Delhi besteht aus zwei Stadtteilen:
Neu-Delhi, Hauptstadtund Regierungssitz, ist eine moderne Stadt mit breiten, schattigenAlleen, weitläufigen Parkanlagen und Kolonialbauten des englischenArchitekten Lutyens; das alte
Delhi dagegen ist einejahrhundertealte Stadt mit engen, gewundenen Gassen, Tempeln, Moscheenund Märkten. Besondere Beachtung verdienen das »Rote Fort«, die
Jama-Masjid-Moschee (größte Moschee Indiens) und der hohe Turm der
Qutab Minar. Außerdem sollte man sich die
Chandni-Chowk(einst reichste Straße der Welt, in der man auch heute noch zahlreicheGold- und Silberschmieden findet), die von Jai Singh erbaute Sternwarte
Jantar Mantar sowie die Gedenkstätte von Mahatma Gandhi am Uferdes Flusses Yamuna nicht entgehen lassen. Delhi zieht die bestenMusiker und Tänzer des Landes an und bietet dadurch die Gelegenheit,der Musik von
Sitar,
Sarod und
Tabla zu lauschen,zu der oft Tänze aufgeführt werden. Am Janpath, einer der HauptstraßenDelhis, findet man eine Vielfalt an Ständen, die einheimische Wareanbieten. Wer Zeit hat, sollte dem
Hotel Imperial am Janpath einen Besuch abstatten. Die altmodisch romantische Atmosphäre verleiht ihm einen ganz besonderen Charme.
UTTAR PRADESH (Internet:
www.up-tourism.com): Östlich von Delhi liegt der Bundesstaat
Uttar Pradesh, durch den der heilige Ganges fließt. An seinem Ufer liegt
Varanasi,das religiöse Zentrum Indiens. Die Stadt selbst ist ein Labyrinthgewundener Gassen, voller farbenfroh gekleideter Pilgerscharen undSadhus (Heilige Männer), die den Göttern Opfergaben darbieten. Delhiliegt an der Spitze des »Goldenen Dreiecks« – einer Region mitzahlreichen historischen Stätten und Baudenkmälern. 200 km südöstlichvon Delhi liegt
Agra mit dem weltbekannten
Taj Mahal.Dieses prunkvolle Mausoleum wurde 1643 von dem Mogul-Herrscher ShahJahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal als Zeichen seiner Liebeerrichtet. Er wurde später von seinem Sohn im nahe liegenden imposanten»Roten Fort« eingekerkert. Andere Wahrzeichen sind der Akbar-Palast,Jahangir Mahal, der achteckige Turm Mussumman Burj und diePerlenmoschee. Besonders interessant ist
Fatehpur Sikri, die 35km von Agra gelegene verlassene Stadt des Mogulkaisers Akbar. Sie warnur 12 Jahre Hauptstadt Akbars bis sie wegen Wassermangels verlassenwurde.
RAJASTHAN (Internet:
www.rajasthantourism.gov.in): Am südwestlichen Punkt des »Goldenen Dreiecks« liegt
Jaipur, das Tor zum Wüstenstaat
Rajasthan.Jaipur ist eine Stadt mit breiten Alleen und zahlreichen Palästen undist wegen der charakteristischen Farbe ihrer Gebäude als »Rosa Stadt«bekannt. Dem Palast der Winde
Hawa Mahal sollte man auf jedenFall einen Besuch abstatten. Hier konnten die Frauen des Hofes dasTreiben der Stadt beobachten ohne selbst gesehen zu werden. Daskönigliche Observatorium
Jantar Mantar ist ebenfalls sehenswert. Wer die Pracht der alten Herrscher Indiens genießen möchte, kann sich im
Rambagh Palace umsehen, der heute ein Hotel beherbergt. Etwas außerhalb liegt der besonders schöne
Amber Palace (Bernstein-Palast). In der Nähe von Ajmer liegt die kleine Stadt
Pushkar,wo alljährlich Anfang November einer der größten Kamelmärkte der Weltabgehalten wird. Im Anschluss gibt es eine Art Jahrmarkt mit Kamel- undPferderennen, Riesenrad und anderen Attraktionen, die Tausende von
tribal people (Angehörige von verschiedenen ethnischen Gruppen) aus der Umgebung anziehen. Im Südwesten liegt
Udaipur, bekannt durch das auf einer Insel im See gebaute
Lake Palace Hotel. Im Norden, inmitten der Wüste Rajasthans, liegt
Jodhpur, eine Stadt mit engen, gewundenen Gassen und einer imposanten Festung. Die Oase
Jaisalmer war Halteplatz auf der alten Karawanenstraße nach Persien.
MADHYA PRADESH (Internet:
www.mptourism.com): Südlich des »Goldenen Dreiecks« liegt der Bundesstaat
Madhya Pradesh. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten finden sich in der Nähe seiner Nordgrenze. Die große Festung von
Gwalior erhebt sich ca. 160 km von Agra entfernt. Im Osten liegt
Khajuraho mit seinen berühmten erotischen Tempelverzierungen.
HIMACHAL PRADESH (Internet:
http://hptdc.nic.in):Die Landschaft reicht von den kahlen Felsen und reißenden Bächen derTäler von Spiti und Lahaul im Norden bis zu den Obstgärten von Kangraund Chamba. In
Manali führt eine Wanderung am Fluss Bhaga entlang nach
Keylong und dann weiter zum
Bara-Shigri-Gletscher oder über den Baralacha-Pass nach
Leh (s. u.).
Kulu liegtin einem schmalen Tal zwischen dem Himalaya und dem Fluss Beas und istberühmt für seine Tempel und religiösen Feste. Unvergleichlich ist dieAussicht vom Rohtang-Pass. Von der Stadt
Dharamsala im Kangra-Tal dringt man zum Bharmaur-Tal und über den Indrahar-Pass zu noch höher gelegenen Bergpässen vor.
Chambaliegt auf einer Anhöhe oberhalb des Flusses Ravi und ist nach denaromatischen Bäumen benannt, die hier zwischen reich verzierten Tempelngedeihen. Gute Trekking-Pfade führen vom nahe gelegenen
Dalhousie zum Gletschersee von
Khajjiar und zu den Pässen von Sach und Chini.
Simla,ehemals die Sommerhauptstadt der Briten, liegt hoch in den Bergen undlädt zu Treks ins Kulu-Tal über den Jalori-Pass und weiter zu denTälern von Kalpur und Kinnaur ein. Im nahe gelegenen
Kufri gibt es ein Wintersportzentrum mit Eisbahn und Skipisten. In
Kulu und
Manali gibt es preiswerte Hotels, Blockhäuser, Ferienhäuser und Berghütten. Weniger bekannt sind die
Hill Stations Dalhousie, Dharamsala, Nahan, Paonta Saheb, Keylong, Chamba und Kangra.
Ganz im Norden liegt die riesige Bergregion
KASCHMIR, die frühereine beliebte Urlaubsregion war. Heute sollten die unmittelbarenGrenzregionen zwischen Indien und Pakistan gemieden werden. Die Stadt
Jammuist das Tor nach Kaschmir. Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeitendieser von Seen und Bergen umrahmten Stadt gehören die Tempel von
Rambireshwar und
Raghunath.