Wüsten- und Steppenklima, sehr heiß und trocken im Sommer, kühl im Winter mit geringen Niederschlägen. Häufige Wüstenwinde, teilweise -stürme.
Hinweis
Zurzeit sind keine aktuellen Informationen in dieser Kategorie erhältlich.
Der zivile Luftverkehr zwischen Erbil, Bagdad, Basra, Mosul und Sulaimaniya entwickelt sich langsam und wird ständig ausgebaut.
Von Bahnreisen im Lande wird dringend abgeraten. Nur die Strecke Bagdad-Basra ist in Betrieb, jedoch sehr unregelmäßig.
Vor Reisen mit dem Auto wird gewarnt. Mit Straßensperren und Minen muss gerechnet werden. Es herrscht Rechtsverkehr.
Mietwagen: sind evl. am Flughafen erhältlich.
Unterlagen: Internationaler Führerschein und Haftpflichtversicherung.
In den größeren Städten gibt es Minibusse und Sammeltaxis. Ob Busverbindungen von Bagdad in andere Städte bestehen, ist ungewiss.
Iraks nationale Fluggesellschaft heißt
Iraqi Airways (IA) (Internet:
www.iraqiairways.co.uk).
Verbindungen bestehen mit
Austrian Airlines (OS) von Wien direkt nach Erbil. Von London gibt es eine Direktverbindung nach Sulaimaniyya.
Lufthansa (LH) bedient derzeit die Strecke Frankfurt-Erbil, ab Sommer 2010 auch Frankfurt-Baghdad.
Air Berlin (AB) fliegt ab München regelmäßig Erbil und Sulaimaniyya an.
Rheinjet (Internet:
www.rheinjet.de) fliegt von Köln/Bonn nach Erbil.
Bagdad (BGW) liegt 18 km südlich der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Bank, Wechselstube, Postamt, Duty-free-Shop, Restaurant, Bar, Erste Hilfe, Mietwagen, Taxistand. Taxis (Zuschlag nach 22.00 Uhr) und Busse fahren ins Stadtzentrum (Damascus Street).
Erbil (EBL), Sulaimaniyya (SIA) u.a.
Häfen befinden sich in Basra, Khor az-Zubayr und Umm Qasr. Größere Schiffe können derzeit nur in Basra anlegen. Kein Passagierverkehr.
Die Bahnverbindungen befinden sich in katastrophalem Zustand und sind für ausländische Reisende nicht zu empfehlen.
Die Botschaft erteilt Auskünfte darüber, welche Grenzübergänge gegenwärtig geöffnet sind. Es werden Fahrten von Amman nach Bagdad organisiert.
Internationale Direktdurchwahl.
Zur Zeit keine aktuellen Informationen.
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Luftpost nach Europa benötigt 5-10 Tage, vielfach länger. Sendungen auf dem Landweg erreichen nicht immer ihr Ziel.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der
Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet:
www.dw-world.de) anzufordern.
Viele Gegenden haben durch den Golfkrieg von 1991 und den im März/April 2003 geführten US-Krieg gegen Saddam Husseins Regime sowie durch zahlreiche Bombenanschläge große Schäden erlitten. Die einst intakte Infrastruktur ist regional stark geschädigt bzw. ganz zerstört worden.
Nach dem Golfkrieg befindet sich Bagdad weiterhin im Wiederaufbau. Derhistorische Fluss Tigris bestimmt das Stadtbild. Die Regierung istbemüht, den islamischen Charakter der Stadt zu erhalten; die Ruinenhistorischer Gebäude, z. B. des Ike-Abbasid-Palastes, stehen unter Denkmalschutz. Interessant sind die Museen für Irakische Volkskunst und für Moderne Kunst.
Südlich der Hauptstadt liegt Babylon, im Altertum die Hauptstadt des stolzen babylonischen Reiches. Die Stadt und vor allem die berühmten Hängenden Gärten der Semiramis, eines der Sieben Weltwunder, werden gegenwärtig restauriert. In Kerbela und Najafbefinden sich Moscheen, die zu den wichtigsten islamischen Heiligtümerngehören. Die Moschee in Najaf beherbergt das Grab Alis, desSchwiegersohns des Propheten und Gründers der schiitischenGlaubensrichtung. Weiter im Süden liegt Ur, die alte sumerische Hauptstadt und Geburtsort Abrahams.
Reisen in den Norden Iraks sollten zur Zeit nicht unternommen werden.
Kirkuk hat seit der Entdeckung von Erdöl an Bedeutung gewonnen.Die berühmten »Ewigen Feuer« kommen durch aus der Erde austretendes Gaszu Stande. Mosul ist die größte Stadt der Region, hier stehen der Palast von Qara Sariai (13. Jh.) und die alte Moschee von Nabi Jirjis, die besichtigt werden können. Nineveh und Nimrud, alte Hauptstädte des assyrischen Reiches, sind Ausgrabungsstätten in der Nähe von Mosul. Arbil ist eine der ältesten noch bewohnten Städte der Welt.
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 103,9 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 3.700 US$ (2008)
Wachstumsrate: ca. 3,8 % (2008)
Arbeitslosenrate: ca. 18,2 % (2008) (offizielle Zahl, inoffiziell bis 30 %)
Inflationsrate: ca. 6,8 % (2008)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: k.A.
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 5 % (2006)
Industrie: ca. 68 % (2006)
Dienstleistungen: ca. 27 % (2006)
Wichtige Wirtschaftszweige: Erdöl
Außenhandel
Importe: ca. 43,5 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 66,1 Mrd. US$ (2008)
Wichtige Handelsbeziehungen:
USA, Syrien, Türkei, Südkorea, Jordanien, Italien, Kanada, Frankreich
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Vereinte Nationen, Arabische Liga, Islamische Konferenz, Bewegung der Blockfreien (zzt. eingeschränkte Mitwirkung)
Der Irak-Iran-Krieg der 1980er setzte dem kontinuierlichen irakischen Wirtschaftswachstum, das vor allem durch die hohen Erlöse aus dem Erdölexport ermöglicht wurde, ein Ende. Während des Krieges war die allgemeine industrielle Entwicklung zugunsten der Rüstungsindustrie und des Aufbaus eines umfassenden Waffenarsenals vernachlässigt worden, was zu einer hohen Auslandsverschuldung führte. Nach dem zweiten Golfkrieg stand die irakische Wirtschaft vor dem Ruin. Das monatelange Wirtschaftsembargo, die Zerstörung der Infrastruktur und die Reparationszahlungen an Kuwait belasteten die Wirtschaft schwer.
Zur Behebung der Kriegsschäden musste sich der Irak nach einem UN-Beschluss dazu verpflichten, einen Teil seiner Erdölerlöse in einen Entschädigungsfonds abzuführen. Nach der irakischen Invasion Kuwaits in 1990 wurden von den Vereinten Nationen wirtschaftliche Sanktionen gegen den Irak verhängt, die erst am 22. Mai 2003, nach Ende des US-britischen Krieges gegen Saddam Husseins Regime, wieder aufgehoben wurden.
Zurzeit müssen die größtenteils zerstörten Wirtschaftstrukturen im Irak wieder aufgebaut werden. Die humanitären Hilfsorganisationen der UN und verschiedene staatliche und nicht-staatliche Hilfsorganisationen sind am wirtschaftlichen, sozialen und politischen Aufbau des Landes maßgeblich beteiligt.
Visitenkarten sind üblich, z. T. sind sie in Arabisch und Englisch gedruckt. Bei geschäftlichen Terminen werden oft auch nicht-geschäftliche Themen angesprochen.
Geschäftszeiten: Sa-Mi 08.00-14.00 Uhr, Do 08.00-13.00 Uhr.
Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V Garnisonkirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet:
www.ghorfa.deÖsterreichisch-Arabische HandelskammerLobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet:
www.aacc.at
Zu den irakischen Spezialitäten zählen Kibbeh (Bulghur-Weizen mit Hackfleisch, Nüssen, Rosinen, Gewürzen, Petersilie und Zwiebeln), Dolma (Weinblätter, Kohl, Salat, Zwiebeln, Auberginen, Kürbis oder Gurken gefüllt mit Reis, Fleisch und Gewürzen), Tikka (gegrilltes Lammfleisch am Spieß), Quozi (ganzes Lamm, das gekocht, dann gegrillt und mit Reis, Hackfleisch und Gewürzen gefüllt auf Reis serviert wird) und Masgouf (Fisch aus dem Tigris). Getränke: Im Rahmen der streng eingehaltenen islamischen Gesetze ist der Alkoholkonsum eingeschränkt und Alkohol ist nur in internationalen Hotels erhältlich. Während des Fastenmonats Ramadan ist Rauchen und Trinken in der Öffentlichkeit verboten. Unter Umständen ist für den Alkoholkonsum eine Genehmigung erforderlich.
In Bagdad und anderen Städten gibt es Nachtklubs mit Kabarett, Musik und Tanz, außerdem Kinos, Theater und Bars.
Auf den traditionsreichen Märkten in Bagdad werden Kupferwaren, Silberartikel, Gewürze, bunte Teppiche und Läufer verkauft. In Bagdad ist der geschäftige Kupfermarkt Mittelpunkt des Geschehens. Die Kupferschmiede hämmern Gefäße auf Bestellung in kunstvolle Formen. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Sa-Do 08.30-13.00 und 17.00-19.00 Uhr.
Der Irak ist ein kulturell reiches Land mit einer langen und bewegten Geschichte. Heute herrscht die traditionelle islamische Kultur vor, und die religiösen Gesetze des Korans bestimmen den Tagesablauf. Als Besucher empfiehlt es sich, die religiösen Sitten zu respektieren; dazu gehört auch, zurückhaltende Kleidung zu tragen. Gastgeber sollten stets mit dem Titel und dem vollen Namen angeredet werden. Die Gastfreundschaft im traditionellen arabischen Stil ist ebenfalls ein islamisches Gesetz. (Weitere Informationen siehe Kapitel Islam im Anhang.)
Fotografieren: Die Hinrichtung des britischen Journalisten Farzad Bazoft machte deutlich, dass äußerste Vorsicht geboten ist; Regierungsanlagen und alle Gebäude und Veranstaltungen, die Besuchern nicht zugänglich sind, dürfen i. Allg. nicht fotografiert werden. Einheimische lassen sich häufig nur ungern fotografieren, da der Islam die Abbildung von Menschen und Tieren in jeder Form verbietet. Im Zweifelsfall sollte kein Foto gemacht werden. Trinkgeld: 10-15%. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.
Sind in erster Linie auf Geschäftsreisende eingestellt. Die Anzahl moderner Hotelzimmer ist begrenzt, Vorausbuchung wird dringend empfohlen. Die Preise der exklusiven Hotels werden von der Regierung festgelegt. Es gibt auch kleinere und preiswertere Hotels, der Standard ist jedoch merklich niedriger. Hotelrechnungen müssen in Devisen bezahlt werden, 10 % Bedienungsgeld wird berechnet.
2012
1 Jan Neujahr
6 Jan Tag der Streitkräfte
4 Feb Mouloud (Geburtstag des Propheten Muhammad)
9 Apr Tag der Befreiung Baghdads
17 Apr FAO-Tag
1 May Tag der Arbeit
14 Jul Tag der Republik
8 Aug Tag des Waffenstillstands (Ende des Iran-Irak-Krieges)
19 Aug Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
3 Oct Unabhängigkeitstag
26 Oct Eid al-Adha (Opferfest)
15 Nov Islamisches Neujahr
24 Nov Ashura
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Zurzeit sind keine aktuellen Informationen zu Duty-Free Bestimmungen erhältlich.
Westliche Zeitschriften, Mobiltelefone, Laptops, Ferngläser, Schreibmaschinen, Elektrogeräte, Mangos, Zitrusfrüchte, Datteln, Kokosnüsse, Baumwoll-, Henna- und Zuckerrohrpflanzen, Frisch- und Trockenfleisch sowie Milchprodukte.
Im Irak erworbene Wertgegenstände. Die illegale Ausfuhr von Altertümern kann mit der Todesstrafe geahndet werden.
1 Iraki Dinar = 20 Dirham = 1000 Fils. Währungskürzel: ID, IQD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 25.000, 10.000, 5.000, 1.000, 500, 250, 50 ID, Münzen in den Nennbeträgen 100 und 25 ID im Umlauf.
Der neue irakische Dinar unterscheidet sich von der alten Währung vorwiegend durch das Fehlen von Saddam Husseins Porträt.
In bestimmten Duty-free-Shops in Bagdad kann unter Vorlage des Reisepasses innerhalb von 20 Tagen nach der Einreise mit Auslandswährungen bis zum Wert von 200 US-Dollar eingekauft werden. Hotelrechnungen müssen in harter Währung (US-Dollar, Euro) bei der nächstgelegenen Rafidain-Bank beglichen werden.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Werden im Allg. nicht akzeptiert.
Die irakische Warka Bank verfügt landesweit über 350 Geldautomaten in 120 Filialen. Eine Karte dieser Filialen ist unter
http://www.warka-bank.com erhältlich.
Werden im Allg. nicht akzeptiert.
Zurzeit sind keine Informationen zu aktuellen Devisenbestimmungen erhältlich. Ebenso können zurzeit keine zuverlässigen Angaben zu den aktuellen Wechselkursen gemacht werden, da keine großen Organisationen oder Geldinstitute mit dem irakischen Dinar handeln. Die Angaben richten sich nach den offiziellen Werten.
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis 25 ID gestattet. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht (Israelische Währung ist verboten). Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Fremdwährung kann bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der nachweisbar umgetauschten Beträge, ausgeführt werden.
(Für Iraker und im Irak wohnhafte Ausländer gelten andere Bestimmungen.)
Sa-Mi 08.00-12.00 Uhr, Do 08.00-11.00 Uhr. Während des Ramadans und religiöser Feiertage schließen die Banken um 10.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 1542.94 IQD |
| 1.00 CHF = 1285.17 IQD |
| 1.00 USD = 1166 IQD |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
| Land | Reisepaß | Visum | Rückflugticket |
| Deutschland |
Ja |
Ja |
Ja |
| Österreich |
Ja |
Ja |
Ja |
| Andere EU-Länder |
Ja |
Ja |
Ja |
| Schweiz |
Ja |
Ja |
Ja |
| Türkei |
Ja |
Ja |
Ja |
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Eigener Reisepass.
Österreicher: Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils oder eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Allgemein erforderlich.
Föderative Region Kurdistan-Irak: Derzeit erlauben die regionalen kurdischen Behörden bei dortiger Einreise und dortigem Verbleib für eine Dauer von bis zu 10 Tagen die visafreie Einreise für deutsche und britische Staatsangehörige (ein vorab besorgtes Visum ist dennoch dringend empfohlen). Eine Verlängerung ist möglich, muss aber beantragt werden. Bei Zuwiderhandlung ist mit Geldstrafe und sogar mit zeitweiser Ausreiseverweigerung zu rechnen.Bei Weiterreisen, z.B. von Erbil nach Bagdad, ist ausnahmslos ein vorab besorgtes Visum vorzuweisen, das nur vor der Einreise bei der irakischen Botschaft beantragt werden kann.Nähere Auskünfte erteilt die Botschaft des Irak in Berlin (Internet:
www.iraqiembassy-berlin.de).
Zurzeit besteht nur die Möglichkeit zur Beantragung von Geschäftsvisa und Besuchsvisa für direkte Familienangehörige. Näheres vom Konsulat bzw. der Konsularabteilung der Botschaft.
34 € (einmalige Einreise), 84 € (mehrmalige Einreise).
Persönlich beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).
Privatvisum:
(a) 1 Antragsformular.
(b) 3 Passbilder.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, und Kopien aller relevanten Seiten.
(d) Gebühr (in bar oder per Verrechnungsscheck).
(e) Aktueller HIV-Test und Hepatitis-Test.
(f) Ausreichende Geldmittel (Nachweis).
(g) Ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung in Kopie.
(h) Antragsteller ohne familiäre Bindung im Irak müssen bei Privatreisen ein legalisiertes Einladungsschreiben des Gastgebers bzw. der jeweiligen Firma über den Zweck der Reise beifügen.
(i) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist.Geschäftsvisum:
(a)-(e),
(f) Einladungsschreiben des irakischen Geschäftspartners über Reiseanlass und -dauer, das vom irakischen Außenministerium in Bagdad bestätigt wurde.
(g) Gebühr.
(h) Unterstützungsschreiben des Auswärtigen Amtes/Außenministeriums des Herkunftslandes des Reisenden.
(h) Unterstützungsschreiben einer Handels- oder der Wirtschaftskammer.
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Für die Beantragung eines Visums ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung notwendig.
28.221.180 (Schätzung 2008).
Bagdad. Einwohner: 5.337.684 (Schätzung 2009).
Neue Verfassung von 2005.
Irak grenzt an die Türkei, Iran, den Persischen Golf, Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien. Zwischen Saudi-Arabien und dem Irak gibt es eine neutrale Zone, die gemeinsam verwaltet wird. Der Anteil Iraks umfasst 3522 qkm. Der bemerkenswerteste Landstrich ist das Zweistromland der Flüsse Euphrat und Tigris, die von der türkischen und syrischen Grenze im Norden zum Persischen Golf im Süden fließen. Der Nordosten ist bergig, der Westen besteht aus Wüste. Fruchtbare Ebenen umgeben die Flüsse. Große Gebiete ohne Bewässerungskontrolle sind jedoch überflutet und haben sich zu Sümpfen entwickelt.
80 % Arabisch, 15 % Kurdisch, im Südwesten auch Beduinendialekte, im Norden teilweise Türkisch. In einigen Gebieten wird auch Aserbaidschanisch und Aramäisch gesprochen. Fremdsprachen werden selten beherrscht.
97 % Muslime (60 % Schiiten und 45 % Sunniten); drusische, jesidische, mandäische und christliche Minderheiten.
MEZ + 2. Erster April bis erster Oktober: MEZ + 3 (Sommerzeit im Irak = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 3 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils + 2 Std.
220 V, 50 Hz. Verschiedene Steckertypen.
Nuri al-Maliki, seit Mai 2006.
Dschalal Talabani, seit April 2005.
Pacelliallee 19, D-14195 Berlin
Tel: (030) 81 48 80.
Internet:
www.iraqiembassy-berlin.de Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.
Johannesgasse 26, Postfach 599, A-1010 Wien
Tel: (01) 713 81 95/96.
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
Elfenstrasse 6, CH-3006 Bern
Tel: (031) 351 40 43.
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
Irak
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.04.2012
Unverändert gültig seit: 02.04.2012
ReisewarnungVor touristischen Reisen nach Irak wird gewarnt. Sie sind aufgrund der prekären Sicherheitslage und den damit verbundenen Einschränkungen für die freie Bewegung von Touristen derzeit nicht möglich. Für die Region Kurdistan-Irak gilt diese Reisewarnung nur eingeschränkt (s.u.).Für nichttouristische Reisen nach Irak gilt: Auch wenn sich die Sicherheitslage in den vergangenen beiden Jahren kontinuierlich entspannt hat, bleibt der Aufenthalt in Teilen des Landes gefährlich. Jeder längerfristige Aufenthalt ist mit zusätzlichen Risiken behaftet; deutschen Staatsangehörigen wird daher geraten, sich nicht auf Dauer in Irak aufzuhalten.Es wird empfohlen, sich bei Reisen in den Irak möglichst schon vor Abreise mit der Botschaft Bagdad in Verbindung zu setzen und sich mit den geplanten Reisedaten in die Deutschenliste (https://service.diplo.de/elefandextern/home/registration!form.action) einzutragen.Nichttouristische Aufenthalte können in Betracht gezogen werden, wenn bereits bei der Planung die regional unterschiedliche Sicherheitslage und die daraus resultierenden Bewegungseinschränkungen beachtet werden und die Reise auf der Basis eines tragfähigen professionellen Sicherheitskonzepts durchgeführt wird. Auf dieser Grundlage sind derzeit Reisen in ausgewählte Bezirke der Hauptstadt Bagdad und nach Basra möglich.In der Region Kurdistan-Irak gilt die Reisewarnung aufgrund der vergleichsweise guten Sicherheitslage nur eingeschränkt. Aufenthalte können hier nach Prüfung der aktuellen örtlichen Gegebenheiten in Betracht gezogen werden. Wegen der türkischen Militäroperation gegen Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK wird vor Reisen in das unmittelbare türkisch-irakische Grenzgebiet gewarnt. Auch an der Grenze zwischen Iran und der Region Kurdistan-Irak kann es zu Auseinandersetzungen zwischen der PKK-Schwesterorganisation PJAK und Kräften des iranischen Militärs kommen.Elemente eines professionellen Sicherheitskonzepts sind u.a.: Verwendung gepanzerter Fahrzeuge, Fahren im Konvoi, Vorabaufklärung und genaue Planung von Fahrtrouten sowie Sicherheitspersonal in angemessener Zahl und Bewaffnung. Jedes einzelne Fahrtziel sollte die Zustimmung des begleitenden Sicherheitspersonals finden.Die deutschen Auslandsvertretungen können derzeit nur in äußerst begrenztem Rahmen konsularische Hilfe leisten. Auch die staatlichen Sicherheitsorgane können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten. Jede Reise nach Irak erfolgt auf eigene Verantwortung.Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht insbesondere in bestimmten Bezirken der Hauptstadt Bagdad und den nördlich angrenzenden Gebieten der Provinzen Diyala, Ninawa, Salah Al-Din und Tamim, wo monatlich noch immer zahlreiche Menschen bei Anschlägen und Feuergefechten ums Leben kommen. In den Städten Kirkuk (Provinz Tamim) und Mossul (Provinz Ninawa) und in deren Umgebung ist die Sicherheitslage besonders volatil. In diesen Gebieten geht eine besondere Gefährdung von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Auch wahllose Anschläge durch Selbstmordattentäter finden dort immer wieder statt. Einige Bezirke der Hauptstadt Bagdad waren auch im Jahr 2010 wiederholt Ziel schwerer Anschläge auf Ministerien, Hotels und öffentliche Einrichtungen. Zwischen den irakischen Sicherheitskräften und den unterschiedlichen militanten Gruppen kommt es insbesondere in oben genannten Gebieten täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Das Risiko von Entführungen ist dort unverändert sehr hoch. Ausländer und die sie begleitenden Personen sind in besonderem Maße gefährdet.Wer nach Bagdad zu reisen beabsichtigt, sollte daher unbedingt professionelle Schutzmaßnahmen ergreifen und seinen Aufenthalt auf als gesichert geltende Bereiche beschränken. Gegenwärtig zählt neben dem Flughafen selbst nur die sogenannte "Internationale Zone" im Stadtzentrum dazu. Über Fahrten in andere Stadtteile kann nur vor Ort mit den jeweils kontraktierten Sicherheitskräften entschieden werden. Das kann im Einzelfall auch die kurzfristige Absage einer einzelnen Fahrt zur Folge haben.Es wird dringend empfohlen, das Auswärtige Amt rechtzeitig über die Reisepläne in Kenntnis zu setzen.In der Region Kurdistan-Irak mit der Verwaltungshauptstadt Erbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage vergleichsweise gut. Die Reisewarnung gilt hier nur eingeschränkt. Aufenthalte in der Region Kurdistan-Irak können nach Prüfung der aktuellen örtlichen Gegebenheiten auch auf Dauer und ohne Hinzuziehung eines professionellen Sicherheitskonzepts in Betracht gezogen werden. Seit Februar 2011 finden in Sulaymaniya immer wieder Demonstrationen statt. Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, bei Bewegungen in Stadtgebieten erhöhte Vorsicht und Zurückhaltung zu üben und Demonstrationen weitläufig zu meiden.Wegen der türkischen Militäroperation gegen Stellungen der kurdischen Arbeiterpartei PKK wird vor Reisen in das unmittelbare türkisch-irakische Grenzgebiet gewarnt. Auch an der Grenze zwischen Iran und der Region Kurdistan-Irak kann es zu Auseinandersetzungen zwischen der PKK-Schwesterorganisation PJAK und Kräften des iranischen Militärs kommen.Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr grundsätzlich geschlossen. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen. Die Botschaft befindet sich nicht in der Internationalen Zone. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten ist es deshalb schwierig und gegebenenfalls unmöglich, konsularische Hilfe zu leisten.Das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Erbil kann nur sehr eingeschränkt konsularische Hilfe leisten. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen.Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang konsularische Hilfe leisten.
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Die obigen Informationen stammen von Highbury Columbus Travel Publishing.