Tourismusinformationen Georgien

Klima

Klima

Mildes Meeresklima in Küstenregionen, Kontinentalklima im Landesinneren. Höchste Niederschlagsmenge im Südwesten.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Airzena Georgian Airlines (A9) (Internet: www.airzena.com) betreibt Inlandsflüge von Tbilisi nach Kutaisi, Butani und Senaki.

Bahn

Das Schienennetz umfasst ca. 1600 km. Die Sicherheitslage (veraltete Wagons, bewaffnete Überfälle und Kraftstoffknappheit) hat sich entscheidend verbessert, so dass Bahnfahrten heute als weniger bedenklich gelten. Von langen Fahrten wird allerdings nach wie vor abgeraten. Bahnreisen durch die russische Grenze im Norden und Westen sind durch den Konflikt mit Abchasien nicht möglich. Vorsichtsmaßnahmen gegen Diebstähle sind angebracht. Alle Züge sind reservierungspflichtig. Es gibt zwei Klassen, die sich hauptsächlich durch den Komfort der Sitze unterscheiden. Kinder unter 5 Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von 5-9 Jahren zahlen die Hälfte.

Bus/Pkw

Das Straßennetz umfasst ca. 20.000 km asphaltierte Straßen. Eine neue Autobahn soll eine Verbindung zwischen den Schwarzmeerhäfen, Tbilisi und der aserbaidschanischen Grenze schaffen. Nachtfahrten außerhalb der Hauptstadt sollten vermieden werden. Es gibt keine zuverlässigen Karten und keine Hinweisschilder. Benzin ist knapp, und nur Einheimische wissen, wo und wie man an versteckte Quellen herankommt. Inzwischen verkehren wieder Busse zwischen den größeren Städten; sie sind oft in schlechtem Zustand und fahren nicht immer nach Plan. Komfort darf man nicht erwarten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein erforderlich.

Stadtverkehr

Tbilisi hat ein kleines U-Bahnnetz, Busse und Oberleitungsbusse ergänzen das Nahverkehrssystem. Busse können auf der Straße angehalten werden, der Fahrpreis sollte im Voraus ausgehandelt werden.

Taxis
können an der Straße angehalten werden. Die geforderten Preise sind oft überhöht. Es ist ratsam, gleich vor der Abfahrt einen Preis zu vereinbaren. Die hohe Kriminalitätsrate erfordert Vorsichtsmaßnahmen (man sollte nur offizielle Taxis benutzen und diese nicht mit Unbekannten teilen).

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft Airzena Georgian Airlines (A9) bietet direkte Verbindungen von Frankfurt/M. nach Tiflis. Nähere Informationen erteilt Airzena Georgian Airlines, Pfälzer Weg 11 D-65474 Bischofsheim (Tel: (061) 61 44 40 24/23 95. Internet: www.airzena.com). Wöchentlicher Linienflugverkehr von Wien nach Tiflis. Informationen: Airzena Georgian Airlines, Parkring 12 A, A-1010 Wien Tel: (01) 214 78 77). Weitere Verbindungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz über Prag oder Amsterdam.

Ukraine International Airlines (PS) bietet sechsmal wöchentlich Verbindungen von Frankfurt über Kiev nach Tiflis.

Flughafengebühren

Keine.

Internationale Flughäfen

Tbilisi (TBS) liegt 18 km östlich der Innenstadt. Busverbindungen zur Stadt (Fahrzeit: 30 Min.), staatliche Busse fahren von 08.00 bis 22.00 Uhr. Transferservice mit der Info-Tbilisi Group (Internet: www.airport-transfer.ge). Taxistand. Flughafeneinrichtungen: Banken/Wechselstuben, Bars, Restaurants, Duty-free-Shops, Erste Hilfe, Gepäckaufbewahrung und Mietwagenverleih. Im Winter kommt es wegen Stromausfällen oft zu Verzögerungen im Flugverkehr.

Schiff

Die bedeutendsten Häfen sind Batumi und Poti. Von Batumi und Poti bestehen internationale Fährverbindungen zu anderen Häfen am Schwarzen Meer (Odessa, Sochi, Trabzon und Istanbul) und zum Mittelmeer (Genua und Piräus).

Bahn

Die wichtigsten Eisenbahnstrecken verlaufen entlang der Schwarzmeerküste. Es gibt Verbindungen nach Aserbaidschan, Armenien (mit Anschluss in die östliche Türkei) sowie nach Moskau (Russische Föderation). Die Transkaukasische Eisenbahn fährt nachts zwischen Baku (Aserbaidschan) und Eriwan (Armenien). Der Seidenstraßen-Express verkehrt von Baku nach Tiflis. Die Autonome Republik Abchasien ist für den internationalen Reiseverkehr gesperrt.

Bus/Pkw

Hauptstraßen verbinden Georgien im Norden durch den Kaukasischen Straßentunnel bei Kazbegi mit der Russischen Föderation und im Süden durch die Darialschlucht mit der Türkei, Armenien und Aserbaidschan. Achtung: Die Checkpoints bei Kazbegi, Tskhinvali (Roki-Tunnel) und die Strecken über die georgisch-abchasische Grenze sind zurzeit gesperrt.

Seit 2010 ist der Grenzübergang zwischen der Russischen Föderation und Georgien bei Verchni Lars in der Darialschlucht wieder geöffnet. Alle anderen Grenzübergänge zwischen beiden Ländern bleiben geschlossen.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Selbstwählferndienst nur nach Tbilisi (Ortsnetzkennzahl 032), die Leitungen sind jedoch überlastet und Verbindungen, wenn sie zustande kommen, schlecht.

Mobiltelefon

Mobilfunkgesellschaften umfassen Geocell Limited (GSM 900; Internet: www.geocell.com.ge), Ibercom Ltd (GSM 1800) und Magti GSM (Dual Band 900/1800; Internet: www.magtigsm.com).

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: Sanet (Internet: www.sanet.ge).

POST- UND FERNMELDEWESEN

Der internationale Postverkehr ist immer wieder unterbrochen, lange Verzögerungen sind die Regel. Sendungen per Einschreiben dauern zwar meist noch länger, gelten aber als sicherer. Briefe sollten am besten direkt bei zentralen Postämtern aufgegeben werden.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Tiflis

Die Hauptstadt Tbilisi (Tiflis) liegt inmitten von Bergketten im Mtkvari-Tal und hat ein angenehmes Mittelmeerklima. Den besten Ausblick auf die fast mediterran anmutende Stadt mit ihren weinumrankten Innenhöfen und engen Gassen hat man vom Mtatsminda-Berg. Sehenswert ist vor allem das Altstadtviertel, dessen zahlreiche Kirchen für ihre schönen Fresken bekannt sind. Besonders prachtvoll sind die Sioni-Kathedrale (6. Jh.) und die Metechi-Kirche (13. Jh.). Die hübschen, im 19. Jahrhundert erbauten Häuser mit ihren offenen Bogengängen geben dem Stadtteil seinen unverwechselbaren Charakter. Die imposanten öffentlichen Gebäude am Prospekt Rustaveli, der Haupteinkaufsstraße, bezeugen den einstigen Reichtum der Stadt um die Jahrhundertwende. Das Georgische Staatsmuseum (schöne Ikonensammlung, zahlreiche Fresken und Porzellanexponate) ist unbedingt sehenswert. Herausragend ist die Abteilung mit Schmuckgegenständen aus vorchristlichen Gräbern. Im Georgischen Nationalmuseum der Kunst in der Innenstadt hängen viele Arbeiten des außerordentlich beliebten naiven Malers Niko Pirosmani. Am Davit-Aghmaschenebeli-Prospekt steht die Staatliche Philharmonie, gleichzeitig Sitz der international bekannten georgischen Tanzgruppe. Die Festung Narikala, von den Persern im 4. Jahrhundert errichtet, wurde zuletzt im 17. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Schwefelquellen spenden auch heute noch Heilkraft in dem im orientalischen Stil gehaltenen Bad mit seinem Kuppeldach (19. Jh.) unweit der Metechi-Brücke. Im Freilichtmuseum in einem der westlichen Vororte kann man die typischen Bauernhäuser der verschiedenen Regionen und andere interessante Artefakte sehen.

Mzcheta

Die ehemalige Hauptstadt Mzcheta am Zusammenfluss von Mtkvari und Aragvi (20 km nördlich von Tiflis) war bis ins 12. Jahrhundert Zentrum des Christentums. Die Sweti-Tschoweli-Kathedrale wurde angeblich an der Stelle errichtet, an der 328 n. Chr. der Kreuzigungsumhang Christi gefunden wurde und war lange die heiligste Stätte des Landes. Die Kathedrale, deren Name soviel wie »Säule des Lebens« bedeutet, ist ein Meisterwerk der einheimischen Baukunst des 15. Jahrhunderts. Eindrucksvolle Königsgräber, ein schöner Altar mit Ikonen und prächtige Schnitz- und Stuckarbeiten gehören zu ihren Hauptsehenswürdigkeiten. Das Kloster Samtavro wurde im 11. Jahrhundert gegründet, die Architektur der Dschvari-Kathedrale beeinflusste den Kirchenbau in Georgien nachhaltig.

Gori

In Gori (95 km westlich von Tiflis), dem Geburtsort Stalins, kann man die Festung (12. Jh.) und die Georgskirche (16. Jh.) besichtigen. Museum und Park, die der Verherrlichung Stalins und seiner Errungenschaften dienten, sind schon seit einigen Jahren »vorübergehend« geschlossen. Gori hat die einzige noch verbliebene öffentliche Statue des Staatsmannes. Die Höhlen von Uplistike 10 km östlich der Stadt sind einen Abstecher wert. Zwischen dem 6. Jh. v. Chr. und dem 14. Jh. waren sie bewohnt, im Laufe der Zeit entstanden Geschäfte, ein Theater, andere öffentliche Gebäude, riesige Weinkeller und ein Verlies. 10 km südlich von Gori in zauberhafter Umgebung steht die Atenis-Sionikirche, die für ihre Steinmetzarbeiten und Fresken bekannt ist.

Bordzomi, Bakuriani und Batumi

Die Mineralwasserquelle aus dem Kurort Bordzomi (150 km westlich von Tiflis) soll ein wahrer Gesundbrunnen sein. Die hügelige Umgebung der Stadt bietet gute Wandermöglichkeiten. Bakuriani, 29 km südöstlich von Bordzomi, liegt 1700 m hoch im Gudauri-Skigebiet und ist einmal als internationaler Winterurlaubsort geplant. Die hiesige Luxushotelanlage steht unter dem gleichen Management wie das Metechi Palace Hotel. Auf etwa halbem Weg zwischen Bordzomi und Bakuriani liegen das mittelalterliche Kloster Daskij (12. Jh.) und ein 60 m hoher Wasserfall. Im Sommer bieten sich auch Ausflüge zum Tabatskuri-See an, einem tiefen Bergsee.
Der Schwarzmeerhafen Batumi liegt nahe der türkischen Grenze an der reizvollen Kaukasischen Riviera, die sich nach Norden bis zur russischen Stadt Noworossijsk erstreckt. Der freundliche Badeort im Südwesten Georgiens ist Hauptstadt der Adscharischen Autonomen Republik, die für den Teeanbau bekannt ist. Das fast türkische Flair ist überall zu spüren, es gibt sogar ein türkisches Bad (19. Jh.). Bei einem Stadtbummel empfiehlt es sich, die Altstadt mit ihren verwinkelten Sträßchen, dem hübschen Meerespark, dem imposanten Theater und dem Ozeanarium anzusehen. Für weitere Abwechslung sorgen ein Besuch im Heimatmuseum (interessante Nationaltrachtenausstellung) und im Zirkus. Die Häuser des von Bäumen gesäumten Stalina Prospekt, einer der Hauptstraßen, haben reich verzierte Fassaden.

Suchumi, Gagra und Pitsunda

Suchumi, die Hauptstadt von Abchasien im äußersten Nordwesten, war bis vor kurzem ein freundlicher Badeort und Hafen, bekannt für schöne, von Palmen und Eukalyptusbäumen gesäumte Strände, lebhafte Straßencafés und ein buntes Völkergemisch. Die Festung, der Botanische Garten, die Affenfarm und die Burgruine des georgischen Königs Bagrat (11. Jh.) sind bekannte Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Suchumi ist ein Kulturzentrum mit zahlreichen Museen und Theatern. Zahlreiche ethnische Volksgruppen lebten hier jahrzehntelang scheinbar harmonisch miteinander bevor der Bürgerkrieg die Stadt erreichte und viele Bewohner vor den Auseinandersetzungen flohen. Von Reisen muss momentan abgeraten werden. Die beliebtesten Urlaubsorte der Region, Gagra und Pitsunda, können derzeit ebenfalls nicht besucht werden. Sie liegen nördlich von Suchumi. Gagra hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten, seine Geschichte als Kurort begann um die Jahrhundertwende. Pitsunda ist moderner und bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Vladikavkaz und Kazbegi

Die 220 km lange Straße von Tbilisi nach Vladikavkaz (früher Ordschonikidse) in Nordossetien (jetzt Russische Föderation) führt durch den Großen Kaukasus, eine dramatische Gebirgslandschaft. Auf der Fahrt gibt es einiges zu sehen, besonders interessant sind die Heilige Dreifaltigkeitskirche Tsminda Semeba, zu deren Füßen die Ortschaft Kazbegi liegt, und das bereits erwähnte Mzcheta (s. o.).

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 21,51 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 4.600 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 2.1 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 13,6 % (2008)

Inflationsrate: ca. 10 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 31 % (2006)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 12,5 % (2008)
Industrie: ca. 27,9 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 59,6 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Gewinnung von Bodenschätzen (Manganerze, Braun- und Steinkohle, Zink, Wolfram, Quecksilber, Baryt, Blei, Eisenerz und Erdöl ), Maschinen- und Schiffbau, Metallverarbeitung, Mineraldüngerherstellung, Bekleidung sowie Nahrungsmittelverarbeitung, Landwirtschaft (Tee, Wein, Obst (v. a. Zitrusfrüchte), Tabak und Gemüse), Tourismus

Außenhandel
Importe: ca. 6,261 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 2,428 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Türkei, Ukraine, Russische Föderation, USA, Großbritannien, Kanada, Deutschland

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Schwarzmeerkooperationsrat (03.03.1992), OSZE (24.03.1992), NAKR (15.04.1992), IWF (05.05.1992), Vereinte Nationen (31.07.1992), IBRD (07.08.1992), IDA (31.08.1993), GUS (Antrag 08.10.1993), EBRD, Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (07.03.1994), (NATO-) PfP und EAPC (23.03.1994), ICA (20.02.1994), GUUAM (10.10.1997), Europarat (27.04.1999), WTO (14.06.2000)

Umgangsformen

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Bundesverband der Deutschen Industrie
(Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52.
Internet: www.ostausschuss.de

Wirtschaftskammer Österreich
(Osteuropareferat)
Stubenring 8-10, A-1010 Wien
Tel: (01) 514 50. 
Internet: http://portal.wko.at

Vereinigte Wirtschaftskammern
Sonnenbergstrasse 48, CH-8032 Zürich
Tel: (044) 268 43 00.
Internet: www.jointchambers.ch

Industrie- und Handelskammer der Republik Georgien
Prospekt Chavchavadze 11, GE-380079 Tbilisi
Tel: (032) 29 33 75.

Land & Leute

Essen & Trinken

Als Gott das Land unter den Menschen aufteilte, so besagt eine georgische Legende, waren die Georgier so mit Essen und Trinken beschäftigt, dass sie ihren Platz in der Warteschlange verloren und leer ausgingen. Als sie jedoch Gott zu ihrem Gelage einluden, gefiel und schmeckte es ihm so gut, daß er ihnen das beste Land gab, das er eigentlich für sich selbst behalten wollte. Oft werden Walnüsse verwendet, z. B. zum Andicken von Soßen und Suppen. Wo immer das Wort »Satsivi« auf der Speisekarte auftaucht, wird das jeweilige Gericht in einer deftigen Soße mit Walnüssen und Ei, gewürzt mit Kräutern und Knoblauch serviert. Gozinaki, Walnüsse in Karamelglasur, sind sehr verführerische Desserts. Ebenso lecker sind Tschurtschkela, Walnüsse, die auf einen Faden aufgereiht, in süßen Traubensaft getaucht und dann getrocknet werden. Anders als in den meisten kaukasischen Ländern isst man in Georgien nicht nur Lammfleisch. Spanferkel wird oft serviert, Kalbfleisch und Huhn werden gegrillt oder in verschiedenen Soßen geschmort. Besonders beliebt ist Tschakokbili, ein Eintopf mit vielen Kräutern, Tomaten und Paprika. Zu Beginn der Mahlzeit werden gewöhnlich eine Reihe warmer und kalter Speisen gereicht, darunter meist scharf gewürzte gebratene Leber und andere Innereien, Lobio (Bohnen- und Walnusssalat), marinierte Auberginen, Pkali (junge Spinatblätter, die zusammen mit frischen Gewürzen zerrieben werden), Katschapuri (mehrere Schichten von Fladenbrot und Schmelzkäse) und nicht zuletzt verschiedene frische und eingelegte Gemüse sowie Bastuma (geräuchertes Fleisch). Schon zu Gorbatschows Zeiten machten zahlreiche private Cafés, Restaurants und Bars auf, denen die Krisensituation schwer zusetzte. Getränke: Es werden Weiß- und Rotweine gekeltert. Kindschmareuli ist ein trockener Weißwein. Gurdschani ist etwas süßer im Geschmack. Zu empfehlen ist auch der trockene Tsinandali. Akascheni (fruchtig) und Teliani (trocken) sind die bekanntesten Rotweine.

Nachtleben

Das Nachtleben beschränkt sich im wesentlichen auf die internationalen Hotels. Im Hotel Ivera gibt es ein Kasino. Das Nationale Georgische Tanzensemble ist berühmt, jedoch fast immer auf Auslandstournee, so dass man in Tiflis kaum Gelegenheit hat, dessen Künste zu bewundern. Das Georgische Staatstheater in Rustaveli hat ebenfalls einen guten Ruf und ist vor allem für Shakespeare-Inszenierungen bekannt.

Einkaufstipps

Galerien und spezielle Läden für Touristen verkaufen schöne Keramikarbeiten, Stickereien und Schmuck. Eine Flasche georgischer Wein oder Branntwein ist ebenfalls ein schönes Mitbringsel. Antiquitäten (Teppiche und Ikonen) dürfen nur mit Genehmigung des Kultusministeriums ausgeführt werden, zudem werden hohe Exportzölle erhoben. Artikel, die in Touristenläden zum Verkauf stehen, haben generell bereits diese Exportgenehmigung. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr.

Sport

Fußball ist eine der Lieblingssportarten. Im Kaukasus bestehen gute Wintersportmöglichkeiten, es gibt einen Helikopterservice vom Metechi Palace Hotel ins Skigebiet Gudauri.

Sitten & Gebräuche

Georgier sind für ihre Geselligkeit und Gastfreundschaft bekannt. In Restaurants werden ausländische Gäste oft zu einer Flasche Wein eingeladen. Einladungen nach Hause werden ebenfalls gerne ausgesprochen. Kleine Mitbringsel wie Schokolade, Blumen oder Spirituosen sind gerne gesehen. Die Kriminalität ist trotz der Bemühungen der Regierung weiterhin ein Problem, und viele Georgier sind bewaffnet. Es ist generell ratsam, keine Wertgegenstände bei sich zu haben und möglichst nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs zu sein.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2011
1. Jan.
Neujahr.
7. Jan. Orthodoxes Weihnachten.
19. Jan. Orthodoxes Dreikönigsfest.
3. März Muttertag.
8. März Internationaler Frauentag.
9. April 2. Unabhängigkeitstag (1992).
24. April Orthodoxes Ostern.
25. April Orthodoxer Ostermontag.
9. Mai Tag des Sieges.
26. Mai Unabhängigkeitstag (1918).
28. Aug. Mariamoba (Tag der Heiligen Jungfrau Maria).
14. Okt. Svetitskhovloba (Georgisch-Orthodoxes Fest).
23. Nov. Giorgoba (St. Georgstag).

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Waren können zollfrei nach Georgien eingeführt werden:
200 Zigaretten;
3 l Wein oder 10 l Bier;
persönliche Gegenstände bis zu einem Gesamtgewicht von 100 kg. Wiegt eine Sorte von Ware mehr als 20 kg, muss sie verzollt werden.

Einfuhrverbot

Waffen, Munition, Narkotika, Drogen und alles, was als Zubehör für den Drogenkonsum betrachtet werden kann, Pornographie, unmoralische oder subversive Artikel, Perlen und Gegenstände Dritter, die für diese Person importiert werden sollen.

Ausfuhrbestimmungen

Kunstgegenstände und Teppiche können nur mit einer Exporterlaubnis ausgeführt werden.

Anmerkung

Alle Wertgegenstände (z. B. Schmuck, Kameras, Computer) sollten bei der Einreise deklariert werden.

Geld

Währung

1 Lari = 100 Tetri. Währungskürzel: Glr, GEL (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20, 10, 5 , 2 und 1 Glr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 2 und 1 Glr sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Tetri.

Geldwechsel

US-Dollar und Euro werden vielfach angenommen. Es empfiehlt sich, nur unbeschädigte Banknoten in kleinen Beträgen mitzunehmen, da kaum Wechselgeld vorhanden ist. Man sollte nur nach Bedarf umtauschen. Rechnungen müssen grundsätzlich in bar bezahlt werden, häufig wird auch die Bezahlung in US-Dollar gefordert. 
In Tbilisi gibt es mittlerweile viele Bankautomaten.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

Werden nur in einigen internationalen Hotels und in einigen Banken akzeptiert, Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden teilweise in Euro oder US-Dollar akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Deklarationspflicht für Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge (darf den Gegenwert von 500 US$ jedoch nicht übersteigen).

Öffnungszeiten der Banken

In der Regel Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 2.19 GEL
1.00 CHF = 1.81 GEL
1.00 USD = 1.67 GEL
Wechselkurse vom 1 Februar 2012

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland 1 Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Hinweis

Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis.Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Wenn ein minderjähriges Kind mit einem eigenen Pass zusammen mit seinen Eltern nach Georgien einreist, sollte eine Geburtsurkunde mit beglaubigter Übersetzung mitgeführt werden. Reist das Kind nur mit einem Elternteil oder mit einer fremden Person, so ist eine Vollmacht der Eltern bzw. des anderen Elternteils erforderlich. Diese Vollmacht ist u. U. von der Konsularabteilung der Georgischen Botschaft beglaubigen zu lassen, Auskunft erteilt die Botschaft.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von max. 360 Tagen:

EU-Länder, Schweiz und Türkei.

Visum bei der Einreise
Visumpflichtige Reisende können ein bis 30 Tage gültiges Visum bei der Einreise am Flughafen Tiflis erhalten, es ist jedoch empfehlenswert, das Visum vorher bei der zuständigen konsularischen Vertretung zu beantragen.

Visaarten

Privat-, Geschäfts- und Transitvisum zur ein-, zwei- und mehrmaligen Einreise.

Visagebühren

Deutschland und Österreich

Die angegeben Visumgebühren gelten für visumpflichtige Nationalitäten mit Aufenthaltserlaubnis für Deutschland oder Österreich.

Touristen-, Besucher- und Geschäftsvisum
einmalige Einreise: 10,50 € (Aufenthalt von bis zu 1 Monat); 30,50 € (Aufenthalt von bis zu 3 Monaten).
zweimalige Einreise: 15,50 € (Aufenthalt von bis zu 1 Monat); 45,50 € (Aufenthalt von bis zu 3 Monaten).
mehrmalige Einreise: 101 € (Geschäftsaufenthalte von bis zu 12 Monaten).

Transitvisum:

4,50 € (einmaliger Transit),
9 € (zweimaliger Transit),
27 € (mehrmaliger Transit).

Schweiz

Die angegeben Visumgebühren gelten für visumpflichtige Nationalitäten mit Aufenthaltserlaubnis für die Schweiz.

Privat- und Geschäftsvisum: 
einmalige Einreise: 50 CHF (Aufenthalt bis zu 3 Monate). 
mehrmalige Einreise: 100 CHF (Aufenthalt bis zu 360 Tage).

Gültigkeitsdauer

Transitvisum: 3 Tage ab Ausstellungsdatum; andere Visaarten unterschiedlich s. Visagebühren.

Antragstellung

Postalisch oder persönlich bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto (in Farbe).
(c) Reisepass, der noch mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Gebühr (Original des Überweisungsbelegs).Geschäftsvisum zusätzlich:
(e) Visum mit mehrmaliger Einreise: eine vom Außenministerium Georgiens bestätigte Einladung.Bei postalischer Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigefügt werden.

Bearbeitungszeit

Ab 3-7 (manchmal 15) Werktage für ein ein- und zweimaliges Visum, 15-45 Tage für ein mehrmaliges Visum.

Personalausweis

[1] Deutsche Staatsbürger können auch mit einem Personalausweis einreisen (Gültigkeit wie Reisepass). Für die Ein- oder Weiterreise über bestimmte Drittstaaten (z. B. über Istanbul mit Turkish Airlines) wird jedoch ein Reisepass benötigt.

Meldepflicht

Reisende, die sich länger als 3 Monate in Georgien aufhalten, müssen sich bei der örtlichen Pass- und Meldebehörde registrieren lassen.

Verlängerung des Aufenthalts

Besucher, die sich länger als 360 Tage in Georgien aufhalten wollen, sind verpflichtet, mindestens 30 Tage vor Ablauf der 360-tägigen Aufenthaltdauer beim georgischen Justizministerium eine vorübergehenden Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Die beiden zuständigen Stellen befinden sich in der Abaschidse Straße 68 (in Tiflis-Wake) und in der Budapeschti Straße 2 (in Tiflis-Saburtalo).Soll der Aufenthalt von vorn herein 360 Tage überschreiten, ist das entsprechende Visum schon im Heimatland zu beantragen.

Allgemeines

Lage

Vorderasien, Kaukasus.

Fläche

69.700 qkm.

Bevölkerungszahl

4,630,841 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

66 pro qkm.

Hauptstadt

Tbilisi (Tiflis). Einwohner: 1.137.205 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1995. Verfassung von 1995. Parlament mit 235 Mitgliedern. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.

Geographie

Georgien liegt zwischen dem Großen und Kleinen Kaukasus und dem Schwarzen Meer. Das Land grenzt an die Russische Föderation, die Türkei, Armenien und Aserbaidschan. Die höchsten Erhebungen Georgiens sind der Kasbek (5047 m) und der Schchara (5068 m) im Großen Kaukasus. Tiefe Täler, Flussbecken, Kurorte, faszinierende Höhlen, Wasserfälle und subtropische Pflanzen prägen die Landschaft.

Sprache

Amtssprache ist Georgisch. Russisch wird ebenfalls gesprochen, daneben Armenisch und verschiedene Regionalsprachen wie Ossetanisch (Südossetien), Abcharisch und Assyrisch.

Religion

Überwiegend Christentum (65 % georgisch-orthodox, 10 % russisch-orthodox), Islam (11 %), jüdische Minderheit.

Ortszeit

MEZ +2. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ +3 (Sommerzeit in Georgien = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 3 Std).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils +2 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Nika Gilauri, seit Februar 2009.

Staatsoberhaupt

Michail Saakaschwili, seit Januar 2008.

Kontaktadressen

State Department of Tourism and Resorts

12 Chanturia Str., GE-0108 Tbilisi
Tel: (032) 92 03 35.
Internet: www.georgia.travel oder www.dotr.gov.ge

Botschaft der Republik Georgien

Heinrich-Mann-Straße 32, D-13156 Berlin
Tel: (030) 484 90 70. Konsularabt.: (030) 48 49 07 19. 
Internet: www.berlin.emb.mfa.gov.ge (im Aufbau) 
Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Do 09.30-15.00 Uhr. Tel. Anfragen: Di, Mi, Fr. 09.30-13.00 Uhr.

Doblhoffgasse 5/5, A-1010 Wien
Tel: (01) 403 98 48.
Honorarkonsulat in Graz.

Konsularabteilung der Botschaft von Georgien

Marokkanergasse 18, A-1030 Wien
Tel: (01) 710 36 11.
Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.

Botschaft der Republik Georgien

1 Rue Richard Wagner, CH-1202 Genève
Tel: (022) 919 10 10. Konsularabt.: (022) 919 10 14.
Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-13.00 (Annahme von Anträgen) und 15.00-17.00 Uhr (Ausgabe von Dokumenten).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:Stand: 04.03.2011Landesspezifische Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)Die Lage in Georgien ist – mit Ausnahme der Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien - insgesamt ruhig. Verkehrsverbindungen über Land zwischen der Russischen Föderation und Georgien sind für Ausländer unterbrochen. Der Grenzübergang an der M3 („Alte Georgische Heerstrasse“, Larsi Grenzübergang) ist nicht für den internationalen Reiseverkehr geöffnet und kann nur von georgischen Staatsangehörigen und Staatsangehörigen der GUS-Staaten genutzt werden.Vor Reisen in das Konfliktgebiet Südossetien sowie in dessen unmittelbare Nähe wird gewarnt.Bei Reisen oder Tätigkeiten in Bezug auf die Konfliktgebiete ist die vorherige Zustimmung der georgischen Regierung einzuholen. Es wird empfohlen, die Notwendigkeit von Reisen nach Abchasien jeweils sorgfältig zu prüfen und die vorherige Zustimmung der georgischen Regierungeinzuholen. Hinweise dazu gibt das Georgische Außenministerium (www.mfa.gov.ge) und das Reintegrationsministerium (www.smr.gov.ge). 1. Sicherheit in den Landesteilen Südossetien und Abchasien und in der Nähe der VerwaltungsgrenzenBeide Gebiete befinden sich nicht unter der Kontrolle der Regierung in Tiflis. Das georgische „Gesetz über die besetzten Gebiete“ untersagt Reiseverkehr, wirtschaftliche Aktivitäten, Erwerb von Grund und Boden bzw. Immobilien sowie andere Aktivitäten in Abchasien und Südossetien mit nur wenigen Ausnahmen. Es wird daher dringend geraten, sich im konkreten Fall rechtzeitig über die entsprechenden Regelungen zu informieren, beziehungsweise das zuständige Ministerium für Reintegration zu konsultieren, siehe www.smr.gov.ge.Abchasien: Die Autonome Republik Abchasien in Nordwest-Georgien gehört völkerrechtlich zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in diesem Landesteil ist seitdem prekär. Es kommt zu Zwischenfällen. In einigen Teilen der Region liegen teils nicht gekennzeichnete Minenfelder. Abchasien ist für den internationalen Reiseverkehr gesperrt. Eine legale Ein- und Ausreise nach Georgien bzw. aus Georgien heraus ist gemäß dem „Gesetz über die besetzten Gebiete“ über die russisch-georgische Grenze in Abchasien nicht möglich – es sei denn in besonderen Ausnahmefällen mit vorheriger Zustimmung der georgischen Regierung. Die Einreise über die russisch-georgische Grenze in die Region Abchasien (z. B. Grenzübergang Psou) wird von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt nach Georgien behandelt. Bei anschließender Weiterreise über die Waffenstillstandslinie am Inguri-Fluss in benachbarte georgische Landesteile bzw. beim Ausreiseversuch über reguläre georgische Grenzübergänge drohen daher Festnahme und Strafverfahren. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde.Von Reisen nach Abchasien wird grundsätzlich abgeraten. Wegen der schwierigen Sicherheitslage, insbesondere im Bezirk Gali nahe der Waffenstillstandslinie, wird empfohlen, die Reisenotwendigkeit sehr sorgfältig zu prüfen und die vorherige Zustimmung der georgischen Regierung einzuholen.Südossetien: Das Gebiet Südossetien gehört völkerrechtlich zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Lage in Südossetien ist weiterhin prekär und unübersichtlich. Trotz der Bemühungen zur Umsetzung des Waffenstillstandes nach dem Krieg 2008 kommt es insbesondere in der Umgebung der Verwaltungsgrenzen von Südossetien immer noch zu bewaffneten Zwischenfällen. Es besteht in diesem Gebiet auch weiterhin eine erhöhte Gefahr durch Minen und nicht explodierte Munition, da es während des Krieges von Kampfhandlungen betroffen war. Auch Südossetien ist für den internationalen Reiseverkehr gesperrt. Eine legale Ein- und Ausreise nach Georgien bzw. aus Georgien heraus ist über die russisch-georgische Grenze des Gebietes Südossetien nicht möglich. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Einreise über die russisch-georgische Grenze des Gebietes Südossetien nach Georgien von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt behandelt wird. Bezüglich der möglichen Konsequenzen gilt das oben zu Abchasien Gesagte. Vor Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion wird ausdrücklich gewarnt.Die Situation kann sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher auch über die lokalen Medien.2. Sicherheit im übrigen GeorgienDie Lage im übrigen Georgien ist ruhig. Gegen die Nutzung der Hauptverbindungsstraße zwischen Ost und West (M 1), die relativ nahe an Südossetien vorbei führt, bestehen keine Bedenken. Ebenso gibt es keine Bedenken gegen die Nutzung der sogenannten „Alten Georgischen Heerstrasse“(M3), die ebenfalls nahe an Südossetien vorbei auch in das Skigebiet Gudauri führt.KriminalitätGrundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.In Tiflis gibt es gelegentlich Berichte über Raubüberfälle und Taschendiebstahl. Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden.StraßenverkehrDie schlechten Straßenverhältnisse, der schlechte Zustand vieler Fahrzeuge, und die von in Deutschland gängigen Verkehrsgewohnheiten abweichende, teilweise aggressive Fahrweise bringen erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr mit sich. Von Nachtfahrten außerhalb der Städte wird daher abgeraten.

 

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