Neuseeland ist das bestgehütete Geheimnis der Welt; hier gibt es sechsder sieben verschiedenen Klimazonen der Erde, eine Vielzahl vonunvergleichlichen goldenen Sandstränden, geschützte Meeresreservate,die man unter oder über Wasser erkunden kann, aktive aber sichereVulkangebiete, herrliche schneebedeckte Alpen zum Skifahren undBergwandern, prähistorische Wälder und eine einzigartige Flora undFauna. Und all das auf engstem Raum, ohne dass man tausende vonKilometern reisen muss. Neuseeland genießt den Ruf als eines dersichersten Reiseziele der Welt: hier gibt es keinerlei giftige Tiere,und die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig. Stress kennt hier nur derabenteuerlustige Tourist, der diesen ja freiwillig auf sich nimmt, z.B.beim Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Wildwasser-Rafting etc. Hierkann man meilenweit laufen, ohne einer Menschenseele zu begegnen, dochdie vielleicht größte Attraktion des Landes sind die herzlichen undgastfreundlichen Neuseeländer. Für weitere und genauere Informationensollte man sich an eines der örtlichen VICs (Visitor InformationCentres) (Internet:
www.tourism.net.nz) wenden, die sich in ganzNeuseeland befinden.
5-tägig: Auckland – Waitomo – Rotorua – Taupo-See – Wellington.
7-tägig:(a) Nelson – Christchurch – Dunedin – Invercargill – Queenstown – MountCook – Kaiteriteri. (b) Auckland – Waitomo – Rotorua – Queenstown –Mount Cook – Christchurch.
Das Innere der Nordinsel wird vor allem von der geothermischen Stadt Rotorua, dem malerischen Taupo-See und dem als UNESCO-Weltnaturerbe klassifizierten Tongariro National Park beherrscht. Der Park ist ein spektakuläres Berggebiet mit drei Gipfeln, dem Tongaririo, Ngauruhoe und dem 2797 m hohen Mount Ruapehu,einem aktiven Vulkan und ein großes Skigebiet. Der friedliche, vonGletscherflüssen gefüllte Taupo-See dagegen bietet wenigerabenteuerlustigen Besuchern Möglichkeiten zum Forellenfischen. Rotoruaist ein guter Ausgangspunkt, um die Geysire und das größte thermischeGebiet der Nordinsel zu erkungen. Die Stadt mit ihren zahlreichenEinrichtungen für Touristen ist sehr lebhaft, und ständig liegt derSchwefelgeruch der umliegenden Schlammquellen in der Luft. Außerdem istRotorua ein bedeutendes Zentrum für die Kultur der Maori – hier findetman ein Kunstzentrum, wo junge Maori die traditionelle Kunst derKnochen- und Holzschnitzerei erlernen. Man kann auch ein Marae (ein Maori-Versammlungsort, der normalerweise nicht für pakeha, Fremde, zugänglich ist) besuchen und sich haka, traditionelle Lieder anhören, oder ein hangi (ein köstliches, in der Erde zubereitetes Festmahl) genießen.
Mit einer Bevölkerung von über 1,5 Millionen ist
Auckland (Internet:
www.aucklandnz.com) dasgrößte besiedelte Gebiet Neuseelands und erstreckt sich bis in diesanften Hügel der Umgebung. Trotz der Ausbreitung der Stadt ist dieUmgebung jedoch außergewöhnlich attraktiv, im Osten findet man hübscheHäfen und Strände, und im Westen liegen die zerklüfteten
Waitakere Ranges, unberührte Surfstrände und üppige Weinberge.
Mount Eden ist ein guter Aussichtpunk. In der
Parnell- und in der
Ponsonby Road gibt es gute Restaurants. Ausgezeichnete Geschäfte, das schöne Universitätsgelände, sehenswerte Vororte wie
Takapuna und der lebendige Hafen machen den Reiz dieser Geschäftsstadt aus. Am
Otara Square findet samstags ein Markt der Maori und Polynesier statt. Die Parkanlagen
Auckland Domain und
Auckland Wintergardens sindebenfalls einen Besuch wert. Das als ’Stadt der Segel“ bekannteAuckland zählt mehr Boote pro Einwohner als irgendeine andere Stadt aufder Welt, und sein Ruf als Seglermekka wird durch seine Dominanz im
America’s Cup noch verstärkt. In Auckland befindet sich auch der bekannte
Sky Tower,ein Casino mit einer prunkvollen, kreisförmigen Glasgalerie, von derman eine unvergleichliche Sicht auf die Stadt, die Strände und Bergesowie die Küste und das Meer hat. Wer besonders wagemutig ist, kannsich an der Seite des Gebäudes über 100 m nach unten abseilen! Aufkeinen Fall sollte man sich einen Ausflug zu wenigstens einer dertraumhaften goldenen Sandinseln im
Golf von Hauraki entgehen lassen, die mit der Fähre von
Waitamata Harbour aus erreichen kann. Der Großteil der Stadt ist leicht zu Fuß zu erkunden, doch die Vororte
Parnell,
Ponsonby,
Devonport und
Herne Bay sind auch leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi zu erreichen.
Die Strände von Northland, der schmalenHalbinsel vor Auckland, die sich auf 350 km erstreckt und den Pazifikvon der Tasmanischen See trennt, sind besonders bei Schwimmern undSonnenanbetern beliebt. Im ganzen Land gibt es kleine, abgeschiedeneBuchten, die Ruhe und Entspannung bieten.
Das vielleicht bekannteste Gebiet ist die aus 144 Inseln bestehende Bay of Islands,die besonders zum Tauchen, Angeln und Segeln hervorragend geeignet ist.An der Westküste findet man weitläufige Strände mit schwarzem Sand, andenen man wegen der hohen Brandung nicht schwimmen sollte. ImLandesinneren liegt der Northland Forest Park, in dem man einige der ältesten Bäume der Welt findet, z.B. die berühmten Kauri, die oft hunderte von Jahren alt sind. Dieses Gebiet ist auch sehr beliebt für Wanderungen. Das die Doubtless Bay überblickende Cape Karikari, das als Drehort für Filme wie From Here to Eternity und Das Piano diente, ist ein von steilen Klippen und schroffen Felsen umgebener weitläufiger Strand mit dunklem Sand. Vom Cape Reinga hat man eine atemberaubende Sicht auf den Pazifik und die Tasmanische See sowie den schmalen Ninety-mile Beach, der sich entlang der Westküste bis nach Auckland erstreckt.
Viele der natürlichen Attraktionen von Northland kann man auf der Twin Coast Discovery Route erkunden, die entlang der Küste von und wieder zurück nach Auckland über die Bay of Islands führt.
Diese spektakuläre Küstenstraße verläuft parallel zu den kleinen Buchten und Stränden der Coromandel-Halbinsel und der ausschweifenden Buchten der Ostküste. Die Reise beginnt mit der Fähre von Auckland nach Coromandel, wo sich die Straße entlang der winzigen, sonnenbeschienenen Buchten der Halbinseln windet und sich dann entlang des Hot Water Beach bis nach Tauranga erstreckt.
Die Vulkanhügel der Halbinsel bieten üppigen Regenwald, und im Coromandel Forest Park Reserve findet man zahlreiche riesige Kauri-Bäume, die für ihre langen, geraden Stämme berühmt sind.
Ein beliebtes Ziel in der Bay of Plenty ist Tauranga,das alle erdenklichen touristischen Einrichtungen, alle Arten vonUnterkunft und einige ausgezeichnete Restaurants bietet. Das Klima hierist sehr mild, und die Sandstrände ziehen viele Touristen an, währendman im Landesinneren üppige Zitrusfrucht- und Kiwiplantagen findet.
In der Poverty Bay befindet sich die Stadt Gisborne, und daneben die Hawke’s Bay,eine international berühmte Weingegend. Etwa 70 Winzereien (von großen,kommerziellen Anwesen bis hin zu kleinen Familienbetrieben) laden zurWeinprobe ein. Diese Region ist besonders für ihre Rotweine bekannt,und besonders für Pinot Noir. Der Grund für die hervorragendeQualität der Weine ist die hohe Anzahl von jährlichen Sonnenstunden,die auch für zahlreiche Besucher der Städte Napier und Hastings sorgen. Napier wurde 1931 nach einem Erdbeben zerstört und im Art-Deco-Stil jener Zeit wieder aufgebaut.
ImLandesinneren, zwischen der Hawke’s Bay und der Bay of Plenty befindetsich der von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnete Te Urewera National Park, der größte native Wald der Nordinsel und Heimat des zauberhaften, 585 m über dem Meeresspiegel liegenden Waikaremoana-Sees.
Auch diese Region wird von der Maori-Kultur und-Geschichte beherrscht und bietet zusammen mit Northland einehervorragende Gelegenheit, authentische Andenken zu erwerben. Hierfindet man stimmungsvolle Landschaft, Strände mit dunklem Sand, üppigeFelder, natürliche Kalksteinarchitektur, Nationalparks und eineneindrucksvollen erloschenen Vulkan, den Mount Taranaki. Einer der magischsten Orte sind vielleicht die berühmten Kalksteinhöhlen von Waitamo mitihren Grotten voller Glühwürmchen. Die Höhlen können mit dem Booterkundet werden, man kann sich aber auch einen Nassanzug anziehen undsich auf einem Autoreifen hineinwagen, eine Aktivität, die ’CaveRafting“ genannt wird.
Wanganui an der Westküste der Nordinsel befindet sich an der Mündung des Whanganui River,Neuseelands längstem navigierbaren Wasserweg. Man kann den Fluss mitdem Jetboat oder Dampfer entlangfahren, oder sich in ein Kanu oderKayak wagen. Der von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnete Whanganui National Park bestehtvorwiegend aus unberührter Buschlandschaft, in der man die Reste der’Bridge to Nowhere“ findet, ein Überbleibsel des fehlgeschlagenenVersuches, in dieser herrlichen Wildnis eine Siedlung zu gründen.
Der Egmont National Park istebenfalls ein UNESCO-Weltnaturerbe und bietet selbst wenigerabenteuerlustigen Besuchern eine hervorragende wenn auch etwasanstrengende Gelegenheit, einen Berg (den Taranaki) zu erklimmen (acht Stunden Auf- und Abstieg). Der erloschene Vulkan Taranaki im Zentrum des Nationalparks steht majestätisch inmitten üppig grüner Felder, auf denen Kühe grasen. Die Stadt New Plymouth (Bevölkerung:50.000) ist für ihre Parks und Gärten bekannt, und vor allem für diefarbenfrohen Rhododendren und Azaleen im Frühling.
Im Süden der Nordinsel liegt die Hauptstadt Neuseelands, Wellington,eine kompakte Metropole mit einem lebhaften Kern. Die Stadt ist einZentrum für Kultur, Kunst, Restaurants, Theater, Mode und Nachtleben,und die zahlreichen Geschäfte und Fußgängerzonen laden zum Stadtbummelein. Viele Hotels und Restaurants bieten eine einmalige Aussicht aufdie Südinsel. Eine Seilbahn führt auf den 160 m hohen Kelburn Hill, der einen herrlichen Ausblick bietet. Der Botanische Garten, das National Museum (Maori-Kunst) und das Parlamentsgebäude sind weitere Sehenswürdigkeiten. Alle zwei Jahre findet in Wellington das New Zealand International Festival of the Arts statt, das größte kulturelle Fest des Landes, das aus Straßentheater, Komödien, Musik- und Filmfesten besteht. Im spektakulären Te Papa Museum ander Uferpromenade kann man kulturelle und historische Ausstellungensowie ein Unterhaltungsprogramm erleben, darunter ein virtuellerBungee-Jump.
Wellington besitzt einen der schönsten Häfen der Weltund ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den kleineren Inselnsowie der Abfahrtshafen für Fähren zur Südinsel durch die Cook-Straße.
Ausflüge: Beliebte Ausflugsziele von Wellington aus sind die Weinregion Wairarapa, Cape Palliser (an dessen wilder Küste eine große Seehundkolonie lebt) und Kapiti Island, wo sich ein raubvogelfreies Vogelreservat befindet, in dem man einheimische Vögel wie z.B. den weka und den tui aus nächster Nähe beobachten kann.
Im Norden der Südinsel befinden sich die geschützten Buchten und üppig grünen Felder der so genannten Marlborough Sounds,die vor allem bei Kayakfahrern, Seglern und Anglern sehr beliebt sind.Die Provinz ist auch für ihre Weine berühmt, darunter weltbekannteNamen wie Cloudy Bay, Montana, Hunters, Fromm, Le Brun und Highfield. Die besten Weine dieser Region sind frische Weißweine wie Chardonnay und Sauvignon Blanc. Das nahe gelegene Nelson isteine sonnige und lebhafte Kleinstadt an der Küste, hier findet manhübsche Gärten, herrliche Strände und eine wachsende Künstlerkolonie.Dieses interessante Zentrum für Kunst und Kultur ist auch ein sehrguter Ausgangspunkt für Ausflüge in die drei Nationalparks in derUmgebung. Der Abel Tasman National Park, einUNESCO-Weltnaturerbe, bietet eine felszerklüftete Küste, lange goldeneStrände, kristallklares Wasser, eine Seehundkolonie, zahlreicheVogelarten und einen herrlichen Küstenwanderweg, den Abel Tasman Track (eine Tour von drei bis vier Tagen). Im Nelson Lakes National Park, ebenfalls ein UNESCO-Weltnaturerbe, kann man im Winter Ski fahren und snowboarden und im Sommer angeln oder wandern.
Ein weiteres UNESCO-Weltnaturerbe ist der Kahurangi National Park,wo man eine große Auswahl an malerischen Wanderwegen hat und dieatemberaubende Landschaft aus Bergen und Karstebenen bis hin zuStränden aus schwarzem Sand an der Westküste bewundern kann. Derbekannteste Weg ist der anspruchsvolle Heaphy Track (Tour von vier Tagen).
Die Kaikoura-Küste weiterim Süden ist ein weltbekanntes Naturschutzgebiet an einem tiefen, voninteressanten Meereslebewesen bewohnten Wassergraben. Hier kann manverschiedene Arten von Walen beobachten und mit Delphinen schwimmen.
Im Süden, am Rande der weiten Canterbury Plains, liegt das als ’Garden City“ bekannte Christchurch, die größte Stadt der Südinsel. Der von Bäumen gesäumte Fluss Avon schlängeltsich durchs Zentrum der Stadt, die mit ihren alten Universitätsgebäuden(heute ein hervorragendes Kulturzentrum) und zahlreichen Beispielenneogotischer Architektur an eine alte englische Universitätsstadterinnert. Am Hauptplatz der Stadt befindet sich die Kathedrale, einnützlicher Orientierungspunkt für Touristen, die die Stadt entweder zuFuß oder mit der bezaubernden alten Straßenbahn erkunden können. Etwas500 m vom Hauptplatz entfernt liegt der ausgedehnte Hagley Park, an dessen Grenze sich das Old Canterbury University/Arts Centre, das Canterbury Museum, die Robert McDougall Art Gallery, die Botanical Gardens und das Christ’s College befinden. Nur einen kurzen Spaziergang weiter befindet sich die St. Michael and All Angels Church,ein ungewöhnlich schönes neogotisches Gebäude aus Holz, das eineMischung aus französischem und englischem Stil sowie Maori- undkatholischen Elementen darstellt.
Die nahe gelegene Banks-Halbinsel istein gutes Ausflugsziel und stellt einen hügeligen Gegensatz zureintönigen Ebene der Stadt dar; Attraktionen sind eine Gondel, Strände,Bootsfahrten, Hektordelphine (die es nur in Neuseeland gibt) und eineVielzahl von Wanderwegen. Außerdem kann man eine Fahrt imHeißluftballon unternehmen und auf diese Weise die Sicht nach Westenauf die ausgedehnten Ebenen und die Südalpen, nach Norden hin bis zu den Kaikoura Ranges und der Cook-Straße und nach Süden entlang der Ostküste bis hin zur historischen Stadt Oamaru genießen.
Von Christchurch führt eine Eisenbahnlinie den Arthur’s Pass hinaufin die Südalpen und an der anderen Seite bis hinunter zur Westküste.Diese atemberaubend schöne Strecke kann man innerhalb eines Tages (hinund zurück) mit dem Tranz Alpine Express erleben. Das winzige Dörfchen Arthur’s Pass ist eine gute Basis für Klettertouren, Canyoning und Wanderungen zum nahe gelegenen Arthur’s Pass National Park,einem UNESCO-Weltnaturerbe. Die Alpen selbst, die man von der Ostküsteüber fünf Hauptstraßen erreichen kann, bilden das Rückgrat derSüdinsel. Sie sind höher als ihre Namensvetter in Europa, und in derspektakulären Landschaft der schneebedeckten Gipfel und Gletscherfindet man eine einzigartige Flora und Fauna. Der eindrucksvollsteGipfel ist der wie ein einfallendes Zelt geformte Mount Cook (3754 m), der auch unter dem Maori-Namen Aoraki (der die Wolken ansticht) bekannt ist. Auch der Mount Cook National Park istein UNESCO-Weltnaturerbe; hier befinden sich mehr als 20 Berge, dieüber 3000 m hoch sind. An einer Seite des Mount Cook liegt der Tasman Glacier, einer der längsten Gletscher außerhalb des Himalaya.Alle Arten von Skifahren und Snowboarden sind in den Alpen möglich, wiez.B. Heli-Skiing, es gibt zahlreiche einsame Hänge, und um den MountCook herum kann man allein oder mit Führer ein- bis fünftägige Tourenunternehmen.
Am Fuße der Westhänge der Alpen liegt eines derunberührtesten Naturgebiete Neuseelands. An der kaum besiedeltenWestküste regnet es etwa vier Meter pro Jahr, und die atemberaubendeBerg-, Urwald- und Seenlandschaft ist Heimat der Gletscher Franz Josef und Fox.Man kann an geführten ’Ice Walks“ über die Gletscher teilnehmen oderdie unzähligen Wanderwege, die sich in die Wälder, entlang derFlusstäler und Schluchten bis zu den Hängen der Alpen winden, nutzen.Die kleinen Städte Hokitika und Greymouth sind einen Besuch wert, hier kann man geschnitzten Greenstone, der von den Maori pounamu genanntwird, erwerben. Dieser schöne jadeartige Stein, der für Dekoration oderzur Waffenherstellung benutzt wird, wird in traditioneller Formgeschnitzt (jede Form hat eine andere Bedeutung und Geschichte) ist dasperfekte Andenken an eine Reise ins ’Land of the Long White Cloud“.
Im Südwesten der Südinsel liegt Fjordland, einUNESCO-Weltnaturerbe, in dem es dutzende von Wanderwegen entlangzahlreicher Seen, Berge, Urwälder und einer herrlichen Küste zuerkunden gibt. Das am Wakapitu-See am Fuße der Remarkables Range gelegene Queenstown istals Neuseelands ’Abenteuer-Hauptstadt“ bekannt, hier kann manBungee-Jumping, Paragliding, Fallschirmspringen und Jet-Boating inengen Schluchten betreiben. Außerdem führen von Glenorchy mehrere erstklassige Wanderwege entlang des Sees, darunter der Routeburn, Caples und Greenstone Track (Touren von vier bis fünf Tagen). Nur ca. 100 km entfernt liegt Te Anau am Ufer des herrlichen Manapouri-Sees,wo man ein- bis sechstägige Wanderungen in den Busch, und entlang derFjorde, Berge und Wälder unternehmen kann. Der bekannteste Wanderwegist der Milford Walking Track (Tour von vier bis fünf Tagen). Von Te Anau führt eine wunderschöne Straße nördlich zum Milford Sound,der eigentlich ein Fjord ist. Touristenboote fahren entlang des engen,von einem Gletscher ausgehöhlten Fjordes aufs offene Meer, wo manFjordland-Pinguine, Robben und gelegentlich auch Wale und Delphinebeobachten kann, die hier nach Nahrung suchen. In einem Fjord liegteine Schicht Süßwasser aus den Bergen über dem Salzwasser des Meeres,und so entsteht ein Miniökosystem, das zu einer Anhäufung vonMeereslebewesen führt. Wer nach einer noch einsameren Wildniserfahrungsucht, kann an einer Kayak- oder Bootsexpedition zum angrenzenden Doubtful Sound teilnehmen.
Die grüne und fruchtbare Provinz Southland ganz im Süden der Südinsel ist die Heimat der Städte Invercargill und Dunedin (gälischfür Edinburgh), die beide schottische Wurzeln und ein ausgeprägtgälisches Flair haben. In Dunedin spiegelt sich dies am deutlichsten anderen Straßen wider, die nach denen in Edinburgh benannt sind, undnatürlich an der Wilson’s Whisky Distillery (der südlichsten Weinbrennerei der Welt) und den Brauereien Speights und Emmerson’s. Hier befindet sich auch die Otago-Peninsula,eine fantastische natürliche Halbinsel, die in den Pazifik ragt, undauf der man die seltenen gelbäugigen Pinguine beobachten kann, die vonden Maori hoihoi, Krachmacher, genannt werden, sowie den riesigen und doch eleganten Königsalbatros und zahlreiche Pelzrobben.
Die Sub-Antarctic Audio Visual and Gallery in Invercargill ist ein einzigartiges Museum, das u.a. eine Reihe von lebendigen tuatara, Neuseelands äußerst seltener prähistorischer Eidechse, beherbergt. Auch das nahegelegene Bluff, die Heimat der berühmten ’Bluff oysters“ sollte man unbedingt besuchen. Zwischen Invercargill und Dunedin liegt der Catlins Forest Park, in dem man unberührte Strände, Hektordelphine und die einzige Kolonie von Hooker-Seelöwen auf der Südinsel sehen kann.
Jenseits der Foveaux-Straße liegtNeuseelands drittgrößte Insel, die nur wenige Einwohner zählt und mitdem Flugzeug (20 Minuten), mit dem Hubschrauber oder mit demMotorkatamaran von Bluff aus erreichbar ist. Die Insel bietet mehrereAttraktionen, darunter die seltene Gelegenheit, einen kiwi (Neuseelands Wappenvogel) in freier Wildbahn zu sehen. Die Vögel kommen abends an den Mason’s Beach, den man per Flugzeug oder mit dem Wassertaxi zum Patterson’s Inlet, gefolgt von einem vierstündigen Spaziergang, erreicht.