Tourismusinformationen Mali

Klima

Klima

Es gibt drei Jahreszeiten, die je nach Breitengrad variieren. Die Regenzeit ist von Juni bis Oktober, im Norden ist sie weniger ausgeprägt. Der kühleren Jahreszeit (Oktober - Februar) folgt bis Juni sehr heißes und trockenes Wetter.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Mali Tombouctou Air Service bietet Inlandflüge an. Leichtflugzeuge können von Société des Transports Aériens (STA) gechartert werden.

Flughafengebühr: 2.500 CFA Fr.

Schiff

Von Juli bis Dezember gibt es wöchentliche Fährverbindungen der Compagnie Malienne de Navigation (COMANAV) (Internet: www.comanav.co.ma) auf dem Niger zwischen Bamako über Timbuktu nach Gao. Wegen der Dürre in der Sahelzone sollte man mit Unterbrechungen und Verzögerungen rechnen. Die 1300 km lange Fahrt nimmt 5-7 Tage in Anspruch, auf den Fähren kann man Lebensmittel kaufen. Eingeschränkter Fährverkehr von Dezember bis März, die Fähren verkehren dann nur zwischen Mopti und Gao. Für Fahrten von Timbuktu und Mopti kann man auch Pirogues und Pinasses (Flussboote) mit und ohne Motor mieten.

Bahn

Es gibt zweimal pro Woche eine Verbindung zwischen Bamako nach Kayes auf der Strecke nach Dakar (Senegal) (Fahrzeit Bamako-Kayes: ca. 10 Std., Bamako-Dakar: 30-35 Std.). Die auf dieser Strecke eingesetzten senegalesischen Züge sind den malischen Zügen an Komfort (Klimaanlage, Speisewagen) deutlich überlegen.

Auf der knapp 60 km langen Strecke von Bamako nach Koulikoro verkehrt täglich ein Zug (Fahrzeit: ca. 2 Std.).

Bus/Pkw

Die wichtigsten Straßenverbindungen sind
Bamako-Sikasso-Ouagadougou-Niamey (1426 km, davon 1144 km asphaltiert),
Bamako-Sikasso-Bouaké-Abidjan (1184 km davon 1050 km asphaltiert),
Bamako-Ségou-Koutiala-Bobo-Dioulasso (610 km asphaltiert),
Bamako-Mopti-Gao-Niamey (1624 km davon 1302 km asphaltiert).

Die Straßenqualität reicht von mittelmäßig bis fast unbefahrbar. Die Hauptverkehrsstraße verbindet Sikasso im Süden mit Bamako, Mopti und Gao. Während der Regenzeit (Mitte Juni-Mitte September), wenn der Niger und sein Nebenfluss Bani über die Ufer treten, ist die Straße zwischen Mopti und Gao unpassierbar.

Fernbus:
Busse verbinden die größeren Städte untereinander.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen. Reisende mit eigenem Fahrzeug benötigen ein so genanntes "Carnet de passage". Nähere Einzelheiten können bei den Automobilclubs erfragt werden.

Anmerkung (Bus/Pkw)

Man sollte nur auf den Hauptstraßen und möglichst im Konvoi fahren und ausreichend Ersatzteile mitnehmen. Überlandfahrten bei Nacht sollten wegen Unfall- und Überfallgefahr vermieden werden.

Stadtverkehr

Taxi: Sammeltaxis in den Städten sind preiswert, es gelten Einheitstarife. Trinkgeld ist unüblich.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Malis nationale Fluggesellschaft heißt Air Mali (L9) (Internet: www.camaero.com).

Air France (AF)
fliegt Bamako von Paris aus an.

Afriqiyah Airways
(Internet: http://www.afriqiyah99.eu/) fliegt von Brüssel, Paris, Genf und London via Tripoli nach Bamako.

Air Algérie (AH), Tunisair (TU), Air Senegal (V7)
und Royal Air Maroc (AT) fliegen ebenfalls nach Bamako. Es bestehen mehrmals wöchentlich Flugverbindungen zwischen Mali und Niger. Keine Direktflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Flughafengebühren

10.000 CFA Fr für Destinationen außerhalb von Afrika, 8.000 CFA Fr für Destinationen innerhalb von Afrika. Kinder unter 2 Jahren sind hiervon ausgenommen.

Internationale Flughäfen

Bamako (BKO) liegt 15 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafenbusse fahren zur Stadt. Taxis.

Bahn

Zweimal wöchentlich fährt ein klimatisierter Zug mit Schlaf- und Speisewagen von Bamako nach Dakar (Senegal) (Fahrzeit: 30-35 Std.). Eine Verlängerung der Strecke nach Guinea ist geplant.

Bus/Pkw

Die besten Straßen führen nach Côte d'Ivoire und Burkina Faso, weitere Verbindungen gibt es nach Senegal, Guinea, Niger und Mauretanien. Das Befahren der Trans-Sahara-Strecke nach Algerien wird momentan als gefährlich eingestuft. Eine Allwetterstraße folgt dem Niger bis nach Niaméy (Niger).

Fernbusse
verkehren zwischen Kankan (Guinea) und Bamako; Bobo Dioulasso (Burkina Faso) und Segou oder Mopti sowie Niaméy (Niger) und Gao. Von Côte d'Ivoire gibt es eine Busverbindung nach Mali (Fahrzeit: mind. 36 Std.). Von Niger fährt die staatliche Buslinie SNTN dreimal wöchentlich nach Mali.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl nur begrenzt möglich. Das Telefonnetz ist nicht sehr weit ausgebaut, aber die bestehenden Verbindungen sind stabil. Die Mehrheit der Bevölkerung muss im Postamt telefonieren. In einigen Großstädten gibt es öffentliche Kartentelefone. Telefonkarten sind von SOTELMA (Internet: www.sotelma.ml), der Gesellschaft für das Fernmeldewesen in Mali.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber sind Malitel-SA (Internet: www.malitel.com), Ikatel und SOTELMA.

Fax

Es besteht die Möglichkeit, zu faxen.

Internet/E-Mail

Hauptinternetanbieter sind die staatliche Telekommunikationsgesellschaft Société des Télécommunication du Mali (SOTELMA) und die vier privaten Gesellschaften MaliNet, Cefib (Internet: www.cefib.com), Datatech und Spider (Internet: www.spider.toolnet.org). In Bamako gibt es ein Internetcafé.

Telegramme

Telegramme können gesendet werden.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Auslandssendungen werden nur von den größeren Städten und Hauptpostämtern befördert. Luftpost nach Europa ist ca. zwei Wochen unterwegs.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Bamako

In der modernen Landeshauptstadt Bamako sind der Botanische Garten, der Zoo, das Maison des Artisans (Kunstgewerbezentrum), das Musée National und die Märkte einen Besuch wert.

Djenne

Djenne ist eine der ältesten Handelsstädte an derTrans-Sahara-Karawanenstraße. Die Stadt wurde 1250 gegründet und hateine schöne Moschee. Das ursprüngliche Djenne wurde um 250 v. Chr.gegründet und liegt ca. 5 km von der heutigen Stadt entfernt.

Mopti

Mopti liegt am Zusammenfluss von Bani und Niger. Die Stadt stehtauf drei Inseln, die durch Dämme miteinander verbunden sind. DieMoschee der Stadt und der Marché des Souvenirs sind sehenswert.

Bandiagara-Plateau

Südöstlich von Mopti, auf dem Bandiagara-Plateau, liegen dieDörfer des Stammes der Dogon, deren alte Sitten und Gebräuche vom Islamweitgehend unberührt geblieben sind. Diese überaus malerischenSiedlungen sollte man nur auf organisierten Touren oder mit Führerbesuchen, um die noch sehr traditionelle Lebensweise der Bewohner nichtzu sehr zu stören. Die Klippen von Bandiagara wurden von derUNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Man nimmt an, dass die Dogon dieUreinwohner des Nigertales waren und über tausende von Jahren Dörferbewohnten, die entlang einer 200-km langen Felsklippe in den Felsengehauen wurden. Obwohl sich die meisten Stämme nun in den Ebenenangesiedelt haben, bleiben diese alten Klippen immer noch bestehen.

Timbuktu

Timbuktu war im 15. Jahrhundert Mittelpunkt des lukrativen Gold-und Salzhandels und ein Zentrum für islamische Studien. Ein großer Teilder alten Stadt ist dem Verfall preisgegeben, aber einige schöneMoscheen (z. B. Djingerebur, Sankore und Sidi Yahaya) sowie Grabmale aus dem 14. Jahrhundert zeugen noch von vergangener Pracht.

Gao, San und Segou

In der alten Stadt Gao kann man die Kankan-Moussa-Moschee und die Grabmäler der Askia-Dynastie besichtigen. Es gibt auch zwei ausgezeichnete Märkte.
Sowohl San als auch Segou bieten eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten.

La-Boucle-du-Baoule-Nationalpark

Die vielfältige Flora und Fauna der südlichen Sahara kann man imLa-Boucle-du-Baoule-Nationalpark bewundern, der u. a. Giraffen,Leoparden, Löwen, Elefanten, Büffeln und Nilpferden einen Lebensraumbietet.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 14,59 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 1.200 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 4,2 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 30 % (2004)

Inflationsrate: ca. 2,5 % (2007)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 36,1 % (2005)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: 45 %
Industrie: 17 %
Dienstleistungen: 38 %

Wichtige Wirtschaftszweige:
Baumwollproduktion, Reisanbau, Goldproduktion

Außenhandel
Importe: ca. 2,358 Mrd. US$ (2006)
Exporte: ca. 294 Mio. US$ (2006)

Wichtige Handelsbeziehungen:
China, Frankreich, Pakistan, Senegal, Elfenbeinküste, Thailand, Dänemark, Marokko

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
IWF (Internationaler Währungsfonds; seit1963), Weltbank (seit 1963), AKP (Gruppe der afrikanisch-karibisch-pazifischen Staaten; seit 1963), UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion; seit 1984), WTO (Welthandelsorganisation), OMVS (Zusammenschluss mit Mauretanien und dem Senegal zur wirtschaftlichen Nutzung des Senegalflusses; seit 1972), IFAD (Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung; seit 1977), IFC (Internationale Finanz-Corporation), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation; seit 1963), UNCTAD (UN-Handels- und Entwicklungskonferenz), ECA (UN-Wirtschaftskommissioin für Afrika; seit 1991), CILSS (Sahel-Staatengemeinschaft; seit 1973)

Umgangsformen

Sommer- oder Tropenanzüge mit Krawatte werden zu besonderen Anlässen empfohlen. Französischkenntnisse sind erforderlich.

Geschäftszeiten:
Mo-Do 07.30-12.30 und 13.00-16.00 Uhr, Fr 07.30-12.30 und 14.30-17.30 Uhr.

Kontaktadressen

Chambre de Commerce et d’Industrie du Mali (Industrie- und Handelskammer)
Place de la Liberté, BP 46, ML-Bamako
Tel: 222 50 36, 222 96 45.

Konferenzen/Tagungen

Informationen erteilt das Ministry of Foreign Affairs (Protocol Section), Kounoulba, ML-Bamako. Tel: 222 54 89.

Land & Leute

Essen & Trinken

Eine besondere Spezialität ist La Capitaine Sangha, eine Art Barsch, der mit scharfer Chilisoße, gebratenen Bananen und Reis serviert wird. Die Auswahl an Restaurants ist begrenzt. Hotelrestaurants sind auch für Nichtgäste geöffnet. Getränke: Spirituosen werden in Bars angeboten; es gibt eine Riesenauswahl an erfrischenden Fruchtsäften. Tamarinden- und Guavensaft sind Spezialitäten. Ein traditionelles Getränk ist Tee aus Mali, der in einem althergebrachten Ritual in drei Aufgüssen serviert wird.

Nachtleben

In Bamako findet man Nachtklubs.

Einkaufstipps

Kampfmasken der Bambara-, Dogon- und Malinko-Stämme; Holzschnitzereien, Gold- und Silberschmuck, Webstoffe, Matten, Kupferartikel. Die Region Ségou ist berühmt für ihre Ton- und Steingutwaren, und Timbuktu ist hervorragend für Eisen- und Kupferwaren wie z.B. Schwerter, Dolche und traditionelle Haushaltsartikel.

Sport

Der Omni-Sport-Komplex in Bamako hat einen Swimmingpool und viele andere Sportanlagen.

Sitten & Gebräuche

Die Einwohner sind sehr gastfreundlich und stolz auf die Geschichte und Kultur ihres Landes. Man sollte die religiösen Sitten und Gebräuche respektieren; Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Fotografieren: Militärische Anlagen, der Staudamm von Markala, der Flughafen Sénou und Ordnungshüter dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10% in Restaurants und Bars, Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Gepäckträger erhalten 100 CFA Fr pro Gepäckstück.

Unterkunft

Hotels

Nur in Bamako entsprechen die Hotels internationalem Standard. In den anderen Städten gibt es einfache Unterkünfte, von denen einige Klimaanlagen haben. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind begrenzt und die Preise dementsprechend hoch, daher sollte man unbedingt im Voraus buchen. Nähere Informationen vom Office Malien du Tourisme et de l'Hôtellerie (s. Adressen).

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2016
1 Jan Neujahr
20 Jan Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
26 Mar Tag der Märtyrer
28 Mar Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrika-Tag
7 Jul Korité (Ende des Ramadan)
13 Sep Tabaski (Islamisches Opferfest)
13 Sep Tabaski (Islamisches Opferfest)
22 Sep Unabhängigkeitstag
12 Dec Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
12 Dec Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
25 Dec Weihnachten

2017
1 Jan Neujahr
20 Jan Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
26 Mar Tag der Märtyrer
17 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrika-Tag
25 Jun Korité (Ende des Ramadan)
1 Sep Tabaski (Islamisches Opferfest)
22 Sep Unabhängigkeitstag
1 Dec Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
25 Dec Weihnachten

2018
1 Jan Neujahr
20 Jan Armed Forces Day (Gedenktag zu Ehren des Militärs)
26 Mar Tag der Märtyrer
2 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrika-Tag
22 Sep Unabhängigkeitstag
25 Dec Weihnachten
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Mali eingeführt werden:1000 Zigaretten oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak;
2 Flaschen alkoholische Getränke;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.

Einfuhrverbot

Betäubungsmittel, Medikamente, Psychopharmaka, Waffen, Munition.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000  und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Mali. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden. Euro werden häufig als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings nicht für kleinere Einkäufe im Landesinneren.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in den folgenden Banken gewechselt werden: La Banque de Développement du Mali, la BCEAO, la Banque Malienne de Crédit et Dépôts. Man muss mit langen Wartezeiten rechnen. Nur in den größeren Städten gibt es Banken. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar und Euro.

Kreditkarten

Visa, MasterCard und American Express werden nur in der Hauptstadt (größere Banken, Flughäfen, Hotels, Restaurants) und von einigen Hotels im Landesinneren akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Werden in Banken in Bamako angenommen und sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt und ab einem Wert bzw. Gegenwert von 25.000 CFA Fr deklarationspflichtig (Reiseschecks in Fremdwährungen sind hiervon ausgenommen). Ausfuhr der Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Do 07.30-12.00 und 13.15-15.00 Uhr, Fr 07.30-12.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 EUR = 655.95 XOF
1.00 CHF = 610.49 XOF
1.00 USD = 619.55 XOF
1.00 CHF = 0.93 EUR
1.00 USD = 0.94 EUR
Wechselkurse vom 10 Januar 2017

Reisepass/Visum

Übersicht

LandReisepaßVisumRückflugticket
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Deutschland Ja Ja Ja
Türkei Ja Ja Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.Österreicher: Eigener Reisepass.Schweizer: Eigener Reisepass.Türken: Eigener Reisepass.Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.Achtung: Kinder unter 18 Jahren, die ohne ihre Sorgeberechtigten reisen, benötigen von diesen eine schriftliche Zustimmung (wenn möglich, in französischer Sprache).

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder .

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten

Touristen- und Geschäftsvisum.

Visagebühren

Deutschland und Österreich
Touristen-/Geschäftsvisum:Einmalige Einreise, 3 Monate gültig: 50 € (Expressbearbeitung: 100 €).Mehrmalige Einreise, 3 Monate gültig: 70 € (Expressbearbeitung: 120 €).Mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig: 90 € (Expressbearbeitung: 140 €).Mehrmalige Einreise, 1 Jahr gültig: 130 € (Expressbearbeitung: 180 €).

Schweiz
Touristen-/Geschäftsvisum:Einmalige Einreise, 3 Monate gültig: 100 CHF.

Gültigkeitsdauer

1 Monat (einmalige Einreise) bzw. 1-3 sowie 6, 9 und 12 Monate (mehrmalige Einreise).

Die Aufenthaltsdauer kann im Land verlängert werden (Einwanderungsbehörden in Bamako oder jede Polizeidienststelle).

Antragstellung

Persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

(a) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 Passfotos (in Berlin: 1 Passfoto).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Gebühr (bei Antragstellung in bar oder per Verrechnungsscheck).Der postalischen Antragstellung muss ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigelegt werden.

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die Botschaft.

Bearbeitungszeit

Die Unterlagen sollten möglichst 3 Wochen vor Reiseantritt eingereicht werden. Die Bearbeitungszeit beträgt i.d.R. etwa 2 Wochen.
Eine Expressbearbeitung von ca. 2 Tagen ist derzeit nur bedingt möglich.

Impfungen

Staatsangehörige aller Länder müssen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfbescheinigung vorweisen, ansonsten kann die Einreise verweigert werden. Nähere Informationen im Kapitel Gesundheit.

Dokumente bei der Einreise

Rück- oder Weiterreiseticket, Zertifikat über eine Gelbfieberimpfung.

Allgemeines

Lage

Westafrika.

Fläche

1.240.192 qkm (478.841 qm).

Bevölkerungszahl

16.955.536 (2015).

Bevölkerungsdichte

13,7 pro qkm.

Hauptstadt

Bamako.

Staatsform

Semipräsidiale Republik. Verfassung von 1992, letzte Änderung 1997. Parlament (Nationalversammlung) mit 147 Mitgliedern. Militärputsch 2012. Seit 2012 Hoher Staatsrat. Seit Januar 2013 nationaler Notstand. Erste freie Wahlen zur Nationalversammlung fanden 1992 statt. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Mali hat keine Küsten und grenzt im Nordosten an Algerien, im Südosten an Niger und Burkina Faso, im Süden an Côte d'Ivoire, im Südwesten an die Republik Guinea und im Nordwesten an Mauretanien und Senegal. Die endlosen Ebenen werden von den Flüssen Senegal (im äußersten Westen) und Niger durchflossen. Auf seinem Weg nach Norden fließt der Niger mit dem Bani zusammen und bildet ein großes Inlanddelta, die Sümpfe von Macina, die 450 km lang und stellenweise bis zu 200 km breit sind. Die Landesmitte besteht aus der unfruchtbaren Sahelzone. Bei Timbuktu erreicht der Niger die Wüste und fließt zunächst nach Osten und dann bei Bourem nach Südosten zum Atlantik. In der Wüste, nahe der algerischen und nigerischen Grenze im Nordosten des Landes, erhebt sich das bis zu 800 m hohe Adrar-des-Iforas-Massiv. Der Norden des Landes besteht aus Wüste; entlang der alten Trans-Sahara-Karawanenstraßen gibt es einige Oasen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in der Savanne im Süden.

Sprache

Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind Arabisch, Bambara (80 %), Songhai-Jerma, Manding, Soninké und Ful.

Religion

Islam (90 %) sowie Animisten (9 %) und christliche Minderheit (1 %).

Ortszeit

MEZ - 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Mali.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz (in Bamako). Die anderen größeren Städte haben eigene Generatoren.

Regierungschef

Soumeylou Boubèye Maïga, seit Dezember 2017.

Staatsoberhaupt

Ibrahim Boubacar Keita, seit September 2013.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Mali

Konsulat mit Visumerteilung in Basel (Tel: (061) 295 38 88. Internet: www.maliconsulat.ch).
Telefon: (022) 710 09 60.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.30-15.00 Uhr.

Honorarkonsulat der Republik Mali

(ohne Visaerteilung) 
Telefon: (+43) (01) 40 26 86 10.
Email: info@konsulatmali.at
Öffnungszeiten: Mo, Fr, Sa 12.30-14.30 Uhr.

Botschaft der Republik Mali

(auch für Österreich zuständig)Honorarkonsulate in München, Hamburg, Frankfurt/M. und Kamp-Lintfort.
Telefon: (030) 319 98 83.
Website: www.ambassade-repmali-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Visaabt.: Di und Do 10.00-12.00 Uhr.

Office Malien du Tourisme et de l'Hôtellerie (O.M.A.T.H.O.)

Rue Mohamed 5, Centre Commercial, ML-Bamako, Mali Telefon: (020) 22 56 73.
Website: officetourismemali.com

Reise- und Sicherheitsinformationen

Mali
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.01.2017
Unverändert gültig seit: 10.01.2017
Aktuelle HinweiseAm 13. und 14. Januar 2017 findet in Bamako der 27. Afrika-Frankreich-Gipfel statt. Reisenden wird im Umfeld des Gipfels zu erhöhter Wachsamkeit geraten; es muss mit Behinderungen und Bewegungseinschränkungen rund um die Veranstaltung gerechnet werden.In der Vergangenheit ist es immer wieder zu terroristischen Anschlägen in Mali gekommen, bei denen auch Ausländer betroffen waren; in Bamako zuletzt am 21. März 2016 auf das Hauptquartier der EU-Trainingsmission, zuvor am 20. November 2015 das Hotel Radisson Blu. Am 31. Mai 2016 kam es z.B. zu einem schweren Anschlag auf eine Liegenschaft der VN in Gao, am 19. Juli 2016 zu einem schweren Überfall auf ein Militärlager in Nampala mit zahlreichen Toten. Weitere Anschläge sind überall in Mali jederzeit möglich, derzeit ist im Land der Ausnahmezustand ausgerufen.Reisenden wird daher empfohlen, sich besonders umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen. Das Auswärtige Amt rät, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.Landesspezifische SicherheitshinweiseInsbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft. Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv. In der Region Mopti, aber auch in anderen Landesteilen, operieren Terrorgruppen, die zu einzelnen Anschlägen oder auch zu Entführungen in der Lage sind. Im Gebiet nördlich der Nationalstraßen 6 und 12 (Segou - Koutiala) besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko.Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko, vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist in der Sahel-Sahara-Region erheblich. Vor Reisen nördlich des 14. Breitengrades und nördlich der Nationalstraße 6 (Ségou-San und weiter Linie Toumian/ Grenze Burkina Faso) wird daher nachdrücklich gewarnt.Für die (zwar nördlich des 14. Breitengrades gelegene) Stadt Kayes und die unmittelbare Umgebung sowie für die übrigen Landesteile gilt Folgendes:Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako kann eine Gefährdung durch terroristische Gruppen nicht ausgeschlossen werden. Aufenthalte und Reisen sollten nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden; diese sollten nach Möglichkeit ganz gemieden werden. Auch für das Stadtgebiet Bamako wird zu besonderer Umsicht geraten.Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden.Von Fahrten in der Dunkelheit wird nachdrücklich gewarnt.Deutschen Staatsangehörigen in Mali wird empfohlen, sich im elektronischen Erfassungssystem der Botschaft (www.service.diplo.de/registrierungav) zu registrieren.Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.ReisewarnungInsbesondere im Norden Malis kommt es zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. Eine Zunahme der Gewaltkriminalität ist zu beobachten, auch wenn diese bislang nur vereinzelt Ausländer betrifft. Im ganzen Norden des Landes, in der Umgebung des Niger-Flusses nordöstlich von Mopti sowie längs der südlichen und östlichen Grenze Mauretaniens zu Mali sind Rebellen und Terroristengruppen aktiv. In der Region Mopti, aber auch in anderen Landesteilen, operieren Terrorgruppen, die zu einzelnen Anschlägen oder auch zu Entführungen in der Lage sind. Im Gebiet nördlich der Nationalstraßen 6 und 12 (Segou - Koutiala) besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko.Für Staatsangehörige westlicher Staaten besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko, vor allem an von diesen regelmäßig besuchten Orten. Die Gefahr, Opfer von Sprengfallen (Minen etc.), Entführung oder anderen Gewalttaten zu werden, ist in der Sahel-Sahara-Region erheblich. Vor Reisen nördlich des 14. Breitengrades und nördlich der Nationalstraße 6 (Ségou-San und weiter Linie Toumian/ Grenze Burkina Faso) wird daher nachdrücklich gewarnt.Für die (zwar nördlich des 14. Breitengrades gelegene) Stadt Kayes und die unmittelbare Umgebung sowie für die übrigen Landesteile gilt Folgendes:Auch im Süden des Landes und in der Hauptstadt Bamako kann eine Gefährdung durch terroristische Gruppen nicht ausgeschlossen werden. Aufenthalte und Reisen sollten nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durchgeführt werden. Besondere Umsicht ist an Orten notwendig, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden; diese sollten nach Möglichkeit ganz gemieden werden. Auch für das Stadtgebiet Bamako wird zu besonderer Umsicht geraten.Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden.Von Fahrten in der Dunkelheit wird nachdrücklich gewarnt.Deutschen Staatsangehörigen in Mali wird empfohlen, sich im elektronischen Erfassungssystem der Botschaft (www.service.diplo.de/registrierungav) zu registrieren.Weltweiter SicherheitshinweisEs wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

 

zurück

 

Seitenanfang