Tourismusinformationen Afghanistan

Klima

Klima

Obwohl Afghanistan auf dem gleichen Breitengrad liegt wie die Südstaaten der USA, ist es durch die Höhenlage wesentlich kühler. In Lagen über 2500 m herrscht nahezu ganzjährig Winter, über 4000 m ist Leben unmöglich. Im südlichen Hochland sind die Sommer heiß und Winter streng. Landesweit gibt es große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Begrenzter Inlandflugverkehr für Hilfsgütertransporte und Militärflüge. Ariana Afghan Airlines (Internet: www.flyariana.com) und Kam Air (Internet: www.flykamair.com) bieten Verbindungen, u.a. nach Herat und Mazar-e-Sharif.

Bus/Pkw

Siehe Reiseverkehr International.
Busse und Taxis sind oft unzuverlässig. Überlandfahrten sind nur in Begleitung bewaffneter afghanischer Wächter möglich. Bei Fahrten über die Stadtgrenzen von Kundus hinaus sollte unbedingt vorab mit dem dortigen Wiederaufbauteam (PRT= Provincial Reconstruction Team) Kontakt aufgenommen werden.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Ariana Afghan Airlines (FG) (Internet: www.flyariana.com) und fliegt von Frankfurt direkt nach Kabul.

Von Europa fliegen auch Lufthansa (LH), Swiss (LX) und Austrian Airlines (OS) in Kooperation mit Indian Airlines 8IC) u.a. Fluggesellschaften. Durch die politische Situation im Lande ist der Flugverkehr derzeit aber stark eingeschränkt.

Der FCO (Foreign and Commonwealth Office) (Internet: www.fco.gov.uk) weist auf Sicherheitsmängel bei Ariana Afghan Airlines hin. Die Fluggesellschaft darf den europäischen Luftraum nur mit geleasten Flugzeugen anfliegen.

Internationale Flughäfen

Kabul Airport (KBL) liegt 16 km außerhalb der Stadt. Nach der starken Zerstörung des Flughafens 2001 wurde 2008 ein neues Flughafengebäude eingeweiht. Mittlerweile ist Kabul Airport wieder für Hilfsflüge und Militärflüge sowie eingeschänkt für internationale Flüge geöffnet.
Bank, Bar, Restaurant. Taxis vorhanden (Fahrzeit: ca 30 Min.)

Bahn

Derzeit gibt es keinen Schienenverkehr.

Bus/Pkw

Nach 23 Jahren Bürgerkrieg, dem Taliban-Regime und den westlichen Bombenangriffen sind etwa 80% der Straßen und Brücken Afghanistans zerstört. Wie lange der Wiederaufbau und damit die Wiederherstellung eines Straßennetzes dauern wird, ist unklar. Viele Landstriche sind vermint und das Befahren der Straßen sehr gefährlich. Die Fernverkehrstraße von Kabul nach Kandahar wurde fertig gestellt, kann aber nur mit bewaffneten Begleitfahrzeugen befahren werden.

Kommunikation

Telefon

GSM 900/1800. Es gibt es nur wenige Festnetztelefonleitungen in Afghanistan, diese befinden sich hauptsächlich in Kabul und sind Regierungsbeamten und Mitgliedern von Hilfsorganisationen vorbehalten. Zur Kommunikation im Land werden hauptsächlich Mobiltelefone benutzt. Es gibt ein Mobilfunknetz in Afghanistan, Afghan Wireless (Internet: www.afghanwireless.com), der Empfangsbereich beschränkt sich zur Zeit noch auf die Städte Kabul, Mazar-i-sharif, Kandahar und Herat.

Internet/E-Mail

Es gibt Internetcafés in Kabul. Internetzugang im Land wird zurzeit weiter ausgebaut.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost nach Europa brauchte früher ca. eine Woche. Der internationale Kurier DHL unterstützt das nationale Postsystem.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

Afghanistan liegt historisch und geographisch an einer äußerst wichtigen Wegkreuzung, an der persische, griechische, hinduistische, buddhistische und islamische Kulturen aufeinander trafen und sich gegenseitig beeinflussten. Eine der frühesten Zivilisationen des Bronzezeitalters fand im heutigen Nordafghanistan ihren Ursprung und entwickelte einen regen Handelsverkehr zwischen den Indus-Zivilisationen und Mesopotamien. Im 6. Jahrhundert v. Chr. enstand hier der Zoroastrismus. Ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Afghanistan zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren des Islams. Maler, Dichter, Kalligraphen und Künstler schufen Werke in Balkh, Jam und Ghazni, die die gesamte östliche islamische Welt, von der Türkei über Persien bis hin zu Indien, nachhaltig beeinflussten. Weltweit einmalige archäologische Stätten zeugen von einer unvergleichlich vielfältigen kulturellen Vergangenheit. Durch die Jahrzehnte des Konfliktes, der Verwüstung und Plünderung sind diese Stätten jedoch teilweise oder ganz zerstört worden. Städte und Gebäude haben schwere Bombenschäden erlitten, viele Landstriche in Afghanistan sind vermint. Neben dem politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufbau des Landes besitzt auch die Bewahrung und Wiederherstellung des kulturellen Erbes eine wichtige Priorität. Unter der Leitung der Weltkulturorganisation UNESCO und mit Hilfe verschiedener regionaler und internationaler nichtstaatlicher Organisationen wurden Anfang 2002 Restaurierungsarbeiten an den wichtigsten historischen Stätten in die Wege geleitet.

Kabul

Die Hauptstadt Kabul hat stark unter dem Bürgerkrieg und denLuftangriffen der vergangenen Jahre gelitten. Etwa ein Drittel deröffentlichen Gebäude und 40% der Häuser wurden zerstört. Es gibt nurwenige historische Bauwerke, Moscheen und Denkmäler – im Garten von Babur, früher als einer der schönsten Gärten in Asien bekannt, steht zumindest noch Baburs Grabmal. Auch das staatliche Museum inKabul, das einst eine der größten Antiquitätensammlungen in Asienbesaß, wurde stark mitgenommen. Nur etwa ein Drittel der Sammlungen hatdie Verwüstungen des Krieges überlebt. Kürzlich wurde mit demWiederaufbau des Museums begonnen.

Historische Stätten

In Bamian standen einst zwei riesige Buddhafiguren aus dem 3.oder 4. Jahrhundert, die 38 und 55 m hoch waren. Im März 2001 wurdendie Buddhas von den Taliban in die Luft gesprengt. Andere historischeStätten in Afghanistan, die während der Jahrzehnte der Konflikte ganzoder beinahe zerstört wurden, sind u.a. das zweithöchste Minarett derWelt in Jam (aus dem 12. Jahrhundert), die Moschee Haji Piyada in der Balkh-Region und das blau gekachelte Mausoleum der Königin Gauhar Shads im westlich gelegenen Herat. Mit der allmählichen Restaurierung dieser und anderer Stätten wurde mittlerweile begonnen.

Hindukusch

Der wilde und abgelegene Hindukusch besteht aus zwei riesigen Bergketten und liegt in der Region Nuristan nordöstlich von Kabul.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 22,27 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 700 US$ (2008)

Außenhandel
Importe: ca. 4,85 Mrd. US$ (2007)
Exporte: ca. 327 Mio US$ (2007). Derzeit werden noch äußerst wenig Produkte exportiert.

Wachstumsrate:
ca. 3,4 % (2008/2009)

Arbeitslosenrate:
ca 40 % (2008)

Inflationsrate:
ca. 13 % (2007)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt
Landwirtschaft: 31 %
Industrie: 26 %
Dienstleistungen: 43 %
(Die Opiumproduktion ist in den Daten nicht inbegriffen (2008).)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft und Baugewerbe

Wichtige Handelsbeziehungen:
Pakistan, Indien, USA, Deutschland und Turkmenistan

Bevölkerung unter der Armutsgrenze:
50 % (2005)

Dreiundzwanzig Jahre andauernder Bürgerkrieg haben die afghanische Wirtschaft vollständig zerstört. Der Wiederaufbau ist u.a. durch unzählige Minenfelder sehr beeinträchtigt und schreitet nur sehr langsam voran. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes und der Einsetzung einer Interims-Regierung im Dezember 2001 versprachen viele westliche Länder umfangreiche finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau des Landes. Bei der 'Geber-Konferenz' in Tokio im Januar 2002 wurden diese Versprechen konkretisiert, 2 Milliarden US$ wurden Afghanistan für 2002 zugesagt. Auf der Berliner Konferenz (31.03.-01.04.2004) hat die internationale Gemeinschaft weitere Zusagen von insgesamt 8,2 Mrd. USD für die Jahre 2004-2006 gemacht. Deutschland hat 320 Mio. Euro für 2005-2008 in Aussicht gestellt.
Dennoch haben die Vereinten Nationen 2005 eine desolate Bilanz über die Lage in dem zentralasiatischen Staat vorgelegt. Demnach gehöre Afghanistan zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in bitterer Armut, obwohl die Wirtschaft in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen ist. Gleichzeitig habe das Land eine verheerende Sicherheitsbilanz, eine erschreckend hohe Müttersterblichkeit und weit verbreiteten Analphabetismus zu beklagen.
Vor allem der Opium-Anbau und -Handel sowie der Einfluss von Milizen hätten zu einem Klima der Gewalt in Afghanistan beigetragen. Nach Angaben der UNO hatten sich im Jahr 2006 die Anbauflächen für Schlafmohn um 59 % vergrößert. Damit kamen 90 % der weltweiten Opiumproduktion aus Afghanistan. Die Opiumproduktion verzeichnete 2007 einen Rekord mit 8.100 Tonnen und ist 2008 nur leicht gesunken. Die Mohnanbaufläche wurde 2008 im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert.
Heute, acht Jahre nach Beginn des internationalen Wiederaufbauengagements, zählt Afghanistan laut UNDP-Statistik immer noch zu den ärmsten Ländern der Erde und ist das ärmste Land außerhalb von Schwarzafrika. Industrieproduktion ist kaum vorhanden, 80 % der Bevölkerung sind im landwirtschaftlichen Bereich tätig. Dabei bemüht sich die afghanische Regierung um eine wirtschaftliche Erholung des Landes und hat schon erste Erfolge vorzuweisen. U.a. verdoppelte sich das Durchschnittseinkommen in den letzten Jahren. Die Staatseinnahmen sind deutlich gestiegen und decken nun ein Drittel der Ausgaben ab. Die Inflation ist allerdings aufgrund steidender Nahrungsmittel- und Treibstoffpreise auf über 20 % gestiegen (2008).

Umgangsformen

Handeln ist üblich, und mündliche Verträge sind bindend. Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine sollten im Voraus vereinbart werden;

Geschäftszeiten:
Sa-Mi 08.00-12.00 Uhr und 13.00-16.30 Uhr, Do 08.00-13.30 Uhr.

Land & Leute

Essen & Trinken

Die afghanische Küche ist der indischen sehr ähnlich. Die meisten Restaurants in Kabul bieten Spezialitäten wie Pilaus, Kebabs, Bolani und Ashak sowie internationale Gerichte. Die Hauptzutaten der afghanischen Küche sind Reis und Hammelfleisch sowie Nan (afghanisches Fladenbrot). Traditionelle Gerichte und Tschai (Tee) findet man überall in Tschaikhanas (Teehäusern).

Einkaufstipps

Traditionelle Andenken sind Mäntel und Jacken aus Lammfell und Wildleder, turkmenische Hüte, Stickereien aus Kandahar, Istaff-Keramik, Glas aus Herat, Nomadenschmuck, handgeknüpfte Teppiche und Läufer, Holzschnitzereien aus Nuristan, Seide, Messing-, Kupfer- und Silberarbeiten.

Sport

Nationalsport ist Buzkashi, eine Art Polo aus der Zeit Alexanders des Großen ohne feste Spielregeln. Anstelle des Balls wird ein Ziegenkopf benutzt.

Sitten & Gebräuche

Außerhalb Kabuls herrschen engverbundene Stammesgemeinschaften mit klar definierten Frauen- und Männerrollen vor. Religion und Tradition spielen innerhalb der Familie eine wichtige Rolle. Es gilt als eine Beleidigung, die Fußsohlen zu zeigen. Gästezimmer sind unbekannt, und Gäste teilen den Raum mit der Familie. Frauen sollten ihre Schultern bedecken und Hosen oder lange Röcke tragen. Der Händedruck wird als Begrüßung akzeptiert, obwohl man sich traditionell zur Begrüßung umarmt. Rauchen ist weit verbreitet und an europäischen Preisen gemessen billig. Es ist ein Kompliment, wenn man vom Gastgeber eine Zigarette angeboten bekommt. (Weitere Informationen im Kapitel Islam im Anhang.)Fotografieren: Vorsicht bei der Motivwahl, militärische Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden.

Unterkunft

Hotels

In Kabul gibt es einige Hotels, wie das Inter-Continental Hotel, die in etwa westlichen Ansprüchen gerecht werden. Die wenigen Unterkünfte außerhalb Kabuls sind generell von sehr niedrigem Standard.

Gesetzliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Feiertage

2010
15. Febr. Befreiungstag.
26. Febr. Mouloud (Geburtstag des Propheten).
21. März Navroz (Iranisches Neujahr).
18. April Befreiungstag.
28. April Revolutionstag.
1. Mai Tag der Arbeit.
19. Aug. Unabhängigkeitstag.
10./11. Sept. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
16./17. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
17. Dez. Ashoura.

2011
15. Febr.
Befreiungstag.
15. Febr. Mouloud (Geburtstag des Propheten).
21. März Navroz (Iranisches Neujahr).
18. April Befreiungstag.
28. April Revolutionstag.
1. Mai Tag der Arbeit.
19. Aug. Unabhängigkeitstag.
30./31. Aug. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
6./7. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
27. Dez. Ashoura.

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

zollfrei einkaufen

zollfrei einkaufen

Derzeit sind keine verlässlichen Informationen zu den Zollbestimmungen erhältlich.

Folgende Artikel können zollfrei nach Afghanistan eingeführt werden:
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch (Kleidung, Toilettenartikel, etc.) sowie Tabakwaren, alkoholische Getränke und Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
Zur Einfuhr von Fotoapparaten und Filmkameras benötigt man eine Genehmigung des Tourismusbüros in Kabul. 

Ausfuhrbestimmungen

Antiquitäten, Felle und Teppiche nur mit Ausfuhrgenehmigung.

Geld

Währung

1 Afghani = 100 Puls. Währungskürzel: Af, AFN (ISO-Code). Die Afghani-Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 100, 50, 20,10, 5, 2 und 1 Af im Umlauf.

Kreditkarten

Werden nicht akzeptiert.

Reiseschecks

Von der Nutzung von Reiseschecks wird abgeraten.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Die Ausfuhr von Fremdwährungen darf die Summe der angegebenen eingeführten Summe nicht überschreiten. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 500 Af beschränkt.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Mi 08.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr, Do 08.00-13.30 Uhr.

Wechselkurse

 
 Af
 Jan '10
1 EUR69,62
1 CHF

47,01
1 US$48,61

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Deutschland Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visum

Allgemein erforderlich.

Anmerkung - Reisepaß/Visa

Zurzeit können Reisende nicht mit der Ausstellung von Visa rechnen.

Bearbeitungszeit

1-2 Wochen. Expressvisa: 2 Arbeitstage + Postweg.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt verfügen.

Meldepflicht

Ausländische Touristen und Journalisten müssen sich bei ihrer Ankunft bei der Pressestelle des Fremdenverkehrsamtes in Kabul melden.

Allgemeines

Lage

Asien; nordwestlicher Teil des indischen Subkontinents

Fläche

652.225 qkm.

Bevölkerungszahl

32.738.376 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

50,2 pro qkm.

Hauptstadt

Kabul. Einwohner: 2.413.032 (Schätzung 2009).

Staatsform

1996 hatten die Taliban die Kontrolle über Afghanistan übernommen und führten ein fundamentalistisch-islamisches Regime ein, das von den Vereinten Nationen und den westlichen Staaten nicht anerkannt wurde. Nach monatelangen westlichen Militärschlägen wurde das Taliban-Regime gestürzt und im November 2001 eine UN-vermittelte Konferenz in Bonn (Deutschland) einberufen. Das Ergebnis der 'Petersbergkonferenz' war ein Rahmenabkommen zur Einsetzung einer Übergangsregierung mit provisorischen Regierungsinstitutionen. Eine United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) unterstützte die neue Regierung bei ihrer Arbeit und ist immer noch in Afghanistan tätig. Im Juni 2002 tagte die aufgrund des 'Petersberg-Abkommen' einberufene traditionelle Ratsversammlung aller afghanischen Stämme (Loya Dschirga), die den Chef der Übergangsregierung, Hamid Karzai, als Präsidenten des Landes für die nächsten 18 Monate wählte. Nationalversammlung mit 250 Mitgliedern und Ältestenrat. Verfassung von Januar 2004.

Geographie

Afghanistan grenzt im Norden an Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan, im Nordosten an China, im Osten und Süden an Pakistan und im Westen an den Iran. Die Großgliederung zeigt drei Landschaften: das südliche Hochland, Afghanisch-Turkestan im Norden und der Hindukusch im Nordosten. Letzterer steigt bis auf 7200 m an und wird durch das Bamian-Tal von der Koh-i-Baba-Bergkette getrennt, in der auch der Helmand entspringt. Nördlich und südwestlich der Berge liegen fruchtbare Schwemmlandebenen.

Sprache

Offizielle Landessprachen sind Paschtu (35 %) und Dari-Persisch (59 %). Es werden auch Turksprachen (11 %), vorwiegend Usbekisch und Turkmenisch sowie 30 Minderheitssprachen (4 %) gesprochen. Viele Menschen sind zweisprachig.

Religion

Islam (Mehrheit: Sunniten (80 %)); Minderheiten von Schiiten, Hindus, Juden und Sikhs.

Ortszeit

MEZ + 3:30 Std. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Afghanistan.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +3:30 Std. im Sommer + 2:30 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz. Schlechte Elektrizitätsversorgung, viele Stromausfälle.

Regierungschef

Hamid Karzai, seit 2004.

Staatsoberhaupt

Hamid Karzai, seit 2004.

Hinweis

Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Infrastrukturen des Landes wurden durch jahrelangen Bürgerkrieg, das Taliban-Regime und die darauf folgenden westlichen Militärschläge vollständig zerstört. Es ist nicht abzusehen, wann Afghanistan wieder für Touristen zugänglich sein wird. Daher sind zum größten Teil keine aktuellen Informationen über Visa, Duty Free, Devisenbestimmungen, Unterkünfte und Impfvorschriften erhältlich.

Kontaktadressen

Anmerkung

Die Schweiz und Österreich unterhalten keine diplomatischen Vertretungen in Afghanistan, zuständig sind die jeweiligen Botschaften in Islamabad (s. Pakistan).

Online Travel Guide Afghanistan

Ministry of Foreign Affairs

Malak Azghar Road, AF-Kabul
Tel: (070) 10 40 24. Fax: (+1) (020) 210 03 60.
E-Mail: contact@mfa.gov.af
Internet: www.mfa.gov.af

Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan

Taunusstraße 3, Ecke Kronbergerstr. 5, D-14193 Berlin
Tel: (030) 206 73 50. Fax: (030) 229 15 10.
E-Mail: info@botschaft-afghanistan.de
Internet: www.botschaft-afghanistan.de
Mo-Do 09.30-14.00 Uhr.
Generalkonsulat in Bonn (Tel: (0228) 25 67 97. Internet: www.afghanconsulate-bonn.de).

Lackierergasse 9/9, A-1090 Wien
Tel: (01) 524 78 06. Fax: (01) 524 78 07.
E-Mail: afg.emb.vie@chello.at
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Avenue Raphaël 32, F-75016 Paris
Tel: (+33) (01) 45 25 05 29. Fax: (+33) (01) 42 24 47 14.
E-Mail: ambafghane@wanadoo.fr
Mo-Fr 09.00-18.15 Uhr.
(auch für die Schweiz zuständig.)

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Wazir Akbar Khan, Mena 6, AF-Kabul
Postanschrift: P.O. Box 83, AF-Kabul
Tel: (020) 210 15 12.
Internet: www.kabul.diplo.de

Reise- und Sicherheitsinformationen

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt:
Stand: 06.01.2010

Reisewarnung

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.


Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Trotz Präsenz der Internationalen Schutztruppe ISAF kann es landesweit zu Attentaten kommen. Die Sicherheitskräfte der Regierung sind nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung zu gewährleisten. 

In ganz Afghanistan besteht das Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. Auch in der Hauptstadt Kabul können Überfälle und Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Im übrigen Land bestehen teilweise noch deutlich höhere Sicherheitsrisiken.

Allen Deutschen vor Ort wird zu größtmöglicher Vorsicht geraten. Dies gilt besonders für Überlandfahrten, die auch in vergleichsweise ruhigeren Landesteilen nur im Konvoi, nach Möglichkeit bewacht, und mit professioneller Begleitung durchgeführt werden sollten. Die Sicherheitslage auf der Strecke muss zeitnah zur Fahrt sorgfältig abgeklärt werden. Es wird davor gewarnt, auf ungesicherten Plätzen zu übernachten.

In weiten Landesteilen besteht keine medizinische Versorgung. Im Hinblick auf spezifische Krankheitsrisiken wird auf tropenärztliche Beratung verwiesen.

Hilfe für in Not geratene Deutsche kann die Botschaft nur in der Hauptstadt Kabul leisten. Die Telefonnummern der Botschaft finden Sie unter "Deutsche Vertretungen".

 

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