Am besten erforscht man das Land mit dem Auto, obwohl die Entfernungen gewaltig sind. Man sollte die Fahrzeiten richtig einschätzen, um Überanstrengungen zu vermeiden. Die Fahrbedingungen sind ausgezeichnet, alle Orte sind an das Straßennetz angeschlossen.
Maut: Besonders im Osten der USA gibt es zahlreiche gebührenpflichtige Straßen (toll roads), Tunnel, Brücken etc. So genannte turnpikes und parkways belasten meistens die Reisekasse. Hierfür sollte man immer Kleingeld (change) parat halten. Benzin ist preiswerter als in Europa.
An
Tankstellen muss man oft im Voraus bezahlen (Pay First) bzw. eine Kreditkarte hinterlegen. Die Preise variieren: gegen Barzahlung und/oder bei Selbstbedienung (Self Serve) gibt es mehr Sprit als auf Kreditkarte und/oder beim Tankwart (Full Serve). Getankt werden in den USA Gallonen (1 Gallone entspricht 3,78 Liter), auf die sich auch die angezeigten Preise beziehen.
Pannenhilfe: Eine
ADAC-Auslands-Notrufstation ist in den USA eingerichtet und bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die deutschsprachige Notrufstation in Orlando (Florida) ist rund um die Uhr geöffnet (Tel: (1888) 222 13 73. Internet:
http://www.adac.de/).
Der Amerikanische Automobilklub (
AAA) bietet Reisedienste, Landkarten, Ratschläge und Versicherungen, die in den meisten Staaten auch für Mietwagen vorgeschrieben sind. Mitglieder eines europäischen Automobilklubs erhalten oft Ermäßigungen vom
AAA (Internet:
http://www.aaa.com/).
Fernbus: Das größte Busunternehmen der USA, das das ganze Land befährt, ist
Greyhound World Travel (Internet:
http://www.greyhound.com/). Zusammen mit über 11.000 anderen Busgesellschaften versorgt es die gesamten USA mit preiswerten Verbindungen. Die Intercity-Busse sind klimatisiert, haben verstellbare Sitze und WCs.
Greyhound befährt die Südstaaten, die südlichen Zentralstaaten, den Süden der Rocky Mountains und bietet Verbindungen nach Mexiko und Kanada an. Gepäckaufbewahrungen und Imbiss-Stuben sind normalerweise rund um die Uhr geöffnet. Übernachten im Busbahnhof (etwa beim Warten auf einen Anschlussbus) ist verboten und auch nicht empfehlenswert, da die Bahnhöfe oft in ablegenen Gegenden liegen.
Ermäßigungen: Greyhound Lines bietet den
North America Discovery Pass an, mit dem man zwischen 7 und 60 Tagen unbegrenzt die USA bereisen kann. Der Pass muss durch
Greyhound World Travel außerhalb der USA gekauft werden. Kinder zwischen 2 und 11 Jahren bezahlen die Hälfte. Die Zahl der Zwischenaufenthalte ist unbegrenzt.
Greyhound Lines bietet auch Preisnachlässe auf Einzelfahrten an. Einzelheiten vom internationalen
Greyhound-Büro in New York (Tel: (212) 971 63 00) sowie aus dem Internet
(www.greyhound.com) oder von den STA Travel Büros (Internet:
http://www.statravel.de/) in Deutschland, Österreich (Ökista/STA Travel, Internet:
www.statravel.at) und der Schweiz erhältlich.
Die meisten Busunternehmen bieten Zeitfahrscheine an, die 60 Tage gültig sind und unbegrenztes Reisen ermöglichen. Für Studenten und internationale Touristen gibt es diese Tickets zu Sondertarifen.
Mietwagen: An allen internationalen Flughäfen und in den Großstädten sind die bekannten internationalen Autovermietungen vertreten. Es gibt Pauschaltarife und ausgezeichnete Rabatte für Besucher. Von Kreditkarteninhabern wird oft keine Anzahlung verlangt. Ein »Economy« oder »Compact« entspricht einem normalen europäischen Auto; ein »Standard« ist eine große Limousine. Das Mindestalter ist je nach Autovermieter unterschiedlich (genauso wie Zahlungsweise und Übergabe). Neben der deutschen ist eine internationale Fahrerlaubnis empfehlenswert. Mieter müssen in Besitz ihres Passes und des Rückflugtickets sein. Reisebüros sollten sich für Kunden unter 25 Jahren genau erkundigen.
Drive Away: AAA und
Auto Drive Away bieten die Möglichkeit, Autos auf bestimmten Strecken zu überführen. Man muss eine Kaution hinterlegen und bezahlt das Benzin selbst; die Ankunftszeit ist vorgeschrieben und lässt wenig Spielraum für Besichtigungen (wer später ankommt, muss hohe Bußgelder bezahlen). Einzelheiten in der Rubrik
Automobile & Truck Transporting in den Branchentelefonbüchern der USA. Einige Firmen bieten diesen Dienst bis nach Kanada an. Weitere Informationen sind erhältlich von
Auto Driveway (Tel: (312) 939 36 00 oder 1-800-346 22 77 (gebührenfrei). Internet:
http://www.autodriveaway.com/).
Campers/Motorhomes: Campmobiles und
Motorhomes sind eine weitere gute Möglichkeit, das riesige Land kennen zu lernen. Es gibt zwei unterschiedliche Fahrzeugarten zu mieten: Bei einem
Motorhome sind Wohn-/Schlafraum und Fahrerraum miteinander verbunden, es bietet Platz für bis zu 5 Personen. Ein
Camper hat eine Wohn-/Schlafkabine, die vom Fahrerraum getrennt ist und bis zu 3 Personen Unterkunft bietet. Es gibt zahlreiche Modelle mit unterschiedlichem Komfort, alle verfügen jedoch über Kühlschrank, Gasherd, Waschbecken, WC und Dusche. Alle Fahrzeuge gibt es auch mit Automatik. Die Rückgabe des Campers kann aus rechtlichen Gründen nicht am Tag der Rückkehr nach Deutschland erfolgen, also sollte eine Übernachtung einkalkuliert werden.
Unterlagen: Ein internationaler Führerschein wird empfohlen, ist aber nicht gesetzlich vorgeschrieben (wird oft als zusätzlicher Ausweis anerkannt). Der nationale Führerschein wird bis zu einem Jahr anerkannt.
Versicherung: Allen Reisenden, die in den USA ein Fahrzeug mieten, wird der Abschluss einer Haftpflichtversicherung dringend empfohlen. Die gelbe »Non-Resident Interstate Liability Insurance Card« (Haftpflicht), die als Versicherungsnachweis gilt, kann man bei den Autoversicherungen erhalten. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein. Sollen mehrere Personen das
Motorhome fahren, müssen alle in dem Mietvertrag eingetragen sein.
Verkehrsbestimmungen: Das Überholen eines Schulbusses mit Warnblinkern, aus dem Kinder aussteigen, ist verboten. Alle Fahrzeuge müssen warten, bis der Bus die Türen geschlossen hat und abgefahren ist.
Rechts abbiegen an roten Ampeln ist in allen US-Staaten außer in New York City erlaubt, aber erst nach vollständigem Stop und der Vergewisserung, dass kein Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. (Ausnahme: bei Verkehrszeichen mit einem durchgestrichenen Rechtsabbiegerpfeil oder der Aufschrift
No Turn On Red.)
Falls man von der Polizei angehalten wird, sollte man nicht sofort das Strafmandat bezahlen (es sei denn, es wird verlangt), da dies als Bestechungsversuch ausgelegt werden könnte.
Autofahrer müssen ihren Führerschein stets mit sich führen.
Alkohol am Steuer ist streng verboten, Zuwiderhandlungen werden streng bestraft.
Geschwindigkeitsbegrenzungen je nach Bundesstaat: innerhalb geschlossener Ortschaften: 25-30 m.p.h. (40-48 km/h);
auf Interstate Highways: 55-75 m.p.h. (89-121 km/h);
auf US- und State Highways: meist 55 m.p.h. (89 km/h).
An den Autobahnen weisen Schilder die Höchstgeschwindigkeiten aus; Überschreitungen kosten hohe Strafen.
Durchschnittliche Pkw-Fahrzeiten: Los Angeles - Chicago: 44 Std;
Miami - Los Angeles: 57 Std;
Miami - New York: 27 Std;
New York - Chicago: 16 Std;
New York - Dallas: 33 Std;
New York - Los Angeles: 58 Std;
New York - Miami: 27 Std.
Durchschnittliche Bus-Fahrzeiten: Dallas - New Orleans: 13 Std;
Detroit - Chicago: 6 Std;
Los Angeles - Las Vegas: 6 Std.;
Miami - Atlanta: 18 Std;
New Orleans - Houston: 8 Std;
New York - Washington DC: 5 Std.