Samen, Fleisch- und Milchprodukte, Waffen und Munition, Sprengstoff, pornographische Artikel aller Art und Betäubungsmittel, bestimmte Haushaltsgeräte. Bestimmte Tier- und Pflanzenprodukte werden u. U. bei der Einreise desinfiziert.

Geld

Währung

1 Peso Convertible = 100 Centavos. Währungskürzel: Cub$, CUC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 Cub$. Münzen sind im Wert von 1 Cub$ und im Wert von 20, 5, 2 und 1 Centavo im Umlauf.

Kuba hat zwei verschiedene Währungen, den konvertiblen und den kubanischen Peso (s. Anmerkung).

Geldwechsel

Fremdwährungen können in allen kubanischen Banken, in Wechselstuben (CADECA) und bei Hotelrezeptionen zum geltenden Wechselkurs umgetauscht werden. Beim Tausch von US-Dollars wird 10% Kommission einbehalten. Der Peso Convertible (CUC) kann nur in Kuba umgetauscht werden. In manchen Touristengebieten (Varadero, Jardines del Rey, Santa Lucia, Playa Covarrubias und die Küstengebiete um Holguín) kann direkt mit Euro gezahlt werden.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit Cirrus- oder Maestro-Symbol werden oft nicht akzeptiert.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard und Visa werden in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert (Achtung: hohe Gebühren), nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express, Diners Club) oder Kreditkarten, die von Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute (z.B. Citibank) ausgestellt wurden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Inzwischen kann Bargeld von Geldautomaten in einigen Bankfilialen (z.B. der Banco Financiero Internacional oder der Banco Metropolitano) abgehoben werden.

Reiseschecks

Reiseschecks von Thomas Cook, Barclays und UBS werden angenommen. Euro-Reiseschecks werden empfohlen. US-Dollar-Reiseschecks US-amerikanischer Banken werden nicht akzeptiert. Die weiße Quittung, die man beim Einlösen eines Reiseschecks erhält, muss aufbewahrt werden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt, Deklarationspflicht für Beträge im Gegenwert von über 5.000 US$. Ausfuhr von Fremdwährung maximal in der Höhe des bei der Einreise deklarierten Betrages.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-15.00 Uhr (z. T. durchgehend), Sa 08.00-10.30 Uhr.

Anmerkung

Kuba hat den US-Dollar als Zahlungsmittel abgeschafft. Private Firmen, Hotels, Devisenläden und andere Einrichtungen keine US-Dollar als Zahlungsmittel mehr annehmen. Touristen müssen mit konvertiblen Pesos (CUC) im Wert von 1:1 zum US-Dollar bezahlen. Der konvertible Peso entspricht nur in Kuba dem US-Dollar und darf nicht mit der Landeswährung, dem kubanischen Peso, verwechselt werden.

Der kubanische Peso ist eine subventionierte Währung und für die Bedürfnise der Kubaner gedacht. Damit können nur Kubaner in den so genannten Bodegas Lebensmittel und andere Produkten, welche subventioniert sind, kaufen. Dazu gehören auch die Bauernmärkte oder Transport etc.

Der Euro kann als offizielles Zahlungsmittel in den folgenden Tourismusgegenden genutzt werden: In Varadero, Cayo Largo, Cayo Coco, Holguin, Santa Lucia und Playa Covarrubias. Diese Möglichkeit soll in Zukunft auf ganz Kuba ausgeweitet werden. Kubaner dürfen zwar weiterhin US-Dollars besitzen, doch die amerikanische Währung kann nur mit einem Abschlag von 10% in konvertible Pesos umgetauscht werden.

Wechselkurse

 
 Cub$
 Jan '10
1 EUR

1,37
1 CHF0,92
1 US$0,96

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland Ja 1/2 Ja
Österreich Ja 1/2 Ja
Schweiz Ja 1/2 Ja
Andere EU-Länder Ja 1/2 Ja
Türkei Ja 1/2 Ja

Anmerkung

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Zusätzlich muss bei der Einreise die Adresse der ersten Unterkunft in Kuba angegeben werden.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder Reisepass (empfohlen) oder deutscher Kinderausweis mit Lichtbild bis zum vollendeten 16. Lebensjahr. 
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass. 

Türken: Eigener Reisepass. 

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle angegebenen Länder:
(a) Slowakische Republik;
(b) Reisende im Besitz einer [1] Touristenkarte: Die kubanischen Konsulate bzw. Konsularabteilungen der Botschaften (s. Adressen) stellen sowohl für Einzelpersonen als auch an Reisebüros (für Pauschal- oder Individualreisen) Touristenkarten aus, die zu Reisen von bis zu 30 Tagen in Verbindung mit einer Hotelbuchung berechtigen. Eine Verlängerung um 30 Tage kann in Kuba beantragt werden, wird in der Regel aber nur bei vorliegender Hotelbuchung genehmigt.
Bei der Einreise muss die Adresse der Unterkunft angegeben werden.
Ist ein Aufenthalt von mehr als 30 Tagen Dauer geplant, muss vor der Abreise im Herkunftsland ein Visum beantragt werden.

[2] Für Geschäftsreisen ist ein Visum erforderlich. Der Geschäftspartner in Kuba holt dafür eine Genehmigung ein, nach deren Erhalt die Botschaft im Wohnsitzland das Visum ausstellen kann. Falls dieses Visum nicht durch den Geschäftspartner in Kuba angewiesen wird, kann das Geschäftsvisum auch bei der Botschaft in Berlin beantragt werden (s. Adressen).

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 72 Stunden weiterfliegen und über gültige Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum. Der Transitraum darf zwecks Übernachtung im Hotel verlassen werden. Jeder Transitreisende muss pro Tag über umgerechnet 50 US$ verfügen.

Visaarten

Besuchervisum (für Familienangehörige kubanischer Staatsbürger), Geschäftsvisum, Transitvisum, Journalistenvisum.

Gültigkeitsdauer

Touristenkarte:
180 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt (Aufenthaltsverlängerung im Land möglich).

Visa: I.d.R. 90 Tage ab Ausstellungsdatum.

Antragstellung

Persönlich oder per Post bei der Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulat (s. Adressen).

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die Botschaft (s. Adressen).

Bearbeitungszeit

Touristenkarte:
Persönlich: sofort.
Postalisch: 5-6 Werktage (es wird empfohlen, den Antrag jedoch mindestens 2 Wochen vor der Abreise einzureichen).

Visa: 10 Werktage bis zu mehrere Wochen.

Ausreichende Geldmittel

Alle Reisenden müssen pro Person und Tag des Aufenthalts über umgerechnet 50 US$ verfügen. Ausgenommen sind Reisende, die ihre Reise bei MINTUR in Kuba gebucht haben.

Einreise mit Haustieren

Für Katzen, Hunde, Vögel und Fische wird ein amtliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland verlangt. Für Hunde wird zusätzlich ein internationales Impfzertifikat (Tollwut, Staupe, etc.) benötigt. Alle Zertifikate müssen von offizieller Seite im Herkunftsland beglaubigt, ins Spanische übersetzt und vom kubanischen Konsul im Herkunftsland legalisiert werden. Es empfiehlt sich, genaue Auskünfte bei den zuständigen konsularischen Vertretungen einzuholen (s. Adressen).

Allgemeines

Lage

Mittelamerika, Nordwestliche Karibik.

Fläche

110.860 qkm.

Bevölkerungszahl

11.423.952 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

103 pro qkm.

Hauptstadt

La Habana (Havanna). Einwohner: 2.133.920 (Schätzung 2009).

Staatsform

Sozialistische Republik seit 1959. Verfassung von 1976, letzte Änderung 2002. Die 609 Mitglieder des Volkskongresses (Asemblea Nacional del Poder Popular) werden alle 5 Jahre gewählt. Staatsrat mit 31 Mitgliedern; Vorsitzender des Staatsrates ist zugleich Staatsoberhaupt und Vorsitzender des Ministerrates. Unabhängig seit 1898 (ehemalige spanische Kolonie unter US-Verwaltung von 1898-1902).

Geographie

Kuba ist die größte karibische Insel und die westlichste der Großen Antillen. Sie liegt 145 km südlich von Florida. Ein Viertel des Landes ist gebirgig. Im Westen und Osten gibt es Gebirgsketten, die eine Höhe von 2500 m erreichen. Westlich von Havanna liegt die Sierra de los Organos, die bis auf 750 m ansteigt. Die Trinidad-Berge liegen in der Inselmitte und erreichen im Osten eine Höhe von 1100 m. Rings um den Hafen von Santiago de Cuba erheben sich die zerklüfteten Berge der Sierra Maestra. 25% der Insel sind mit Pinien- und Mahagoniwäldern bedeckt. Die Küste ist vielfach sumpfig mit dichten Mangrovenwäldern.

Sprache

Amtssprache ist Spanisch. Es wird auch teilweise Französisch und Englisch gesprochen und in Touristikzentren meist auch Deutsch.

Religion

56% der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit, 39% Katholiken, auch afro-kubanische, protestantische und jüdische Glaubensgemeinschaften.

Ortszeit

MEZ - 6. Zweiter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ - 5 (Sommerzeit auf Kuba = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) -5 Std. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils - 6 Std.

Netzspannung

110/230 V, 60 Hz; zweipolige amerikanische Stecker. Bestimmte Hotels haben europäische Stecker. Die Mitnahme eines Adapters ist empfehlenswert.

Regierungschef

Raúl Castro, seit August 2006.

Staatsoberhaupt

Raúl Castro, seit Februar 2008.

Hinweis

Faxanschlüsse sind weit verbreitet.

Kontaktadressen

Kubanisches Fremdenverkehrsbüro

Kaiserstraße 8, D-60311 Frankfurt/M.
Tel: (069) 28 83 22.
Internet: www.cubainfo.de
Mo-Fr 09.00-12.30 und 13.30-17.30 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).

Office du Tourisme Cubain

280, Boulevard Raspail, F-75014 Paris
Tel: (+33) (01) 45 38 90 10.
Internet: www.cubatourisme.fr
(zuständig für die Schweiz)

Ministerio de Turismo

Malecón y G, Vedado, CU-La Habana
Tel: (07) 33 43 23, 33 43 18/19, 832 75 35/-39.
Internet: www.cubatravel.cu

Botschaft der Republik Kuba

Stavanger Straße 20, D-10439 Berlin
Tel: (030) 91 61 18 11.
Internet: http://emba.cubaminrex.cu/alemaniaal
Mo-Fr 10.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr (Terminvereinbarung).

Konsularabteilung der Botschaft

Gotlandstr. 15, D-10439 Berlin
Tel: (030) 44 73 70 23.
Mo-Fr 08.30-11.30 Uhr (Publikumsverkehr). Mo-Fr 14.00-16.00 Uhr (tel. Auskünfte).

Botschaft der Republik Kuba – Außenstelle Bonn

Kennedyallee 22-24, D-53175 Bonn
Tel: (0228) 30 90.
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (nach tel. Vereinbarung), Mo-Fr 14.00-16.30 Uhr (tel. Anfragen).

Botschaft der Republik Kuba

Kaiserstr. 84, A-1070 Wien
Tel: (01) 877 81 98. Konsularabt.: Tel: (01) 877 81 98 22.
Internet: http://emba.cubaminrex.cu/austria
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr (Parteienverkehr und tel. Auskünfte).

Gesellschaftsstraße 8, CH-3012 Bern
Postanschrift: Postfach 5275, CH-3012 Bern
Tel: (031) 302 21 11.
Internet: http://emba.cubaminrex.cu/suiza
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr (auch für touristische Anfragen zuständig);
Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 09.00-12.00 Uhr.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 09.02.2010

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus


Die Gefahr terroristischer Anschläge in Kuba wird als sehr niedrig eingeschätzt.

Kriminalität

Im Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba immer noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen Opfer von Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende sollten daher ähnliche Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region treffen:

Sie sollten nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich führen und es auf mehrere Stellen am Körper verteilen, den mitgeführten Geldbetrag nicht zur Schau stellen sowie Bargeld und Originalreisepass im Hotelsafe verwahren.

Wertvolle Gegenstände sollten im Handgepäck transportiert werden, denn es gibt Fälle aufgebrochener Koffer an den Flughäfen.

In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Diebstählen an den ca. 20 km östlich von Havanna gelegenen Stränden der Orte St. Maria del Mar und Guanabo. Taschen sollten dort zu keinem Zeitpunkt unbeaufsichtigt gelassen werden.

Naturkatastrophen

Kuba befindet sich in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone der Karibik (Wirbelsturm-Saison von Juni bis November). Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Aktuelle Informationen über Wirbelstürme sind im Internet u.a. unter www.nhc.noaa.gov abrufbar.

 

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