Tourismusinformationen Brasilien

Klima

Klima

Trockenes Buschland im Landesinneren, Regenwald am Amazonas und Strände an der Ostküste sorgen für ein regional stark unterschiedliches Klima. Im Süden sind Temperaturen gemäßigter. Regenzeit im Norden Januar - April, im Nordosten April - Juli und in der Gegend Rio/São Paulo November - März.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Inlandflüge bieten u.a. die Fluggesellschaften TAM (JJ) (Internet: www.tam.com.br), Gol (G3) (Internet: www.voegol.com.br/INT) und Varig (RG). Brasilien hat eines der größten internen Flugnetze der Welt. Es besteht ein Shuttle-Service zwischen São Paulo und Rio de Janeiro, ein regulärer Flugdienst von São Paulo nach Brasília und ein weiterer Shuttle-Service zwischen Brasília und Belo Horizonte. Lufttaxis stehen ebenfalls zur Verfügung. An Wochenenden empfiehlt sich Vorausbuchung.

Airpässe

Mit dem Brasil Airpass kann man in der Economy Class bis zu neun Strecken fliegen. Er gilt für das gesamte Streckennetz der TAM und regionaler Fluggesellschaften, die ein Abkommen mit TAM haben, in ganz Brasilien, außer auf der Luftbrücke zwischen den Flughäfen Santos Dumont in Rio de Janeiro (SDU) und Congonhas in Sao Paulo (CGH). Die gesamte Reise sollte vor Antritt geplant und gebucht werden. Der Airpass ist ab Reiseantritt bis zu 30 Tage gültig.

Schiff

Ein Fährdienst verbindet alle Seehäfen. Flussboote sind die besten Verkehrsmittel im Amazonasgebiet. Nachdem die regierungseigene Empresa de Navegação de Amazônia (ENASA) ihren Passagierschiffverkehr eingestellt hat, übernahmen private Gesellschaften den Schiffsverkehr und bieten zunehmend bessere Schiffsverbindungen auf Flüssen landesweit an.

Mit Barcos S/A (Internet: www.barcos-sa.com.br) bestehen Fährverbindungen zwischen Rio de janeiro und Niterói sowie zwischen Angra dos Reis und Ilha Grande. Verschiedene Fährschiffe bedienen die Route Blemém und Manaus. Bootsausflüge vom Festland zu den beliebten und hübschen Inseln Ilha Grande, Ilhabela und Ilha de Santa Catarina sind ebenfalls möglich.

Bahn

Es gibt nur noch drei regelmäßige öffentliche Bahnverbindungen neben S-Bahn-Strecken:
Belo Horizonte - Vitória täglich, mit 1., 2. und Pullman Klasse;
São Luis - Parauapebas 3x in der Woche, 3 Wagenklassen;
Porto Santana bei Macapá - Serra do Navio.

Vorortsbahnen
in den folgenden Städten (von S-bahnähnlichem Betrieb bis zu nur 2-3 Fahrten am Tag) (siehe auch www.metrobh.gov.br/principal.asp):
Porto Alegre (1 Linie);
São Paulo (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metro.sp.gov.br));
Rio de Janeiro (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metrorio.com.br));
Brasília (2 Linien (Internet: www.metro.df.gov.br));
Belo Horizonte (1 Linie);
Salvador (1 Linie);
Maceió (1 Linie);
Recife (2 Linien);
João Pessoa (2 Linien);
Natal (2 Linien);
Fortaleza (2 Linien);
Teresina (1 Linie).

Touristische Bahnverbindungen:

Great Brazil Express: Curitiba zu den Wasserfällen von Iguacu, 7-, 8- und 10-Tages-Reisen (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/)
Serra Verde Express: Curitiba - Morretes, die Weiterfahrt bis Paranaguá wird nur sonntags angeboten (Internet: www.serraverdeexpress.com.br);
Trem do Vinho Carlos: Barbosa - Bento Gonçalvez (Internet: www.mfumaca.com.br);
Trem das Termas: Marcelino Ramos - Uruguaí;
Marcelino Ramos - Piratuba u.a.

Einige Verbindungen sollen reaktiviert werden: Corumbá - Campo Grande Trem do Pantanal; Ouro Prêto - Mariana; Belo Horizonte - Rio Acima

Bus/Pkw

Das Straßennetz umfasst ca. 2.000.000 km. Die Busverbindungen des Landes sind ausgezeichnet. Einige Straßen sind jedoch in keinem guten Zustand, so dass Langstreckenfahrten unbequem werden können. 97% aller Reisenden fahren mit dem Bus, 2,2% benutzen das Flugzeug und weniger als 1% fahren mit der Bahn.

Fernbus:
Die meisten modernen Überlandbusse sind schnell und bequem. Es bestehen Verbindungen zu allen bewohnten Gegenden Brasiliens. Komfort und Fahrpläne der Busse sind unterschiedlich; Passagiere sollten mit längeren Wartezeiten (auch Aufenthalten über Nacht) zwischen den Anschlüssen rechnen.

Mietwagen:
In allen größeren Städten erhältlich. Preise sind meist hoch und das Abwickeln der Formalitäten kann lange dauern. Parkplätze sind schwer zu finden, Hauptverkehrsstraßen sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Unterlagen:
Neben dem erforderlichen nationalen Führerschein empfiehlt es sich dringend, auch einen internationalen Führerschein mitzunehmen.

Stadtverkehr

Das Busnetz in den Großstädten ist ausgezeichnet. Executivo-Schnellbusse mit Klimaanlage sind etwas teurer. In São Paulo und Rio de Janeiro kann man auch die Untergrundbahn oder Vorortzüge benutzen. Oberleitungsbusse fahren in São Paulo und verschiedenen Städten. Fahrpreise sind festgesetzt, auf manchen Linien kann man von der Untergrundbahn in den Bus oder Zug umsteigen.

In den meisten Städten haben Taxis rote Nummernschilder und Taxameter. Passagiere sollten darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Die Preise liegen generell niedrig, klimatisierte Taxis können etwas teurer sein. Die brasilianischen rasanten Taxifahrer empfehlen gern bestimmte Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten und beziehen eine kräftige Provision für ihre Bemühungen.

Mit dem Trem de Corcovado (Internet: www.corcovado.com.br) geht es auf dem gleichnamigen Berg in Rio de Janeiro zur berühmten Cristo-Redentor-Statue (Christus der Erlöser). Der Zug fährt zwischen 08.30-18.30 Uhr im 30-Minuten-Takt (Fahrtdauer: 20 Min.).

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Brasiliens nationale Fluggesellschaften ist TAM Airlines (JJ) (Internet: www.tam.com.br). TAM Airlines (JJ) fliegt von Frankfurt nach São Paulo sowie von London, Madrid und Paris viele brasilianische Destinationen an.

Lufthansa (LH) (Internet: http://www.lufthansa.com/) fliegt u.a. täglich von Frankfurt und München und fünfmal in der Woche von Zürich nach São Paulo.

TAP Portugal (TP)
fliegt von Lissabon nach Rio de Janeiro, Sao Paulo, Belo Horizonte, Fortaleza, Recife, Salvador, Brasilia, Porto Alegre, Natal, Campinas und nach Belem und Manaus; von Porto nach Rio de Janeiro und Sao Paulo. Zubringerverbindungen nach Lissabon bestehen von Frankfurt, Hamburg und München. 

Außerdem wird Brasilien von folgenden Fluglinien angeflogen: Air France (AF), Alitalia (AZ), British Airways (BA), Iberia (IB), KLM (KL) und Swiss International (LX).

Airpässe

Der TAM Brazil Airpass ist nur erhältlich in Verbindung mit einem internationalen Ticket von TAM oder in Verbindung mit Transatlantikflügen anderer internationalen Airlines, mit denen TAM ein multi- oder bilaterales Abkommen hat (gilt nicht für Codeshare-Flüge der TAM). Fluggäste der TAM bezahlen weniger für den Airpass als Reisende, die mit anderen Airlines über den Atlantik fliegen. Der Airpass für bis zu neun Reisezielen ist gültig auf allen Inlandsstrecken mit TAM-Flügen JJ und JJ* in der Economy-Class - OW / RT / CT OJ. Der Pass darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Südamerikas verkauft werden. Für den Preis des Airpasses sind die angeflogenen Flugziele entscheidend, nicht die Anzahl der Coupons.

Der TAM South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmende Fluglinie ist: TAM (JJ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, LAN, Qatar Airways sowie die dazugehörenden Fluggesellschaften innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornierung: Mit Stornogebühren vor Reiseantritt, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Internationale Flughäfen

Rio de Janeiro/Galeão - RIOgaleão – Aeroporto Internacional Tom Jobim (GIG). (www.riogaleao.com/en) 20 km nördlich von Rio de Janeiro. Tel: <p>(021) 33 98 50 50.</p>.

São Paulo/Guarulhos Internationaler Flughafen (GRU). (www.gru.com.br) 25 km nordöstlich von Sao Paulo. Tel: <p>+55 11 2445 29 45.</p>.

Flughafen Santos Dumont (SDU). (www.infraero.gov.br)

Schiff

Der größte Hafen ist Rio de Janeiro, in dem viele Kreuzfahrtschiffe anlegen. Andere bekannte Häfen sind Manaus, Fortaleza, Recife, Salvador und Vitória. Die Reederei Grimaldi Freighter bietet Kreuzfahrten von Europa an. Weitere Kreuzfahrtunternehmen sind: Holland Amercia Line, Swan Hellenic, Celebrity, Mediterranean Shipping, Seabourn, Silversea Cruises und Norwegian Cruise Line.

Bahn

Es gibt begrenzte Verbindungen nach Argentinien, Bolivien, Chile und Uruguay. Die Hauptstrecken sind u.a. Rio de Janeiro - Buenos Aires, Rio de Janeiro - Santiago, Rio de Janeiro - São Paulo - Montevideo, São Paulo - Bauru - Corumba - Santa Cruz - La Paz, São Paulo - Antofagasta.

Bus/Pkw

Man kann von Rio de Janeiro aus in andere lateinamerikanische Länder fahren, die Fahrten sind jedoch sehr lang (Fahrzeit von Rio de Janeiro nach Buenos Aires (Argentinien) ist z.B. 44 Stunden). Weitere Informationen sind von EMBRATUR (s. Adressen) erhältlich.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Die Ländervorwahl ist 0055. Öffentliche Telefone können mit Telefonkarten, den Cartões telefônicos, benutzt werden. Sie sind in Kiosken erhältlich. In der Regel werden internationale Telefonate via Skype getätigt, da sie ansonsten sehr teuer sind. Die Nummer zur Vermittlung eines R-Gespräches nach Deutschland lautet 000111.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 Netzwerke. Hauptnetzbetreiber sind u.a. Telemar (Internet: www.oi.com.br) und TIM Brasil (Internet: www.timbrasil.com.br). Der Empfang ist gut und Roamingverträge existieren.
Hinweis: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere Rio und Sao Paulo, sollten Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden, um unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden.

Fax

In den Hauptpostämtern der Großstädte und in großen Hotels.

Internet/E-Mail

Zu den Hauptanbietern zählt Terra (Internet: www.terra.com.br); Internetcafés findet man in den Städten. Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse, allerdings sind diese nicht immer kostenlos. Oft gibt es auch auf Flughäfen und manchmal auch in Postämtern Zugang zum Internet. Eine Übersicht der Hotspots bietet www.hotspotlocations.com .

Telegramme

Internationale Telegramme können fast überall aufgegeben werden. In Rio de Janeiro (Praca Mauá 7) und in São Paulo stehen die Büros der Embratel zur Verfügung.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Der Postverkehr ist verhältnismäßig zuverlässig. Wer Briefe per Einschreiben schickt oder eine Frankiermaschine benutzt, umgeht das Risiko, dass die Briefmarke abgelöst wird. Luftpost nach Europa benötigt 4-6 Tage, auf dem Seeweg mindestens 4 Wochen.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Der Norden

Die Bundesstaaten Amazonas (größter brasilianischer Staat), Pará, Acre, Rondônia, Roraima, Amapá und Tocantins umfassen 3.887.800 qkm, haben aber insgesamt nicht mehr als 10.157.000 Einwohner. Der Norden besteht fast ausschließlich aus dichtem Regenwald. Infolge von Straßenbau und ausgedehnten Brandrodungen kann von einer ungestörten Natur in manchen Regionen nicht mehr die Rede sein. So führt die Transamazonika-Straße 5000 km quer durch das Amazonasgebiet, parallel zum Fluss von Ost nach West. Der Amazonas, einer der größten Flüsse der Welt, führt zwölfmal so viel Wasser wie der Mississippi. Er ist 6577 km lang und hat über 200 Nebenflüsse. Amazonasfahrten von Iquitas (Peru) nach Manaus sind möglich.
Manaus, die Hauptstadt von Amazonas, ist eine Freihandelszone. Die neo-klassizistische Fassade des 1896 fertig gestellten Amazonas-Theaters ist sehenswert. Der Innenraum ist im Jugendstil gehalten. Die Kuppel mit blauen, roten, grünen und gelben Kacheln ist überall in der Stadt zu sehen und ein guter Orientierungspunkt. Der Amazonas und seine Nebenflüsse laden zu Bootsfahrten und Angelausflügen ein. Der Regenwald des Amazonas ist der größte der Welt. Sein Gebiet bedeckt 40% der Gesamtfläche Brasiliens. Hier sind 1800 verschiedene Vogelarten und 250 Säugetierarten heimisch, die meisten Pflanzen- und Tierarten weltweit. Der Amazonas-Regenwald produziert 50% des weltweiten Sauerstoffvorrates. Das Amazonas-Becken und seine Ausläufer liefern 20% des Frischwassers der ganzen Welt. Hier gibt es besonders viele Wasserpflanzen. Die bekanntesten sind die Victoria-Régina-Seerosen, die einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. 1500 Fischarten leben in diesem Flusssystem. In Belém gibt es prächtige Kirchen, einen schönen Zoo und einen großen Wochenmarkt. Besonders sehenswert ist die Basilika Nossa Senhora de Nazaré, Schauplatz der jährlichen »Círio de Nazaré«. Das Goeldi-Museum hat die weltgrößte Sammlung exotischer Pflanzen. Ilha de Marajó (Marajó-Insel) war die Wiege der Marajoara-Zivilisation. Wer Glück hat, kann hier Eier legende Meeresschildkröten beobachten. Die Ortschaft Santarém ist besonders für Angler interessant, in Rio Branco findet man ein Handarbeitszentrum. In Pôrto Velho sollte man sich das Eisenbahnmuseum ansehen. Macapé liegt am Äquator, hier fließt der Amazonas ins Meer. Boa Vista ist für seine Tropenbäume bekannt.

Der Nordosten

Der Nordosten wird auch »Goldküste« genannt und umfasst die Bundesstaaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Paraíba, Rio Grande do Norte, Ceará, Fernando de Noronha, Piaui und Maranhão. 42,8 Mio. Einwohner leben auf ca. 1.600.000 qkm. Die Region ist bekannt für historische und folkloristische Traditionen sowie für wunderschöne Strände.

Salvador
, die Hauptstadt Bahias, war einst die bedeutendste Stadt Brasiliens. Heute ist sie Zentrum des Candomblé, des wichtigsten afrobrasilianischen Kultes des Landes. Salvador besteht aus einer Unterstadt, die auf der Höhe des Meeresspiegels liegt und einer Oberstadt, die zu Fuß über Treppen oder per Aufzug erreichbar ist. In der Unterstadt befindet sich Salvadors sehenswerter Kunstgewerbemarkt, der Mercado Modelo. Häufig in der Unterstadt anzutreffen sind die Capoeira-Tänzer. Capoeira ist ein Kampftanz, der ursprünglich von Sklaven entwickelt wurde. Der Tanz ist sehr beeindruckend, er wird von den Berimbaus (Ein-Saiten-Instrument) begleitet. In der Oberstadt schmücken unzählige Kirchen das Stadtbild. Das Kloster São Francisco de Assis und die Kirche Nosso Senhor do Bonfim sind besonders eindrucksvoll. Die Altstadt von Salvador wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Karneval in Salvador ist ein unvergessliches Erlebnis. Hervorragende Strände säumen die Stadt. Auf Itaparica erwarten den Besucher einsame, von Palmen gesäumte Strände. Die Insel kann man von Salvador aus mit der Fähre erreichen (Fahrzeit 40 Min.). Prunkvolle Kirchen und Kolonialbauten sind typisch für die Städte Ilhéus, Pôrto Seguro und Aracaju. Pôrto Seguro ist von besonderer historischer Bedeutung: Hier setzte Pedro Álvares Cabral, der Entdecker Brasiliens, im Jahre 1500 zum ersten Mal seinen Fuß auf brasilianischen Boden. Der Serra da Caivara Nationalpark im Bundesstaat Piaui zählt ebenfalls zu den acht UNESCO-Kultur- und Naturdenkmälern in Brasilien und bietet zahlreiche interessante Gesteinsformationen und bis zu 25.000 Jahre alte Höhlenmalerei. In Maceió wird man in die Kolonialzeit zurückversetzt. Ganze Stadtteile sind erhalten geblieben und zeichnen sich durch ihre weißen Häuser mit roten Ziegeldächern aus. Zahlreiche Kanäle und Wasserwege führen durch Recife, dem »Venedig Brasiliens«. Recife war bis 1677 unter niederländischer Herrschaft. Die Insel Itamaracá ist mit dem Festland durch eine Brücke verbunden. Das Fort Orange wurde 1631 von den Holländern erbaut. In der Stadt Caruaru ist fast jeder ein Künstler. Nach UNESCO-Angaben ist es das größte Zentrum für Folklorekunst Südamerikas. In der Karwoche findet im nahe gelegenen Fazenda Nova das jährliche Passionsspiel statt. Bauwerke aus der Kolonialzeit, erholsame Strände und ausgezeichnetes Kunsthandwerk zeichnen die Städte Olinda, Natal, João Pessoa, Fortaleza, Teresina und São Luis aus. Die Strände in Ceará Richtung Süden bieten riesige Sanddünen. In der Nähe der Kleinstadt Campina Grande befindet sich Ingá Rock, der geheimnisvolle Inschriften aufweist. Archäologen sind der Meinung, dass sie von phönizischen Seeleuten stammen.

Der mittlere Westen

Die Bundesstaaten Goiás, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul umfassen ein Gebiet von 1.900.000 qkm und haben ca. 8 Mio. Einwohner. Hier fließt der Araguaia durch riesige Sümpfe. Ausgedehnte Plantagen und große Rinderherden bestimmen das Landschaftsbild.

Die Hauptstadt Brasília (seit 1960) wurde auf die Veranlassung des damaligen Präsidenten Kubitschek, weitab von anderen bewohnten Gegenden auf einer riesigen Urwaldrodung von den Architekten Lúcio Costa und Oscar Niemeyer gebaut und ist weithin bekannt für ihre futuristische Architektur. Allgemein wird die Stadt als die »modernste Hauptstadt der Erde« gefeiert. Ihr Grundriss hat die Form eines Flugzeuges. Die Kathedrale Niemeyers liegt zum Großteil unterirdisch und bietet bis zu 40.000 Gläubigen Platz. Besonders eindrucksvoll sind die Praça dos Três Poderes, der Pálacio do Planalto und das Gebäude des Nationalkongresses.

Goiánia
, 200 km weiter südwestlich gelegen, dient als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Rio Araguaia, zur Bananal-Insel und zu den Thermalquellen von Caldas Novas.

Pantanal
, das größte Umweltschutzgebiet in Brasilien, liegt im Mato Grosso. Der Rio Araguaia ist als Anglerparadies bekannt. Er hat die größte Anzahl von Fischarten weltweit. Man kann ein- oder zweiwöchige Kreuzfahrten auf so genannten Boatels (schwimmenden Hotels) buchen.

Der Südosten

Die Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Espirito Santo umfassen ein Gebiet von 900.000 qkm mit ausgezeichneter Infrastruktur und ca. 65,6 Mio. Einwohnern. Hotels, historische Stätten sowie erstklassige Badeorte machen den Südosten zu einem wunderbaren Urlaubsgebiet.

Rio de Janeiro war 125 Jahre lang Hauptstadt Brasiliens und gilt wohl zu Recht als eine der schönsten Städte der Welt. Die Brasilianer sagen: »Gott erschuf die Welt in 6 Tagen, am 7. erschuf er Rio«. Rio liegt idyllisch zwischen den Bergen am Meer. Es gibt zahlreiche Buchten, kleine Inseln, Felsen und schöne Strände, wie z. B. die berühmte Copacabana oder Ipanema und Leblon. Der 370 m hohe Pão de Açúcar (Zuckerhut) bietet eine wunderbare Aussicht. Der Corcovado ist das Wahrzeichen Rios: Auf dem Gipfel seiner 713 m ragt seit 1931 die 40 m hohe Christus-Statue, die im Oktober 2006 zu ihrem 75. Geburtstag zur Heiligenstätte erklärt wurde.

Aktueller Hinweis:
Die nach heftigen Regenfällen im April 2010 gesperrte Christus-Statue ist für den Besucherverkehr nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder geöffnet. Vorerst dürfen jedoch nur Taxis und registrierte Kleinbusse auf den Corcovado fahren; die Zahnradbahn ist weiterhin außer Betrieb.

Ganz besonders zu empfehlen ist der Botanische Garten, der in der Kaiserzeit (1808) eingeweiht wurde. Eine Allee mit über 30 m hohen Palmen und die gesamte Anlage mit 7000 verschiedenen Pflanzenarten versetzen die Besucher in Staunen. Die Stadt pulsiert, ganz besonders zur Karnevalszeit. Zahlreiche Sambaschulen stehen begeisterten Teilnehmern zur Verfügung. Es gibt etliche sehenswerte Museen, Theater und andere kulturelle Einrichtungen.

São Paulo ist das wichtigste Industrie- und Handelszentrum Brasiliens und mit 9 Mio. Einwohnern eine der größten Städte der Welt. São Paulo bietet die besten Geschäfte des Landes und ein faszinierendes Nachtleben. Das internationale Flair ist beeindruckend: Nach amerikanischem Frühstück kann man sein Mittagessen in einem japanischen Restaurant geniessen, dann auf feine englische Art den Fünfuhrtee zu sich nehmen, Cocktails in einer französischen Bar trinken, im russischen Restaurant zu Abend essen und schließlich den Klängen eines Wiener Orchesters lauschen. Im MASP (Museo de Arte de São Paulo) kann man eine international bekannte Sammlung impressionistischer Malerei bewundern, darunter Werke von van Gogh und Degas.

Belo Horizonte, die Hauptstadt von Minas Gerais, wurde nach dem Vorbild von Washington DC erbaut und bietet Zugang zu allen Kolonialstädten. Im Goldrausch des 18. Jahrhunderts schossen Städte wie Ouro Preto in Minas Gerais wie Pilze aus dem Boden. 1980 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Petrópolis, Teresópolis und Nova Friburgo sind nur einige der zahlreichen Kurorte.

Der Süden

Die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná umfassen ein Gebiet von 577.800 qkm mit 22,8 Mio. Einwohnern. Das angenehme Klima hat zahlreiche europäische Emigranten angezogen, insbesondere Deutsche und Italiener.
Rio Grande do Sul ist einer der reichsten Bundesstaaten Brasiliens. In Pôrto Alegre, der Hauptstadt, gibt es gute Museen und ausgezeichnete Kunstgalerien. Die Stadt liegt in einer überaus reizvollen Landschaft. Die meistbesuchten Strände des Südens sind in Tramandai (126 km von Pôrto Alegre entfernt) und Torres (209 km entfernt) zu finden. Die Berge Gramado und Canela sind ebenfalls beliebt. Im Bundesstaat Santa Catarina, dessen Hauptstadt Florianópolis auf einer Insel liegt, sind die besten Strände in Laguna, Itapema und Camboriú. Die Hauptstadt ist mit dem Festland durch zwei Brücken verbunden. In der Nähe findet man die »deutschen« Städte Blumenau, Brusque und Joinville. Im Staat Paraná wird fast ausschließlich Kaffee angebaut. Die Bahnfahrt von der Hauptstadt Curitiba nach Paranaguá ist ein Erlebnis. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind Vila Velha (»Steinerne Stadt«) und die berühmten Foz do Iguaçu. Die Iguaçu-Wasserfälle entstehen durch das Zusammentreffen der Flüsse Paraná und Iguaçu, 275 Wasserfälle stürzen aus 60 m in die Schlucht und erzeugen dabei eine 30 m hohe Gischt. Boote fahren an die Wassermassen heran, Hubschrauberrundflüge ermöglichen den besten Anblick aus nächster Nähe. Mit dem neuen Luxusreisezug Great Brazil Express (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/) kann man in sieben, acht oder zehn Tagen von Curitiba bis zu den Iguaçu-Wasserfällen gelangen und während der All-inclusive-Reise den Bundesstaat Paraná kennenlernen. Die Übernachtungen finden in 3- bis 5-Sterne-Hotels statt. Die Anreise nach Curitiba erfolgt mit dem Flugzeug ab Rio de Janeiro.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und hat die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt. Es verfügt über reiche Ressourcen wie Bodenschätze, Wasserkraft, Arbeitskräfte und gute Bedingungen für die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, aber auch die herstellende Industrie (Nahrungsmittel, Metallverarbeitung, Maschinen- und Autobau, Textilien, Schuhe) und der Bergbau spielen eine bedeutende Rolle. 2008 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 6,7 %, des Dienstleistungssektors rund 65,3 % und der verarbeitenden Industrie 28 %.
Brasilien steht in der Weltrangliste der landwirtschaftlichen Exporteure an zweiter Stelle. Vor allem Kaffee, Sojabohnen, Orangensaft, Zucker, Kakao, Geflügel und Rindfleisch werden ausgeführt. Außerdem werden Sisal, Tabak, Mais und Baumwolle angepflanzt. Die industrielle Produktion konzentriert sich auf die Herstellung von Maschinen, elektrischen Geräten, Baumaterialien, Gummi, Chemikalien und Fahrzeugen. Eisenerz, Bauxit, Gold, Titan, Mangan, Kupfer und Zinn werden in großen Mengen abgebaut – Brasilien zählt zu den wichtigsten globalen Rohstofflieferanten und ist der größte Eisenerz-Exporteur der Welt. Bis auf Öl liefert das Land fast jeden an den Terminmärkten gehandelten Rohstoff. Obwohl immer mehr Erdöl gefördert wird, muss der riesige Bedarf durch saudi-arabische Importe gedeckt werden.

Wirtschaftslage
Zwischen 2001 und 2003 verzeichnete die brasilianische Wirtschaft nur ein Wachstum von durchschnittlich 1,1%, weil das Land in dieser Zeit gleich mehrere nationale und internationale wirtschaftliche Krisen erlitt. Überstanden hat Brasilien die Krisen durch die vom früheren Präsidenten Cardoso 1994 eingeleitete und von Präsident Lula da Silva fortgesetzte Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die drei Säulen dieser Politik sind die Verminderung der Inflation, ein rigoroses Sparprogramm sowie freie Wechselkurse, die die Auswirkungen von Dollarkursschwankungen auf die Konjunktur verhindern.
2004 und 2005 schließlich bescherte der Exportboom der Wirtschaft Brasiliens ein außergewöhnlich gutes Wachstum, das sich 2007 (5,4 %) und 2008 (5,1 %) fortsetzte. Weitere positive Entwicklungen waren in 2004 und 2005 sinkende Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig steigende Realeinkommen. Brasilien profitierte in den letzten Jahren sehr stark vom Rohstoffboom, und so konnte die Staatsverschuldung durch die erheblichen Handelsüberschüsse weiter abgebaut werden. Lag die Arbeitslosenquote 2007 noch bei 9,3 %, verringerte sie sich 2008 auf 7,4 %. Eine Folge der weltweiten Finanzkrise ist eine erhöhte Inflationsrate von 5,7 % (2008); 2007 betrug sie noch 3,6 %.

Wirtschaftspolitik
Ein mittelfristiges Ziel von Präsident Lula da Silva ist, die schlechte Infrastruktur zu verbessern. Kaputte Häfen, Straßen und Schienennetze sollen modernisiert werden, um den reibungslosen Transport von einem immer größer werdenden Warenfluss in Zukunft gewährleisten zu können.
Die Handelsbeziehungen mit China (VR) sowie mit der Russischen Föderation, Indien, Südafrika und einigen arabischen Ländern sollen intensiviert werden, um die Abhängigkeit von den jetzigen Haupthandelspartnern EU  und USA zu vermindern.

Handelspartner

Die wichtigsten Außenhandelspartner Brasiliens sind Europa (23,7 %), die USA (14 %) sowie China, Argentinien und Mexiko.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Brasilien ist Mitglied in den regionalen Wirtschaftszusammenschlüssen ALADI und Mercosur (südamerikanische Freihandelszone).

Umgangsformen

Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine (möglichst mit gleichrangigen Partnern) sollten im Voraus vereinbart werden; Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Brasilianisch-Deutsche Handelskammer (Büro Rio de Janeiro)
Avenida Graca Aranha, 1-6 andar, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ
Tel: (021) 22 24 21 23.
Internet: www.ahk.com.br
Es gibt weitere AHK-Niederlassungen u.a. in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Land & Leute

Essen & Trinken

Die brasilianische Küche mit ihren zahlreichen regionalen Varianten ist einzigartig. Die Bahia-Küche geht auf die Zeit der Sklaverei zurück. Küchenreste und alles, was man fangen konnte, wurde mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Besondere Spezialitäten sind Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis), Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten). Spezialitäten vom Rio Grande do Sul sind Churrasco (gegrilltes Rindfleisch mit einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln) und Galleto al primo Canto (Hähnchenstücke am Spieß in Weißwein und Öl). Aus dem Amazonasgebiet kommen Pato no Tucupi (Ente in aromatischer Wildkräutersoße) und Tacacá (dickflüssige gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch). Im Nordosten werden viele Gerichte mit getrocknetem Salzfleisch und Bohnen zubereitet. Besonders beliebt in Rio ist Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen, Fleisch vom Rind und Schwein, Würstchen, Koteletts, Schweineohren und -schwänze mit Reis, gekochtem Gemüse und Orangenscheiben). Traditionell wird es nur samstags zum Mittagessen zubereitet. Ein Feijoada-Restaurant in São Paulo bietet das Gericht jedoch täglich an.

Getränke:
Zahlreiche Spirituosen werden im Land produziert und angeboten. Frisch gepresste Fruchtsäfte gibt es überall. Vitaminas sind dickflüssige Frucht- oder Gemüsesäfte mit Milch gemischt. Kaffee wird meist mit Milch und Zucker serviert. Das Bier ist ausgezeichnet. Bier vom Fass wird Chopp genannt. Cachaça, Pitu oder Aguardente schmecken ähnlich wie Whisky und werden von Einheimischen (weniger Besuchern) gern getrunken. Das brasilianische Nationalgetränk ist Caipirinha (zerstampfte Limonen, brauner Zucker, Cachaça und zerstoßenes Eis). Es gibt Variationen mit Wodka anstelle des Cachaça, Caipirosca genannt und das gleiche mit weißem Rum heißt Caipirissima. In Bars bestellt man teils am Tisch, teils am Tresen.

Nachtleben

Das vielseitigste Angebot gibt es in Rio und São Paulo. In den größeren Nachtklubs in Rio fangen die Shows erst nach Mitternacht an; zahlreiche kleine Nachtklubs (Boites) bieten allabendlich Programme an. Die Nachtlokale in São Paulo sind im Allgemeinen eleganter, die Auswahl größer. Viele Shows fangen früher an als in Rio.

Einkaufstipps

Geschäfte und Märkte in Rio und São Paulo sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Zahlreiche Geschäfte in Rio und Bahia bieten Antiquitäten und Schmuck an. Edelsteine (insbesondere Smaragde), Schmuck (vor allem Silber), Andenken, zum Verkauf freigegebene Antiquitäten und Lederwaren werden überall angeboten. In São Paulo kann man Kleidung, Antiquitäten, Kristall und Keramik erwerben. Vor den »Dschungel-Souvenirs«, die vor allem in Belém angeboten werden, sei gewarnt – mit dem Erwerb unterstützt man die systematische Plünderung des Regenwaldes.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einkaufszentren: Mo-Sa 10.00-18.00 Uhr, So 13.00-18.00 Uhr. Öffnungszeiten variieren, zahlreiche Geschäfte schließen erst in den späten Abendstunden.

Sport

Fußball ist nationale Leidenschaft, da Brasilien die Fußballweltmeisterschaft fünfmal gewonnen hat. Andere Ballsportarten und Leichtathletik sind deshalb jedoch nicht weniger beliebt. Capoeira ist heute ein Tanzkampf, der ursprünglich von den schwarzen Sklaven zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Der Kampf wird von den Rhythmen der Berimbau begleitet (ein Instrument, das aus einem mit Draht bespannten Holzbogen und einer Kokosnussschale als Resonanzkasten besteht). Bergsteigen, Drachenfliegen und Autorennen sind häufige Freizeitbeschäftigungen. An der Küste gibt es überall Wasserski- und Tauchklubs. Sportfischen, Angeln und Wellenreiten sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen.

Veranstaltungskalender

Jan. Festa do Bonfim, Salvador. Febr. Karneval in Olinda, Pernambuco, Recife, São Paulo, Salvador, Parati und Rio de Janeiro. Febr. Chinesisches Neujahr, Sao Paulo. März Karwoche, Sao Paulo. Juni Sao Paulo Pride, Sao Paulo. Juli Rio de Janeiro Pride, Rio de Janeiro. Aug.-Sept. Kurzfilmfestival, Sao Paulo. Sept. Internationales Angel-Festival, Cáceres. Sept.-Okt. Festival do Rio, Rio de Janeiro. Okt. Cirio de Nazare, Belem. Okt. Formel 1 - Großer Preis von Brasilien, São Paulo. Okt. Nossa Senhora Aparecida (Schutzheilige von Brasilien), versch. Orte. Nov. Mix Brasil: Festival der sexuellen Vielfalt, São Paulo. 31. Dez. Silvestermarathon, São Paulo. 31. Dez. Silvesterfeier, Rio de Janeiro.

Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt EMBRATUR (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Brasilianer sind sehr gastfreundlich und bieten häufig Tee oder Kaffee oder sogar ein ganzes Essen an. Ein Brasilianer hat viel Zeit und überstürzt nichts. Dementsprechend viel Zeit muss man selber mitbringen; in Banken, Imbissen, bei der Gepäckaufbewahrung usw. Ein Blumenstrauß wird gern angenommen. Andenken aus dem Heimatland des Besuchers sind ebenfalls beliebt. Freizeitkleidung ist tagsüber akzeptabel, abends zieht man sich etwas eleganter an. Schriftliche Einladungen zu gesellschaftlichen Ereignissen enthalten im Allgemeinen Hinweise zur Garderobe.

Rauchen
ist fast überall gestattet. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch und sehr gläubig, Besucher sollten dies respektieren. In Großstädten sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen.

Trinkgeld:
10-15% sind angemessen. Mitunter ist das Bedienungsgeld bereits in der Rechnung enthalten.

Unterkunft

Hotels

Der Standard der Hotels ist regional verschieden. Die besten Hotels sind im Wesentlichen auf die Städte im Süden begrenzt. Weitere Informationen erteilt: Associacão Brasileira da Industria de Hoteis, sala 213, Avenida das Americas, Bl.1, BR-Rio de Janeiro. (Tel: (021) 33 28 75 45 oder 34 10 51 31. Internet: www.abih.com.br).

Rio de Janeiro/São Paulo:
Hotels aller Preisklassen. Zur Karnevalszeit (jährlich im Februar/März) müssen Hotels in Rio lange im Voraus gebucht werden.

Brasília: Regierungs- und Verwaltungssitz. Es gibt nur wenige gute Hotels. Die meisten Besucher fliegen von Rio oder São Paulo für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung hierher.

Salvador:
Geringe Anzahl guter Hotels, einige wenige teure Hotels, Pensionen ebenfalls vorhanden sowie Jugendherbergen und Familienunterkünfte. Zur Karnevalszeit sind alle Unterkunftsmöglichkeiten frühzeitig ausgebucht.

Amazonasbecken:
Ein Teil dieser Region wird zum Touristengebiet ausgebaut.

Kategorien:
Das Sterne-System gilt in fast allen Hotels. Die Klassifizierung entspricht jedoch nicht amerikanischem oder europäischem Niveau. Luxushotels haben 5 Sterne. 3-Sterne-Hotels sind preisgünstig und gutbürgerlich, 1-Stern-Hotels bieten das Allernotwendigste.

Motels

Motels sind weit verbreitet, sehr gepflegt, preisgünstig und eignen sich ideal für die Zwischenübernachtung. Allerdings benutzen brasilianische Pärchen die Motels vor allen Dingen am Wochenende gerne als Liebesnest. Weil die Jugend in Brasilien meist bis zur Hochzeit bei den Eltern wohnt, können die Pärchen nur dort mal für sich ganz alleine sein.

Camping

Organisierte Safaris und Campingtouren in das Amazonasgebiet werden angeboten. Da jedoch zahlreiche Gegenden Brasiliens weitgehend unerforscht sind, sollte man sich unbedingt an befestigte Straßen halten. Am besten zeltet man in organisierten Gruppen mit offizieller Genehmigung oder übernachtet in Hotels.

Dem Camping Clube do Brasil (Campingverband) gehören 52 Campingplätze in 14 Bundesstaaten an. Der in den meisten Buchhandlungen und Kiosken in Brasilien erhältliche Guia Camping enthält alle notwendigen Informationen. Näheres auch vom Camping Clube do Brasil, Divisao de Campings, Rua Senador Dantas 75, 29 Andar, BR-20000 Rio de Janeiro. (Tel: (021) 210 31 71. Internet: www.macamp.com.br/CCB.htm.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2016
1 Jan Neujahr
20 Jan Gründung der Stadt Rio de Janeiro
25 Jan Gründung der Stadt São Paulo
8 Feb - 11 Feb Fasching
25 Mar Karfreitag
21 Apr Tiradentes
1 May Tag der Arbeit
26 May Fronleichnam
7 Sep Unabhängigkeitstag
12 Oct Erscheinung der Gottesmutter Maria (Schutzpatronin Brasiliens)
2 Nov Allerseelen
15 Nov Tag der Republik
24 Dec Heiligabend
25 Dec Weihnachten
31 Dec Silvester

2017
1 Jan Neujahr
20 Jan Gründung der Stadt Rio de Janeiro
25 Jan Gründung der Stadt São Paulo
27 Feb - 2 Mar Fasching
14 Apr Karfreitag
21 Apr Tiradentes
1 May Tag der Arbeit
15 Jun Fronleichnam
7 Sep Unabhängigkeitstag
12 Oct Erscheinung der Gottesmutter Maria (Schutzpatronin Brasiliens)
2 Nov Allerseelen
15 Nov Tag der Republik
24 Dec Heiligabend
25 Dec Weihnachten
31 Dec Silvester

2018
1 Jan Neujahr
20 Jan Gründung der Stadt Rio de Janeiro
12 Feb - 15 Feb Fasching
30 Mar Karfreitag
21 Apr Tiradentes
1 May Tag der Arbeit
31 May Fronleichnam
7 Sep Unabhängigkeitstag
12 Oct Erscheinung der Gottesmutter Maria (Schutzpatronin Brasiliens)
2 Nov Allerseelen
15 Nov Tag der Republik
24 Dec Heiligabend
25 Dec Weihnachten
31 Dec Silvester
Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, werden auf den vorhergehenden Montag verlegt, ausgenommen sind Neujahr, Tag der Arbeit, Unabhängigkeitstag, Weihnachten und Karfreitag.

*Feiertage werden nur regional eingehalten.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Die folgenden Artikel können zollfrei nach Brasilien eingeführt werden:
 
Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff oder über Land:
10 Zigaretten-Schachteln à 20 Stück Zigaretten und 25 Zigarren/Zigarillos und
250 g Pfeifentabak (Personen ab 18 J.);
12 l alkoholische Getränke (Personen ab 18 J.);
Persönliche Gebrauchsgegenstände und Geschenke im Gegenwert von bis zu 500 US$ (bei Einreise mit dem Flugzeug) bzw. 300 US$ (bei Einreise über Land, See oder Fluss).
 
Achtung: Internationale Passagiere dürfen zusätzlich im Gegenwert von bis zu 500 US$ Waren einführen, die in Duty-Free-Shops in brasilianischen Flughäfen erworben wurden (Mengenbeschränkungen: 24 Alkoholeinheiten, vorbehaltlich der Höchstmenge von 12 Stück pro Art des Getränks; 20 Pakete von im Ausland hergestellten Zigaretten; 25 Stück Zigarren/Zigarillos; 250 g Tabak; 10 Stück Toilettenartikel; Max. 3 Uhren, Maschinen, Geräte, Spielzeug, Spiele oder elektrische Instrumente.).
 
 
Anmerkung: Außerhalb von Brasilien erworbene Mobiltelefone müssen beim Zoll angemeldet werden.

Einfuhrverbot

Frische Lebensmittel, Fleisch- und Käseprodukte sowie andere von Tieren stammende Produkte, Obst, Gemüse, Pflanzen und Pflanzenteile, Tierfutter, landwirtschaftliche Produkte (Honig, Wachs, etc.), Drogen, exportierte brasilianische Alkoholika, lebende Vögel, Insekten und Schnecken, Impfserum, Viren, landwirtschaftliche Vernichtungsmittel etc.Die Botschaft erteilt weitere Auskünfte (s.  Kontaktadressen).

Geld

Währung

1 Brasilianischer Real = 100 Centavos. Währungskürzel: R$, BRL (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 BRL; 

Münzen in den Nennbeträgen 1 BRL und 50, 25, 10, 5 und 1 Centavos. 

Die Banknote 1 BRL wird nicht mehr gedruckt, ist aber weiterhin gültig. 

In manchen Geschäften wird sie jedoch nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert.

1 Centavo-Münzen sind kaum noch im Umlauf.

Geldwechsel

Fast alle Banken, Wechselstuben, Reisebüros und autorisierte Hotels wechseln Reiseschecks und ausländische Währungen. In den Großstädten gibt es Geldautomaten, an denen Bargeld in Landeswährung abgehoben werden kann. Vorsichtshalber sollte man jedoch bereits am Flughafen mit einer Kreditkarte Bargeld abheben oder Reiseschecks (s. Reiseschecks) mit sich führen.

Kreditkarten

Die meisten internationalen Kreditkarten werden in Brasilien überall akzeptiert. American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden weitgehend akzeptiert, Eurocard ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Autoverleiher akzeptieren Kreditkarten.
 

Reiseschecks

Reiseschecks sollten in US-Dollar oder in Euro ausgestellt sein, werden aber immer weniger akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt; Deklarationspflicht für Beträge ab dem Gegenwert von 10.000 BRL.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 3.39 BRL
1.00 CHF = 3.15 BRL
1.00 USD = 3.2 BRL
Wechselkurse vom 10 Januar 2017

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Türkei Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Deutschland Ja Nein Ja

Hinweis

Einreisekarten und Stempel werden am Flughafen verteilt.

In Zukunft soll langes und mühsames Anstehen vor der Passkontrolle mit Hilfe eines Strichcodes entfallen. Deshalb kann man heute schon seine Personalien im Internet auf www.dpf.gov.br eingeben. Auf der Internetseite wählt man zunächst unter Serviços à Comunidade und dort unter Formulário Eletrônica de Migração die gewünschte Sprache. Dann füllt man alle Felder aus und erhält schließlich nach Übermittlung der Daten einen Strichcode, den man ausdruckt, im Pass aufbewahrt und bei der Kontrolle vorzeigt. In der Praxis hat sich das angestrebte vereinfachte Einreiseprozedere allerdings noch nicht durchgesetzt.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türkei: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Alle Minderjährigen mit brasilianischer Staatsangehörigkeit (auch Doppelstaatler) sowie alle Minderjährige, die ein Visum benötigen und die allein oder nur mit einem Elternteil einreisen oder in Begleitung Dritter reisen, müssen eine schriftliche Reisegenehmigung der Eltern bzw. des abwesenden Elternteils vorweisen können. Die Einverständniserklärung muss zur Beglaubigung entweder vor einem brasilianischen Konsularbeamten an einer brasilianischen Auslandsvertretung oder bei einem brasilianischen Notariat (Cartório) abgegebenen werden. Auch nicht-brasilianischen, alleinreisenden Minderjährigen, die kein Visum benötigen, wird empfohlen, eine Einverständniserklärung und die Ausweisdaten der Sorgeberechtigten mit sich zu führen. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische, Besuchs- und geschäftliche Aufenthalte von bis zu 90 Tagen während eines Sechs-Monats-Zeitraums:

(a) EU-Länder (Verlängerung des Aufenthalts nicht möglich außer für Staatsangehörige aus Portugal, Polen, Großbritannien und Irland (Rep.));(b) Schweiz und(c) Türkei (der Aufenthalt darf einmalig um weitere 90 Tage verlängert werden).

Anmerkung:
Geschäftsreisende sollten sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen) erkundigen, ob sie für ihre Reise ein Visum benötigen. Techniker und Monteure benötigen in jedem Fall ein Visum.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, nicht über Nacht bleiben und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Auch wenn unter den genannten Bedingungen ein Transit möglich ist, wird visumpflichtigen Staatsangehörigen empfohlen, vor der Reise ein Transitvisum zu beantragen, um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden.

Achtung: Transitvisafreiheit besteht nicht beim Transit
(a) zwischen dem São Paulo Vircopos Airport, dem Congonhas Airport und dem Guarulhas Airport,
(b) zwischen dem Rio de Janeiro Galeão Airport und dem Santos Dumont Airport,
(c) am Confis Airport in Belo Horizonte.

Visaarten

u.a. Besuchs- und Touristenvisum, zeitlich begrenztes Visum, Transitvisum.

Visagebühren

Gebühren der Brasilianischen Botschaft in Berlin für visumpflichtige Nationalitäten: Business-, Touristen- und Transitvisum: 80 € (alle Nationalitäten bis auf Amerikaner),  160 € (Amerikaner); 

Gültigkeitsdauer

Touristen-, Geschäftsvisum: bis zu 90 Tage. Einmalige Verlängerung für weitere 90 Tage kann vor Ort bei der brasilianischen Bundespolizei (Policia Federal) beantragt werden. Der Gesamtaufenthalt darf in einem Zeitraum von 12 Monaten 180 Tage nicht überschreiten. Alle Visa erlauben mehrfache Einreise während des Gültigkeitszeitraums. Touristen dürfen in Brasilien keine Arbeit aufnehmen.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen). In Frankfurt ist derzeit nur eine persönliche Antragstellung möglich.Antragsteller für Geschäfts- oder Arbeitsvisa müssen bei Antragstellung und bei der Visumabholung persönlich in der konsularischen Vertretung erscheinen.

Hinweis: Laut brasilianischem Konsulat in Berlin müssen vor der Einreichung der Original-Antragsunterlagen zusätzlich noch persönliche Informationen (u.a. Unterschrift und biometrisches Foto) im Internet (https://scedv.serpro.gov.br/) angegeben werden.

Touristenvisum:
(a) Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) ausgedruckter Online-Antrag (scedv.serpro.gov.br/frscedv/index.jsp).
(c) Nachweis über ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes (Gehaltsabrechnung und Arbeitsbescheinigung, bestätigter Kreditrahmen o. Ä.).
(d) 1 biometrisches Passfoto.
(e) Kopie des Hin- und Rückflugtickets oder Bescheinigung des Reisebüros über Reisedaten und erfolgte Bezahlung der Reise/des Flugtickets.
(f) Gebühr (Beleg über Überweisung; Bareinzahlung auf das Konto der Botschaft mindestens drei Tage vor Einreichung des Visumantrags; bei persönlicher Antragstellung per ec-Karte direkt im Konsulat).
(g) Ggf. internationales über Gelbfieber-Impfzeugnis oder ärztliches Attest (s. Gesundheit).
(h) Gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(i) Österreich: Schreiben des Arbeitgebers, der Universität oder Schule.(j) Frankierter Rückumschlag. Minderjährige:
(k) Beglaubigte Fotokopie der Geburtsurkunde in englischer, deutscher, französischer, portugiesischer oder spanischer Sprache bzw. beglaubigte Übersetzung in eine dieser Sprachen.Geschäftsvisum zusätzlich:
(l) Firmenschreiben an das brasilianische Konsulat mit Angaben zu Name und Funktion des Angestellten, Dauer des Arbeitsverhältnisses, Besuchsgrund und –dauer, Angabe der auszuübenden Tätigkeit und der Adresse der Firma in Brasilien und Bestätigung der vollen finanziellen Verantwortlichkeit (Bei Beantragung in Frankfurt: Firmenschreiben auf Deutsch und auf Englisch; Versicherung, dass keine technische Tätigkeit ausgeführt werden soll.).
(m) Ein notariell beglaubigtes Einladungsschreiben im Original des Unternehmens in Brasilien auf Portugiesisch.
(n) Referenzschreiben der Bank, wenn der Geschäftsreisende selbstständig ist.
(o) Bei Beantragung in München: vom Bundeszentralregister beglaubigtes polizeiliches Führungszeugnis im Original (nicht älter als 3 Monate).
(p) Meldebescheinigung (nicht älter als 90 Tage).Arbeits-/Technikvisum: Unabhängig von der geplanten Aufenthaltsdauer ist eine Kopie der internationalen Geburtsurkunde erforderlich. Bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen genügt eine Kopie des Einladungsschreibens. Es sollte von einem Notar beglaubigt worden sein. 

Aufenthaltsgenehmigung

Anträge an die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungszeit

Je nach Staatsbürgerschaft unterschiedlich. Persönliche Antragstellung: In der Regel ca. 3 - 7 Tage, maximal 90 Tage. Postalisch: ca. 10 Tage. In Frankfurt: 2 Wochen.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Alle Reisenden müssen eine Ein- und Ausreisekarte ausfüllen, die in der Regel während der Anreise an Bord der Flugzeuge, Schiffe bzw. Busse erhältlich ist. Sie kann schon vor der Reise auf der Seite der brasilianischen Bundespolizei (www.dpf.gov.br/servicos/estrangeiro/cartao-de-entrada-e-saida/cartao-de-entrada-e-saida) heruntergeladen werden. 

 

Personen, die mit einem zeitlich begrenzten oder einem Dauervisum einreisen, müssen sich innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft bei der Bundespolizei am Wohnort melden und eine Carteira de Identidade beantragen.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück-/Weiterreiseticket.
(b) Ausreichende Geldmittel.(c) Ein internationales Impfzertifikat gegen Gelbfieber wird von Reisenden in die brasilianischen Bundesstaaten Bahía, Espírito Santo, Rio de Janeiro und São Paulo verlangt.

Verlängerung des Aufenthalts

Die Aufenthaltsberechtigung kann vor ihrem Ablauf bei der brasilianischen Bundespolizei um weitere 90 Tage verlängert werden. Dies gilt jedoch nicht für Arbeit-/Technikvisa.

Ausreiseerlaubnis

Die ausgefüllte und abgestempelte Einreisekarte muss bei der Ausreise wieder vorgelegt werden.

Einreise mit Haustieren

Vögel dürfen nicht nach Brasilien verbracht werden.
Für Hunde und Katzen wird ein internationales Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland benötigt, das nicht mehr als 7 Tage alt ist und aus dem hervorgeht, dass das Tier in den 40 Tagen vor Abreise frei von ansteckenden Krankheiten war. Das Gesundheitszeugnis muss von einem brasilianischen Konsulat beglaubtigt worden sein.

Für Tiere, die älter als 3 Monate sind, wird zusätzlich ein Impfzertifikat gegen Tollwut verlangt, wenn die Tollwutimpfung nicht schon im Gesundheitszeugnis angegeben ist.Weitere Informationen (z.B. ob ein Microchip erforderlich ist) sind von der zuständigen konsularischen Vertretung zu erfragen.

Allgemeines

Lage

Südamerika.

Fläche

8.515.770 qkm (3.287.957 qm).

Bevölkerungszahl

210.274.356 (2016).

Bevölkerungsdichte

24,7 pro qkm.

Hauptstadt

Brasília. 

Staatsform

Präsidiale föderative Republik seit 1988. Verfassung von 1988, letzte Änderung 2010. Zweikammern-Bundesparlament: Abgeordnetenhaus (513 Mitglieder) und Senat (81 Mitglieder). Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 4 Jahre (einmalige Wiederwahl). Die 26 Bundesstaaten haben eigene Länderparlamente, denen jeweils ein Gouverneur vorsteht. Unabhängig seit 1822 (ehemalige portugiesische Kolonie). Mitglied in den Vereinten Nationen.

Geographie

Brasilien bedeckt fast die Hälfte Südamerikas (fünftgrößtes Land der Erde) und grenzt mit Ausnahme Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Der Atlantik bildet die östliche Grenze. Das Land besteht zu ca. 60% aus Hochebene und zu 40% aus Flachland. Im Süden, am Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay befinden sich die Iguaçu-Fälle mitten im Dschungel. Die Guyana-Hochebene nördlich des Amazonas besteht teils aus dichten Wäldern, teils aus Steinwüste. Zwischen dem Amazonas und den Flüssen des Südens liegt der Bundesstaat Mato Grosso, Brasiliens riesige Hochebene. Die Berge im Südosten, Sierra da Mantiqueira, erreichen eine Höhe von rund 2800 m. Niedrigere Berge, z. B. in Rio de Janeiro, bilden eine Barriere an der Atlantikküste, die durch zahlreiche Lagunen durchbrochen wird. Die Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná sind dicht besiedelt. Inklusive der vorgelagerten Inseln liegt Brasilien in drei Zeitzonen.

Sprache

Amtssprache ist Portugiesisch in brasilianischer Variante. Englisch und Spanisch werden vereinzelt gesprochen. Im Süden wird auch Deutsch gesprochen, besonders in Santa Catarina, Rio Grande do Sul und Paraná ebenso Französisch und Italienisch; rund 180 Indianersprachen.

Religion

Überwiegend römisch-katholisch; ca. 16% Protestanten, andere christliche Gemeinschaften, Minderheiten von Buddhisten, Bahai, Muslimen und Juden; Naturreligionen und afrobrasilianische Kulte.

Ortszeit

Brasilien hat mehrere Zeitzonen:

Brasilien-Zeit (Hauptstadtgebiet und Südregion (Rio de Janeiro, Sao Paolo, Santa Catarina etc.): MEZ -4. Sommerzeit MEZ -5 Std. Sommerzeitumstellung: Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -5 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 4 Std.

Mittel- und Ostregionen (Bahia, Para, Rondonia, Pernambuco, Tocantins, Sergipe): MEZ -4. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -4 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -5 Std.
 
Westen (Mato grosso do Sul, Mato Grosso): MEZ -5. Sommerzeit MEZ -6 Std. Sommerzeitumstellung. Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -6 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 5 Std.

Acre-Zeit (Acre und der südwestliche Teil des Staates Amazonas):
MEZ - 6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -6 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -7 Std.

Netzspannung

Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz;
Brasília und Recife: 220 V, 60 Hz;
Rio de Janeiro und São Paulo 110-120 V, 60 Hz.

Meist zwei- oder dreipolige Stecker. Adapter notwendig.Die meisten größeren Hotels verfügen über 110 und 220 V-Steckdosen.

Regierungschef

Michel Temer, seit Mai 2016

Staatsoberhaupt

Übergangspräsident: Michel Temer, seit Mai 2016.

Kontaktadressen

Botschaft der Föderativen Republik Brasilien

Generalkonsulate in Zürich (Tel: (044) 206 90 20/30 und in Genf (Tel: (022) 906 94 20).
Telefon: +41 (0) 31 37 18 515.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr.


Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz, Hard (Bregenz) und Wals (Salzburg).
Telefon: +43 (0) 1 512 06 31. Konsularabteilung: +43 (0) 1 512 06 32.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Fr 9.00-15.00 Uhr (Publikumsverkehr), Mo-Fr 15.00-17.00 Uhr (tel. Anfragen).


Generalkonsulate in Frankfurt/M. (Tel: (069) 920 74 20) und München (Tel: (089) 210 37 60).
Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, St. Leon-Rot/Heidelberg und Stuttgart.
Telefon: +49 (0) 30 72 62 80. Konsularabteilung: +49 (0) 30 72 62 86 00.
Website: berlim.itamaraty.gov.br/de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo, Di, Do, Fr 08.30-12.00 Uhr, Di 13.00-15.30 Uhr.

Brasilianisches Fremdenverkehrsamt

c/o MPB Frankfurt
Website: www.brasilien.de

Reise- und Sicherheitsinformationen

Brasilien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 13.02.2017
Aktuelle HinweiseWegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin – auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten. Landesspezifische SicherheitshinweiseJedes Jahr reisen Tausende deutscher Urlauber und Geschäftsreisender nach Brasilien, die allermeisten davon ohne Zwischenfälle. Um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden, sollten die folgenden Hinweise beachtet werden:KriminalitätDie Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, São Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern „am Mann" getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.Es wird empfohlen, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten. Zur Verringerung des Risikos, Opfer eines – nicht selten auch vorgetäuschten - Verkehrsunfalls oder Fahrzeugraubs zu werden, sollte von Überlandfahrten in der Nacht abgesehen werden. Insistieren Sie nicht auf Ihr Vorfahrtsrecht. Im Stadtverkehr sollten die Fenster des Fahrzeugs geschlossen,  die Türen verriegelt und Wertgegenstände außer Sichtweite verstaut werden. An Ampeln und im stockenden Verkehr wird zur besonderen Vorsicht geraten. Bei drei- oder mehrspurigen Straßen empfiehlt es sich, die mittlere Spur zu nutzen.Zur Hauptverkehrszeit kommt es in überfüllten Bussen und Zügen häufiger zu Taschendiebstählen. Insbesondere nachts sind Taxis öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuziehen.DemonstrationenIn Brasilien finden - zumeist in den großen Städten -  immer wieder unerwartet Demonstrationen statt, die in der Vergangenheit vereinzelt zu Ausschreitungen geführt haben. Es wird empfohlen, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Die Medienberichterstattung sollte aufmerksam verfolgt werden.Hinweise für Rio de JaneiroDas Zentrum (Centro) Rios ist nach Geschäftsschluss am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen unbelebt und nicht sicher. Die oft menschenleeren Straßen der Innenstadt sollten daher am Wochenende, feiertags und nachts gemieden werden.Vor dem Hintergrund zuletzt wieder aufflammender Schusswechsel, wird von einem Besuch aller Favelas von Rio de Janeiro, auch derjenigen im Bereich der Südzone und des Zentrums, ausdrücklich abgeraten.Auch an den Stränden und Promenaden, in den beliebten Stadtvierteln Copacabana, Ipanema, Leblon und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber, wobei insbesondere Mobiltelefone, Schmuck und Bargeld für die Täter von Interesse sind. Hier ist, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, Wachsamkeit geboten. Von nächtlichen Strandspaziergängen wird dringend abgeraten.Hinweise für São PauloIn São Paulo ist das historische Stadtzentrum um die Praça da Sé (vor der Kathedrale) unter der Woche nachts sowie nach Geschäftsschluss am Wochenende unbelebt und nicht sicher; gleiches gilt für die Gegend um die belebte Metro-Station „Estaçao da Luz", die man zu den genannten Zeiten meiden sollte. Im Stadtzentrum gibt es viele Obdachlose, die zum Teil drogensüchtig sind und Passanten zuweilen belästigen.Auch bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen in bevorzugten, besseren Wohngegenden haben zugenommen und führen nicht selten zu Schusswechseln mit privaten Sicherheitskräften oder Polizisten (häufig auch in Zivil), auch tagsüber, so dass erhöhte Aufmerksamkeit im gesamten Stadtgebiet angezeigt ist. Hilfe im NotfallReisende , die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Opfer einer Straftat oder anderweitig in Not geraten sind , erhalten von den deutschen Auslandsvertretungen in Brasilien Hilfe. (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.brasil.diplo.de)Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

 

zurück

 

Seitenanfang