Tourismusinformationen Frankreich

Klima

Klima

Gemäßigtes Klima im Norden, im Nordosten Kontinentalklima. Niederschläge ganzjährig, Schneefall im Winter. Das französische Juragebirge hat alpines Klima. In der Lorraine verhältnismäßig mildes Klima.
Mittelmeerklima im Süden, an der Riviera, in der Provence und Roussillon; in den Gebirgsregionen kühler, heftige Schneefälle im Winter.
Die Sommer an der Westküste können sehr warm und sonnig sein, Niederschläge ganzjährig. Im Landesinneren ist das Klima ebenfalls mild, die französischen Pyrenäen sind für fast ständigen Sonnenschein bekannt. Kontinentalklima in der Auvergne, in Burgund und im Rhônetal. Sehr starke Winde (wie der Mistral im Süden) können in der ganzen Region auftreten.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft Air France (AF) (Internet: www.airfrance.de) bietet Verbindungen in alle Teile des Landes. Air France bietet auf ihren Inlandsflügen Spezialtarife für junge Leute, Paare und Familien. Darüberhinaus gibt es regelmäßig diverse Sonderangebote. Weitere Informationen von Air France und Atout France(Fremdenverkehrsämter, s. Adressen).

Anmerkung (Flugzeug)

1968 tauschten die französische und die schweizerische Regierung beim Flughafen Genf/Genève (GVA) (s. Schweiz, Reiseverkehr - International) kleine Landstriche aus, um auf ursprünglich schweizerischem Boden einen französischen Sektor zu schaffen. Flüge zwischen französischen Flughäfen und dem französischen Sektor gelten als Inlandflüge. Von dort können Passagiere nach ihrer Ankunft ohne Passkontrolle mit Auto, Bus oder Zug zu französischen Destinationen weiterreisen.

Schiff

Frankreichs schiffbare Wasserwege umfassen 8500 km (Internet: www.france-nautic.com oder www.vnf.fr).

Ausflugsboote können mit oder ohne Besatzung gemietet werden. Das Angebot reicht von kleinen Motorbooten bis zu umgebauten Lastkähnen (Péniches), die bis zu 24 Personen beherbergen können und eine achtköpfige Besatzung benötigen. In manchen Gegenden kann man »Hotelboote« mieten, die große, umgebaute Lastkähne mit Unterkunftsmöglichkeiten und Restaurants sind. Preis und Komfort je nach Wunsch und Geldbeutel.

Hausboote sind ebenfalls eine Gelegenheit, die wunderschönen Flusslandschaften Frankreichs zu entdecken und zu genießen. Mit jeder Schleuse, die man passiert, lernt man das Land besser kennen. Eine Liste der etwa 80 Bootsverleiher für Fluss- und Seeschifffahrt ist von deren Dachorganisation Fédération des Industries Nautiques erhältlich (Tel: (01) 44 37 04 00. Internet: www.fin.fr). Weitere Informationen erteilen die nationalen und regionalen Fremdenverkehrsämter (s. Adressen).

Bootsfahrten bieten sich vor allem im Norden (nordöstlich von Paris) an, hier sind die meisten schiffbaren Flüsse durch Kanäle verbunden.

Die besten Routen sind auf

- der Seine von Auxerre nach Le Havre (es muss jedoch mit gewerblichem Schiffsverkehr gerechnet werden);
- auf der Rhône (es empfiehlt sich, flussabwärts von Avignon die Dienste eines Lotsen in Anspruch zu nehmen. Die Schiffe der Viking Flusskreuzfahrten fahren auf der Seine, der Rhône und der Saône, A-Rosa und Lüftner Cruises fahren auf Rhône und Saône);
- in den Regionen Bretagne und Loire auf den Flüssen Vilaine, Loire, Mayenne und Sarthe mit ihren Verbindungskanälen.

Kanäle verbinden Rhein, Mosel und ihre Nebenflüsse im Nordosten;
in Burgund durchfließen die Saône und viele wunderschöne alte Kanäle das Land.
Die Region Midi (einschließlich des Canal du Midi, der den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet und zum Weltnaturerbe gehört) ist ebenfalls ideal für Bootsfahrten.

Die Internetseite des französischen Segelverbandes (www.ffvoile.org) informiert Hafen für Hafen über den Gezeitenkoeffizienten.

Staatlich betriebene Autofähren, so genannte BACs, verbinden die größeren Inseln an der Atlantikküste mit dem Festland, sie durchkreuzen auch regelmäßig das Gironde-Delta. Eine Liste der französischen Häfen gibt es online unter www.mer.equipement.gouv.fr.

Passagier- und Autofähren der Société Nationale Maritime Corse-Méditerranée (SNCM) (Internet: www.sncm.fr) verkehren zwischen der Insel Korsika und dem französischen Festland. Die Schiffe verbinden Marseille und Nizza mit Ajaccio, Propiano, Porto Vecchio, Bastia, Calvi und Ile Rousse.
Außerdem im Programm der Corsica Ferries (Internet: www.corsicaferries.com): Der Mega Express mit verringerten Überfahrtszeiten auf den Strecken Toulon – Bastia, Toulon – Ajaccio, Nizza – Ajaccio und Nizza - Bastia.

Bahn

Das Schienennetz der französischen Staatsbahn SNCF (Internet: www.sncf.com) umfasst 34.200 km, von denen 12.000 km elektrifiziert sind.

Die SNCF ist in fünf Nahverkehrsverbunde aufgeteilt (Ost, Nord, West, Südost und Südwest).

Der TGV (Train à Grande Vitesse) (Internet: www.tgv.com) verkehrt mit bis zu 300 km/h auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Paris und der Bretagne bzw. Südfrankreich sowie zwischen Paris und Straßburg. Er erreicht 270 km/h auf den Strecken nach Lyon und Südostfrankreich. Für die Strecke Paris-Lille braucht der TGV 1 Std., von Paris nach Marseille oder von Paris nach Bordeaux jeweils 3 Std. 

Reservierungen sind grundsätzlich erforderlich, auch wenn sie erst kurz vor Abreise getätigt werden. Fahrkarten müssen stets vor Fahrtantritt an den orangefarbenen Automaten am Anfang des Bahnsteigs entwertet werden. Wurde dies einmal vergessen, sollte sich der Reisende rasch an einen Kontrolleur wenden, um sich eine mögliche Geldbuße zu ersparen.

iDTGV-Züge (Internet: http://www.idtgv.com) sind die Low-Cost-Version der TGV-Züge. Das Netz der iDTGV-Züge wird ständig erweitert.
 
Der iDnight (Internet: http://www.idtgv.com) ist die Nachtvariante des iDTGV und ist für Reisende zwischen 18 bis 30 Jahren gedacht. Der iDnight verfügt über keine Liegeplätze, dafür aber über ein Getränkeabteil und einen Diskjockey. Die iDnight-Züge verkehren täglich zwischen Paris und Hendaye und freitags, samstags und sonntags zwischen Paris und Marseille/Nizza sowie zwischen Paris und Perpignan.

Fahrkartenkauf: In Frankreich gekaufte Fahrkarten sind vor Beginn der Fahrt an den orangefarbenen Entwertern am Eingang zum Bahnsteig zu entwerten (composter).
In Frankreich gibt es zahlreiche Sonderfahrkarten für Familien, Kinder und Jugendliche. Generell richten sich die Fahrpreise nach Reisetag und Tageszeit, je nach dem ob diese in der Hauptverkehrszeit liegen oder nicht. Nähere Informationen sind den Fahrplänen zu entnehmen, die bei der SNCF erhältlich sind.

Fahrpreissystem: Die Fahrpreise der französischen Staatsbahn sind nach Farben aufgeschlüsselt, die Farbe der Reiseantrittszeit bestimmt im Allgemeinen den Fahrpreis. Das Angebot an Sonderfahrkarten ist groß. Für ausländische Reisende gibt es die unterschiedlichsten Reiseangebote zu günstigen Preisen (Europass, Eurodomino, Interrail etc.), die man sich vor der Abreise in seinem Heimatland besorgen muss. Die SNCF-Informationsbüros erteilen nähere Auskunft. Die folgende Aufstellung ist als Orientierungshilfe gedacht:
Blau (außerhalb der Stoßzeiten): In der Regel Mo 10.00 Uhr - Fr 12.00 Uhr bzw. Sa 24.00 Uhr - So 15.00 Uhr.
Weiß (Standard): In der Regel Fr 12.00 Uhr - Sa 24.00 Uhr und So 15.00 Uhr - Mo 10.00 Uhr sowie an einigen Feiertagen.
Rot (Hauptreisezeiten): Betrifft etwa 20 Tage im Jahr, an denen alle Ermäßigungen entfallen.

Weitere Angebote: Busreisen und Ausflüge in ganz Frankreich, Auto- und Fahrradvermietung.

Skiurlaub: Die SNCF organisiert in Verbindung mit der AFMASS (dem französischen Einzelhandelsverband für Sportartikel) Pauschal-Skiurlaubsreisen. Die Buchung ist nur in Frankreich möglich.

Informationen: Nähere Auskünfte über alle Angebote erteilt die SNCF. Allgemeine Informationen, Auskünfte über Fahrpreise und Zugverbindungen sowie Fahrpläne sind von den DB-, ÖBB- und SBB-Agenturen erhältlich, die auch gern Reservierungen entgegennehmen.

Malerische Zugstrecken: Zwischen den Steilfelsen von Vercors und Oisans schlängelt sich die Bahn von La Mure durch die Berge bis nach Saint Georges de Commiers. Sie gilt als die schönste Eisenbahnlinie der Alpen.
Reservierungszentrale: Tel: (+33) (0) 892 39 14 26 (gebührenpflichtig). Internet: http://www.trainlamure.com/. Sonderpreise für Studenten und Großfamilien.

Tipp für Mountainbike-Fahrer: Hin- und Rückfahrt für Radwanderer. Fahrtzeiten: Abfahrt von April bis Oktober ab dem Bahnhof Saint Georges de Commiers um 09.45 und 14.30, im Juli und August zusätzlich 12.00 und 17.00 Uhr, Rückfahrten von April bis Oktober 17.00 Uhr bzw. im Juli und August zusätzlich 9.45, 12.00 Uhr und 14.30 Uhr, die letzte Fahrt jeweils nur einfach. Fahrtdauer: 1 Std. 35 Min.

Bus/Pkw

Frankreichs Straßennetz umfasst ca. 1 Mio. Kilometer, davon knapp 8.000 Kilometer Autobahn. Es gibt mehr als 28.500 km Nationalstraßen (Routes nationales). Autobahnen sind mit einem »A« gekennzeichnet, Nationalstraßen mit einem »N« und Landstraßen mit einem »D«. Der Hauptreiseverkehr findet Ende Juli/Anfang August sowie Ende August/Anfang September statt. Es empfiehlt sich, diese Hauptstoßzeiten zu vermeiden und damit die kilometerlangen Staus zu umgehen.

Viele der Autoroutes sind mautpflichtig (Autoroutes à péage). Die Gebühren sind je nach Autobahn verschieden. Für Wohnwagen muss eine Extragebühr entrichtet werden. (Ein Gebührenrechner findet sich unter www.autoroutes.fr).

An den Tankstellen gibt es rund um die Uhr ein breites Angebot an Serviceleistungen, von denen viele kostenlos sind (Toiletten, Baby-Wickeltische, Spielplätze, Picknick-Plätze, Luft für den Reifendruck, Wasser für die Scheibenwischanlage). Bleifreies Benzin ist an den Tankstellen durch ein Schild mit der Aufschrift sans plomb gekennzeichnet. Die Bison Futé-Karte enthält allerlei praktische Hinweise und ist bei den Maisons de la France (s. Adressen) erhältlich.

Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Frankreich ist rund um die Uhr besetzt (Tel: (04) 72 17 12 22. Internet: www.adac.de).

Fernbus:
 Innerhalb Frankreichs gibt es nur wenige Fernbuslinien. Die Busverbindungen im örtlichen Nahverkehr außerhalb der Städte sind relativ gut. Informationen und Fahrpläne sind nur vor Ort erhältlich.

Autovermietung: Eine Liste der Verleihfirmen ist im örtlichen Fremdenverkehrsamt erhältlich (Syndicat d'Initiative oder Office de Tourisme). Die größeren Fluggesellschaften bieten einen Fly & Drive Service an. Mietautos können auch auf großen Bahnhöfen und in den Städten gemietet werden.

Die Französischen Eisenbahnen haben einen verbilligten Bahn-/Leihwagendienst (Train et Auto) in ihrem Angebot. Für Inhaber des France Vacances-Passes, die 1. Klasse fahren, stehen kostenlose Leihwagen zur Verfügung. Weiterhin unterhalten internationale Autovermietungen in allen Ländern Reservierungsbüros, in denen Touristen schon von ihrem Heimatland aus Reservierungen zu Sondertarifen tätigen können.

Das Mindestalter, um ein Auto zu mieten, ist für einige Fahrzeuggruppen 23 Jahre. Manche Autovermieter verlangen einen Aufschlag bei unter 25-Jährigen. In der Regel muss der Fahrer seit mindestens 1 Jahr vor Anmietung im Besitz eines gültigen Führerscheins sein.

Wohnwagen: Diese können für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten eingeführt werden. Für Pkws mit Wohnwagenanhängern gelten besondere Regelungen, z.B. dürfen sie nicht auf dem Boulevard Périphérique (große Umgehungsstraße um Paris) fahren. Das Parken von Reisemobilen während der Nacht ist in einigen Gemeinden gesetzlich geregelt. In diesen Fällen stellen die Gemeinden den Fahrern entsprechende Abstellplätze zur Verfügung. Wohnmobile sind in den Städten Cannes und Menton unerwünscht. Weitere Informationen für Reisemobile unter http://www.eurocampingcar.com/ oder http://www.camping-car.org/.

Verkehrsbestimmungen: 
- Anschnallpflicht.
- Promillegrenze: 0,5 ‰.
- Das Tragen von fluoreszierenden Warnwesten ist für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten, z.B. bei Panne oder Unfall. Das Tragen der fluoreszierenden Sicherheitsweste ist auch für Farradrahrer außerhalb von Ortschaften Pflicht.
- Kinder unter 10 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz Platz nehmen und müssen in einem passenden Kindersitz befördert werden.
- Für etwaige Pannen müssen rote Warndreiecke mitgeführt werden.
- Vorfahrtsregelungen: Generell rechts vor links. Im Kreisverkehr gilt diese Priorité-Regelung oft nicht. Das Schild mit der Aufschrift »Vous n'avez pas la priorité« signalisiert allen Fahrern, dass die Fahrzeuge im Kreisverkehr Vorfahrt haben. Die so genannte Passage protégé gewährt Fahrzeugen auf allen größeren Straßen außerhalb von Ortschaften Vorfahrt. Sie sind in der Regel mit einem »X« auf dreieckigem Untergrund beschildert. Darunter steht Passage protégé.
- Tagsüber sollte außernorts auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Abblendlicht muss zurzeit bei Regen- und Schneefällen sowie in Tunnels eingeschaltet werden.
- Parken und Halten ist unter Brücken, in Tunnels und Unterführungen sowie an gelben Parkrändern verboten.
Schneeketten können überall gekauft oder gemietet werden. Geschwindigkeitsdelikte und andere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung werden umgehend mit Bußgeldern geahndet. Alkoholtests sind üblich.
Alles, was man über das Autofahren in Frankreich wissen sollte, ist in der Broschüre »Bienvenue en France par l'Autoroute« nachzulesen, die vom Maison de la France erhältlich ist.

Höchstgeschwindigkeiten:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h,
außerhalb von Ortschaften: 90 km/h,
auf Straßen mit zwei Fahrspuren in jeder Richtung: 110 km/h,
auf Autobahnen: 130 km/h.
Wer seinen Führerschein noch keine zwei Jahre besitzt, darf außerorts nicht schneller als 80 km/h und auf Schnellstraßen höchstens 100 km/h fahren.

Unterlagen: Nationaler Führerschein. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern.

Stadtverkehr

Das städtische Nahverkehrssystem ist ausgezeichnet. Die Busverbindungen in allen größeren Städten sind gut. Busse fahren im Allgemeinen von 05.30 Uhr-20.30 Uhr. Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und U-Bahnen wie in Marseille und Paris ergänzen das Verkehrsnetz. Lyon hat auch eine Zahnradbahn. Der erste fahrerlose, automatische Zug der Welt verkehrt in Lille, das auch Straßenbahnlinien hat. St. Etienne und Nantes haben ein Straßenbahnnetz, und in Grenoble, Limoges und Nancy verkehren Oberleitungsbusse. Einzelfahrkarten, Wochen- und Monatskarten gibt es im Voraus zu kaufen. Gutes Informationsmaterial und Pläne des jeweiligen Streckennetzes stehen zur Verfügung. In vielen Teilen der Innenstadt ist Parken verboten. Ansonsten ist die Parkzeit begrenzt (Zone bleue) und im Allgemeinen kostenpflichtig (die dafür vorgesehenen Parkplätze sind auf dem Boden markiert (weiß-gestrichelte Linien). Gebührenpflichtige Parkhäuser (Internet: www.parkingsdeparis.com) gibt es in ganz Paris und am Stadtrand. Diese verfügen über eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Während der Hauptverkehrszeiten (07.30-09.00 Uhr und 17.30-19.30 Uhr) ist der Verkehr häufig sehr dicht.


Paris
hat eines der besten Verkehrsnetze der Welt. Die Pariser Verkehrsbetriebe, die RATP, (Internet: www.ratp.fr) kümmern sich um den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Paris. Sie sind für das gesamte Buslinien-, U- und S-Bahnnetz der Stadt verantwortlich.

Métro:
Das dichte Netz der 15 U-Bahnlinien, die 300 Stationen anlaufen, macht die Métro zum idealen Verkehrsmittel. Beim Umsteigen auf die Correspondance-Hinweisschilder auf den Bahnsteigen achten. Die Namen der U-Bahnlinien richten sich nach dem des jeweiligen Endbahnhofes. Man muss also immer wissen, an welchem Bahnhof die Linie endet, mit der man fahren möchte, und dann den entsprechenden Hinweisschildern folgen. Will man z. B. in west-östlicher Richtung zwischen Balard und Créteil fahren, muss man dem Hinweisschild Direction-Créteil folgen. Die einzelnen U-Bahnlinien sind auch nummeriert, die Nummern der Linien werden jedoch selten zu ihrer »Identifizierung« benutzt. Übersichtspläne des Streckennetzes finden sich auf den Bahnsteigen und in den Zügen. Es lohnt sich, anstelle von Einzelfahrscheinen ein so genanntes Carnet zu kaufen, ein Heft mit 10 Fahrkarten. Es gilt ein Einheitstarif. Egal, wie weit man fährt oder wie oft man umsteigt, der Fahrpreis bleibt immer gleich. Davon ausgenommen sind nur einige Vororte. Die Metro verkehrt täglich zwischen 05.20 Uhr und 01.20 Uhr, samstags eine Stunde länger.

Straßenbahn:
Die T3 (Internet: http://www.tramway.paris.fr/) verbindet den Pont du Garigliano mit dem Porte d'Ivry.

Vorortzüge:
 Die schnellen Vorortzüge der RER verkehren auf folgenden Linien:
Linie A: St. Germain-en-Laye nach Boissy-St. Leger oder Marne-la-Vallée;
Linie B: Robinson und Saint-Remy-les-Chevreuses zum Flughafen Charles de Gaulle oder nach Mitry-Claye;
Linie C: Pontoise, Versailles-Rive Gauche oder Saint-Quentin-en-Yvelines nach Versailles oder nach Saint-Martin d'Étampes oder nach Dourdan-la-Forêt.
Linie D: Von Orry-la-Ville - Coye nach Malesherbes oder nach Melun.
Linie E: Haussmann St-Lazare nach Tournan oder Chelles Gournay.
Für diese Linien gilt eine Zonenregelung. Die Fahrpreise richten sich nach Fahrzeit bzw. Entfernung. Eine Ausnahme bildet das Stadtgebiet, für das, wie bei der Métro, ein Einheitstarif gilt. Vorortzüge der SNCF ergänzen das Angebot des Pariser Nahverkehrsnetzes.

Bus:
 Es gelten die gleichen Fahrkarten wie in der Métro. Die Buslinien sind jedoch in Gebührenzonen aufgeteilt (Sections). Insgesamt gibt es 8 Zonen. Innerhalb des Stadtgebietes von Paris reicht eine 2-Zonen-Fahrkarte aus. Für zwei, drei oder mehr Zonen werden zwei Fahrkarten benötigt. Die ersten Busse fahren um 05.30 Uhr, die letzten um 20.30 Uhr; einige Linien verkehren bis 00.30 Uhr. In der Nacht verbinden die so genannten Noctambus das Zentrum von Paris (vor allem Place du Châtelet) mit den Vororten. Fahrpläne sind an den Haltestellen angeschlagen. Die Fahrpreise und Fahrscheine sind mit denen der Privatunternehmen, die in den Vororten Buslinien betreiben, abgestimmt. Die Fahrscheine berechtigen zur Fahrt im gesamten Metro-, Bus- und RER-Netz. Die Paris Visite-Karte gilt außer für die Métro auch für alle Pariser Buslinien sowie für das gesamte Netz der RER/RATP in der ersten Klasse. Davon ausgenommen sind Minibusse, Sonderbuslinien und die Vorortzüge der RER/SNCF. Die Karte ist wahlweise für éinen, zwei, drei oder fünf aufeinanderfolgende Tage von den Informationszentren der Pariser Verkehrsbetriebe RATP, 54 Quai de la Rapée, Tel: 08 92 68 77 14 (0,34 c/Min.) (Internet: http://www.ratp.fr/) erhältlich. Man bekommt sie auch in Métrostationen, den sieben Hauptbahnhöfen, den Flughäfen, in Hotels und in einigen Banken. Die Carte Orange, eine Wochen- oder Monatskarte (für die man ein Passfoto benötigt), ermöglicht unbegrenztes Fahren innerhalb einer Woche oder innerhalb eines Kalendermonats je nach Wunsch in 2, 3, 4 oder mehr Zonen mit Bus, Métro und RER, Vorortzügen der SNCF und einigen Vorortbussen (RATP). Erhältlich in allen Vorortbahnhöfen, Bahnhöfen und bestimmten Geschäften. Kinder unter 4 Jahren fahren in der Pariser Métro und den Bussen umsonst. Kinder im Alter von 4-11 Jahren bezahlen die Hälfte.

Taxis:
 Fahrgäste können an den Taxiständen einsteigen (markiert mit einem viereckigen Taxi-Schild in weiß auf blauem Grund) oder ein Taxi auf der Straße herbeirufen (sofern es frei ist. Das Taxi-Schild auf dem Dach ist dann hell erleuchtet und die kleinen Lichter darunter sind ausgeschaltet). Alle Taxis sind mit einem Taxameter ausgestattet. Tag- und Nachttarife sind in jedem Taxi angeschlagen. Extragebühren werden für Fahrten von und zu Bahnhöfen und Flughäfen sowie für den Transport von Tieren und Gepäckstücken berechnet. Scheckkarten werden nicht, Schecks nur selten akzeptiert, die Mitnahme von Bargeld ist unerlässlich. Auskünfte zu den Taxitarifen in ganz Frankreich gibt es in der Rubrik Tarife online unter http://www.artisan-taxi.com/.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Nationale Fluggesellschaft: Air France (AF) (www.airfrance.de). Direktflüge mit Air France (AF) nach Paris von folgenden Flughäfen: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien und Zürich sowie nach Lyon ab Düsseldorf, Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Wien.

Mit Austrian Airlines (OS) ab Wien in verschiedene französische Städte. 

Weitere Fluggesellschaften, die Frankreich anfliegen: British Airways (BA), KLM (KL), Swiss (LX), Lufthansa (LH) und Eurowings (EW).

Mit Tuifly (X3) von zahlreichen deutschen Großstädten aus sowie ab Wien und Zürich.

Internationale Flughäfen

Bordeaux Internationaler Flughafen (BOD). (www.bordeaux.aeroport.fr) Der Flughafen liegt 12 km westlich vom Stadtzentrum von Bordeaux entfernt. Tel: <p>(05) 56 34 50 50</p>.

Basel-Mulhouse-Freiburg EuroAirport (BSL/MLH/EAP). (www.euroairport.com) Der Flughafen befindet sich 8 km nordwestlich des Stadtzentrums von Basel, 25 km südlich des Stadtzentrums von Mulhouse und 70 km südlich von Freiburg. Die Flughafen-Codes BSL (Basel) und MLH (Mulhouse) verweisen auf den bi-nationalen Status des Flughafens (Schweiz/Frankreich), während das Kürzel EAP für EuroAirport steht. Tel: <p>(03) 899 031 11.</p>.

Lyon Saint Exupéry Flughafen (LYS). (www.lyonaeroports.com) Der Flughafen ist 20 km östlich vom Stadtzentrum von Lyon entfernt. Tel: <p>04 2600 70 07.</p>.

Marseille Provence Flughafen (MRS). (www.marseille-airport.com) Der Flughafen liegt 25 km von Marseille und 25 km von Aix-en-Provence entfernt. Tel: <p>(04) 42 14 14 14.</p>.

Nizza Cote d'Azur Flughafen (NCE). (www.nice.aeroport.fr) 7 km westlich vom Stadtzentrum Nizza. Tel: <p>(0820) 42 33 33.</p>.

Paris Orly Flughafen (ORY). (www.aeroportsdeparis.fr) 14 km südlich vom Pariser Stadtzentrum. Tel: <p>+33 170 36 39 50</p>.

Paris Charles de Gaulle Flughafen (CDG). (www.aeroportsdeparis.fr) 23 km nordöstlich von Paris. Tel: <p>1 7036 39 50.</p>.

Toulouse-Blagnac Flughafen (TLS). (www.toulouse.aeroport.fr) 8 km nordwestlich von Toulouse. Tel: <p>825 38 00 00.</p>.

Straßburg Internationaler Flughafen (SXB). (www.strasbourg.aeroport.fr) Der Flughafen liegt 10 km südwestlich von Straßburg. Tel: <p>(03) 88 64 67 67.</p>.

Schiff

Im April kreuzt die AIDAdiva von Aida Cruises ab Gran Canaria im Atlantik und fährt dabei auch Le Havre an.
Es gibt zahlreiche Fährverbindungen von Großbritannien und den britischen Kanalinseln nach Frankreich, u. a. mit

Brittany Ferries (Internet: www.brittany-ferries.com): Portsmouth – Caen, Portsmouth - Cherbourg, Portsmouth – Le Havre, Poole – Cherbourg, Plymouth – Roscoff;Condor Ferries (Internet: www.condorferries.co.uk) (Jersey/Guernsey - St. Malo; Portsmouth - Cherbourg);

DFDS Seaways
(www.dfdsseaways.de) (Newhaven - Dieppe; Dover - Calais; Dover - Dunkirk; Portsmouth - Le Havre);P&0 Ferries (www.poferries.com) (Dover - Calais);

LD Lines
(www.ldline.co.uk/) (Dover - Calais; Dover - Dunkirk; Newhaven - Dieppe; Portsmouth - Le Havre) und

Comanav
bietet als Mitglied der CMA CGM Group von Casablanca in Marokko aus Fährdienste nach Le Havre und Marseilles an. Von Algerien aus bieten Algerie Ferries (Algier/ Oran/ Bejaia/ Skikda/ Annaba - Marseille) und Cnan Maghreb Lines (Oran/ Algier - Marseille) Passagier- und Autofährverbindungen an. Überfahrten von Italien in korsische Häfen organisieren Corsika Sardinia Ferries (Savona - Bastia), Moby Lines (Genua - Bastia) und CMN La Méridionale (Porto Torres (Sardinien) - Propriano). Fährdienste zwischen Tunis und Marseille bieten CTN und Maritima Ferries.Weitere Informationen zu Fährverbindungen gibt Ferry Online (www.ferryonline.co.uk).  

Bahn

Die Bahnverbindungen zwischen Frankreich und den europäischen Nachbarstaaten sind ausgezeichnet.

Tägliche Verbindungen mit dem ICE gibt es von Frankfurt über Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken nach Paris (Fahrzeit: 4 Std.).

Der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV (Internet: http://www.tgv.com) bedient die folgenden Strecken:
 Genf - ParisBasel - Marseille (Fahrtdauer: Ca. 4 Std. 30 Min.), Mulhouse - MarseilleBern - Basel - ParisLausanne - Vallorbe - Paris Zürich - Basel - Mülhausen - Straßburg - Paris (Fahrzeit von Basel: 2 Std. 50 Min.; von Zürich: 4 Std. 03 Min.)Stuttgart - Karlsruhe - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std. 10 Min.) München - Augsburg - Ulm - Stuttgart - Karlsruhe (2 Std. 30 Min. bis Paris) - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 5 Std. 45 Min.)Frankfurt - Marseille (Fahrzeit: 7 Std. 44 Min.)Frankfurt - Lyon (Fahrzeit: 5 Std. 56 Min.)Freiburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std. 30 Min.)Baden-Baden - Lyon (Fahrzeit: 4 Std. 18 Min.)Frankfurt - Straßburg - Paris (Fahrzeit: 3 Std 40 Min.)Paris - Perpignan - Girona - Barcelona - Saragossa - Madrid (Fahrzeit: 10 Stunden)nach Marseille, Nîmes, Montpellier, Bordeaux und ins Disneyland Paris mit Umstieg in Straßburg.

Das gut ausgebaute EuroCity-Netz wird ständig erweitert. Es gibt Direktverbindungen mit verschiedenen Fernverkehrszügen von Paris nach Köln, Frankfurt/M., Karlsruhe, Stuttgart, München, Wien und Zürich und von Straßburg über München-Ost und Salzburg nach Wien.Der Luxuszug Venice Simplon-Orient-Express (Internet: www.orient-express.com) verbindet Wien mit London und Paris.

Der Thalys (Internet: www.thalys.com) fährt u.a. von Paris, London über Brüssel nach Aachen und Köln (Fahrzeit Paris-Köln: 3 Std. 14 Min) und mehrmals täglich von Essen nach Paris via Düsseldorf, Duisburg und Köln.In Deutschland können Sie die Thalys-Tickets sowohl online als auch telefonisch, im Reisebüro oder im Thalys Store & More erwerben (www.thalys.com/de/de/service/vor-der-fahrt/fahrschein). Thalys Store & More gibt es 3 Mal in Deutschland:
- Thalys Store & More Köln, Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln, (gegenüber dem Haupteingang des Hauptbahnhofs), Tel. 0180 500 90 73 (www.voyages-sncf.eu). Buchbar sind dort in erster Linie Tickets für den ab Köln fahrenden Thalys sowie sämtliche Fahrkarten der SNCF und des Eurostar Zugs nach London. 
 
- Thalys Store & More Düsseldorf, Heinz-Schmöle-Straße 12 (Eingang Bertha-von Suttner-Platz gegenüber vom Hauptbahnhof), 40227 Düsseldorf.
 
- Thalys Store & More Aachen im Hauptbahnhof Aachen.

Voyages SNCF hat vor dem Kölner Hauptbahnhof, Bahnhofsvorplatz 1, einen eigenen Shop (Tel. 0221 91393121 - www.voyages-sncf.eu). Buchbar sind dort in erster Linie Tickets für den ab Köln fahrenden Thalys sowie sämtliche Fahrkarten der SNCF und des Eurostar Zugs nach London.

Es bestehen durchgehende Verbindungen zwischen Paris (Gare du Nord) und London-St. Pancras. (Fahrzeit 2 Std. 15 Min.) mit dem Eurostar (www.eurostar.com) sowie zwischen London und Lille (Fahrzeit 1 Std. 20 Min.) und London und Brüssel-Midi (Fahrzeit 2 Std.).SNCF und Renfe bieten eine Schnellzugverbindung zwischen Paris und Barcelona (Fahrzeit: 6 Std 25. Min.).

Der Eurotunnel Shuttle fährt zwischen Calais und Folkestone durch den Kanaltunnel und transportiert Lastkraftwagen, Autos und Busse. Es verkehren Autoreisezüge und Passagier-Shuttles. Die Fahrzeit von Terminal zu Terminal beträgt 35 Minuten, von Autobahn zu Autobahn ca. 1 Stunde (www.eurotunnel.com).

Fahrpreisermäßigungen:
InterRail-Tickets sind gültig, Einzelheiten s. Deutschland. Weitere Informationen von den Informationsbüros der DB-, SBB- und ÖBB-Agenturen sowie den französischen Staatsbahnen (SNCF) unter Tel. 0180 599 66 33 (24 Stunden-Service). 

InterRail: Kinder (4-11 Jahre), Jugendliche (12-27 Jahre), Erwachsene (ab 26 Jahren), Senioren (ab 60 Jahren), die seit wenigstens 6 Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der GUS oder der Türkei haben, können InterRail nutzen.
Der InterRail Ein-Land-Pass ist erhältlich für Reisen in knapp 30 europäischen Ländern einschließlich Mazedonien und der Türkei und ist gültig an wahlweise 3, 4, 6, 8 Tagen innerhalb 1 Monats in einem Land. Kinder von 0-11 Jahren reisen kostenfrei.
Der InterRail Global-Pass ermöglicht Reisen durch mehrere Länder und wird mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern angeboten. Es können entweder 5 Tage aus 10 Tagen Gesamtgültigkeit oder 10 aus 22 gewählt werden. Möglich ist auch eine kontinuierliche Zeitdauer von 22 Tagen oder von 1 Monat. 

Bus/Pkw


Pkw: Ausgezeichnetes Straßenverkehrsnetz, Verbindungen in alle Nachbarstaaten. 

 

Mit der A 34 zwischen Sedan und Reims bietet sich Frankreich-Urlaubern, die aus Nord- und Westdeutschland anreisen, eine bequemere Reiseroute Richtung Paris an. Wer bisher über Aachen, Lüttich und Mons Richtung Westfrankreich fuhr, kann jetzt die kostenlose A 34 durch die französischen Ardennen nutzen, die in Reims an die A 4 nach Paris anknüpft. Frankreich-Urlauber aus Südwestdeutschland können durchgehend Autobahnen bis nach Le Havre nutzen, ohne über den Großraum Paris fahren zu müssen: Ab Saarbrücken über die A 4 bis Reims, dort auf die A 26 bis St-Quentin und dann weiter auf der A 29 bis nach Le Havre.

 

 

Die Ost-West-Autobahn A19 von Sens nach Orleans bietet eine durchgängige Querverbindung für Reisende aus dem Rhein-Main-Gebiet und dem Saarland ins Loire-Tal und die Bretagne.

 

Autofahrer haben freie Fahrt durch den Mont-Blanc-Tunnel nach Italien und durch den Pyrenäen-Tunnel nach Spanien. Die Route führt von Montrejeau an der französischen A 64 (Pau - Toulouse) durch die Zentralpyrenäen und das Vall d'Aran zum Tunnel de Vielha und von dort weiter über die spanische N 230 nach Lleida (Lerida).

 

Fernbus: Flixbus (www.flixbus.de) und Eurolines (www.eurolines.com) fahren von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Frankreich.

 

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0033. Die Ortsnetzkennzahl für Paris ist »01«. Kartentelefone findet man überall, Telefonkarten sind in Postämtern und Tabak-, Souvenir- und Zeitschriften-Läden erhältlich. Von Mo-Fr von 19.00-08.00 Uhr und Sa-So durchgehend gibt es günstigere Tarife für internationale Anrufe.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 Netze sind weit verbreitet. Die Hauptnetzbetreiber sind Bouygues Telecom (Internet: www.bouyguestelecom.fr), Orange France (Internet: http://www.orange.fr/) und SFR (Internet: http://www.sfr.fr/). Roaming-Verträge mit verschiedenen europäischen und internationalen Anbietern bestehen.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. 

Fax

Sind weit verbreitet, viele Hotels und alle Postämter bieten einen Faxservice an.

Internet/E-Mail

Öffentlicher Internetzugang besteht u.a. in Internet-Cafés. Kostenlosen drahtlosen Zugang zum Internet via Wi-Fi bieten viele Schnellrestaurants und Cafés. In Frankreich gibt es ein dichtes Netz aus öffentlichen Hotspots. Hauptanbieter ist Orange (Internet: www.orange.fr). Es gibt immer mehr „WiFi-Säulen“ auf öffentlichen Plätzen wie auf Straßen und Bahnhöfen, die drahtlosen Zugang zum Internet bieten. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. auch die kostenpflichtigen Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de/index.html).   

Telegramme

Können in Postämtern aufgegeben werden.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Briefmarken kann man auch in Tabac-Läden kaufen. Post innerhalb Europas benötigt normalerweise 2-3 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.00-19.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

Die vielen Reize des Landes können hier nur andeutungsweise beschrieben werden. Das Kapitel ist in Regionen unterteilt und enthält jeweils Beschreibungen der regionalen Küche, Geschichte, Kultur und Landschaften.

Rundreisen
5-tägig:
Paris – Chartres – Blois – Chambord – Amboise – Chenonceaux – Azay-le-Rideau – Chinon – Tours – Paris. 7-tägig: Nizza – Antibes – Cannes – Grasse – Digne – Avignon – Les Baux – Arles – Aix-en-Provence – St. Tropez – St. Raphael – Nizza.

Paris & Ile-de-France

Das Zentrum von Paris bedeckt eine Fläche von 105 qkm und ist damit klein genug, um es an einem Tag erkunden zu können. Die Pariser Umgehungsstraßen Périphérique und Boulevard circulaire folgen ungefähr den alten Stadtmauern aus dem 19. Jahrhundert.

Der älteste Stadtteil ist die Ile-de-la-Cité, eine Insel in einer Flussbiegung der Seine. Die Insel wird von der wundervollen Kathedrale von Notre Dame überragt. In einer Ausstellung in der Crypte Archéologique wird die frühe Stadtgeschichte eindrucksvoll dokumentiert.

Das Quartier Latin (Boulevards St. Michel und St. Germain) ist Sitz der Sorbonne und heute noch Mittelpunkt studentischen Lebens.

Einige der schönsten mittelalterlichen Wandteppiche Europas kann man im Musée de Cluny bewundern. Das Musée d'Orsay, ein restauriertes Bahnhofsgebäude am westlichen Ende des Boulevards St. Germain, hat eine ausgezeichnete Sammlung von Gemälden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Am linken Seineufer liegen auch der Panthéon, die Basilika St. Severin, der Palais und der Jardin du Luxembourg, das Hôtel des Invalides mit dem Grabmal Napoleons, das Musée Rodin und die älteste Kirche von Paris aus dem 11. Jahrhundert St. Germain-des-Prés.

Am rechten Flussufer, westlich des Quai d'Orsay hinter dem Eiffelturm, trifft man auf eine ganze Reihe von Museen und Kunstgalerien. Diese Gegend wird Trocadero genannt und ist ein beliebter Treffpunkt. Etwas weiter nördlich liegt die Place Charles de Gaulle, den die Pariser Etoile nennen und auf dem der Arc de Triomphe an eine triumphreiche Zeit erinnert. Hier beginnt auch die vornehmste Einkaufs- und Flanierstraße der Stadt, die Champs-Elysées (»Elysische Felder«).

Am anderen Ende der Straße befinden sich der Place de la Concorde, der Jardin des Tuileries und schließlich der ehemalige Palast, der Louvre, heute eines der größten Museen weltweit. Die Pyramide vor dem Louvre mit 666 Glasscheiben war schon vor ihrer Fertigstellung fast genauso bekannt wie die Kunstgalerie selbst.

Nördlich des Louvre befinden sich der Palais Royal, die Kirche Madeleine und die Opéra Garnier. Im Osten liegen Les Halles, ein Einkaufs- und Geschäftszentrum, das auf dem Gelände des alten Großmarktes errichtet wurde. In den engen Gassen rund um Les Halles gibt es viele Restaurants, die alle nur erdenklichen kulinarischen Genüsse anbieten.

Weiter östlich, hinter dem Boulevard Sébastopol liegt das moderne Centre Pompidou (auch Beaubourg genannt), in dem zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Nicht selten sind auch die Bürgersteige vor dem Gebäude mit in das bunte Schauspiel einbezogen, denn hier versammeln sich oft Straßenkünstler.

Weiter östlich, im Marais-Viertel liegt das Carnavalet-Museum, das in einem wunderschönen Haus aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist. Das Picasso-Museum befindet sich in einem prächtigen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Eines der bekanntesten Stadtviertel, Montmartre, liegt auf einem Hügel und überblickt das rechte Seineufer. Unterhalb von Sacré-Coeur erklimmt eine Zahnradbahn den steil ansteigenden Hügel. Das frühere Armenviertel wurde etwa um 1890 für den Tourismus entdeckt und kam zu neuem Wohlstand. Seitdem reißt der Besucherstrom nicht ab.
Eine alte Legende Montmartres rankt sich um Sankt Denis. Nach seinem Märtyrertod, so wird erzählt, soll er kopflos den Hügel hinuntergelaufen sein und an der Stelle, wo er zu Boden sank, wurde St. Denis gebaut, die erste gotische Kathedrale der Welt.

La Villette, die Stadt der Wissenschaft und Technik, ist einer der neuesten Anziehungspunkte. Mit Hilfe modernster Ausstellungstechniken werden die Geschichte menschlicher Erfindungskraft aufgezeichnet und Zukunftsszenarios entworfen. Sammelkarten sind erhältlich. La Villette liegt nördlich von Belleville, einem Arbeiterbezirk, in dem Edith Piaf und Maurice Chevalier geboren wurden.

Das unvergleichliche Pariser Flair kann man in den unzähligen Straßencafés genießen, von denen man dem bunten Treiben der Passanten zuschauen kann. Nippsachen oder Brocante sind auf einigen Flohmärkten (Marché aux puces) am Stadtrand zu erstehen. Es gibt mehrere Antiquitätenzentren (Louvre des Antiquaires, Village Suisse), die antike Möbel und andere Artikel zum Verkauf anbieten.

Die großen Kaufhäuser sind das Printemps und die Galeries Lafayette nahe der Oper, der Bazaar Hôtel de Ville und Samaritaine am rechten Seineufer sowie Bon Marché am linken Ufer.

Die Schlösser von Rambouillet und Fontainebleau am Stadtrand von Paris sind eingebettet in die Reste des großen Waldgebietes der Ile-de-France (der Gegend um Paris). Ein Besuch des Schlosses Versailles ist äußerst interessant. Es diente dem »Sonnenkönig« Ludwig XIV. am Ende des 17. Jahrhunderts als Residenz. Die imposante Gartenanlage gilt als Paradebeispiel barocker Gartenkunst. Das Schlafzimmer des Königs ist Mittelpunkt des Gebäudes, auch die Gartenanlage ist auf diesen Raum ausgerichtet. Besonders sehenswert ist der berühmte Spiegelsaal. 

Mit dem Paris Museum Pass erhält man freien Eintritt in etwa 60 städtische Museen und Landesmuseen. Es ist zu beachten, dass die meisten Museen an öffentlichen Feiertagen und an einem Werktag, meistens montags oder dienstags, geschlossen sind. Sonntags kostet der Eintritt die Hälfte, Personen unter 25 oder über 65 Jahren erhalten Ermäßigungen.

Das Freizeitgelände Disneyland Paris (Internet: www.disneylandparis.com) befindet sich in Marne-la-Vallée, 32 km östlich von Paris. Die Gesamtfläche des Freizeitparks beträgt 1943 ha, ein Fünftel der Fläche von Paris. Neben der Hauptattraktion, dem Themenpark Disneyland Paris befinden sich hier auch Hotels, Restaurants, ein Campingplatz, zahlreiche Geschäfte und ein Golfplatz. Das Gelände ist leicht per Auto, Zug oder Flugzeug zu erreichen (Euro Disney liegt zwischen den beiden Hauptflughäfen von Paris, Roissy-Charles de Gaulle und Orly).

Bretagne

Die Bretagne besteht aus den Departements Côtes d'Armor, Finistère, Ille-et-Villaine und Morbihan. Seit langer Zeit schon ist die Fischerei der wichtigste Industriezweig der Bretagne. Am Finistère (Finis Terra oder Landende) kommt es vor, dass die Gischt bei hohem Seegang 30 m in die Luft spritzt. Die Küstenlandschaft ist an der Pointe du Raz und bei Perros-Guirec besonders eindrucksvoll.
Die Gallier kamen etwa im Jahre 600 v. Chr. auf die Halbinsel. Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt und die unzähligen Kromlechs, Altäre, Menhire und Dolmen, die sie überall in der Bretagne errichteten, sind noch heute geheimnisumwittert. Carnac ist die beeindruckendste dieser Stätten. Während der Herrschaft Julius Cäsars wurden die Gallier von den Römern vertrieben, die wiederum den Kelten weichen mussten, die 460 n. Chr. aus Britannien einwanderten. Die Kelten nannten ihr neues Land Brittanica Minor und teilten es in die Küstenregion l'Ar Mor (das Land am Meer) und das innere Hochland l'Ar Coat (das Land der Wälder) auf. Noch heute werden diese Gegenden l'Armor und l'Argoat genannt. Die Kelten waren hervorragende Bildhauer; die zahlreichen noch erhaltenen Calvaires, kunstvoll gemeißelte Steinkreuze, sind Zeugnisse dieser Kunstfertigkeit.
Die Smaragdküste um Dinard in der nördlichen Bretagne hat viele schöne Badestrände zu bieten. Die Badeorte sind oft nach wenig bekannten Heiligen benannt: St. Egonat, St. Laumore, St. Brill, St. Acut und St. Cast sind nur einige Beispiele. Val André, Etables und St. Quay sind die schönsten der zahlreichen Badestrände, die in der Bucht von St. Brieuc liegen. Der besondere Reiz der Bretagne liegt in ihrer wilden Schönheit und dem Charme der bretonischen Kultur. Die traditionellen Prozessionen und Feste der Patrons, die in vielen Ortschaften stattfinden, scheinen sich seit den Zeiten der Kelten wenig verändert zu haben. In der Gegend um Plouha wird noch viel Bretonisch gesprochen, eine Sprache, die auf keltische Dialekte zurückgeht.
Die felsige Steilküste jenseits von Paimpol birgt für die Schifffahrt viele Gefahren. Die vielen Leuchttürme bezeugen dies. Die schönen Dörfer und Strände von Perros-Guirec, Trégastel und Trébeurden stehen in reizvollem Kontrast zu der harschen, zerklüfteten Küstenlandschaft. An der Spitze der Halbinsel bei Aber Vrac'h und Aber Benoit brechen die Wellen des Atlantik in tiefen Felsspalten.
Die Hafenstadt Brest hat einen der besten Naturhäfen Europas und eine sehenswerte Burg (13. Jahrhundert). Eine Bootsfahrt auf dem Kanal, der von Brest nach Nantes führt, lohnt sich. Er ist jedoch nicht auf der gesamten Strecke schiffbar. Das Hinterland besteht aus bewaldeten Hügeln und Bauernhöfen (Buttes), kleinen Flüssen und engen Tälern. Viele dieser so genannten Berge sind lediglich sanfte niedrige Hügel. Sie sind die Überreste der ältesten Bergkette der Welt.
Saint-Malo an der Nordküste ist eine beeindruckende mittelalterliche Stadt. Obwohl der warme Golfstrom das Klima ganzjährig begünstigt, dauert die Urlaubssaison nur von Juni bis September. Rennes, die alte Provinzhauptstadt der Bretagne, ist ein guter Ausgangspunkt für Exkursionen in das Hochland. Die Sehenswürdigkeiten von Rennes sind der Palais de Justice, die Burg, das Museum der Schönen Künste und das Musée de Bretagne, das sich um die Bewahrung der bretonischen Kultur bemüht.
Die Qualität der örtlich geernteten Zutaten gibt der einfachen bretonischen Küche einen natürlichen Geschmack. Austern, Hummer und andere Meeresfrüchte, Lamm und Rebhuhn sind besonders zu empfehlen. Die Salzwiesen der südlichen Bretagne geben Wildbret, Rind- und Schweinefleisch einen unverwechselbaren Geschmack. Crêpes sind die regionale Spezialität. Man unterscheidet die süßen Suzette, die man mit Zucker, Honig, Marmelade oder Fruchtgelee als Dessert isst, und die Sarrazin aus Buchweizenmehl, die mit Eiern und/oder Käse und Speck serviert werden. Crêpes sind leicht und bekömmlich und schmecken besonders gut mit einem Glas Cidre. Die Bretagne ist für gute Butter, die leicht gesalzen ist, bekannt. Käse wird kaum hergestellt. Zum Essen trinkt man Cidre oder Wein. Der beliebte Muscadet-Wein wird im Loire-Delta, dem äußersten Süden der Bretagne gekeltert. Muscadet ist ein trockener, fruchtiger Weißwein, der gut zu Meeresfrüchten und besonders gut zu Austern passt.

Normandie

Die Normandie besteht aus fünf Departements: Seine-Maritime, Calvados, Manche, Eure und Orne. Die beiden letzten haben im Unterschied zu den übrigen drei Departements keinen Küstenstreifen. Auf der südlichen Grenze verläuft der Fluss Couesnon, der durch eine Tiefebene fließt und dessen Flussbett sich über die Jahre verlagert hat. Es bewegt sich langsam vom Mont-Saint-Michel weg, einem der bekanntesten und kuriosesten Bauwerke Europas. Der Mont-Saint-Michel und seine Bucht stehen auf der Liste der erhaltungswürdigen Naturdenkmäler und Kulturgüter der UNESCO. Die Gezeitenschwankungen sind hier außerordentlich stark. Der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut kann bis zu 15 m betragen.
Das heutige Kloster von Saint-Michel ließ Bischof Aubert im 8. Jahrhundert erbauen. Um seine Entstehung rankt sich eine Legende nach der der Erzengel Michael an dieser Stelle erschienen sein und den Bau einer Abtei bestimmt haben soll. Der angebliche Umriss seines Fußabdrucks ist noch heute zu sehen.
Cabourg ist das Balbec der Romane Marcel Prousts. Auch in den Werken Maupassants und Flauberts spielt die Handlung größtenteils in der Normandie. Die Impressionisten Monet, Sisley und Pissaro verewigten ihre Küstenszenerie. Deauville ist einer der traditionsreichsten Badeorte. Die Stadt bietet einen schönen Strand, einen Golfplatz und eine Rennbahn. Bayeux ist unter anderem wegen seines weltberühmten Wandteppichs einen Besuch wert. Die Museen in Arromanches und Bayeux erinnern an die Landung der alliierten Truppen und die Schlachten des 2. Weltkrieges. In Caen gibt es ein Friedensmuseum. Caen hat eine schöne romanische Kirche und eindrucksvolle Ruinen einer ausgedehnten Burganlage, die Wilhelm der Eroberer errichten ließ. Andere sehenswerte Baudenkmäler sind die Kirche St. Etienne aus dem 14. Jahrhundert, die Renaissance-Kirche St. Pierre und die zwei Abteien Abbaye aux Hommes und Abbaye aux Dames. Im Kunstgewerbemuseum sind Kunstgewerbeartikel von der gallo-römischen Zeit bis zur Gegenwart ausgestellt.
Die Hafenstadt Dieppe mit ihren vielen engen Gassen hat eine bezaubernde Atmosphäre. In der Burg aus dem 15. Jahrhundert ist das Musée de Dieppe untergebracht.
Es gibt einige wunderschöne Schlösser in der Normandie, vor allem auf der Strecke Paris – Rouen. Bizy bei Vernon, Gaillon, Gillard in Les Andelys, Vascoeuil und Martinville sind nur einige der klangvollsten Namen. Auf dieser Strecke kann man auch eine Reihe anderer Bauwerke besichtigen, die unter Denkmalschutz stehen: Haus und Garten Claude Monets in Giverny, die Abbaye de Mortemer (Lisors) und das Dorf Lyons-la-Fôret. Es lohnt sich, einen Umweg zu machen, um diese Monuments historiques zu sehen.
Die alte Provinzhauptstadt Rouen hat viele schön restaurierte Häuser und Plätze. Das Vieille Maison (1466) und der Place du Vieux-Marché, auf dem 1432 Jeanne d'Arc verbrannt wurde, sind die bekanntesten. Gute Museen und schöne Kirchen wie St. Ouen und St. Maclou machen Rouen zu einem attraktiven Reiseziel.
In der Normandie wird die vielleicht beste Butter der Welt hergestellt, außerdem Sahne und ausgezeichnete Käsesorten wie der weltbekannte Camembert, Pont l'Evêque und Livarot. Meeresfrüchte gibt es in Hülle und Fülle, Sole Normande ist eine der größten Delikatessen der Welt. Es gibt Hummer aus Barfleur, Garnelen aus Cherbourg und Austern aus Dives-sur-Mur. Das Hinterland bietet weitere kulinarische Köstlichkeiten: Enten aus Rouen, Lamm von den Salzwiesen in der Nähe des Mont-Saint-Michel, Sahne aus Isigny, Hühner- und Kalbfleisch aus dem Cotentin, Cidre und Calvados (Apfelbranntwein) aus dem Pays d'Auge.

Nord, Pas-de-Calais & Picardie

Nordfrankreich unterteilt sich in die Departements Nord, Pas-de-Calais (franz. Flandern) und Somme, Oise und Aisne (Picardie).
Amiens, die Landeshauptstadt der Picardie, hat eine schöne Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, die größte Kathedrale Frankreichs. Das Chorgestühl ist von besonderer Schönheit.
Beauvais ist für die gotische Kathedrale von St. Pierre berühmt (eine karolingische Kirche aus dem 9. Jahrhundert ist in den Gebäudekomplex mit einbezogen); wäre sie jemals fertig gestellt worden, wäre sie die größte gotische Kirche der Welt. Ihre Buntglasfenster aus dem 13. Jahrhundert sind eindrucksvoll. Compiège hat ein berühmtes Schloss, das der französischen Aristokratie ab dem 14. Jahrhundert als Landsitz diente. Die Stadt hat auch ein schönes Rathaus.
Im Schloss von Chantilly befindet sich das Musée Condé. Elegante Barockgärten laden zum Spazierengehen ein und ein Pferdestall aus dem 17. Jahrhundert kann besichtigt werden.
Arras am Fluss Scarpe hat sich sein mittelalterliches Stadtbild weitgehend bewahrt. Viele der Häuser stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Abtei von St. Vaast ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hesdin und Montreuil mit seinen Stadtmauern und seiner Zitadelle sind schöne alte Städte.
Boulogne betritt man am besten über die Unterstadt, in der sich Schutzwällen aus dem 13. Jahrhundert befinden. Von hier eröffnet sich der Blick auf die Oberstadt. Die Burg neben der Basilika ist beeindruckend.
Le Touquet ist ein reizvoller Badeort mit einem 10 km langen Sandstrand. Die Hafenstadt Calais war im Mittelalter von großer strategischer Bedeutung und ist heute für die Herstellung von Spitzen und Tüll bekannt. Das nahe gelegene Dorf Sangatte hat jüngst als französischer Endpunkt des Kanaltunnels Berühmtheit erlangt.
Bier findet hier auch in der Küche Verwendung, besonders in Suppen und Ragouts. Wildkaninchen kocht man mit Backpflaumen und Trauben. Der Hochepot ist ein flämischer Eintopf, der alle Zutaten enthält, die man sich nur denken kann. Fischgerichte stehen häufig auf der Speisekarte, Matelotes aus Seeaal oder Caudiere (Fischsuppe). Beliebt sind die Coques (Herzmuscheln) die scherzhaft als »Austern des armen Mannes« bezeichnet werden. Der Marolles-Käse der Picardie wird aus Vollmilch gemacht, gesalzen und passt hervorragend zu Bier.
Trotz des winzigen Küstenstreifens gibt es in Flandern viele Heringsgerichte – Croquelts oder Bouffis sind leicht gesalzen und geräuchert. Harengs Salés und Harengs Fumés, die von den Einheimischen Gendarmes genannt werden, sind sehr beliebt.

Champagne & Ardennen

Die Champagne mit ihren kalkhaltigen Böden und ihrer sanften Hügellandschaft hätte wohl nie Berühmtheit erlangt, wäre da nicht der Zufall zu Hilfe gekommen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entdeckte ein blinder Mönch, der sich in den Weinkellern der Abtei in Hautviliers um den mittelmäßigen Wein kümmerte, dass sich Kork wunderbar dazu eignete, die Weinflaschen zu verschließen. Die Reifung des Weines wurde dadurch begünstigt, dass nun keine Luft mehr an das Gebräu dringen konnte. Das Kohlendioxid konnte aber auch nicht mehr entweichen. Als er den Korken nach der ersten Gärung herauszog, knallte und schäumte es. »Ich trinke die Sterne«, soll der Mönch gemurmelt haben als er den ersten Schluck Champagner trank.
Der Nordosten besteht aus den Departements Ardennes (Internet: www.ardennes.com), Marne, Aube und Haute-Marne. Die Ardennen wurden einstmals »Waldland« genannt. In den längst verschwundenen Wäldern jagte einst Karl der Große Rotwild, Wildschweine, Fasane und Rebhühner. Die Gegend hat drei Hauptwasserwege: die Seine, die Marne und die Aube.
Das Marnetal zwischen Ferté-sous-Jouarre und Epernay ist eines der hübschesten Täler Frankreichs. Weingärten und Obstbäume bedecken die Hänge und Getreide- und Sonnenblumenfelder wiegen sich in den Tälern. Im Jahre 496 wurde Chlodwig, der erste König Frankreichs, in der Kathedrale zu Reims getauft. Für die nachfolgenden Könige von Ludwig VII. bis Karl X. war es eine Selbstverständlichkeit und eine Ehre, sich dort krönen zu lassen, wo die Geschichte Frankreichs begann. Im Lauf der Jahrhunderte wurden Reims und seine Kathedrale mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Die im romanischen und gotischen Stil erbaute Kirche St. Rémi ist sogar noch älter als die Kathedrale. Unter der Stadt wird Champagner gelagert.
Epernay ist die eigentliche Hauptstadt des Champagners. Hier in den unterirdischen Kalksteinhöhlen, die sich über insgesamt 115 km hinziehen, lagert der Wein mindestens drei Jahre lang. Die Champagnerherstellung ist eine langwierige, komplizierte Angelegenheit; eine der wichtigsten Aufgaben ist die Mischung der besten Jahrgänge. Neben dem weltbekannten Champagner gibt es den ausgezeichneten Blanc de Blanc Champagne Nature, einen nichtschäumenden Weißwein mit leichtem Biss und vielen Eigenschaften des Champagners.
Die klaren Formen des Turms (12. Jh.) der im gotischen Stil erbauten Kathedrale St. Etienne in Châlons-sur-Marne haben sich gut erhalten. In der Nähe liegt die Kleinstadt St. Ménéhould. Durch eine Episode aus der Zeit der französischen Revolution ging sie in die Geschichte ein: 1791 floh König Ludwig XVI. mit seiner Familie aus Paris, er wurde allerdings vom Postmeister des Ortes erkannt und verraten.
Die Bauwerke und Herrenhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert und seine Kirchen machen einen Besuch in Langres lohnenswert.
Troyes, die alte Provinzhauptstadt der Region, hat ein gut erhaltenes Stadtzentrum mit einer gotischen Kathedrale, unzähligen Kirchen und Häusern aus dem 15. Jahrhundert und ein Straßennetz, das wie ein Champagnerkorken geformt ist. Im alten Bischofspalast ist das Musée d'Art Moderne untergebracht, eine Privatsammlung moderner Gemälde. Hier sind u. a. Werke von Bonnard, Degas und Gauguin ausgestellt. Im Champagne-Ardennen-Gebiet gibt es zahlreiche schöne Seen, der größte ist der Lac du Der-Chantcoq. Der Fôret d'Orient ist ein bekanntes Vogelschutzgebiet.
In Châlons-sur-Marne serviert man in Champagner gegartes Huhn. Champagner macht sich auch gut in den Soßen der örtlichen Forellengerichte. Nieren und Hecht werden ebenfalls in diesem exklusiven Getränk geschmort.
Grüne Täler, alte Gemäuer heißt eine viertägige Autorundreise durch die französischen Ardennen. Die 300 Kilometer lange Strecke beginnt in Sedan, der Stadt mit der größten mittelalterlichen Burganlage Europas, führt über Charleville-Mézières, Puppenspieler-Treffpunkt und Geburtsort des Dichters Rimbaud, durch die Thiérache mit ihren Wehrkirchen bis nach Rethel. Das Ardennenmassiv, in dessen Tälern Maas und Semoy fließen, bietet immer wieder neue Aussichtspunkte.

Lothringen, Vogesen & Elsass

Diese Region besteht aus den zwei historischen Provinzen Alsace (Elsass) und Lorraine (Lothringen), die in sechs Departements aufgeteilt sind: Vosges, Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle, Bas-Rhin und das Belfort-Gebiet. In den vergangenen Jahrhunderten wechselten Elsass und Lothringen im Zuge der wiederholten militärischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich mehrmals ihre Landeszugehörigkeit. Die großen Städte der Region sind Strasbourg (Straßburg), Metz, Nancy und Colmar. Straßburg, bei weitem die größte und wichtigste Stadt, war über Jahrhunderte hinweg genau das, was ihr Name besagt: eine Stadt an einer Straße, in diesem Fall an der Ost-West-Handelsstraße bzw. der Nord-Süd-Schifffahrtsroute. Heute ist die Stadt Sitz des Europaparlaments. Straßburg hat eine Vielzahl historischer Bauwerke und eine wundervolle Kathedrale, das bekannte Münster.
Die gallo-römische Stadt Metz war ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bevorzugt durch ihre günstige strategische Lage, die eine Verteidigung leicht machte. Bemerkenswert sind die noch erhaltenen Reste mittelalterlicher Wälle, schöne Gewölbe und einige imposante öffentliche Gebäude; der Stolz der Stadt ist jedoch die Kathedrale St. Etienne.
Nancys Schmuckstück ist der herrlich angelegte Stanislas-Platz, der von eleganten, schmiedeeisernen Zäunen umgeben ist. Im ausgezeichneten Stadtmuseum kann man die Geschichte Lothringens verfolgen.
Bei einem Besuch Colmars fühlt man sich in das Mittelalter zurückversetzt. Colmar ist eine der schönsten Städte des Elsass und Zentrum der elsässischen Weinregion. Rechts und links der engen, verwinkelten Straßen mit Kopfsteinpflaster stehen sorgfältig restaurierte Fachwerkhäuser. Das frühere Dominikanerinnenkloster von Unterlinden aus dem 13. Jahrhundert ist heute ein Museum und beherbergt einige wichtige Kunstwerke des 15. und 16. Jahrhunderts.
Rhein- und Kanal-Rundfahrten werden im Sommer mehrmals täglich angeboten. Bei gutem Wetter kann man Besichtigungsflüge mit Hubschraubern oder Heißluftballons unternehmen. Nostalgische Dampfloks machen regelmäßig Rundfahrten, unter anderem nach Rosheim/Ottrot (an der Weinstraße). Die Strecke zwischen Cernay und Soultz führt am Canal d'Alsace entlang. In Wimmenau wird Glas- und Holzmalerei betrieben. Die Werkstätten und Läden der Töpfereien in Betschdorf und Soufflenheim sind für den Publikumsverkehr geöffnet.
Die französische Weinstraße verläuft zwischen dem Rhein und den waldreichen Ausläufern der Vogesen. Die friedliche Landschaft der weiten Ebene ist voller Weingüter und Obstgärten. Der Weinbau im Elsass hat eine lange Geschichte. Wein wurde bereits vor der Zeit der römischen Besatzung angebaut. Die Herkunft der Reben ist ungeklärt, im Gegensatz zu anderen französischen Weinsorten ist die Rebsorte selbst hier wichtiger und bestimmender für den Geschmack des Weines als die Beschaffenheit des Bodens oder Kelterei und Lagerung. Aus dem Elsass kommen fast ausschließlich Weißweine mit fruchtigem und trockenem Geschmack, der ausgezeichnet zur regionalen Küche passt. Gutes Bier wird sowohl in Lothringen als auch im Elsass gebraut. Contrexville und der Kurort Vittel sind bekannt für ihre Mineralwasserquellen, die schon von den Römern hoch geschätzt wurden.
Eine der Spezialitäten des Elsass ist die Truite bleu, Forelle blau. Die herzhafte elsässische Küche ist eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der französischen Gastronomie. Es wird mit Vorliebe scharf gewürzt. Der Münster ist ein würziger Käse, der auch mit Kümmel gegessen wird. Die leckeren lothringischen und elsässischen Kuchen werden mit saftigen einheimischen Früchten gemacht: Mirabellen, Kirschen, Birnen usw. Aus diesen Früchten werden auch die weltbekannten Eaux-de-Vie hergestellt, hochprozentige, klare Liköre, die man nach einer gehaltvollen Mahlzeit zur besseren Verdauung trinkt.
Lothringen ist für die Quiche Lorraine berühmt, die hier in ihrer ursprünglichen Art mit Sahne, Eiern und Speck zubereitet wird. Nancys Spezialität ist eine Blutwurst, die sich Boudin nennt.

Burgund & Franche-Comté

Burgund beginnt nahe der kleinen mittelalterlichen Stadt Auxerre mit ihrer schönen gotischen Kathedrale und erstreckt sich in südlicher Richtung bis zu den Hügeln von Beaujolais, etwas nördlich von Lyon. Es gliedert sich in die Departements Yonne, Côte d'Or, Nièvre und Saône-et-Loire.
Das mächtige Königreich Burgund bestand 600 Jahre lang und erreichte den Höhepunkt seiner Macht im 15. Jahrhundert. Dank des Geschicks, der Sorgfalt und des guten Geschmacks der hier ansässigen Mönche überstanden die Weinberge die stürmische Geschichte des Landes unbeschadet. Einige Mönchsorden besaßen ausgedehnte Weinberge, unter ihnen die Malteser-, Karmeliter- und Karthäuserorden und vor allem die Benediktiner und Zisterzienser. Es verwundert nicht, dass Burgund mit Klöstern, Abteien und romanischen Kirchen übersät ist. Als hervorragende Beispiele seien hier nur Fontenay, Vézelay, Tournus und Cluny genannt. Dijon war während der Blütezeit Burgunds im 15. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum des politischen und religiösen Lebens. Die vielen guten Museen, Kunstgalerien und das Palais de Ducs, der frühere Sitz des Herzoges von Burgund, sind sehenswert. Auf einem Stadtbummel können die sorgfältig restaurierten Patrizierhäuser aus dem 15.-18. Jahrhundert besichtigt werden; ebenso die eindrucksvolle Kathedrale (13. Jh.).
Die Städte Sens und Mâcon besitzen schöne Kirchen aus dem 12. Jahrhundert.
Die Region Franche-Comté besteht aus den Departements Doubs, Jura und Haute-Saône. Belfort überragt die Belfort-Schlucht, das Tor nach Burgund, zwischen den Vogesen und dem Juragebirge. Seine Lage an den Verkehrswegen nach Deutschland und der Schweiz machte es im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 berühmt als es einer 108 Tage währenden Belagerung widerstand. Der riesige, steinerne Löwe von Belfort erinnert an dieses Ereignis. Er wurde von Bertholdi geschaffen, dem Erbauer der New Yorker Freiheitsstatue. Der französische Jura, der von 245 m bis auf eine Höhe von 1785 m ansteigt, zieht sich in nord-südlicher Richtung an der Schweizer Grenze entlang. Im Westen liegen das bewaldete Jura-Plateau, Weinberge und schließlich die fruchtbare Ebene des nördlichen Bresse, Finage genannt. In dem Mittelgebirge wurden 400 Kilometer Wanderwege markiert und zum Teil neu angelegt. So ist die große Jura-Durchquerung (Grande Traversée du Jura) nun auch zu Fuß möglich. Bislang war sie vor allem Mountainbikern und im Winter Skilangläufern vorbehalten.
Es gibt viele liebliche Flüsse in dieser Gegend: Semouse, Allance, Gugeotte, Lanterne, Barquotte, Durgeon, Colombine, Dourgeonne, Rigotte und Romaine.

Auvergne & Limousin

Westlich der Rhône erheben sich die vulkanischen Höhen des Zentralmassivs. Das Gebiet der historischen Auvergne ist heute in die Departements Haute-Loire, Cantal, Puy-de-Dôme und Allier unterteilt. Die weiter westlich gelegene Region Limousin gliedert sich in die Gebiete Haute-Vienne, Creuse und Corrèze.
Die Auvergne ist reich an Schlössern und Kirchen – die Allier- und Loiretäler seien an dieser Stelle erwähnt. Der hiesige Nationalpark ist ein herrliches Wandergebiet – Seen, Flüsse, Gebirgsformationen, Wälder, Ebenen und erloschene Vulkane machen seinen Reiz aus. Innerhalb seiner Grenzen liegen 10 Kurorte. Die hoch gelegenen Plateaus von Combrailles, Forez und Bourbonnais sind wunderschön.
Clermont-Ferrand ist das politische und wirtschaftliche Zentrum der gesamten Region des Massif Central. Viele Gebäudefassaden, vor allem in den älteren Stadtteilen, reflektieren das charakteristische schwarze Vulkangestein der Region. Es gibt eine gotische Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert und mehrere Museen zu besichtigen.
Die regionale Küche ist ausgezeichnet – Cornet de Murat, Pounti, Truffades und der St.-Nectaire-Käse sind nur einige der zahlreichen Spezialitäten. Die 2000 Jahre alte Provinzhauptstadt von Limousin, Limoges, ist ein wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt. Sie ist berühmt für ihr feines Porzellan. Die nahe gelegene Stadt Aubusson ist bereits seit dem 8. Jahrhundert für ihre Wandteppiche bekannt. Beide Städte sind für ihre Emaillearbeiten berühmt.

Das Loiretal

Die geographische Mitte Frankreichs von Chartres bis Châteauroux und von Tours bis Bourges umfasst die Departements Eure-et-Loir, Loiret, Loir-et-Cher, Indre, Indre-et-Loire und Cher. Bezieht man die westliche Loire-Region mit ein, müssen die Departements Loire-Atlantique, Vendée, Maine-et-Loire und Mayenne hinzugezählt werden. Vendée und Loire-Atlantique teilen sich einen wunderschönen, wilden Küstenstrich mit der Bretagne.
Im westlichen Loiregebiet liegt der Badeort La Baule, mit einem sehr schönen Strand. La Baule ist ein liebenswertes Dorf mit verwinkelten kleinen Gassen, ausgezeichneten Hotels, Restaurants und einem Spielkasino.
Die historische Stadt Le Mans, für ihre Rennstrecke bekannt, liegt auf einem Hügel, der das Westufer der Sarthe überblickt. Das Chorgestühl in der Kathedrale des Saint-Julian ist aus dem 12. Jahrhundert und eines der bekanntesten Frankreichs. Die Buntglasfenster aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind beeindruckend.
Die Touristenattraktion Nummer eins im Loiretal liegt im Zentrum der Loire-Region. Die berühmten Schlösser dieser Region stehen in der Besuchergunst ganz oben. Die Loire ist der längste Fluss Frankreichs und gilt als »launenhaft«. Es kommt vor, dass sie in ihrem sandigen Flussbett nur sehr wenig Wasser führt und als bloßes Rinnsal dahinfließt.
Der Cher fließt ruhig und gemächlich durch grüne Wiesen und Wälder mit riesigen alten Bäumen. Das Schloss von Chenonceaux war ursprünglich eine Wassermühle und wurde erst später in eines der schönsten französischen Châteaus umgebaut. Es steht buchstäblich auf dem Fluss: seine Empfangssäle erstrecken sich, auf zierlichen Bögen ruhend, von einem Flussufer zum anderen.
In den stillen Wassern des Indre spiegeln sich Lilien und Trauerweiden. Beim Bau des Schlosses bei Azay-le-Rideau versuchte man, sich die Effekte der Wasserspiegelung zunutze zu machen und legte die zahlreichen kleinen Seen so an, dass sie jeweils einen anderen Teil des Schlosses widerspiegeln. Wasser wird in Kanälen vom Fluss in die Seen und von den Seen zurück zum Fluss geleitet, die ihrerseits ebenfalls durch Kanäle verbunden sind. Die Wassergärten und die sich im Wasser spiegelnden kunstvollen Fassaden des Schlosses lassen das eher triste Innere des Châteaus vergessen.
Die Vienne ist ein breiter Strom; er gleitet würdevoll unter den verwitterten Mauern des alten Chinon dahin. Das architektonisch bemerkenswerte Château von Blois steht im Zentrum einer alten Ortschaft gleichen Namens und blickt auf die eng beieinander stehenden Häuser aus verwittertem Stein zu seinen Füßen.
Chambord, einige Kilometer südlich der Loire gelegen, ist das bedeutendste der großen Châteaus. Es steht inmitten einer großen Grünfläche am Waldrand und ist von einem Schlossgraben umgeben. Das Hauptgebäude zeichnet sich durch seine majestätische Symmetrie aus. Die exzentrische Wendeltreppe wird Leonardo da Vinci zugeschrieben.
Da die Sommer im Loiretal sehr heiß sind und überdies die meisten Touristen in dieser Zeit in die Gegend kommen, empfiehlt es sich, etwas früher anzureisen. Insbesondere in den Monaten Mai und Juni ist es im Loiretal am schönsten. Neben den Châteaus gibt es viele andere interessante Sehenswürdigkeiten im Loiretal und in den angrenzenden Gebieten. Die wundervollen Kathedralen von Chartres und Tours aus dem 13. Jahrhundert sind ebenso sehenswert wie Klöster, Herrenhäuser und die vielen bezaubernden Ortschaften, die an den Flussufern liegen.
Nantes, an der Küste von Loire-Atlantique gelegen, ist ein lebendiges Industrie- und Handelszentrum. In der mittelalterlichen Burg ist heute das Musée d'Art Populaire untergebracht. Eine Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert und ein Flottenmuseum gibt es ebenfalls zu besichtigen. Flussaufwärts liegt die Stadt Angers, hier finden Besucher einige schöne Wandteppiche. In der Burg hängt die »Johannes-Offenbarung« (14. Jh.) und im Hôpital St. Jean Jean Lucrats »Chant du Monde« (20. Jh.). Das Hôpital selbst ist ein sehr schönes Gebäude und allein schon sehenswert. Mehrere Museen und Kunstgalerien, die wundervolle Festung und die Kathedrale machen die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel.
Orléans hat eine schöne Kathedrale, ein Musée des Beaux Arts und ein zauberhaftes Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Das im 15. Jahrhundert gegründete Bourges mit seinen Herrenhäusern, Museen und der Kathedrale St. Etienne hat seinen alten Stadtkern bewahrt. Die hübsche Kleinstadt Loches südöstlich von Tours hat ein schönes Schloss. Ein Spaziergang durch das mittelalterliche, von alten Stadtmauern umgebene Viertel der Stadt lohnt sich.
Die eigentliche französische Küche entwickelte sich im Herzen der Touraine – ideale Voraussetzungen hierfür waren die guten Weinberge, der Fischreichtum der Loire und ihrer Nebenflüsse, reichlich Butter und Käse, Obst, Gemüse und wildreiche Wälder. Die Weine der Loire haben einen klaren, erfrischenden Geschmack – man trinkt sie zu leichten Zwischenmahlzeiten und als Aperitif.

Aquitanien & Poitou-Charentes

Dieses von der Sonne verwöhnte Gebiet im Südwesten mit seiner frischen atlantischen Seeluft umfasst die Departements Deux-Sèvres, Vienne, Charente-Maritime, Charente, Gironde, Dordogne, Lot-et-Garonne, Landes und schließlich die an der Grenze zu Spanien gelegene Region Pyrénées-Atlantiques. An der Küste laden Strände auf einer Länge von insgesamt 270 km zum Baden ein. Der etwa 30 km lange Küstenstreifen zwischen Hossegor und Hendaye im französischen Baskenland ist eines der besten Gebiete in Europa für Wellenreiter.
Die nördlich von Bordeaux gelegene Guyenne-Region wird manchmal »Westzentrum« genannt als ob es sich um ein einheitliches homogenes Gebiet handelte. Die Vielfalt der Landschaft ist groß und in Bezug auf die Bevölkerung kann man von einem wahren Völkergemisch sprechen. Kelten, Iberer, Holländer und Angelsachsen, um nur einige zu nennen, fanden hier eine Heimat. Die sprachliche Grenze zwischen der Langue d'oie und der Langue d'oc verläuft zwischen Poitiers (der früheren Hauptstadt des Herzogtums Aquitanien) und Limoges. Der heute in dieser Gegend gesprochene Dialekt hat seine Wurzeln in beiden Langues.
Biarritz und Bayonne sind Urlaubsorte an der aquitanisch-baskischen Küste nahe der spanischen Grenze. Schon seit dem 19. Jahrhundert, als Biarritz bei der europäischen Aristokratie »en vogue« war, ist die Stadt als weltoffener Badekurort bekannt. Es gibt einige windgeschützte Strände und ein Spielkasino. Weiter im Landesinneren, einige Kilometer von Biarritz entfernt, liegt Bayonne, eine typisch baskische Stadt. Eine Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert und zwei Museen – eines davon ist der baskischen Kultur gewidmet – machen die Hauptsehenswürdigkeiten aus.
Bordeaux liegt an der Garonne, etwas oberhalb des Dordogne-Zuflusses. Das Gironde-Delta an der Mündung der beiden Flüsse bildet einen natürlichen, geschützten Binnenhafen, der von Weinbergen umgeben ist so weit das Auge reicht. Als wohlhabende Stadt und bekannt für ihre großen Weine ist Bordeaux eine der gastronomischen Hochburgen Frankreichs. Von der Brücke, die mit ihren 17 Bögen das Hafenpanorama bestimmt, hat man eine wundervolle Aussicht auf die Stadt. Die flächenmäßig zweitgrößte Stadt Frankreichs wurde von Victor Hugo folgendermaßen beschrieben: »Nimm Versailles, denk Dir Antwerpen dazu, und Du hast Bordeaux«. Die herrliche geographische Lage und die unübertrefflichen Weinberge der Stadt strafen Hugos Vereinfachung Lügen. Bordeaux ist das Wirtschafts- und Kulturzentrum des gesamten Südwestens.
Landeinwärts liegt Landes, ein Marschland auf dem Krüppelkiefern wachsen. Die Schafhirten bewegen sich auf Stelzen in den Marschen fort.
Ein zwischen den Flüssen Adour und Garonne gelegenes Hügelland bildet das Binnenland der Gascogne, das zunächst unter dem Namen Aquitania Propia, in späteren Zeiten als Novem Populania bekannt war. Die Vasconen oder Basken leben schon seit vorgeschichtlicher Zeit in dieser Gegend und südlich der Pyrenäen. Im Süden hat die baskische Sprache bis heute überlebt, der nördliche Teil der Region wurde Vasconia und später Gascogne genannt. Cyrano de Bergerac, d'Artagnan aus Dumas' Roman »Die drei Musketiere« und Heinrich IV. haben die Gascogne in der französischen Literatur verewigt.
Im Zentrum der Gascogne liegt die alte Grafschaft Armagnac, der die Welt die ausgezeichneten Branntweine gleichen Namens verdankt. Der unterschiedliche Geschmack ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: auf die verwendete Rebsorte, den Boden, das Klima, die Destillationsmethode und das Holz der Fässer, in denen der Reifungsprozess stattfindet. In der Dordogne (wie auch im benachbarten Lot) hat der Cromagnon-Mensch, der in vorgeschichtlicher Zeit lebte, seine Spuren hinterlassen. Die Dordogne, die eine starke Strömung hat, ist einer der schönsten Flüsse Frankreichs. An ihren Ufern stehen alte Burgen und noch heute von Mauern umgebene Städte. In Montignac kann man eine maßstabsgetreue Reproduktion der einzigartigen Höhlenmalereien von Lascaux bewundern, das einige Kilometer entfernt liegt. Die Höhlen selbst mussten für Besucher gesperrt werden, da die Luftfeuchtigkeit zu hoch war und die zusätzliche Belastung durch Zehntausende von Besuchern die 16.000 Jahre alten Meisterwerke zu zerstören drohte. Ein sehr interessantes Museum und ein Zoo mit vorgeschichtlichen Artefakten und Tieren wurde in le Thot eröffnet, wenige Kilometer von Agen entfernt.
Herrliche Wälder und eine attraktive Küste mit Austernbänken machen Poitou-Charentes zu einem interessanten Urlaubsgebiet. Charente-Maritime ist als »Jade-Küste« bekannt. La Rochelle liegt im Norden dieser Gegend, Royan im Süden ist ein moderner Ferienort mit einem 12 km langen Sandstrand.
Das Zentrum des Departements von Charente ist eine Kleinstadt, deren Name auf der ganzen Welt bekannt ist. Sie ist von Weinbergen umgeben und in eine sanfte Hügellandschaft eingebettet. In diesem 60.000 ha großen Gebiet wird der einzige Weinbrand produziert, der den Namen Cognac tragen darf. Der Name ist gesetzlich geschützt und nur Branntwein, der aus den sieben offiziell anerkannten, regional angebauten Traubensorten hergestellt wurde, darf sich Cognac nennen. Das nahe gelegene Château Valois war der Geburtsort von König Franz I.
Der alte Hafen von La Rochelle, Ausgangspunkt vieler Entdeckungsreisen in die »Neue Welt«, ist heute ein beliebter Urlaubsort und Segelhafen. Vor der Küste liegen die beiden durch Brücken mit dem Festland verbundenen Inseln Oléron und .

Languedoc-Roussillon

Die Gebiete Languedoc und Roussillon umfassen die fünf Departements Aude, Gard, Hérault, Lozère und Pyrénées-Orientales. Die Region gehört seit dem 13. Jahrhundert zu Frankreich. Der Name Languedoc kommt von Langue d'oc, d. h. Sprache, in der das Wort für »ja« oc ist (im Gegensatz zu Langue d'oi: Sprache, in der oui »ja« bedeutet). Diese alte Sprache wird noch heute im Süden Frankreichs gesprochen.
An der Mittelmeerküste zwischen Perpignan (der alten Hauptstadt des Königreiches Mallorca) und Montpellier liegt heute eines der größten Ferienzentren Europas mit modernen Hotelkomplexen, das unter anderem die Urlaubsorte von La Grande Motte, Port Leucate und Port Bacarès umfasst.
In der Region Languedoc-Roussillon wird mehr Wein produziert als irgendwo sonst in der Welt. Die Weinberge beginnen in der Umgebung von Narbonne und ziehen sich von Béziers (dem Zentrum des Weinhandels der Region) bis nach Montpellier hin. Es wird Rot-, Weiß- und Roséwein gekeltert. Der Hafen von Montpellier spielte früher eine wichtige Rolle im internationalen Gewürzhandel. Die Universitätsstadt mit ihren fünf ausgezeichneten Museen und eindrucksvoller Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist Zentrum des geistigen und intellektuellen Lebens dieser sonnenreichen Region. Die römischen und gallischen Ruinen sind sehenswert. Das Maison Carré, der Tempel der Diana und die römische Arena in Nîmes, dem Rom Galliens, gehören zu den herausragendsten Beispielen griechisch-römischer Baukunst. Eines der größten architektonischen Meisterwerke ist die 2000 Jahre alte Pont de Gard. Aigues-Mortes hat sich sein mittelalterliches Stadtbild bewahrt und St. Louis mit seinen Kreuzrittern, die von hier aus gen Osten aufbrachen, würden sich auch heute noch ohne Schwierigkeiten zurechtfinden. Carcassonne, das von einer mit Zinnen versehenen Stadtmauer umschlossen ist, und die Türme von Uzès sind äußerst interessant.
Der Canal du Midi verbindet den Atlantik mit dem Mittelmeer. Auf diesem ruhigen Wasserweg, auf dem es kaum noch gewerblichen Schiffsverkehr gibt, können Besucher gemächlich auf Motorbooten entlangtuckern. Er führt durch das verschlafene Dorf Castelnaudary, das für sein Cassoulet bekannt ist, vorbei an der Zitadelle von Carcassonne nach Montpellier.

Rhône, Savoyen & Dauphiné

Diese Region umfasst die Alpen und ihre Ausläufer sowie die Flusstäler der Rhône und der Saône. Sie gliedert sich in die Departements Loire, Rhône, Ain, Ardèche, Drôme, Isère, Savoie und Haute-Savoie.
Das im Rhônetal gelegene Lyon hat eine stolze gastronomische Tradition. Sie ist eine bedeutende Kultur-, Kunst-, Finanz- und Industriemetropole und Veranstaltungsort internationaler Festspiele und Handelsmessen. Die Kathedrale von St. Jean, das Musée de la Civilisation Gallo-Romaine und die Reste der römischen Stadt sind sehenswert.
Die französischen Alpen erstrecken sich in Savoyen und Dauphiné entlang der italienischen Grenze. Nach seiner Flucht aus Elba kam Napoleon 1815 auf diesem Weg auf das französische Festland zurück. Er beabsichtigte nach seiner Landung in der Nähe von Cannes mit seinen 100 Mann die Küste entlang nach Marseille und von dort das Rhônetal hinauf zu marschieren. Nachdem bekannt wurde, dass die dortige Bevölkerung ihm feindlich gesonnen sei, war er gezwungen, über die Berge ins Landesinnere vorzustoßen. Er erreichte Gap (150 km von der Küste entfernt) in vier Tagen, Grenoble ein paar Tage später und kam nach 20 Tagen mit einer großen, ihm ergebenen Armee in Paris an (1152 km von Cannes entfernt). Heute kann man auf den Spuren Napoleons wandern – jeder Rastplatz ist markiert.
Die Alpen haben den französischen Ingenieuren viel Kopfzerbrechen bereitet und einige Straßen und Bahnen sind bereits eine Touristenattraktion für sich. Hervorragende Beispiele sind die 9 km lange, von Dampflokomotiven befahrene Strecke von La Rochette nach Ponchara (etwa 40 km von Grenoble entfernt) und die 32 km lange Strecke (1903 elektrifiziert) von Saint-Georges-de-Commiers nach Mira (auch in der Umgebung von Grenoble) mit ihren 133 Kurven, 18 Tunneln und 12 Brücken.
Wie in den meisten Gebirgsregionen der Welt kann man in vielen der Gebirgsflüsse Wildwasserkanu fahren (Randonnées nautiques). Bergwandern ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die GR-Karten (GR steht für Grandes randonnés oder Hauptwege) zeigen den Verlauf der offiziell markierten Wege an.
In den von den Alpen zur Rhône herunterschießenden Flüssen gibt es jede Menge Forellen. Die Fédération des Associations Agréés de Pêche et de Pisciculture de la Drôme in Valence zeigt interessierten Anglern die besten Fischgründe (Hauptbüro in Valence, Filialen in 36 Städten).
Skilaufen ist die Hauptsportart in den französischen Alpen. Die besten Pisten liegen westlich von Grenoble und südlich des Genfer Sees. In einigen Orten kann man ganzjährig Ski laufen, die meisten haben eine Sommersaison, in der die Besucher sich auf Golfplätzen, Tennisplätzen, in Freibädern und Badeseen vergnügen können.
Die am Lac d'Annecy gelegene wunderschöne Stadt Annecy hat ein interessantes Glockenmuseum.

Midi-Pyrénées

Die Region Midi-Pyrénées liegt zwischen Aquitanien im Westen und Languedoc-Roussillon im Osten. Sie umfasst einen Teil des Causse, des Hochplateaus, und den größten Teil der Gascogne. Sie besteht aus den Departements Lot, Aveyron, Tarn-et-Garonne, Tarn, Gers, Haut-Garonne, Ariège und Hautes-Pyrénées.
Hochebenen, Sandböden, Moore, Kiefernwälder, einsame Plateaus und enge waldreiche Täler sind für diese Gegend charakteristisch. Die nordöstliche Region Rouergue ist ein rauhes, gebirgiges Land. Sie liegt an der Grenze zu Aquitanien, die von dem Plateau von Causse gebildet wird. Auf dem Kalkboden des Plateaus wachsen wilder Thymian und Wacholder. Wildbret und Wildgeflügel aus dieser Gegend haben einen ganz eigenen Geschmack.
Die Provinzhauptstadt Rodez ist von herber Schönheit. Die Spitze ihres roten Turms, einem der Meisterwerke der französischen Gotik, überragt mit ihren Zinnen die engen Straßen und kleinen Plätze. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Plateaus jenseits des Flusses Aveyron, eine majestätische, karge Landschaft mit Felsvorsprüngen und steilen Schluchten.
In Südosten liegt Millau, das Tor zu den Tarn-Schluchten. In Südosten liegt Millau, das Tor zu den Tarn-Schluchten. In der Nähe von Millau überspannt das Viaduc de Millau, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, das Tal des Tarn. Aus Roquefort weiter im Süden kommt der berühmte Schimmelkäse, der in Höhlen gelagert wird, durch die der Wind pfeift. Die feuchten kalten Winde sind das Geheimnis des »Käses der Könige und Königs der Käse«.
Auch war einst die Metropole der römischen Provinz Novem Populania, eine der wichtigsten Städte in Gallien und ein bedeutender Rivale Burdigalas (des heutigen Bordeaux). Die Kathedrale hat zwei schöne Türme, ein aus Eiche geschnitztes Chorgestühl und ein Buntglasfenster aus dem 16. Jahrhundert. Die Einwohner Auchs errichteten dem von Alexandre Dumas unsterblich gemachten Musketier Le Vrai d'Artagnan (»dem wahren d'Artagnan«) ein Denkmal.
Cahors, das auf einer von dem Fluss Lot gebildeten Halbinsel liegt, ist für seine Brücke, mit deren Bau 1308 begonnen wurde, bekannt. Die Pont Valentre mit ihren sechs spitz zulaufenden Bögen und drei Wehrtürmen ist eine der schönsten noch erhaltenen befestigten Brücken Europas. Eine Legende erzählt von unzähligen Problemen während der Bauarbeiten, die nach 50 Jahren noch immer nicht abgeschlossen waren. Erst als einer der Architekten einen Pakt mit dem Teufel schloss, konnte die Brücke ohne weitere Schwierigkeiten fertig gestellt werden. Eine kleine Teufelsfigur ist auch heute noch am mittleren Turm zu sehen. Ein guter, sehr dunkler Rotwein trägt den Namen Cahors.
Toulouse ist eine der geschäftigsten Städte Frankreichs, Umschlagplatz der Agrarprodukte der Region, eine bedeutende Universitätsstadt und Sitz eines Luftfahrt-Forschungszentrums. Nachdem die Steinbrüche der Gegend schon während des Mittelalters erschöpft wurden, verwendete man sanftrote Ziegelsteine zum Häuserbau, die der Stadt den Beinamen Ville rose gaben. Viele der öffentlichen Gebäude und Privathäuser beeindrucken durch ihre Schönheit, wie das im Renaissance-Stil erbaute Hotel d'Assezat und das als Capitole bekannte Rathaus. Die erste westlich der Rhône erbaute gotische Kirche, die Jakobinerkirche, steht in Toulouse. Der Heilige Dominik selbst gründete das erste Dominikanerkloster in der Stadt. Die Region war ein wichtiger Teil des Römischen Reiches und 800 Jahre lang unter maurischem Einfluss. Es überrascht daher nicht, dass die regionale Küche Spuren sowohl römischer als auch arabischer Einflüsse zeigt. Die lange Toulouser Wurst, deren Füllung von Hand gehackt sein muss, ist eine der Hauptzutaten des Cassoulet. Sie schmeckt aber auch ohne Beilagen vorzüglich.
Die Häuser von Albi sind ebenfalls aus rotem Ziegelstein. Die am Fluss Tarn gelegene Stadt ist kleiner als Toulouse, aber deshalb nicht weniger interessant. Die gleichfalls aus Ziegelsteinen erbaute Kirche ist eine Besichtigung wert. Die riesige, aus rotem Ziegelstein erbaute Kathedrale Sainte Cécile überragt alle anderen Gebäude der Stadt. Die imposante Halle im Innern der Kathedrale beeindruckt mit ihren wunderbaren Rundbögen und Statuen. Die leuchtenden Farben der herrlichen Wandmalereien sind noch heute geheimnisumwittert, ihre Zusammensetzung wurde bisher noch nicht festgestellt. Im nahe gelegenen vormals befestigten Palast des Erzbischofs aus dem 13. Jahrhundert ist heute ein Museum untergebracht, das die größte Sammlung von Arbeiten des französischen Malers Toulouse-Lautrec enthält, der hier geboren wurde.
Die Visionen der Bernadette Soubirous machten Lourdes zum Wallfahrtsort. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts pilgern Kranke in der Hoffnung auf eine Wunderheilung in die Stadt. Neben der berühmten Grotte kann man ein Schloss und ein interessantes Museum besuchen.
Informationen zu dieser Region bietet die Internetseite www.sehenswuerdigkeiten-midipyrenaeen.de.

Côte d'Azur

Die Côte d'Azur (Internet: www.guideriviera.com), die französische Riviera, liegt im Departement Alpes-Maritimes. Sie zieht sich von der italienischen Grenze an der Küste entlang bis über Cannes hinaus und reicht mehr als 50 km nördlich in das Gebiet der Alpen hinein.
An der französischen Mittelmeerküste werden im Juli und August mehr Feriengäste als in irgendeinem anderen Teil des Landes gezählt.
Die bekanntesten Badeorte der Region sind zweifellos Cannes und Nizza. Die gesamte Gegend gilt zu Recht als eines der schönsten Urlaubsgebiete der Welt. Die Kombination von Palmen, blauem Meer, wunderschönen Stränden, bezaubernden Städten und Dörfern mit eleganten Gebäuden vor dem Hintergrund der hohen Berge begeistert Reisende schon seit dem 18. Jahrhundert.
Cannes wurde von dem englischen Lord Brougham im 19. Jahrhundert als Urlaubsort entdeckt (er wollte eigentlich nach Nizza, dort war jedoch die Cholera ausgebrochen). Nizza (Nice), die große Küstenmetropole, ist blühendes Geschäftszentrum und ganzjähriger Urlaubsort zugleich. Der jährliche Karneval und Rosenmontagsumzug soll auf das Jahr 350 v. Chr. zurückgehen. Weitere Urlaubsorte an der Küste sind: Napoule Plage, klein, exklusiv, mit mehreren Sandstränden, einem Jachthafen und hervorragender Aussicht auf die grünen Hügel des Esterel-Massivs; Golfe-Juan, ein beliebter Ferienort mit exklusiven Villen und Hotels; Juan-les-Pins mit schönem Hafen, Stränden und Pinienwäldern auf den umliegenden Hügeln, die Schutz vor dem Wind bieten; Antibes und Cap d'Antibes sind sehr beliebt, aber teuer; Villefranche-sur-Mer, dessen Tiefseehafen schon seit Jahrhunderten von Jachten, Segelbooten und Flotten genutzt wird; St. Jean-Cap-Ferrat ist exklusiv und teuer, große Privatvillen und in Strandnähe gelegene Familiensitze bestimmen das Bild; Beaulieu ist ebenfalls ein schöner Urlaubsort, der jedoch weit weniger exklusiv ist; und Menton (in der Nähe von Monaco) ist ein ehemaliges Fischerdorf und Zitrusfrüchte-Anbaugebiet.
Es gibt ausgezeichnete Museen, historische Stätten und Baudenkmäler des Altertums und der Neuzeit, außerdem Hügel, Berge, Seen, Flüsse, Schluchten und hochalpine Pisten. Die Maeght Foundation, in Saint-Paul-de-Vence, ist eines der besten Museen der Welt. Die Sammlungen der Werke Picassos, Braques und Légers sind in eigenen Museen untergebracht. Südwestlich von Cannes liegen: St. Tropez – im Sommer oft überlaufen, schlecht zu erreichen, aber immer noch »in«; Port Grimaud, einer der ersten, im traditionellen Stil der hiesigen Fischerdörfer eigens errichteten Urlaubsorte – existiert mittlerweile schon so lange, dass er beinahe authentisch aussieht; St. Maxime – schick und überlaufen mit schönen Stränden und einem Hafen; Fréjus und letzendlich St. Raphael, das schon zur Zeit der Römer beliebt war und heute ein gutbürgerlicher Ferienort ist.
Das herrliche Wetter ist einer der größten Pluspunkte der Provence, die sich aus den Departements Hautes-Alpes, Alpes-de-Haute-Provence, Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône zusammensetzt. Das einzige unwirtliche Element ist der Mistral, ein kalter stürmischer Wind, der mitunter durch das Rhônetal fegt und mehrere Tage lang anhält, jedoch für einen strahlend blauen Himmel sorgt. Die vielfältige Flora verleiht dem Land seine zinnfarbenen, bronzenen, dunkel- und hellgrünen Farbtupfer. Die Dachziegel werden aus der tiefroten Erde hergestellt und selbst unter den sengenden Strahlen der Midi-Sonne verblasst diese rote Pracht nicht. Architektur, Steine, Dachziegel und die majestätischen Platanen der Straßen und Plätze der Städte fügen sich zu einer harmonischen Gesamtkomposition zusammen, die das Auge erfreut. Griechen und Römer hinterließen eine Reihe bedeutender historischer Bauwerke – von Stadtmauern umgebene, auf Hügeln gebaute Städte, Triumphbögen, Kolosseums, Amphitheater, Arenen, Brücken und Aquädukte. Dem Christentum verdankt die Provence den Papstpalast in Avignon, unzählige Kirchen und hunderte kleiner Kapellen, Wegkreuze oder Oratorien stehen am Wegesrand. Herrliche Kunstwerke christlichen Ursprungs findet man in der Provence überall: von Notre-Dame-des-Doms in Avignon bis zu Notre-Dame-du-Bourg in Digne im Zentrum der Voralpen. Die Pilger bauten wunderbare Kirchen mit schön geschwungenen Halbrundbögen, runden Rosettenfenstern und Christusstatuen.
Viele Städte und Dörfer hatten Trutzburgen und Wachtürme als Schutz vor einfallenden Sarazenen, den Korsaren der Rhône, und anderen plündernden Horden. Hier entlang führte die Invasionsroute – von Norden durch das Land und im Süden vom Meer her. Tarascon, Beaucaire, Villeneuve, Gourdon, Entrevaux, Sisteron und viele andere Ortschaften erbauten ihre Türme und Rückzugspunkte hoch über dem Fluss oder dem Meer.
Marseille wurde von den Griechen gegründet (sie nannten es Massilia) und von hier aus kolonialisierten sie das Rhônetal. Heute ist Marseille Frankreichs bedeutendster Handelshafen, der Charakter der Stadt ist von Industrie und Handel geprägt. Marseille ist dennoch einen Besuch wert. Der alte Hafen, die auf einem Hügel erbaute Kirche Notre-Dame-de-la-Garde, viele gute Restaurants (Meeresfrüchte bestimmen die Speisekarte), mehrere Museen, Le Corbusiers Unité d'Habitation, das Hospice de la Vieille Charité und natürlich das Château d'If, eine der berüchtigsten Inselfestungen Frankreichs, sind interessante Sehenswürdigkeiten. Riesige Ölraffinerien und Depots stehen überall in den dünn besiedelten Salzmarschen nördlich und südlich der Stadt. Fauna und Flora haben sich aber trotz der Umweltprobleme noch behaupten können. In den Marschen leben eine Reihe sehr seltener Vogelarten, wie Trappen und Ziegenmelker, die im übrigen Europa kaum vorkommen.
Am anderen Ufer der Rhône liegt die marschige Camargue, die seit langem für Rinder- und Pferdezucht, Salzgewinnung durch Verdunstung von Meerwasser und neuerdings auch für Reisanbau bekannt ist. Die Rinderzüchter oder Cowboys benutzen Lanzen anstelle von Lassos. Riesige Schwärme verschiedener Wasservögel nisten hier in einem Vogelschutzgebiet, darunter Flamingos und schneeweiße Reiher.
123 v. Chr. errichtete der Konsul Sextias Calvinus ein Lager neben den warmen Quellen des unteren Rhônetals und nannte es Aquae Sextiae – hier entstand das heutige Aix-en-Provence. Die vielen Olivenbäume der Provence liefern die beliebten Oliven und das feine Olivenöl, einen Hauptbestandteil der hiesigen Küche. Knoblauch, manchmal auch »Trüffel der Provence« genannt, wird hier mehr als in den anderen Landesteilen verwendet. Tomaten sind eine weitere Hauptzutat vieler der leckeren Gerichte der Provence. Eine Spezialität der Camargue ist Estouffade de boeuf. Marseille ist bekannt für Pieds et paquet (»Füße und Paket«), Schafspansen gefüllt mit gepökeltem Schweinefleisch, der über Nacht in Weißwein mit Zwiebeln, Kartoffeln und Petersilie gekocht wird. Tripes à la Niçoise wird ähnlich zubereitet, hat aber doch einen individuellen Geschmack.
Vielleicht das bekannteste und weit verbreitetste Gericht der Provence ist Tomates provençales, eine himmlische Zusammenstellung hiesiger Spezialitäten: gefüllte Tomaten mit Knoblauch und Petersilie in Olivenöl gebacken. Zucchinis oder Auberginen können auf die gleiche Weise zubereitet werden. Das berühmteste Gemüse-Ragout der Provence, das Ratatouille mit Paprikaschoten, Zucchinis, Auberginen und Tomaten, wird ebenfalls kräftig mit Knoblauch gewürzt und in Olivenöl gekocht. Mayonnaise mit Knoblauch wird Aioli genannt und dient als Beilage zu gekochtem Gemüse und/oder Fisch.
Wachteln, Drosseln, Forellen und Flusskrebse wurden vor nicht allzulanger Zeit noch sehr häufig gegessen, aber die Bestände sind jetzt so reduziert, dass diese Gerichte kaum noch serviert werden. Gigot (Lammkeule) steht dagegen häufig auf der Speisekarte.
Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse ist der Stolz der provenzalischen Küstenregion. Ähnlich wie beim Cassoulet des Languedoc gibt es unzählige Variationen und selbstverständlich ist jede die »einzig Wahre«. Die Zutaten ändern sich kaum: etwas mehr oder weniger Safran, die Zugabe oder das Weglassen einer bestimmten Fischsorte geben dem Gericht je nach Lokalität eine individuelle Note.

Provence

Angeblich hat Cäsar die Weine der Provence ausgewählt, um sie seinen Legionären bei ihrer Rückkehr von der Eroberung Galliens anzubieten. Die Weine waren sehr bekannt und wurden von Eleonore von Provence, der Gattin des Königs von England, Heinrich III. im Anschluss an die Weine der Gascogne gefördert, die von ihrer Schwiegermutter, Aliénor von Aquitaine, durchgesetzt worden waren. Sie gerieten danach im internationalen Handel etwas in Vergessenheit, da sie nicht auf den großen Verkehrsachsen zu finden waren. In den vergangenen Jahrzehnten hat es die Entwicklung des Fremdenverkehrs erlaubt, vor allem den Roséweinen, die wohl die fröhlichsten sind, und ein Symbol für Urlaub, die würdigen Begleiter der kulinarischen Düfte der Provence, wieder zu Ehren zu verhelfen. Die Provence produziert in erster Linie Roséweine, aber auch Weiß- und Rotweine. Es gibt eine Vielfalt der Rebsorten wie Grenache, Mourvèdre, Syrah, Cinsault, Cabernet, Sauvignon, Ugni blanc etc. Berühmte Namen kann man in der Region Provence Alpes Côte d'Azur auch antreffen. Das Vaucluse ist zum Beispiel der größte Côtes du Rhône-Produzent mit 3 berühmten Lagen: Châteauneuf du Pape, Gigondas und Vacqueyras. Seit 2004 wird auch der süße Dessertwein Beaume de Venise in die Ränge der "Cru" der Côte du Rhône aufgenommen. Bei der Weinerzeugung überwiegen die Weine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung (AOC).
In der Region findet man folgende vor:
LES COTES-DE-PROVENCE
Vor allem im Departement Var und Bouches-du-Rhône werden die Côtes de Provence angebaut und führen als Roséweine die Weltproduktion an. Berühmte Rotweine sowie einige Weißweine komplettieren das Angebot.
LES COTES-DU-RHONE
In dieser Lage werden berühmte Gewächse wie u.a. Châteauneuf du Pape oder Gigondas produziert. Die Rotweine stehen an erster Stelle und man findet sie im Departement Vaucluse.
LES COTEAUX D'AIX-EN-PROVENCE
Diese Weinlage findet man im Departement Bouches-du-Rhône und zum geringeren Teil im Var. Rot- und Roséweine bilden die Mehrheit der Produktion dieses zunehmend geschätzten Weines.
LES COTES-DU-LUBERON
Diese Weine werden im regionalen Naturpark des Luberon produziert. Die Rotweine sind körperreich und ausgewogen, die Rosés trocken und fein.
LES COTEAUX VAROIS
Von Brignoles bis zu den Ausläufern der Berge von Sainte-Baume, im westlichen Teil des Hoch-Var werden Rot- und Roséweine angebaut.
LES COTES-DU-VENTOUX
Im Land des Mont Ventoux ist der Weinbau eine lange Tradition, die durch 5 Jahrhunderte Zugehörigkeit zur Grafschaft Venaissin geprägt wurde. Die Rotweine sind berühmt und werden eher jung getrunken.
CASSIS
Die Stadt war früher für ihre Muscats bekannt. Heutzutage ist Cassis, das schon 1936 über einen Weinlabel verfügte, für Weißweine berühmt, die man zu Fisch und Meeresfrüchten genießt.
BANDOL
Auf diesem Boden wird die edle Rebenart Mourvèdre in 8 Gemeinden um Bandol angebaut, seit 1941 als Label geschützt.
LES BAUX-DE-PROVENCE
Seine geschmackvollen Weine erhielten das Markenzeichen AOC 1995. Es handelt sich um ein kleines Anbaugebiet für Rot- und Roséweine von hoher Qualität.
PALETTE
Ein kleine Herkunftsbezeichnung seit 1948 im Departement Bouche-du-Rhône zu finden. Die meiste Produktion kommt vom Château Simone und es werden Rot-, Rosé- und Weißweine produziert.
LES COTEAUX DE PIERREVERT
Eine erst kürzliche Herkunftsbezeichnung in den Alpes de Haute Provence für Rot-, Rosé- und Weißweine
BELLET
600 Hektar großes Vorstadt-Weingebiet bei Nizza mit Herkunftsbezeichnung seit 1941.

Korsika

Die Insel Korsika besteht aus zwei Departements: Haute-Corse (Oberes Korsika) und Corse-du-Sud (Südkorsika). Die 8720 qkm große Insel hat nur etwa 250.000 Einwohner. Sie gehört zu den wenigen Gegenden Europas, die in der Urlaubssaison nicht mit Zelten und Wohnwagen übersät sind.
Der Name Korsika oder Corse geht wohl auf das phönizische Wort Korsai zurück, das »mit Wäldern bedeckt« bedeutet. Die Phönizier landeten 560 v. Chr. auf Korsika und störten den Frieden der wahrscheinlich aus Ligurien eingewanderten Bewohner. Seit jener Zeit war der Besitz Korsikas immer stark umkämpft; für ein so kleines Gebiet hat die Insel eine ausgesprochen blutige Vergangenheit. Nach den Griechen kamen nacheinander Römer, Vandalen, Byzantiner, Mauren und Lombarden. 1798 verkaufte Genua die Insel an Frankreich und 2500 Jahre territorialer Streitigkeiten fanden endlich ein Ende. Die Insel ist vor allem als Geburtsort von Napoleon Bonaparte bekannt.
Korsika ist als »Berg im Meer« beschrieben worden und vom Schiff aus gesehen bestätigt sich dieser Eindruck. Die Berge steigen am westlichen Ufer abrupt in die Höhe. Die 992 km lange Küste besteht aus Steilfelsen, an denen sich hoch aufspritzende Wellen brechen, und abgelegenen sandigen Buchten. Korsika - das sind außerdem Wälder, Heide, Granitgestein, Schnee und Orangenbäume.
Das trockene, teils gebirgige und relativ dünn besiedelte Landesinnere ist mit Gestrüpp und Unterholz bewachsen, dem so genannten Maquis (aus dem einheimischen Macchia, was soviel wie »Unterholz« bedeutet). Verschiedenartige Sträucher und Kräuter bedecken das Land: Arbutus, Mastix, Dornensträucher, Myrte, Wacholder, Rosmarin, Bergrosen, Agaven, Pistazien, Fenchel, Erika, wilde Minze und Asphodill. Die Angehörigen der Résistance, der französischen Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung Frankreichs im 2. Weltkrieg, wurden Maquis genannt. Das wilde Hinterland Korsikas hat den Banditen der Insel schon immer Unterschlupf geboten, die Widerstandskämpfer mussten unter ähnlichen Bedingungen leben. Heute wird dieses Gebiet Maquis genannt. Große Teile des urspünglichen Waldgebietes sind erhalten geblieben, obwohl schon die Griechen die schönen, großen, gerade gewachsenen Laricio-Pinien abholzten. Diese Bäume, die bis zu 60 m hoch werden können, scheinen nur hier zu gedeihen. Ihre Stämme eignen sich als Schiffsmasten und werden auch heute noch als solche benutzt. Auf Korsika wachsen auch Korkeichen, Kastanien und Olivenbäume.
Im Norden erstrecken sich die als La Balagne bekannten Tiefebenen, die hauptsächlich mit Olivenhainen bewachsen sind und das Hinterland von Calvis und der Ile Rousse bilden.
Im Süden liegt die strahlendweiße Stadt Ajaccio, in der man auf Schritt und Tritt auf napoleonische Erinnerungsstücke stößt. Die Stadt bildet einen Halbkreis um die ruhige Bucht und ist von bewaldeten Hügeln umgeben.
Am Fuße des Kaps an der Nordspitze Korsikas liegt die malerische Handelsstadt Bastia, in deren Altstadt die imposante Zitadelle steht. Auch die aus Treppenstufen bestehenden Straßen, die durch gewölbte Durchgänge und Torbögen miteinander verbunden sind, sind erhalten geblieben. Sie enden alle am Vieux port. Der alte Hafen ist das ganze Jahr hindurch sehr geschäftig. Der etwas weiter nördlich gelegene, terrassenförmige St.-Nicholas-Strand trennt den alten vom neuen Hafen, dem eigentlichen Handelshafen der Stadt.
Die korsische Küche ist im Wesentlichen einfach und das Meer, aus dem auch der berühmte Hummer gefangen wird, ist Hauptnahrungsquelle. Sanglier und Marcassin – junges und ausgewachsenes Wildschwein – wird in der Saison entweder gebraten, geschmort und in einer Daube mit Rotwein oder mit einer pikanten einheimischen Soße, Pribonata, serviert. Schweine, die mit Kastanien gemästet werden, sind fester Bestandteil der korsischen Küche, aus ihnen wird ein ungewöhnlich schmeckender Schinken gemacht. Das Angebot an Gemüsesorten ist aufgrund des extremen Klimas begrenzt.
Die Korsen lieben scharfe Gewürze, Kräuter werden viel verwendet. Die Fischsuppe Dziminu ist der Bouillabaisse ähnlich, aber bedeutend schärfer mit Pfeffer und Pimentos gewürzt. Süßwasserfische werden meist gegrillt und frisch gefangener Aal (Capone) wird in Stücke geschnitten und am Spieß über dem Holzfeuer gegart. Prizzutu, ein Räucherschinken mit Pfefferkörnern, hat Ähnlichkeit mit dem italienischen Prosciutto, wird aber zusätzlich mit Kastanien gewürzt. Eine beliebte Zwischenmahlzeit ist Figatelle, eine Wurst aus Leber und getrocknetem und gewürztem Schweinefleisch. Diese Wurst wird zwischen die Scheiben eines besonderen Brotes gelegt und dann über dem Holzfeuer gegrillt.
Weißwein, Rosé und Rotwein werden in großen Mengen auf der Insel produziert.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Frankreich ist die führende Agrarnation Westeuropas. Es wird vornehmlich Weizen angebaut, aber auch Mais, Zuckerrüben und Gerste. Die reichen Erträge decken den Inlandsbedarf und ermöglichen den Export landwirtschaftlicher Produkte. Die Viehzucht gewinnt immer mehr an Bedeutung. Frankreich ist nach Italien der zweitgrößte Weinproduzent der Welt. Trotz mancher Kritik seitens einiger EU-Partnerländer, u. a. Großbritanniens, an der vermeintlich zu geringen Produktivität der Landwirtschaft verzeichnet dieser Sektor regelmäßig hohe Gewinne, und die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte ist relativ hoch.
Die französischen Konzerne der Stahl- und Automobilindustrie, des Flugzeugbaus, der Elektro- und Maschinenbauindustrie, der Textil- und Nahrungsmittelindustrie sowie der chemischen Industrie haben weiter internationale Geltung. Rund 80 % des Energiebedarfs werden von Kernkraftwerken gedeckt, der Kohlebergbau ist fast vollständig verschwunden. Frankreich ist führend auf dem Gebiet der Fernmeldetechnik und Datenverarbeitung. Die Tourismusindustrie ist der wichtigste Arbeitgeber und bringt die meisten Devisen.

Wirtschaftslage
Seit dem Begin der weltweiten Finanzkrise befindet sich auch die französische Wirtschaft in einer angespannten Lage. Die Wachstumsdynamik der Industrie-, Handels- und Agrarnation Frankreich war 2004 mit einer Wachstumsrate von 2,5 % im ganzen Euroraum am stärksten, wurde aber 2005 auf 1,4 % stark gebremst und ist im Zuge der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2009 negativ (-1 bis -1,5 %).
Ein wachsender Dienstleistungssektor sowie Leicht- und Schwerindustrie und Spitzentechnologie spielen für die Gesamtwirtschaft eine wichtige Rolle. 2008 betrug der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 77,6 %, der verarbeitenden Industrie 20,4 % und der Landwirtschaft 2 %. Nach einer langen Phase des kontinuierlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit von 12,6 % im Juni 1997 auf 8,7 % im Mai 2001, kämpft nun die Regierung Sarkozy mit einer deutlichen Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt seit dem Sommer 2008. Nach offiziellen Angaben betrug die Arbeitslosenquote 2008 noch 7,4 %. Dieser Prozentsatz wird sich für 2009 erhöhen.

Wirtschaftspolitik
Hauptziele der Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren waren die Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen, und die Privatisierung von staatlichen Unternehmen. 2008 wuchs das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,7 %. 
Die Regierung Sarkozy/Fillon hat seit Amtsantritt ein breites Bündel von Reformen zur Steigerung der Kaufkraft und zur Förderung der Beschäftigung begonnen sowie ein Konjunkturpaket verabschiedet. Auch für die finanzielle Stabilisierung der Automobilindustrie setzt sie sich aktiv ein.  Allerdings bleiben die positiven Effekte derzeit noch aus, bedingt durch die schwere internationale Finanzkrise und den zeitweisen Aufschub bestimmter Reformen, bis sich die Lage entspannt hat.

Handelspartner
Frankreichs Haupthandelspartner innerhalb der EU sind Deutschland, Italien, Großbritannien, Belgien, Spanien und außerhalb der EU vor allem die USA.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Vereinte Nationen, EU, NATO, WEU, Weltbank, IWF, OECD, UNESCO, Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen, OSZE

Umgangsformen

Korrekte Kleidung wird erwartet. Vorherige Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Französischkenntnisse sind von Vorteil, es gilt als unhöflich, ein Gespräch auf Französisch anzufangen und dann in der Muttersprache weiterzuführen. Bei geschäftlichen Treffen geht es meistens formell zu. Entscheidungen über Geschäftsabschlüsse werden nach langen und sorgfältigen Überlegungen getroffen, genaues Datenmaterial sollte vorgelegt werden. Geschäftsessen finden in der Regel in Restaurants statt. Mitte Juli bis Mitte September sind für Geschäftsreisen nicht geeignet. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Französisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer
18, rue Balard, F-75015 Paris
Tel: (01) 40 58 35 35.
Internet: www.francoallemand.com

Französisch-Österreichische Handelskammer
Am Heumarkt 10, A-1030 Wien
Tel: (01) 71 14 73 80.
Internet: www.ccfa.at

Chambre France-Suisse pour le Commerce et l’Industrie
5, route de Chêne, Postfach 6298, CH-1211 Genf 6
Tel: (022) 849 05 70.
Internet: www.cfsci.ch

Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris
2, place de la Bourse, F-75002 Paris
Tel: (01) 53 40 46 00.
Internet: www.ccip.fr

Assemblée des chambres Francaises de Commerce et d'Industrie
45 Avenue d'Iéna, F-75716 Paris Cedex
Tel: (01) 40 69 37 00.
Internet: www.acfci.cci.fr

Konferenzen/Tagungen

In Paris werden weltweit die meisten Konferenzen abgehalten, und mit einer Kapazität von bis zu 100.000 Teilnehmern stehen mehr Plätze zur Verfügung als in irgendeiner anderen Stadt. An der Riviera sind Nizza und Cannes besonders beliebt, das Akropolis-Zentrum in Nizza ist das größte Kongresszentrum Europas. Weitere Zentren gibt es in Lyon, Straßburg und Marseilles. Über 80 Städte, Departements, Hotels, Konferenzzentren und andere Organisationen sind Mitglieder des Interessenverbandes CFTAR, der Geschäftsreisen ausrichtet und Tagungsstätten zur Verfügung stellt. Anfragen sollten an eine der Maisons de la France (s. Adressen) gerichtet werden.

Land & Leute

Essen & Trinken

Die Vielfalt und Finesse der französischen Küche ist wohl einmalig. Gemüse, Käse, Butter und Obst sind in französischen Restaurants immer frisch. Cafeterias und Schnellrestaurants schießen jedoch auch hier wie Pilze aus dem Boden, und gute Qualität ist nicht immer gewährleistet. Das einfache, delikate Essen, das Frankreich berühmt gemacht hat, findet man in den Bistros und Restaurants.
Man unterscheidet die »Gastronomie« (Haute Cuisine) und die gutbürgerliche Küche. Der erforderliche Zeitaufwand und die Kosten machen es im Alltagsleben fast unmöglich, der Haute Cuisine zu huldigen. Die Hausmannskost schmeckt jedoch genauso gut. Sie bestimmt den Speisezettel in den meisten französischen Haushalten, und oft werden Kochrezepte von Generation zu Generation weitergereicht. Fast alle Restaurants bieten zwei Menüs an: À la carte (große Auswahl für jeden Gang und daher teuer) und le Menu (Tagesgerichte zu festgesetzten Preisen). In einfachen Restaurants gibt es kein Extrabesteck für jeden Gang. Das Fremdenverkehrsamt veröffentlicht einen Restaurantführer für Paris und die Ile-de-France. Viele Restaurants schließen an einem Tag der Woche und für einen Monat im Sommer. Man sollte sich nach den genauen Öffnungszeiten erkundigen, besonders an Sonntagen haben viele Restaurants geschlossen. Essen gehen muss nicht unbedingt teuer sein. In Frankreich hält man sich im Allgemeinen an feste Essenszeiten – Mittagessen wird zwischen 12.00 und 13.30 Uhr serviert, Abendessen zwischen 20.00 und 21.30 Uhr. In der Regel gilt: je größer die Stadt, desto länger werden Mahlzeiten serviert. Im folgenden eine Auswahl: Tournedos (kleine Steaks in Speckstreifen), Châteaubriand, Entrecôte (Rippensteak) mit Béarnaise (delikate Eiersoße), Gigot de pré-salé (gebratene oder gegrillte Lammkeule) und Flageolets (grüne Bohnen) oder Pommes Dauphines (Kartoffelkroketten), Brochettes (Fleisch- oder Meeresfrüchte-Spießchen mit Pilzen, Zwiebeln und Tomaten), Ratatouille Niçoise (Zucchinis, Auberginen, Tomaten und Knoblauch in Olivenöl), Pot-au-feu (Feuertopf), Blanquette de Veau (Kalbfleisch und Pilze in Weißwein- und Sahnesoße). Im Norden Frankreichs (Nord/Pas-de-Calais und Picardie) stehen vor allem Meeresfrüchte auf der Speisekarte: Austern, Moules (Miesmuscheln), Coques (Herzmuscheln) und Crevettes (Garnelen) sind sehr beliebt. In der Picardie werden auch Entenpasteten, Ficelle Picardie (Eierpfannkuchen mit Schinken und Pilzen) und flämische Aux poireaux serviert. In der Region Champagne-Ardennen gibt es Schinken aus Reims und Sanglier (Wildschwein), Fischspezialitäten sind Ecrevisses (Flusskrebse) und Brochets (Hecht). Elsass-Lothringen ist das Land des Choucroute (Sauerkraut) und der Tarte Flambée (Zwiebelkuchen). Pikante und unverwechselbare Soßen kennzeichnen die bretonische Küche, und Schalentiere sind ihre Spezialität; hervorzuheben ist besonders der Homard à l’Américaine (Hummer mit Sahnesoße). Lyon, die wichtigste Stadt des Rhônetals, ist das Zentrum der französischen Gastronomie. Eine hiesige Spezialität ist Quenelles de Brochet (Hechtpastete mit Flusskrebssoße). Bordeaux streitet sich mit Lyon um den Titel »kulinarische Hauptstadt Frankreichs«. Die aquitanische Küche verwendet viel Gänseschmalz. Der Beiname »Perigord« steht für die Beigabe von Trüffeln. In den Pyrenäen, besonders in und um Toulouse, findet man Lachs und Cassoulet (Bohneneintopf).
General de Gaulle hat einmal mit einem gewissen Stolz gefragt, wie man ein Land regieren solle, in dem es 365 verschiedene Käsesorten gibt. Die bekanntesten sind Camembert, Brie, Roquefort, Reblochon und die Schimmelkäse der Auvergne und Bresse. Soufflé Grand Marnier, Oeufs à la Neige (Baiser und Vanillesoße), Mille Feuilles (mit Vanillecreme gefülltes Blätterteiggebäck), Ganache (Schokoladengebäck), Paris-Brest (Windbeutel mit Haselnusscremefüllung), Obstkuchen und Pasteten sind nur einige der leckeren Nachspeisen.

Getränke: Wein ist mit Abstand das beliebteste Getränk der Franzosen, das Angebot ist regional verschieden. Preiswerter Wein (Vin Ordinaire) ist von sehr unterschiedlicher Qualität. Es gibt folgende Kategorien: AC (Appellation contrôlée), VDQS (Vin delimité de qualité supérieure), Vin de Pays (Landwein) und Vin de Table (Tafelwein). Frankreich hat mehrere Weinregionen, die bekanntesten sind Bordeaux, Burgund, Loire, Rhône und Champagne.
Die Kellner sind bei der Auswahl behilflich, in den teuren Restaurants ist dafür der Sommelier oder Kellermeister zuständig. Im Zweifelsfalle sollte man ruhig den Hauswein probieren, der meist der Stolz des Gastwirts und verhältnismäßig preiswert ist.
Kaffee wird immer nach dem Essen serviert (nicht mit der Nachspeise), schwarz und in kleinen Tassen, falls man nicht Café au lait (oder crème) bestellt.
Liköre wie Chartreuse, Framboise und Genepi (ein besonderer Likör aus einheimischen Kräutern) werden angeboten. Manche Getränke wie Calvados (Apfelbranntwein) und Eau-de-vie sind ziemlich hochprozentig und sollten mit Vorsicht genossen werden, besonders nach einigen Gläsern Wein.
Spirituosen werden als »Doppelte« ausgeschenkt, kleinere Mengen sollten als Baby bestellt werden. Die Auswahl an Aperitifs ist enorm. Typisch französisch ist der Pastis (z. B. Ricard und Pernod). Die Regionen Nord, Pas-de-Calais und Picardie haben keine eigenen Weine, hier wird Bier gebraut und Cidre hergestellt. Das Elsass soll das beste Bier Frankreichs brauen, es gibt aber auch gute Weißweine wie Riesling, Gewürztraminer und Sylvaner sowie Fruchtschnäpse wie Kirsch und Framboise. Die Weine der Champagne-Region aus dem Gebiet Montagne de Reims sind trocken und lieblich (Vevenay Verzy) oder vollmundig und blumig (Bouzy und Ambonnay).
Alkohol darf nicht an Jugendliche unter 18 Jahren ausgeschenkt werden. Kinder und Jugendliche dürfen Schankstätten nur in Begleitung Erwachsener betreten und erhalten keine alkoholischen Getränke. Die Öffnungszeiten bestimmt der Gastwirt, in Großstädten und Urlaubsorten sind die Lokale meistens den ganzen Tag über geöffnet, manche bis 02.00 Uhr morgens. Es gibt auch Bars und Cafés, die nachts geöffnet haben. In kleineren Gemeinden schließen die Lokale etwas früher.

Nachtleben

In vielen Pariser Nachtlokalen und Diskotheken wird kein Eintrittsgeld erhoben, dafür sind die Getränke teuer. Oft ist ein Getränk (Consommation) im Eintrittsgeld enthalten. Nachtschwärmern stehen Nachtklubs und Nachtbars zur Verfügung.
Bei den Fremdenverkehrsämtern sind kostenlose monatlich und jährlich erscheinende Veranstaltungskalender erhältlich. Broschüren und Führer mit Informationen über Aktivitäten, Stadtrundfahrten, Exkursionen und Ausstellungen in Paris sind ebenfalls erhältlich. Einige der besten sind Pariscope, 7 à Paris, L’Officiel des Spectacles und das englischsprachige Paris Passion. Außerhalb von Paris verbringen viele Franzosen die Abende in Restaurants und Bars, aber vor allem in den Urlaubsorten findet man auch Diskotheken. Auf dem Land finden im Sommer an den Wochenenden häufig Festivals statt. Es gibt über 130 Kasinos in Frankreich.

Einkaufstipps

Besonders zu empfehlen sind Spitze, Kristall, Käse, Kaffee, Wein, Spirituosen und Liköre. Arques, die Heimat des Cristal d’Arques, liegt zwischen St. Omer und Calais. Lille, die größte Stadt in Französisch-Flandern, ist für ihre Textilien und feine Spitze bekannt. In vielen Städten ist samstags Markttag, i. Allg. für Obst und Gemüse. Hypermarchés, riesige Supermärkte, in denen man von Esswaren, Kleidung und Hi-Fi-Geräten bis hin zu Möbeln alles kaufen kann, werden immer beliebter. Sie liegen meistens am Stadtrand und haben einen eigenen Parkplatz.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Kaufhäuser: Mo-Sa 09.00-18.30 Uhr, Lebensmittelläden: 07.00-18.30/19.30 Uhr. Manche Geschäfte, besonders Bäckereien, öffnen auch am Sonntagmorgen, dafür bleiben sie gewöhnlich montags geschlossen. Die meisten Geschäfte schließen zwischen 12.00 und 14.30 Uhr. Einige Geschäfte sind montags ganztägig oder nachmittags geschlossen. Hypermärkte sind in der Regel bis 21.00 oder 22.00 Uhr geöffnet.

Sport

Tennis wird fast überall gespielt, die Platzmieten sind aber mitunter teuer. Reiten ist sehr beliebt. Golf gewinnt an Popularität, es gibt einige Golfplätze, besonders im Süden. Pferderennen, Fußball und Rugby sind die Publikumsmagnete. Segeln und Bootfahren sind im Ärmelkanal, der Bucht von Biskaya, an der Riviera und auf größeren Flüssen (Loire, Rhône und Saône) möglich. Boote können an der Rhône, am Canal du Midi und am Burgund-Kanal, Jachten vor allem im Süden des Landes gemietet werden. Mehrere tausend Kilometer gut markierter Wanderwege stehen zur Verfügung. Diese Sentiers de Grande Randonnée sind in Wanderkarten eingezeichnet. Der Via Alpina, der sich mit insgesamt mehr als 5000 Kilometern Wegstrecke durch 8 Länder längs durch die Alpen schlängelt, führt auch durch Frankreich. Die Wanderroute Blauer Weg des Via Alpina hat 61 Etappen und beginnt bzw. endet in Monaco und bringt den Wanderer durch die Cottischen, südlichen Grajischen und Walliser Alpen. Es gibt zahlreiche Radwege wie den 120 Kilometer langen, ausgeschilderten Radweg zwischen Tours und Angers. Wintersport: In den französischen Alpen liegen einige der weltbesten Skiorte. Sie bieten über 480 km Piste, über 150 Skilifte, unzählige Skischulen und alles, was sonst noch dazugehört. Pauschalreisen gibt es in alle größeren Orte. Die Saison dauert von Anfang Dezember bis Ende April. Die Hochsaison ist von Februar bis März, mit höheren Preisen muss gerechnet werden.

Veranstaltungskalender

Jan. Pferdeleidenschaft, Avignon. Jan. Internationales Zeichentrick-Festival, Angoulême. Jan. Prêt-à-Porter-Schauen, Paris. Febr. Mimosenfest, Nizza. Febr.- März Karneval, Nizza. Febr.-März Zitronenfest, Menton. März Internationale Landwirtschaftsmesse, Paris. März-Apr. Internationales Frauenfilm-Festival, Créteil. Mai Internationales Kurzfilm-Festival. Mai Internationales Filmfestival, Cannes. Mai-Jun. Tennis: French Open, Paris. Jun. Rio Loco Festival, Toulouse. Jun. Ironman Frankreich, Nizza. Jun. Fête de la Musique, versch. Orte. Jul. Jazzfest, Nizza. 14. Jul. Tag der Erstürmung der Bastille, landesweit. Sept.-Dez. Herbstfestival, Paris. 31. Dez. Paris Parade und Silvesterfeier, Paris.

Ausführlichere Informationen sind bei den Maisons de la France (s. Adressen) erhältlich.

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, persönlicher ist der Kuss auf beide Wangen. Die Anrede ist Monsieur oder Madame ohne Nennung des Familiennamens. Es kann sehr lange dauern, bis man sich mit dem Vornamen anspricht. Bei Empfängen oder Diners gibt der Ehrengast das Zeichen, mit dem Essen zu beginnen. Mahlzeiten werden mit Genuss und in aller Ruhe eingenommen, sie ziehen sich oft lange hin.

Bekleidung: Legere Kleidung ist weit verbreitet, aber die Franzosen sind für elegante Sportkleidung bekannt. Bei öffentlichen Anlässen und Abendgesellschaften ist förmliche Kleidung erwünscht; viele Klubs, Kasinos und vornehme Restaurants bestehen ebenfalls auf Anzug und Krawatte; Abendkleid bzw. Smoking werden gesondert angezeigt. »Oben ohne« wird an den meisten Stränden toleriert, FKK ist nur an den dafür eingerichteten Stränden gestattet.

Rauchen:
In öffentlichen Gebäuden (u.a. Bahnhöfe, Flughäfen, Schulen und Ämter), in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Restaurants, Bars und Diskotheken ist Rauchen verboten.

Trinkgeld:
Im Restaurant oder Café werden 10-15% gegeben. Das Trinkgeld wird zusammen mit der Bezahlung einfach auf dem Tisch liegen gelassen. 10-15% Bedienungsgeld ist in Rechnungen von Hotels enthalten, es ist aber auch hier üblich, ein paar Münzen auf dem Tisch zu hinterlassen. Platzanweiser, Gepäckträger, Hotelpagen, Garderoben- und Toilettenpersonal, Friseure und Kosmetikerinnen erhalten Trinkgeld. Taxifahrer erwarten 10% der Fahrtkosten als Trinkgeld.

Unterkunft

Hotels

Es gibt zahlreiche Hotels mit angeschlossenem Restaurant; Einzelzimmer sind nicht sehr verbreitet. In der Regel wird in Doppelzimmern gegen einen Aufpreis von 30 % ein zusätzliches Bett aufgestellt, bei Kindern unter 12 Jahren verlangen die großen Hotelketten keinen Aufpreis. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Tagen wird den Gästen meist Vollpension angeboten. Halbpension (Demi-pension) bekommt man normalerweise in der Vor- und Nachsaison.

Logis de France sind kleine oder mittelgroße Hotels, oft Familienbetriebe, die preiswerte, gute und komfortable Unterkunft anbieten. Alle haben ein eigenes Restaurant. Ihre Adressen findet man in einem von der Logis de France herausgegebenen Hotelführer, aus dem die jeweilige Ausstattung und die Extras ersichtlich sind. Logis de France, 83 Avenue d'Italie, F-75013 Paris. (Tel: (01) 45 84 83 84. Internet: www.logis-de-france.fr). Relais-Châteaux sind zu Hotels umgebaute Schlösser. Auskünfte erteilt auch der Hotelverband: Union des Métiers et des Industries Hôtelières, 22 Rue d'Anjou, F-75008 Paris. (Tel: (01) 44 94 19 94. Internet: www.umih.fr).

Paris: Buchungen können bei den Fremdenverkehrsämtern in den Bahnhöfen oder im zentralen Informationsbüro vorgenommen werden: Office de Tourisme e des Congrès, 25 rue des Pyramides, F-75001 Paris. (Tel: (08) 92 68 30 00. Internet: www.parisinfo.com).

Motels

Ferienhäuser/Ferienwohnungen

Feriendörfer

Camping

Es gibt 7000 Campingplätze in allen Regionen des Landes. Einige vermieten Wohnwagen und Zelte. Die Preise richten sich nach Region, Saison und dem Angebot an zusätzlichen Einrichtungen wie Freizeiträumen usw. Alle offiziellen Zeltplätze haben fließendes Wasser, Toiletten und Waschräume.

Wohnwagen können für maximal 6 Monate nach Frankreich eingeführt werden. Das Fremdenverkehrsamt hat eine vollständige Liste aller Reiseveranstalter, die Urlaubsreisen aller Art anbieten, einschließlich Camping- und Aktivurlaub.

Der Französische Campingverband ist zu erreichen unter: Fédération de Camping et Caravaning, 78 Rue de Rivoli, F-75004 Paris. (Tel: (01) 42 72 84 08. Internet: www.ffcc.fr).

Wohnwagen

Leuchttürme

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2016
1 Jan Neujahr
28 Mar Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
5 May Christi Himmelfahrt
8 May Kriegsende 1945
16 May Pfingstmontag
14 Jul Jahrestag des Sturms auf die Bastille
15 Aug Mariä Himmelfahrt
1 Nov Allerheiligen
11 Nov Tag des Waffenstillstandes
25 Dec Weihnachten

2017
1 Jan Neujahr
17 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
8 May Kriegsende 1945
25 May Christi Himmelfahrt
5 Jun Pfingstmontag
14 Jul Jahrestag des Sturms auf die Bastille
15 Aug Mariä Himmelfahrt
1 Nov Allerheiligen
11 Nov Tag des Waffenstillstandes
25 Dec Weihnachten
Juli und August sind die Urlaubs- und Reisemonate in Frankreich. In dieser Zeit sind die Ferienorte mit einheimischen Urlaubern überfüllt. Außerhalb der Urlaubsgebiete und in vielen Städten ist es hingegen ruhig.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel dürfen (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Frankreich eingeführt werden:200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen (Alkoholgehalt über 22%) oder 2 l alkoholische Getränke und Spirituosen (Alkoholgehalt bis zu 22%);
4 l Wein;
16 l Bier;
250 g Kaviar;
2 kg Fisch;
1 kg tierische Produkte;
Arzneimittel für den persönlichen Bedarf des Reisenden;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Tabakwaren und Spirituosen dürfen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden.

Einfuhrverbot

Eine Goldmenge über 500 g muss deklariert werden.Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Einfuhrbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Duty-free-Verkauf in der EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Warenverkehr innerhalb der EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)
 

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Geldwechsel

Einige Hotels sind berechtigt, Geld zu wechseln. Die Credit Mutuel und Credit Agricole (vergleichbar mit den deutschen Sparkassen) haben relativ lange Öffnungszeiten. Laut Gesetz dürfen Hotels und Geschäfte in der Regel keine ausländischen Währungen annehmen. Allerdings findet man Wechselstuben z. T. in Warenhäusern, auf Bahnhöfen, Flughäfen und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten.

Kreditkarten

MasterCard und Visa werden angenommen und sind weit verbreitet. American-Express und Diners Club werden weniger häufig akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Kreditkarten werden in zahlreichen Geschäften, Hotels, Supermärkten und Restaurants akzeptiert. Händler weisen im Aushang oft einen Mindestbetrag für Kreditkarteneinkäufe aus.

Reiseschecks

Werden in der Praxis selten akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks). Die Deklaration muß mindestens fünf Tage vor der Reise beim französischen Zoll angemeldet werden, bei Verstößen drohen sehr hohe Geldbußen.

Öffnungszeiten der Banken

Nicht einheitlich: 08.30-16.00 Uhr, auch 09.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr. Manche Banken sind montags geschlossen und/oder samstags bis 12.00 Uhr geöffnet. Am Vortag eines Feiertages schließen die Banken um 12.00 Uhr, in seltenen Fällen bleiben sie zeitweise oder auch den ganzen darauffolgenden Tag über geschlossen.

Wechselkurse

1.00 CHF = 0.93 EUR
1.00 USD = 0.94 EUR
Wechselkurse vom 10 Januar 2017

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Schweiz Ja/1 Nein Nein
Andere EU-Länder Ja/1 Nein Nein
Türkei Ja 2 Nein
Deutschland Ja/1 Nein Nein
Österreich Ja/1 Nein Nein

Anmerkung

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Hinweis

Frankreich ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen).

Frankreich ist Unterzeichner und Anwender des Schengener Abkommens. Aufgrund der Terroranschläge in London im Juli 2005 hatte Frankreich das Schengener Abkommen zum freien Reiseverkehr in der EU vorübergehend ausgesetzt. Aus Sicherheitsgründen hat Frankreich bis auf weiteres stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und den anderen Nachbarländern wieder eingeführt

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU- und EFTA-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 Der deutsche Reisepass darf bis zu 1 Jahr, der österreichische bis zu 5 Jahren abgelaufen sein. Achtung: Die Anforderungen von Fluggesellschaften können hiervon abweichen!

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild, Personalausweis oder eigener Reisepass.Österreicher: Personalausweis oder Kinderreisepass oder eigener Reisepass.Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.Türken: Reisepass.Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.Alleinreisende Minderjährige unter 15 Jahren müssen eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mit sich führen.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten:(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein gültiges Langzeit-Visum (D) für ein Schengen-Land besitzen und über einen Reisepass verfügen, der vor weniger als 10 Jahren ausgestellt wurde.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengenland mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengenland weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Schengen-Visum

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt. Deshalb werden bei den französischen Vertretungen in Deutschland und Österreich Visa nur mehr in Individualfällen ausgestellt.

Visaarten

Einreisevisa: Kurzzeitvisa (Transitvisa sowie Touristenvisa für einmalige oder mehrmalige Einreise) und Langzeitvisa (Studien- und Arbeitsaufenthalte).

Visagebühren

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft.Schengen-Visum: 60 €.

Gültigkeitsdauer

Transitvisum: 5 Tage (der Einreisetag zählt mit). Kurzzeitvisum: bis zu 90 Tagen.

Antragstellung

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers.

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.(e) Visumgebühr in bar.(f) 2 biometrische Passfotos.(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf den Internetseiten der zuständigen diplomatischen Vertretungen).

Aufenthaltsgenehmigung

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Frankreich aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht bei der zuständigen Verwaltungsbehörde nicht mehr bescheinigen lassen. Eine Arbeitsaufnahme für EU-Bürger ist laut EU-Regelung ohne Genehmigung möglich. 

Bearbeitungszeit

Kurzfristiger Aufenthalt: Für die Staatsangehörigen der meisten Länder 1 Werktag.
Längerfristiger Aufenthalt: Variiert je nach Besuchszweck zwischen 2 bis 5 Tagen und 2 Monaten.

Personalausweis

[1] U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:EU-Länder und Schweiz.

Einreise mit Haustieren

Für Vögel aus allen Ländern wird pro Tier ein Gesundheitszeugnis benötigt, das bei der Einreise nicht älter als 5 Tage ist und aus dem hervorgeht, dass das Tier keine Krankheiten hat. Es dürfen bis zu 2 Papageien oder Wellensittiche mitgenommen werden. Der Reisende muss schriftlich bescheinigen, dass er der Besitzer der Vögel ist und diese in Frankreich nicht verkaufen wird.
Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.
Anmerkung: Staffordshire Terrier bzw. American Staffordshire Terrier (beide als "Pitbull" bekannt), Mastiff- und Tosahunde sowie Rassen, die in keinem vom Internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen sind, dürfen generell nicht nach Frankreich eingeführt werden. Nur, wenn sie in einem solchen Stammbuch eingetragen sind, dürfen sie einreisen. Sie unterliegen dann jedoch auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Leinen- und Maulkorbpflicht und dürfen nicht in öffentliche Einrichtungen und Verkehrsmittel mitgenommen werden.

Allgemeines

Lage

Westeuropa.

Fläche

551.500 qkm (212.935 qm).

Bevölkerungszahl

62.814.233 (2015).

Bevölkerungsdichte

113,9 pro qkm.

Hauptstadt

Paris. 

Staatsform

Republik seit 1875. Verfassung von 1958, letzte Änderung 2008. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (577 Mitglieder) und Senat (348 Mitglieder). Der Präsident wird direkt für fünf Jahre gewählt. Frankreich ist EU-Mitglied.

Geographie

Frankreich ist das flächenmäßig größte Land der EU. Es grenzt im Norden an den Ärmelkanal (La Manche), im Nordosten an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland, die Schweiz, Italien und Monaco. Im Süden wird Frankreich vom Mittelmeer begrenzt, im Südwesten von Spanien und Andorra und im Westen vom Atlantischen Ozean. Die Insel Korsika liegt im Mittelmeer nördlich der italienischen Insel Sardinien.

Die landschaftliche Vielfalt reicht von den Bergmassiven der Alpen und Pyrenäen, den Flusstälern der Loire, Rhône und Dordogne bis zur Côte d'Azur und den flacheren Regionen der Normandie und der Atlantikküste. Die Küste ist 3100 km lang, am Atlantik in Nordfrankreich gibt es vor allem Sanddünen und Kalkfelsen, im Westen findet man eine buchtenreiche Steilküste und im Süden sind Strandseen und Dünenlandschaften verbreitet.

Sprache

Amtssprache ist Französisch, es gibt viele regionale Dialekte. In der Bretagne wird z. T. Bretonisch gesprochen, in Korsika Korsisch, Baskisch ist im Südwesten weit verbreitet. An den Schulen wird Englisch, Deutsch oder Spanisch als Fremdsprache unterrichtet. Die meisten Franzosen haben jedoch vor jeder Sprache Achtung und sprechen lieber nicht, als dass sie falsch sprechen.Franzosen sind sehr stolz auf ihre Sprache. Touristen sollten sich daher zumindest einen Grundwortschatz aneignen. Allein das Bemühen, Französisch zu sprechen, wird meist hoch geschätzt.

Religion

83-88% römisch-katholisch; protestantische (2%), muslimische (5-10%), jüdische (1%) und orthodoxe Minderheiten.

Ortszeit

MEZ. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 1 (Sommerzeit).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils 0 Std.

Netzspannung

230 V, 50 Hz.

Regierungschef

Édouard Philippe, seit Mai 2017.

Staatsoberhaupt

Emmanuel Macron, seit Mai 2017.

Kontaktadressen

Botschaft der Französischen Republik

Konsulate in Bâle, Genf, Lugano, Mühlethal, Sion, Vicques und Zürich.
Telefon: +41 (0) 31 359 21 11.
Website: www.ambafrance-ch.org
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-17.30 Uhr.

Konsularabteilung der Botschaft

Honorarkonsulate ohne Visumerteilung in Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg.
Telefon: +43 (0) 1 50 27 52 00.
Website: www.ambafrance-at.org/consulat
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.45-12.15 Uhr, Mi auch 13.00-17.00 Uhr.

Botschaft der Französischen Republik

Technikerstraße 2, A-1040 Wien, Austria Telefon: +43 (0) 1 50 27 50.
Website: www.ambafrance-at.org

Generalkonsulat der Französischen Republik

Mit Visumerteilung.
Telefon: +49 (0) 69 795 09 60.
Öffnungszeiten: Visaangelegenheiten: Mo-Fr 08.45-12.00 Uhr.

Botschaft der Französischen Republik

Hinweis: Für Visumanträge ist das Generalkonsulat in Frankfurt/M. zuständig.Generalkonsulate in Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München, Saarbrücken und Stuttgart. Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Erfurt, Freiburg i. Br.,  Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, Nürnberg und Saarlouis. 
 
Telefon: +49 (0) 30 590 03 91 00.
Website: www.ambafrance-de.org
Öffnungszeiten: Konsularabteilung: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, Mi auch 14.00-17.00 Uhr.

Französische Zentrale für Tourismus (Frankreich)

Rue de Clichy 79/81, F-75009 Paris, France Telefon: +33 (0) 1 42 96 70 00.
Website: www.france.fr

Französische Zentrale für Tourismus (Schweiz)

Rennweg 42, CH-8001 Zürich, Switzerland Telefon: +41 (0) 44 217 46 00.
Website: ch.france.fr

Französische Zentrale für Tourismus (Österreich & Zentraleuropa)

Prinz-Eugen-Strasse 72/2.3, A-1010 Wien, Austria Telefon: +43 (0) 1 503 28 92.
Website: at.france.fr

Französische Zentrale für Tourismus (Deutschland)

D-60001 Frankfurt, Postfach 100128, Germany Website: de.france.fr

Reise- und Sicherheitsinformationen

Frankreich
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.01.2017
Unverändert gültig seit: 13.01.2017
Aktuelle HinweiseSeit Anfang 2015 ist Frankreich Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge geworden: Anschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo im Januar 2015, Anschläge in Paris im November 2015 und in Nizza am 14. Juli 2016.Der seit November 2015 geltende Ausnahmezustand wurde bis Mitte Juli 2017 verlängert. In diesem Zusammenhang wurden besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter u.a. verstärkte Personenkontrollen in der Öffentlichkeit. Es ist mit folgenden Maßnahmen zu rechnen: ·Â  Stichprobenkontrollen in den U-Bahnstationen und Bahnhöfen·Â  verstärkte Militärpräsenz an den Bahnhöfen·Â  Polizeipräsenz in den U-Bahnen und auf den Straßen·Â  Zugangskontrollen an den Flughäfen und zum ThalysEs wird dringend geraten, den Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und sich zur Lageentwicklung über die Medien und diese Reisehinweise informiert zu halten.Daneben finden bis einschließlich 15. Juli 2017 Kontrollen an den Landesbinnengrenzen Frankreichs zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien sowie an den Luft- und Seegrenzen statt. Es kann daher im Reiseverkehr vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Insbesondere bei der Einreise aus Großbritannien muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Reisende sollten ständig ein Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass) mit sich führen (s. auch unter Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige).Bei Flugreisen von und nach Frankreich sollte das Internetangebot der betreffenden Fluggesellschaft auf eventuelle kurzfristige Hinweise zu Verzögerungen oder Annullierungen geprüft werden.Landesspezifische SicherheitshinweiseTerrorismusZur Begegnung von terroristischen Bedrohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate", der je nach Bedrohungslage verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorsieht. Aktuell gilt landesweit ein erhöhtes Schutzniveau.Es ist mit erhöhten Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen im Reiseverkehr zu rechnen. Auf Bahnhöfen, Flughäfen, in Zügen und U-Bahnen gibt es verstärkte Gepäck- und Personenkontrollen. Auch an Eingängen (z. B. Museen) kann es zu Handtaschenkontrollen kommen. Bahnreisende sollten darauf achten, dass ihr Reisegepäck mit Namen und Anschrift gezeichnet ist. In vielen Bahnhöfen gibt es keine Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung mehr.Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

 

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