Tourismusinformationen Pakistan

Klima

Klima

Es gibt drei Jahreszeiten. Der Winter (Dezember - März) ist warm, an der Küste bringen Meeresbrisen Kühlung. Der Sommer (April - Juni) hat extreme Temperaturen. Während der Monsunzeit (Juni - September und Oktober - November) regnet es in den gebirgigen Landesteilen am meisten.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Hauptbetreiber der Inlandflüge ist Pakistan International Airlines (PK) (Internet: www.piac.com.pk). Weitere Flugdienste werden von Aero Asia (E4) und Bhoja Air (Internet: www.bhojaair.com.pk) angeboten. Es gibt täglich mehrere Flüge von Karachi nach Lahore, Rawalpindi und zu anderen Städten. Im Inlandverkehr ist das Flugzeug das schnellste und praktischste Fortbewegungsmittel.

Flughafengebühren:
120 PR, Kinder unter zwei Jahren sind davon ausgenommen.

Schiff

Der Flussverkehr auf dem Indus ist fast ausschließlich gewerblicher Natur.

Bahn

Ausgedehntes Bahnnetz der Pakistan Railways (Internet: www.pakrail.com), deren Hauptstrecke mit mehreren Tages- und Nachtzügen von Peshawar über Rawalpindi und Lahore bis nach Karachi führt. Die meisten anderen Strecken haben täglich mehrere Verbindungen.
Sogar die Abteile der 1. Klasse sind oft überfüllt. Es empfiehlt sich, in klimatisierten Abteilen zu fahren. Kinder unter drei Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von 3-11 Jahren bezahlen die Hälfte.

Pakistan Railways
bietet für Touristen (Inder ausgenommen) gegen Vorlage einer von der Pakistan Tourist Development Corporation (s. Adressen) ausgestellten Bescheinigung besondere Vergünstigungen an. Gruppen- und Einzelreisende erhalten 25% und Studenten 50% Rabatt. Wer sein eigenes Fahrzeug oder einen Mietwagen mit der Bahn befördert, erhält 25% Ermäßigung. Weitere Informationen sind an jedem Bahnhof in Pakistan erhältlich.
Ungefähre Fahrzeiten: Karachi – Lahore: 20 Std; Karachi – Rawalpindi: 28 Std; Karachi – Peshawar: 32 Std; Lahore – Rawalpindi: 5 Std.

Bus/Pkw

Linksverkehr. Das Schnellstraßennetz zwischen den Städten ist gut instandgehalten.

Bus:
Zwischen den meisten Städten und Dörfern gibt es regelmäßige Verbindungen. Auf der Strecke Lahore – Rawalpindi – Peshawar fährt stündlich ein Bus. Auf langen Strecken sollte man mit klimatisierten Bussen fahren. Es empfiehlt sich, im Voraus zu buchen.

Mietwagenfirmen
findet man in den meisten größeren Städten sowie an den Flughäfen von Karachi, Lahore und Islamabad. Die meisten Hotels vermitteln auch Mietwagen.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Stadtverkehr

In Lahore, Karachi und in anderen Städten ist das Bus- und Minibusnetz gut ausgebaut, die Fahrzeuge sind jedoch oft überfüllt.

Taxi:
Die zahlreichen, preiswerten Taxis sind das beste Verkehrsmittel, während des Ramadan fahren sie allerdings oft nur tagsüber.

Außerdem gibt es Motor-Rikschas.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Pakistans nationale Fluggesellschaft heißt Pakistan International Airlines (PK) (Internet: www.piac.com.pk).

Etihad Airways (EY) (Internet: www.etihadairways.com) fliegt ab München, Frankfurt und Genf via Abu Dhabi nach Karachi. Emirates (EK) fliegt ab Frankfurt und ab Wien via Dubai nach Karachi.

Lufthansa (LH) fliegt ab von Frankfurt nonstop nach Karatschi und Lahore.

Flughafengebühren

1.400 PR für Passagiere der 1. Klasse, 1.300 PR für Passagiere der Business Class und 700 PR für Economy-Passagiere. Transitreisende und Kinder unter zwei Jahren sind hiervon befreit.

Internationale Flughäfen

Karachi (KHI) (Quaid-e-Azam) (Internet: www.karachiairport.com) liegt 15 km nordöstlich der Stadt (Fahrzeit ca. 30 Min.). Bank, Post, Mietwagen- und Hotelreservierungsschalter, Tourist-Information, Duty-free-Shops, Snackbars, Restaurants. Busse fahren alle 25 Minuten zur Stadt. Taxistand vorhanden.

Lahore (LHE) (Internet: www.lahore-airport.com) liegt 18 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafenbus alle 20 Min., Linienbusse alle 10 Min. Taxistand vorhanden. Bank, Mietwagenschalter, Restaurant, Geschäfte.

Islamabad (ISB) (Islamabad International) (Internet: www.islamabadairport.com.pk/) liegt 8 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Bank, Post, Mietwagenschalter, Tourist-Information, Duty-free-Shops, Snackbars, Restaurants. Busse und Taxis fahren in die Stadt.

Peshawar (PEW) liegt 4 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 10 Min.). Busse und Taxistand.

Schiff

Der wichtigste Hafen ist Karachi (Keamari). Derzeit gibt es keine Passagierschiffe nach Pakistan.

Bahn

Der Samjhota Express fährt von Lahore nach Delhi. Die Passagiere müssen bereits 3 Stunden vor der Abfahrt zur Erledigung der Zoll- und Ausreiseformalitäten einchecken. Schnellzugverbindung von Quetta nach Zahedan (Iran) und ein Passagierzug verkehrt zwischen Quetta und Taftan (Iran). Weitere Auskünfte von Pakistan Railway (Internet: www.pakrail.com).

Bus/Pkw

Straßenverbindungen von der Volksrepublik China, Indien, Iran und Afghanistan. Bei Pakistanreisen auf dem Landweg von Europa ist es unbedingt erforderlich, sich vor Abreise über den Grenzverkehr, die Visavorschriften und die aktuelle politische Lage aller Länder auf dem Weg zu informieren.

Die Grenzübergänge nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar) sowie Iran (Taftan) sind offen, ebenso wie die direkten Transitstrecken dorthin. Mit erheblichen bürokratischen Erschwernissen und langwierigen Sicherheitsüberprüfungen ist jedoch zu rechnen. Die Grenze zu Afghanistan ist derzeit geschlossen. Bei der Ausreise auf dem Landweg muss eine Mautgebühr bezahlt werden.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Selbstwählferndienst. Es gibt öffentliche Telefonzentren.

Mobiltelefon

GSM 900. Hauptanbieter: PAKTEL, Ufone und Mobilink (Internet: www.mobilinkgsm.com). Der Empfangs-/Sendebereich beschränkt sich auf die größeren Städte. Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fax

Betrieben durch das pakistanische Telefon- und Telegrafenamt.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: Pakistan Online (Internet: www.pol.com.pk) und Pak Net. Internetcafés findet man in größeren Städten.

Telegramme

Können in Postämtern, Telegrafenämtern und größeren Hotels aufgegeben werden. Das Haupttelegrafenamt in 11 Chundrigar Road, Karachi, bietet einen 24-Std.-Dienst.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa ist vier bis fünf Tage unterwegs. Schalter für postlagernde Sendungen gibt es in Lahore, Karachi und Rawalpindi. Die Hauptpostämter der Großstädte haben rund um die Uhr geöffnet. Wichtige Briefe sollten per Einschreiben geschickt und versichert werden.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Karachi

Die ehemalige Hauptstadt Karachi ist die größte Stadt Pakistans. Sie liegt am Arabischen Meer, nahe der Indus-Mündung. Die Hauptstadt der Provinz Sind ist heute eine moderne Industriestadt und der größte pakistanische Hafen. Sie bietet einige Sehenswürdigkeiten wie den Fischereihafen. Ein Ausflug zum Paradise Point lohnt sich, hier kann man Kamele und Pferde mieten. Außerdem kann man nach Sonnenuntergang mit dem Boot zum Krebsfang ausfahren. Das unbestritten schönste Gebäude ist das Quaiz-e-Azam’s Mazar, das Mausoleum des Gründers von Pakistan, das aus weißem Marmor besteht. Die beste Besuchszeit ist die Wachablösung, die dreimal täglich stattfindet. Weiterhin lohnt sich ein Besuch des Nationalmuseums, der Parks, des Zoos und des Strands in der Nähe von Clifton.

Sind

Die interessantesten Ortschaften dieser schönen Region sind das 5000 Jahre alte Mohenjo Daro und Tatta mit seinen Mausoleen und Moscheen. Am 14 km entfernten Haleji-See werden zahlreiche Wassersportarten geboten.

Der Punjab

Lahore ist eine altehrwürdige Stadt mit eindrucksvollen Gebäuden. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Basare, die Badshahi-Moschee, die Shalimar-Gärten, das Nationalmuseum für Archäologie und das Gate of Chauburji. Weitere interessante Städte sind Lyallpur, Taxila, Attock, Harappa, Multan und Bahawalpur.

Islamabad, seit 1963 die Hauptstadt Pakistans, und Rawalpindi sind die größten Städte der Potowar-Ebene. Durch die Entscheidung, die Hauptstadt nach Islamabad zu verlegen, gewann die Nachbarstadt Rawalpindi an Bedeutung. In Rawalpindi wohnen derzeit viele Regierungsbeamte. Der alte Teil der Stadt besticht durch traditionelle Architektur, und in den engen Gassen gibt es Basare, auf denen die Kunsthandwerker nach traditionellen Methoden arbeiten. Islamabad ist eine moderne und auf dem Reißbrett geplante Stadt, die zahlreiche Parks und wunderschöne Gartenanlagen mit Brunnen hat. Inmitten der unweit gelegenen Margalla Hills liegt Damam-e-Koh, ein in Terrassen angelegter Garten. Die Shah Faisal Masjid, in der 100.000 Gläubige Platz finden sollen, ist ebenso einen Besuch wert. 8 km von der Stadt entfernt liegt der Rawal-See mit vielen Freizeitmöglichkeiten und schönen Picknickplätzen. Das Swat Valley nördlich von Rawalpindi bietet eine Hochgebirgslandschaft. Die Region ist bekannt für die vielen Ruinen großer buddhistischer Stupa, Klöster und Statuen. Mingora, Miandam, Kalam, Behrain ziehen alljährlich zahlreiche Besucher an.

Kaschmir

In dieser Provinz befinden sich einige der höchsten Berge der Welt, der berühmteste ist der Nanga Parbat. Der zweithöchste Berg ist der K2. Gilgit und Skardu sind beliebte Haltepunkte für Bergsteiger. Der Karakoram Highway ist von Gilgit nach Hunza befahrbar, über den Khunjerab Pass und weiter nach Kashgar in der chinesischen Provinz Xinjiang. Diese Route folgt der Seidenstraße und ist eine der spektakulärsten Reiserouten der Welt.

Peshawar

Die Hauptstadt der nordwestlichen Grenzprovinz ist Heimat der Pathanen. Peshawar-City wird von hohen Mauern mit 20 Stadttoren umgeben. Die Rasen und Parkanlagen erinnern an die britische Kolonialzeit. In den umliegenden Gebieten herrscht teilweise noch Stammesrecht. Sie können nur mit behördlicher Genehmigung bereist werden. In dieser Region befindet sich der berühmte Khyber Pass, der 1200 m hoch liegt, aus kahlem Fels besteht und die Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan bildet.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 427,3 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2.500 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 2,7 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 7,4 % (2008)

Inflationsrate: ca. 20,3 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 24 % (2006)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 20,4 % (2008)
Industrie: ca. 26,6 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 53 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Weizen, Reis, Zuckerrohr und Baumwolle), Herstellung von Textilien und Baumateralien sowie Nahrungsmittelverarbeitung, Bergbau

Außenhandel
Importe: ca. 38,3 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 21,9 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
USA, China (VR), Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Afghanistan, Kuwait, Großbritannien, China

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Vereinte Nationen und Unterorganisationen, Islamische Konferenz-Organisation (OIC), SAARC (South Asian Association for Regional Development, Zusammenschluss von 7 südasiatischen Staaten), ECO (Economic Cooperation Organization mit Iran, Türkei, zentralasiatischen Republiken, Aserbaidschan und Afghanistan), D-8 ("Developing 8 Countries" - wirtschaftlich ausgerichtete Interessengruppierung von Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Nigeria, Malaysia, Türkei und Pakistan)

Umgangsformen

Zu wichtigen geschäftlichen Terminen werden Krawatte bzw. Kostüm/Sari erwartet. In Geschäftskreisen wird häufig Englisch gesprochen. Freitag ist Feiertag. Visitenkarten sind wichtig.

Geschäftszeiten:
Sa-Do 08.00-15.00 Uhr, Fr 08.00-12.30 Uhr.
Behörden: So-Do 08.00-16.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung des Generalkonsulats von Pakistan
Beethovenstraße 4, D-60325 Frankfurt/M
Tel: (069) 69 76 97 10.

Handelsabteilung der Botschaft von Pakistan
Hofzeile 13, A-1190 Wien
Tel: (01) 368 73 81.

Handelsabteilung der Botschaft von Pakistan
Bernastraße 47, CH-3005 Bern
Tel: (031) 352 29 92.
Internet: www.swisspak.com

Overseas Investors’ Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer für ausländische Investoren)
Talpur Road, PO Box 4833, 74000 Karachi
Tel: (021) 241 08 14.
Internet: www.oicci.org

Federation of Pakistan Chambers of Commerce (FPCCI)
PO Box 13875, Federation House, Sharea Firdousi, Main Clifton, Karachi 75600
Tel: (021) 587 36 91.
Internet: http://www.fpcci.com.pk/

Land & Leute

Essen & Trinken

Zu den Spezialitäten gehören Biryani (gewürzter Reis mit Fleisch- oder Gemüsecurry), Pilao (ähnlich, aber weniger scharf), Sag Gosht (saftiger Curry mit Spinat) und Niramish (gebratenes Gemüse mit Kräutern). Lahore ist das Zentrum der ausgezeichneten Mogul-Küche, die als Moghlai bekannt ist. Typisch sind Chicken Tandoori (Hähnchen aus dem »Tandoor«-Ofen), Shish-Kebabs (auf Holzkohle gegrillte Fleischspieße), Shami-Kebabs (Pasteten mit in Ghee, oder Butter, gebratenem Hackfleisch), Tikka-Kebabs (gegrilltes würziges Hammel- oder Rindfleisch) und Chicken Tikka (scharf gewürzte, über Holzkohle gegrillte Hähnchenstücke). Als Nachtisch gibt es u. a. Kuchen, Shahi Tukray (in Milch gebackene Brotscheiben mit Sirup, die mit Nüssen und Safran bestreut werden), Halwa oder Firni (entfernte Ähnlichkeit mit Vanillepudding). Getränke: Das Nationalgetränk ist Tee, der mit Milch und Gewürzen aufgekocht und oft sehr süß serviert wird. Alkohol kann in den größeren Hotels gekauft werden, man benötigt jedoch eine Genehmigung (Liquor Permit) des Excise and Taxation Office. Pakistanisches Bier ist überall erhältlich. Wegen der strengen Alkoholgesetze gibt es keine Bars, und in der Öffentlichkeit ist Alkoholkonsum verboten.

Nachtleben

In den Spitzenhotels gibt es Bars mit Tanz, man findet jedoch kaum Nachtleben westlichen Stils. Kinos sind bei Pakistanis sehr beliebt, in den Großstädten werden internationale und pakistanische Filme gezeigt.

Einkaufstipps

Tabletts, Wandschirme, Silbergegenstände, Keramik, Bambus-, Messing- und Rattanartikel, Armreifen aus Glas, Goldornamente, handbestickte Schals, Läufer und Teppiche. Handeln ist üblich. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 09.30-13.00 und 15.00-18.30 Uhr. Die Basare haben länger geöffnet.

Sport

Golf: In den größeren Städten gibt es Golfklubs, in die man von einem Mitglied eingeführt werden muss; meist kann man auch eine vorübergehende Mitgliedschaft erwerben. Tennis: Sportklubs in den größeren Städten haben Tennisplätze; auch hier muss man durch ein Mitglied eingeführt werden. Eine andere Möglichkeit ist, durch die Pakistan Tourism Development Corporation eine vorläufige Mitgliedschaft der Klubs zu erwerben. Wassersport: Zusätzlich zu den Stränden gibt es in größeren Städten in Klubs sowie in den größeren Hotels Swimmingpools. Man kann Keamari-Segel- oder Motorboote zu einem im Voraus vereinbarten Preis mieten. Ein besonderes Erlebnis ist nächtliches Angeln auf dem Meer. Die Süßwasserseen bieten ebenfalls gute Angelgründe. Publikumssport: Kricket ist Nationalsport, in den größeren Städten ist fast immer ein Spiel zu sehen. Fußball und Hockey werden immer beliebter, im Stadion von Karachi und auf vielen anderen Sportplätzen im ganzen Land kann man bei Mannschaftsspielen zusehen; Polo wird auch viel gespielt. Im Winter finden in Lahore und Karachi Pferderennen statt.

Veranstaltungskalender

Febr. (1) Sibi Festival (Sport, Kunsthandwerk, Volksmusik und -tänze), Sibi (Balochistan); (2) Sindh Pferde und Vieh Show, Jacobabad (Sindh); (3) Eid ul-Azha (Opferfest). März Mela Chiraghan (Laternenfest), Lahore. Mai Joshi or Chilimjusht (Frühlingsfest), Chitral. Juli Utchal (Erntefest des Kalash-Volkes), Chitral. 14. Aug. Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag, landesweit. Okt. Lok Mela (Volksfest), Islamabad. Nov. (1) Nationale Pferde und Vieh-Show, Lahore; (2) Eid ul-Fitr (Ende des Ramadan).


Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) erhältlich.

Sitten & Gebräuche

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. In manchen öffentlichen Gebäuden ist Rauchen verboten; man sollte vor dem Anzünden einer Zigarette immer um Erlaubnis fragen. Zwanglose Kleidung ist für die meisten Anlässe angemessen. Frauen sollten keine engen Kleider tragen und darauf achten, dass Arme und Beine bedeckt sind. Die pakistanische Gesellschaft ist in Klassen eingeteilt, innerhalb jeder Klasse gibt es wiederum feine soziale Unterschiede. Der Koran, auf dem auch das herrschende islamische Gesetz beruht, beeinflusst alle Aspekte des täglichen Lebens. Trinkgeld: Die meisten erstklassigen Hotels und Restaurants berechnen 10% Bedienungsgeld; Trinkgeld nach Ermessen.

Unterkunft

Hotels

In den größeren Städten gibt es moderne Hotels mit allem Komfort wie Swimmingpools und anderen Sporteinrichtungen. Weiterhin findet man in allen größeren Hill Stations und Urlaubsorten Ferienhäuser, Dak-Bungalows und Rest Houses. 15% Steuer wird auf alle Übernachtungspreise aufgeschlagen. Es empfiehlt sich, Zimmer lange im Voraus zu reservieren und die Buchung bestätigen zu lassen. Weitere Auskünfte erteilt die Pakistan Hotels Association, PO Box 7448, Shafi Court, Ground Floor, Merewether Road, Civil Lines, PK-Karachi 4. Tel: (021) 568 64 07.
Die Pakistan Tourism Development Corporation (PTDC) betreibt zwei Hotels in Lahore und Rawalpindi. PTDC unterhält außerdem gut ausgestattete Motels der Mittelklasse in 15 Ferienorten im ganzen Land. Nähere Informationen von PTDC Motels Reservation Office, Block B-4, Markaz F-7, Bhitai Road, PK-Islamabad 44000. Tel: (051) 920 32 23.

Jugendherbergen

Der Jugendherbergsverband Pakistans betreibt neun Jugendherbergen, die Mitgliedern der angeschlossenen Jugendherbergsorganisationen offen stehen. Näheres von der Pakistan Youth Hostel Association, Shaheed-e Millat Road, Aabpara, Sector G-6/4, PK-Islamabad. Tel: (051) 82 68 99.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2011
15. Febr.
Eid-e-Milad-un-Nabi (Geburtstag des Propheten).
23. März Pakistan-Tag.
14. Aug. Unabhängigkeitstag.
31. Aug. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
6./7. Nov. Eid ul-Azha (Opferfest).
9. Nov. Allama Muhammad Iqbal-Tag.
5. Dez. Ashoura.
25. Dez. Quaid-e-Azams Geburtstag.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Pakistan eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 g Tabak;
250 ml Parfüm und Eau de Toilette;
Geschenke bis zu einem Wert von 2000 PR.

Einfuhrverbot

Alkohol.

Geld

Währung

1 Pakistanische Rupie = 100 Paisa. Währungskürzel: PR, PKR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5.000, 1.000, 500, 100, 50 und 10 PR. Münzen gibt es im Wert von 5, 2 und 1 PR.

Geldwechsel

Die Mitnahme von US-Dollar ist empfohlen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Pakistan an einigen Geldautomaten akzeptiert, aber nicht in Geschäften. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Kreditkarten

Am gebräuchlichsten ist American Express. Visa, MasterCard, Eurocard und Diners Club werden begrenzt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden von den meisten Banken, 4- und 5-Sterne-Hotels und großen Geschäften angenommen und sollten in US-Dollar ausgestellt sein.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 100 PR beschränkt (nur in Banknoten bis 10 PR). Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis).

Öffnungszeiten der Banken

In der Regel Mo-Do und Sa 09.00-13.30 Uhr, Fr 09.00-12.30 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 126.3 PKR
1.00 CHF = 98.52 PKR
1.00 USD = 85.32 PKR
Wechselkurse vom 1 Mai 2011

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland Ja Ja/1 Ja
Österreich Ja Ja/1 Ja
Schweiz Ja Ja/1 Ja
Andere EU-Länder Ja Ja/1 Ja
Türkei Ja Ja/1 Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Deutscher Kinderausweis oder maschinenlesbarer Kinderreisepass (jeweils mit Lichtbild) oder eigener Reisepass (für Kinder im schulpflichtigen Alter dringend empfohlen).
Aktueller Hinweis zum Kinderausweis/Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zur Vollendung des 10. Lebensjahrs in den Reisepass eines begleitenden Elternteils (ist jedoch abhängig von der Visumart) oder eigener Reisepass (für Kinder im schulpflichtigen Alter dringend empfohlen).
Hinweis: Wenn ein Kind im Reisepass zumindest eines Elternteils eingetragen ist, muss es auch in dessen pakistanischen Visum aufgeführt sein.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Erforderlich u.a. für die Staatsangehörigen der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Das Visum muss von einer pakistanischen Auslandsvertretung erteilt worden sein. Es ist für Touristen und Besucher nicht möglich, ein Visum bei der Einreise am Flughafen zu erhalten.

Visum bei der Einreise:
 Geschäftsreisende der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder erhalten bei der Einreise am Flughafen ein Visum für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen (Visumgebühr zwischen 3 und 150 US$ je nach Nationalität), wenn sie ein Empfehlungsschreiben der Industrie- und Handelskammer des Herkunftlandes, ein Einladungsschreiben der pakistanischen Firma und ein Empfehlungsschreiben des Investor Consular Board of Investment vorlegen können (notwendige Unterlagen sollten mit der Botschaft abgeklärt werden):

[1]
EU-Länder, Schweiz und Türkei (Ausnahmen: Staatsangehörige von Bulgarien müssen vor der Reise ein Visum beantragen).

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Visagebühren

DeutschlandDie angegebenen Visagebühren sind gültig für deutsche Staatsbürger.Touristenvisum: 35 € (einmalige Einreise), 45 € (zweimalige Einreise).
Geschäftsvisum: 80 € (mehrmalige Einreise)ÖsterreichDie angegebenen Visagebühren sind gültig für österreichische Staatsbürger.Touristenvisum: 36 € (einmalige Einreise), 72 € (mehrmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 54 € (einmalige Einreise); 108 € (mehrmalige Einreise).
Transitvisum: 36 €SchweizDie angegebenen Visagebühren sind gültig für Schweizer Staatsbürger.Alle Visaarten: 47 CHF.

Gültigkeitsdauer

Touristenvisum: 3 Monate ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten ab Einreise (einmalige Einreise).
Geschäftsvisum: 3 Monate ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten ab Einreise (einmalige Einreise) bzw. von bis zu 1 Jahr (mehrmalige Einreise).
Transitvisum: 15 Tage.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 1-2 Antragsformulare.
(b) 2 aktuelle Passfotos in Farbe.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Gebühr (nur per Bareinzahlung auf das Konto der pakistanischen Botschaft/des Generalkonsulats, mit Einzahlungsbeleg).
(e) Buchungsbestätigung für das Hin- und Rückflugticket und die Unterkunft.
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Familienbesuch: Adresse in Pakistan.
(h) Geschäftsvisum: Einladungsschreiben der Firma und Einladungsschreiben eines pakistanischen Unternehmens.Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Bearbeitungszeit

Mindestens 14 Tage plus Postweg. Frühzeitige Antragstellung ist empfohlen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Bei Aufenthalten von mehr als 30 Tagen müssen sich Ausländer vor Ablauf der 30 Tage bei den Einwanderungsbehörden melden.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterreisetickets.(b) Ggf. Visa für Drittländer u. a. Papiere für die Weiterreise.(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Allgemeines

Lage

Indischer Subkontinent.

Fläche

796.095 qkm.

Bevölkerungszahl

172.800.048 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

217 pro qkm.

Hauptstadt

Islamabad. Einwohner: 673.766 (Schätzung 2009).

Staatsform

Islamische Republik (seit November 2007 bis auf weiteres kein Commonwealth-Mitglied mehr) seit 1973. Verfassung von 1973, letzte Änderung 1997 (nach Militärputsch von 1999 außer Kraft). Zweikammerparlament (aufgelöst): Nationalversammlung mit 342 und Senat mit 100 Mitgliedern. Unabhängig seit 1947 (ehemals Britisch-Indien); seit 1971, dem Jahr der Unabhängigkeitserklärung Bangladeschs, ist das Staatsgebiet auf das ehemalige Westpakistan reduziert.

Geographie

Pakistan grenzt im Norden an Afghanistan, im Osten an Indien, im Westen an den Iran und im Süden an das Arabische Meer. Im äußersten Norden liegt das umstrittene Gebiet Jammu und Kaschmir, das an Afghanistan, China (VR) und Indien grenzt. Pakistan besteht aus drei Regionen. Das nördliche Hochland, der Hindukusch, ist zerklüftet und bergig; das Indus-Tal ist eine flache Schwemmebene, deren oberer Teil von fünf Flüssen durchzogen wird, die in den Indus münden. Dieser fließt in südlicher Richtung zur Makranküste. Sind grenzt im Osten an die Wüste Thar und die Rann of Kutch und im Westen an die Kirthar-Bergkette; das Plateau von Balutschistan ist ein von Bergen umgebenes, unfruchtbares Tafelland.

Sprache

Amtsprache ist Urdu (8 %), außerdem gibt es regionale Sprachen und Dialekte wie Sindhi, Balutschi, Pandschabi (48 %), Paschtu (8 %), Saraiki (10 %) und Hindko (2 %). Englisch ist weit verbreitet.

Religion

Fast 100 % Muslime (90 % Sunniten, 5-10 % Schiiten), Minderheiten von Hindus, Christen und Buddhisten.

Ortszeit

MEZ + 4.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Pakistan.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +4 Std. und im Sommer +3 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Premierminister Sardar Mohammad Yaqoob Khan, seit Januar 2009.

Staatsoberhaupt

Asif Ali Zardari, seit September 2008.

Kontaktadressen

Pakistan Tourism Development Corporation (PTDC)

22A, Saeed Plaza, Blue Area, Jinnah Avenue, PK- Islamabad 44000
Tel: (51) 920 37 72.

Botschaft der Islamischen Republik Pakistan

Schaperstraße 29, D-10719 Berlin
Tel: (030) 21 24 42 99, 21 24 44 99.
Mo-Fr 09.00-17.00. Konsularabt.: Mo-Do 09.00-12.00 Uhr.
Internet: www.pakemb.de
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Frankfurt/M. (Tel: (069) 69 86 78 50). Honorarkonsule ohne Visumerteilung in Bremen, Hamburg und Pullach/Isartal.

Hofzeile 13, A-1190 Wien
Tel: (01) 368 73 81.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 10.00-12.00 Uhr.
Honorargeneralkonsulat in Innsbruck.

Bernastrasse 47, CH-3005 Bern
Tel: (031) 350 17 90.
Internet: www.swisspak.com
Mo-Fr 09.00-13.30 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 10.00-12.00 Uhr (bis 14.00 Uhr telefonisch).
Generalkonsulat in Zürich.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.04.2011Landesspezifische Sicherheitshinweise / TeilreisewarnungVor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz NWFP), insbesondere in das Swat-Tal, sowie in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA), wird gewarnt.Es wird vor Reisen nach Balutschistan außerhalb von Quetta gewarnt.Starke Monsunregenfälle haben Anfang August 2010 eine Reihe sintflutartiger Überschwemmungen in allen Provinzen Pakistans ausgelöst. Die Überschwemmungen haben schwere Zerstörungen an der Infrastruktur in allen Provinzen des Landes angerichtet. Die Instandsetzungsarbeiten wurden mittlerweile in allen Landesteilen aufgenommen, doch werden diese, v.a. in den entlegeneren Regionen noch länger anhalten. In der Provinz Sindh sind nur noch wenige Landstriche, v.a. in den Bezirken Dadu und Thatta, weiterhin überflutet. Einige Regionen in Khyber-Pakhtunkhwa und Gilgit Baltistan sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten.Es wird von Reisen in die betroffenen Regionen abgeraten, solange die Wiederaufbauarbeiten anhalten. Es empfiehlt sich, bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachzufragen, wie der Stand der Wiederaufbauarbeiten ist und welche Gegenden noch zu meiden sind.Durch einen Erdrutsch am 4. Januar 2010 bei Attaabad im oberen Hunza-Tal (Gilgit-Baltistan, ehemals „Northern Areas“) ist der Hunza-Fluss aufgestaut worden. Es hat sich ein See von mehreren km Länge gebildet. Die pakistanische Regierung beabsichtigt, durch kontrollierte Sprengungen einen Abflusskanal zu legen, damit das Wasser abfließen kann. Dies ist bisher aber noch nicht geschehen. Es besteht daher grundsätzlich weiterhin die Gefahr eines unkontrollierten Abflusses, falls es beispielsweise zu einem weiteren Erdrutsch oder einem Erdbeben kommt. Das Wasser würde dann in einer Flutwelle in Richtung Gilgit fließen, bis der Hunza-Fluss in den Indus mündet; wahrscheinlich würde eine solche Flutwelle aber auch das Tal des Indus unterhalb der Einmündung des Hunza erreichen.Durch den See ist der Karakorum Highway streckenweise überflutet worden, wodurch die Straßenverbindung zum nördlich gelegenen Gojal-Distrikt und zur Grenze zu China unterbrochen wurde. Der Gojal-Distrikt kann derzeit nur mit Hubschraubern oder Booten erreicht werden.Es wird von Reisen in diesen Teil Gilgit-Baltistans (Hunza-Tal) abgeraten, bis ein kontrollierter Abfluss des aufgestauten Sees erfolgt. Wann der Karakorum Highway in diesem Bereich – und damit die Straßenverbindung nach China – wieder befahrbar sein wird, ist derzeit nicht absehbar.Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Außerdem sollte bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachgefragt werden, welche Gegenden für Touristen gesperrt sind. Grundsätzlich sollten Reisende sich von Einrichtungen von Armee und Sicherheitskräften, größeren Menschenansammlungen, politischen Demonstrationen, bekannten Treffpunkten westlicher Ausländer und - insbesondere freitags und an hohen moslemischen Feiertagen - von religiösen Stätten und Feierlichkeiten fernhalten. Beim Besuch von Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird zu besonderer Vorsicht geraten.In Balutschistan und Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Am 7. September 2009 wurde ein griechischer Entwicklungshelfer in den „Kalash Valleys“ südlich von Chitral entführt. Er wurde nach Afghanistan verbracht und dort nach siebenmonatiger Geiselhaft am 7. April 2010 freigelassen. In Quetta, der Provinzhauptstadt von Balutschistan, wurde am 2. Februar 2009 der Leiter des UNHCR-Büros in Quetta von einer Separatistengruppe entführt; nach zweimonatiger Geiselhaft kam er wieder frei. Ein französischer Tourist wurde am 23. Mai 2009 auf dem Weg von Quetta zur iranischen Grenze entführt und erst nach drei Monaten wieder freigelassen.TerrorismusIn Pakistan besteht eine erhöhte Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass dies die Reaktion der pakistanischen Taleban auf die laufenden Militäraktionen in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA) ist. Solange die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der pakistanischen Armee und den Taleban andauern, muss mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden.Die Anschläge richten sich vor allem gegen:
  • Streitkräfte (u.a. Kommandoangriff auf das Armeehauptquartier in Rawalpindi am 10. Oktober 2009, Selbstmordanschläge auf Armeefahrzeuge in Lahore am 12. März 2010, Selbstmordanschlag in einer Kaserne in Mardan am 10. Februar2011),
  • Sicherheitsdienste und Polizei,
  • Veranstaltungen politischer Parteien (mehr als 50 Tote bei einem Selbstmordanschlag auf eine Veranstaltung der ANP in Timergara/Khyber-Pakhtunkhwa am 5. April 2010, Anschlag auf eine Autokolonne der JUI-F in Charsadda/Khyber-Pakhtunkhwa am 31. März 2011),
  • religiöse Stätten (am 28. Mai und 1. Juli 2010 in Lahore, am 3. April 2011 in DG Khan/Punjab) bzw. Prozessionen (am 1. September2010 in Lahore und am 3. September 2010 in Quetta),
Gelegentlich hat es auch Anschläge auf Märkte gegeben (z. B. in Lahore am 7. Dezember 2009).
Daneben können auch solche Orte zu Anschlagszielen werden, die symbolisch für westliche Interessen stehen. Bei einem schweren Bombenanschlag auf ein internationales Hotel in Peshawar wurden am 9. Juni 2009 mehrere Menschen getötet, darunter auch Ausländer. Unter den zahlreichen Verletzten war auch eine Deutsche. In Islamabad waren 2009 zudem das Büro des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen sowie die Internationale Islamische Universität Ziele von Anschlägen. Am 5. April 2010 wurde das amerikanische Generalkonsulat in Peschawar von einem Terrorkommando angegriffen, dabei kamen mehrere Sicherheitskräfte ums Leben.Der eindeutige regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge liegt in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA); hier sind auch die meisten Opfer zu beklagen. In Balutschistan kommt es auch in kleineren Orten zu Bombenanschlägen unterschiedlicher Dimension.Reisen über LandVor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz NWFP), insbesondere in das Swat-Tal, sowie in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA), wird gewarnt. Die pakistanischen Streitkräfte führten 2009 groß angelegte Operationen gegen militante Gruppen im Swat-Tal und in Süd-Wasiristan (FATA) durch. Es kommt dort und auch in den übrigen Regionen der FATA immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und militanten Gruppen. Weite Teile dieser Gebiete sind für Ausländer gesperrt.In Gilgit-Baltistan, den früheren Northern Areas, führen latente Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, insbesondere an schiitischen religiösen Feiertagen. Westliche Ausländer sind nicht Ziel der streitenden Gruppen, sie können aber bei Ausschreitungen gefährdet werden. Reisen dorthin sollten aber ausschließlich auf dem Luftweg (Flughäfen Gilgit und Skardu) durchgeführt werden, um Fahrten durch Khyber-Pakhtunkhwa zu vermeiden.
Es wird vor Reisen nach Balutschistan außerhalb von Quetta gewarnt. Unzufriedene Stammesgruppen und separatistische Kräfte greifen regelmäßig Infrastruktureinrichtungen und Armeekräfte an und verüben Sprengstoffanschläge. Armee und Luftwaffe gehen gegen die Aufständischen vor. Nach Bombenattentaten auf Reisebusse und wegen der Minengefahr sollte Quetta nur noch auf dem Luftweg besucht werden.In den letzten Jahren kam es in Karachi häufig zu innenpolitisch, religiös und ethnisch motivierten Auseinandersetzungen bis hin zu bewaffneten Straßenschlachten, bei denen Dutzende von Todesopfern und zahlreiche Verletzte zu beklagen waren. Karachi war auch einer der Schwerpunkte der Ausschreitungen nach der Ermordung von Benazir Bhutto am 27. Dezember 2007. Am 28. Dezember 2009 und am 5. Februar 2010 wurden bei Bombenanschlägen auf Prozessionen der Shia-Muslimminderheit in der Innenstadt zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Mit einer Wiederholung gewalttätiger Auseinandersetzungen muss jederzeit gerechnet werden. Die Stadtviertel, in denen Ausländer überwiegend arbeiten und wohnen, sind von den Gewaltausbrüchen nicht direkt betroffen, für Besucher empfiehlt sich jedoch, eine enge Abstimmung der Reisepläne mit den Partnern bzw. dem deutschen Generalkonsulat vor Ort zu suchen.Die Grenzgebiete zu Afghanistan, Iran und Indien sind nicht bzw. nur mit offizieller Genehmigung zugänglich. Dies gilt auch für den von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs („Azad Jammu and Kashmir“) entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LoC). Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen AmtsDer Grenzübergang nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar) ist offen, ebenso wie die direkte Transitstrecke dorthin. Die Mitnahme eines Kfz bei der Grenzüberquerung erfordert meist eine gesonderte Genehmigung.Wegen der Entführungsgefahr im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet werden von der Botschaft Islamabad keine Empfehlungsschreiben mehr zur Erlangung eines iranischen Visums erteilt.KriminalitätIn Karachi sollte wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage und der hohen Kriminalitätsrate vom Besuch abgelegener Stadtbezirke abgesehen werden. Vor Stadterkundungen sollte ortskundiger Rat eingeholt werden. Auch das innere Sindh ist durch zunehmende hohe Kriminalität, insbesondere Entführungen, gefährdet.Blasphemie (Gotteslästerung) und Drogendelikte werden mit harten Gefängnisstrafen, unter Umständen mit der Todesstrafe geahndet (siehe auch strafrechtliche Bestimmungen).Für weitere Informationen steht die Deutsche Botschaft in Islamabad bzw. das Deutsche Generalkonsulat in Karachi zur Verfügung.

 

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